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Der Guide zum Schnell Gitarre Spielen Lernen

Von Christiane, veröffentlicht am 09/05/2018 Blog > Musik > Gitarre > Wie lerne ich schneller Gitarre Spielen?

Je mehr man im Gitarrenspielen Fortschritte macht, desto mehr neue Techniken entdeckt man und desto weiter möchte man gehen und schneller Gitarre spielen.

Oft denkt der Gitarrist, sein Instrument, die wichtigsten Techniken und Akkorde perfekt zu beherrschen, doch die Frustration, nicht schnell Gitarre spielen zu können, nagt an ihm.

Auch wenn die Geschwindigkeit nur einen Teilaspekt im Gitarrenspiel darstellt, gehört sie zum Basiskönnen jedes vollendeten und kreativen Musikers.

Ein Gitarrist, der durch die Geschwindigkeit seines Spiels gehemmt wird, läuft die Gefahr, seine Motivation zu verlieren und mit dem Gitarrenunterricht aufzuhören.

Diese Phase der Entmutigung ist normal, alle Gitarristen machen sie einmal durch.

Denn beim Lernen neuer Tätigkeiten, auch beim Gitarre Lernen, macht man in der ersten Lernphase enorme Fortschritte, da alles neu ist.

Jeden Tag kommen neue Kenntnisse hinzu.

Dann folgt die Phase, in der man das Gefühl hat, zu stagnieren und nichts mehr zu lernen.

Doch wenn diese Etappe und die daraus resultierende Blockade erst einmal überwunden sind, geht es wieder aufwärts.

Man spielt nicht schneller Gitarre, um seine Freunde zu beeindrucken.

Eine höhere Geschwindigkeit im Gitarrenspiel hat auch zur Folge, dass Deine Finger gelenkiger werden und Du auf dem Gitarrenhals mehr Freiheiten hast.

Doch wie schafft man es, schneller Gitarre zu spielen?

Kann es allen Gitarristen gelingen, ob mit oder ohne Gitarrenlehrer?

Körperliche Anspannung bewältigen, um schneller Gitarre zu spielen

Die Anspannung stellt für alle Gitarristen, die im Spiel an Geschwindigkeit zunehmen wollen, den entscheidenden Punkt dar.

Die folgenden Ratschläge gelten natürlich auch für Gitarre Anfänger.

Doch egal, welches Niveau ein Gitarrist hat, die physische Anspannung ist ein weit verbreitetes Problem.

Anspannungen hindern den Musiker daran, flüssig und präzise zu spielen, verlangsamen die Bewegungen und bringen negative Aspekte in das Gitarrenspiel ein.

Muskuläre Anspannungen bedingen darüber hinaus Gitarristenschmerzen wie Krämpfe, steife Glieder (Hals, Schultern, Arme, Hände) und eventuelle Verletzungen wie Sehnenentzündungen.

Oft bemerkt man, dass man sich beim Gitarrenspielen zu sehr anspannt, leider erst zu spät, d.h. wenn man schon Schmerzen verspürt.

Locker bleiben lautet die Devise beim Gitarrespielen. Hast Du Dich beim Gitarrespielen zu sehr angespannt, kann eine professionelle Massage helfen! | Quelle: pixabay

Test: Bist Du beim Gitarrenspielen angespannt?

Um herauszufinden, ob Du beim Gitarrenspielen angespannt bist, mache einfach diesen kleinen Test: Nimm Deine Gitarre und beginne, die G-Saite auf- und abzuspielen, entweder mit dem Finger oder dem Plektrum.

Beginne langsam und beschleunige dann das Tempo, spiele immer schneller und halte dann plötzlich an.

Was spürst Du? Wie fühlt sich Dein Körper an? Hast Du in den Händen, Fingern oder Schultern Schmerzen?

Um im Gitarrenspiel die Geschwindigkeit zu erhöhen, musst Du Dir physisch und mental den Anspannungen bewusst werden, die Deinem Spiel entgegenwirken und Dich daran hindern, Fortschritte zu machen.

Peu à peu wirst Du lernen, Deine Fehler zu korrigieren und eine bessere Spielposition zu finden.

Fingerarbeit für eine höhere Geschwindigkeit im Gitarrenspiel

Körper und Muskeln haben ein Gedächtnis. Je mehr Du Gitarre spielen übst und Deinem Körper einen bestimmten Rhythmus vorschreibst, desto eher verhält er sich so, wie Du es Dir wünschst.

Je mehr und regelmäßiger Du übst und dieselben oder auch verschiedene Bewegungen ausprobierst, desto eher lernt Dein Körper, mit weniger Anspannung darauf zu reagieren.

Hier spricht man vom Muskelgedächtnis, das sich vom Gedächtnis des Bewusstseins unterscheidet: Wenn Du Dich bewegst, musst Du Deine Muskeln nicht bewusst steuern, denn sie reagieren von allein ohne irgendwelche Einwirkungen von außen.

Nachdem Du z.B. das Laufen oder Fahrradfahren gelernt hast, musst Du Deinen Beinen keine Befehle mehr geben. Der Körper bewegt sich instinktiv.

Dieser Vorgang wird auch als Bewegungslernen bezeichnet.

Das ist dasselbe beim Gitarrespielen: Um schneller und präzise zu spielen, gehst Du zunächst durch eine Lernphase, die all Deine Konzentration fordert.

Am Ende dieser Phase hast Du Deinen Fingern die nötige Beweglichkeit beigebracht, so dass Du entspannt Gitarre spielen kannst.

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Langsam Gitarre Spielen und allmählich das Tempo erhöhen

Ein weit verbreiteter Fehler ist, vor allem im Unterricht mit Gitarre Anfängern, zu schnell lernen und spielen zu wollen.

So vernachlässigen sie oft wichtige Aspekte im Gitarrenspiel.

Lass Dir also Zeit beim Gitarre Lernen, niemand setzt Dich unter Druck!

So verhält es sich auch beim Erlernen der E-Gitarre.

Wenn Du beginnst, neue Tonleitern und Techniken zu erlernen oder ein Solo Deines Lieblingsmusikers zu spielen, spiele zunächst einmal ganz langsam.

Nimm die richtige Haltung ein, lege Deine Finger richtig auf den Gitarrenhals und beginne, die Noten zu spielen.

Zuerst langsam, dann mit der Zeit immer schneller.

Nimm dabei auch ruhig ein Metronom zur Hilfe.

Langsam Gitarre spielen: schwer, aber unerlässlich

Auch wenn diese Etappe im Gitarrenunterricht langweilig scheint, ist sie unerlässlich, um später schneller spielen zu können.

Bevor Du rennen konntest, musstest Du schließlich erst laufen lernen!

So verhält es sich auch beim Gitarre Lernen und bei der Geschwindigkeit.

Indem Du langsam spielst, lernst Du, jede Bewegung zu beherrschen und sie zu analysieren.

Du wirst sehen, was geht und was nicht geht, und Du lernst, rechte und linke Hand miteinander zu koordinieren.

Auf diese Weise kannst Du eventuelle Muskelanspannungen in Deinen Fingern, Händen, Schultern usw. messen.

Der Körper wird sich an diese Übungen erinnern, so dass Du im Laufe der Zeit immer schneller spielen kannst und sich die Finger immer gewandter über die Saiten bewegen.

Gitarre Spielen Üben mit einem Metronom

Mit einem Metronom machst Du schnelle Fortschritte. Nicht sehr verlockend, aber wirksam: Das Metronom. | Quelle: pixabay

Auf den ersten Blick ist dieses Gerät alles andere als anziehend, und Du fragst Dich sicherlich, warum Du es beim Gitarrespielen verwenden solltest.

Das Metronom hilft Dir nicht nur, im Spiel den richtigen Rhythmus beizubehalten sondern auch Fortschritte zu machen.

Doch wie spielt man mit einem Metronom? Wie nimmt man mit diesem Gerät an Tempo zu?

Spiele zunächst einmal Deine Tonleiter oder Dein Riff so langsam wie möglich, ohne die Hilfe eines Metronoms.

Lege dabei ein großes Augenmerk auf eventuelle Spannungen. Spiele jede Note leise, um jede Spannung einzeln zu spüren.

Jede Note muss klar und deutlich klingen.

Stelle dann Dein Metronom auf ein langsames Tempo ein, z.B. 30 Schläge pro Minute, und beginne, in diesem Rhythmus zu spielen.

Sobald Du Dein Spiel in diesem langsamen Tempo perfekt beherrschst und Du weder Schmerz noch Spannung verspürst, kannst Du das Tempo erhöhen.

Das ist zwar ein Prozess, der Zeit in Anspruch nimmt, jedoch extrem wirksam ist und langfristig Früchte trägt.

Die Stunden, die Du auf diese Weise mit Üben verbringst, sind keineswegs verloren und verbessern bestimmte Fehler in Deinem Spiel.

So lernst Du, besser und schneller Gitarre zu spielen.

Und natürlich kannst Du auch Gitarre spielen und dabei singen!

Mehr Spieltechniken auf der Gitarre beherrschen

Es ist kein Geheimnis, dass große Gitarristen, die ihr Instrument schnell spielen können, eine Sache gemeinsam haben: Sie beherrschen die meisten Gitarrentechniken.

Ob Bending, Vibrato, Auf- und Abspiel, Picking, Pull-Off, Legato, Hammer-On oder Gitarre Spielen mit den Fingern: Sie kennen sie alle und wissen sie ganz bewusst zu gebrauchen.

Nimm Dir also auch vor, so viele Techniken wie möglich zu erlernen.

So bereicherst Du Dein Gitarrenspiel und lernst außerdem, Deine Finger anders über den Gitarrenhals zu bewegen und die Saiten anders zu strummen, sprich, schneller Gitarre zu spielen.

Dein Spiel wird leichter, flüssiger und demnach schneller.

Beginne mit einer einfachen Übung, z.B. einem 20-minütigen Legato.

Wenn Du diese Technik einmal gut beherrschst, gehe z.B. zum Pull-Off über.

Diese Arbeitsweise hilft Dir dabei, neue Techniken für Soli und Improvisationen zu erlernen.

Gleichzeitig stärkst Du die Muskeln Deiner Finger und Deines gesamten Körpers und trainierst Deinem Gedächtnis neue Gewohnheiten und Instrumentalpraktiken an, so dass Dein Spiel bald viel natürlicher klingt.

Erhalte hier außerdem Tipps, um Deine Gitarre Stimmen zu können.

Übe regelmäßig: Spiele jeden Tag Gitarre!

Dies ist das zweite Geheimnis des Gitarrespielens: Je regelmäßiger Du spielst, desto sicherer und flüssiger wird Dein Spiel.

Die ideale Basis, um auf der Gitarre zu improvisieren.

Deine Finger bewegen sich leichter und gelenkiger über die Saiten, was sich nicht nur auf Dein Spiel sondern auch auf Deinen Klang auswirkt.

Bis Du anständig Gitarre spielst und ein anspruchsvolles Niveau erreichst, kann es Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern.

Doch das Wichtigste ist, dass es Dir Spaß macht.

Nicht die Stunden, die Du mit Üben verbringst, um schneller Gitarre zu spielen, sind entscheidend, sondern die Methode.

Es muss die richtige für Dich sein und Dich voranbringen.

Wenn Du Fortschritte bemerkst, bist Du auf dem richtigen Weg!

Widme Dich jeden Tag parallel zu Deinen Gitarrenübungen und Stücken 15 bis 20 Minuten lang den Schnelligkeitsübungen.

Wir empfehlen Dir, jeden Tag ein bisschen zu üben, anstatt einmal in der Woche drei Stunden lang und die restlichen Tage gar nicht.

Und übe auf intelligente Weise, organisiere Dich gut und nehme Dir unsere Tipps zu Herzen, damit Du das Ziel erreichst, schnell Gitarre zu spielen.

Und wenn Du dann schnell Gitarre spielen kannst, versuche doch auch einmal, mit einer Hand Gitarre zu spielen!

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