„Ein Gitarrist verbringt die Hälfte seines Lebens damit, sein Instrument zu stimmen; die andere Hälfte spielt er falsch.“

In diesem Musikerwitz steckt, wie so oft, ein Körnchen Wahrheit. Die sechs Saiten der Gitarre verstimmen sich schneller, als man als Gitarre Anfänger vielleicht denkt. Die beste Gitarre und ausgefeilteste Technik, die Du Dir im Gitarrenunterricht angeeignet hast, bringt Dir nichts, wenn die Saiten verstimmt sind.

Liegt auch nur eine Saite etwas daneben, wird auch ein korrekt gegriffener Akkord grausam falsch klingen. Damit Du effizient üben kannst und Andere mit Deinem Gitarrenspiel erfreuen kannst, musst Du also Deine Gitarre stimmen, nachstimmen und wieder nachstimmen.

Aber wie macht man das? Wie kann man eine Gitarre stimmen? Und warum muss das überhaupt gemacht werden?

In diesem Artikel widmen wir uns all diesen Fragen und geben hilfreiche Gitarre lernen Tipps - vom Aufbau der Gitarre, über die verschiedenen Techniken, eine Gitarre zu stimmen bis hin zu alternativen Stimmungen.

Gitarre spielen lernen heißt auch die Gitarre stimmen zu lernen.

Es ist der erste Schritt, um erfolgreich Gitarre selber zu lernen oder mit dem Gitarrenunterricht zu beginnen.

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Warum muss ich meine Gitarre stimmen?

Um zu verstehen, warum eine Gitarre gestimmt werden muss, muss man als ersten Schritt beim Gitarre Lernen zuerst wissen, wie sie aufgebaut ist und wie die Klänge zustande kommen.

Der Aufbau der Gitarre

Das Saitenmaterial unterscheidet sich in erster Linie je nach Gitarrentyp: Bei Konzertgitarren verwendet man Nylonsaiten, bei elektrischen und Westerngitarren Stahlsaiten. Der Aufbau der Gitarre an sich ist aber immer gleich:

  • Der Korpus: Der größte Teil der Gitarre, auf dem die Saiten angeschlagen oder gezupft werden. Bei Akustikgitarren ist er hohl und dient als Resonanzkörper, der den Klang verstärkt. Der Korpus von E-Gitarren ist ein massives Stück Holz, auf dem Tonabnehmer angebracht sind, die den Gitarrenton in ein elektrisches Signal umwandeln.
  • Der Hals: Der Hals führt vom Korpus weg. Auf ihm liegt das Griffbrett, wo durch runterdrücken der Saiten, die Tonhöhe verändert wird.
  • Der Kopf: Der Kopf ist am anderen Ende des Halses. Hier sind die Gitarrensaiten an den Wirbeln aufgewickelt.

Diese drei Hauptteile der Gitarre sind aus Holz gefertigt; ein Material, das sich je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausdehnen oder zusammenziehen kann. Die Instrumente reagieren so schon auf kleinste klimatische Veränderungen.

Die Gitarrensaiten sind an der Brücke auf dem Korpus befestigt, laufen gerade über das Griffbrett und werden am Kopf auf die Wirbel aufgewickelt. Durch das Drehen der Wirbel werden sie gelockert oder fester gespannt.

Der Klang entsteht durch die Schwingung der Saiten. Je freier sie schwingen können, umso tiefer ist der Ton. Die genaue Tonhöhe wird daher von der Spannung bestimmt: je fester sie gespannt sind, umso höher wird der Ton.

Beim Spielen sind die Gitarrensaiten einer mechanischen Belastung ausgesetzt, durch die sie sich ausdehnen. Der Ton wird dann nach und nach tiefer. Des Weiteren sind auch sie den Umwelteinflüssen ausgesetzt und können sich je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausdehnen oder zusammenziehen, was wiederum den Klang und die Höhe eines Tons beeinflusst.

Nicht zuletzt kann sich eine Gitarre auch dadurch verstimmen, dass die Wirbel, aus Versehen verstellt werden. Das geschieht einerseits aus Unachtsamkeit seitens der Gitarrist*innen, anderseits und vor allem beim Transport im Koffer oder Gigbag.

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Die Stimmung der Gitarre

Um eine Gitarre richtig stimmen zu können, muss man natürlich erstmal wissen, auf welche Töne die Saiten genau eingestimmt werden müssen.

Um Dir die Namen der Gitarrensaiten (die den Tönen entsprechen) einprägen zu könne, hilft ein einfacher Merkspruch: Eine Alte Dumme Gans Hat’s eilig. Sie heißen von oben (der dicksten) nach unten (der dünnsten): E – A – D – G – H – e.

Vor dem Gitarrenakkorde lernen, musst Du Deine Gitarre stimmen.
Wie kann man sich die Namen der Gitarrensaiten merken? - Eine alte dumme Gans hat's eilig.

Achtung: Wenn Du einen Online-Gitarrenkurs auf Englisch machst, wird die H-Saite B heißen!

Die höchste Saite gibt den gleichen Ton wieder, wie die tiefste; aber zwei Oktaven höher. Bis auf eine Ausnahme (G zu H) beträgt das Intervall von einer Saite zur nächst höheren immer eine reine Quarte. Von G zu H ist es eine große Terz.

Beim Stimmen der Gitarre geht es darum, dieses Verhältnis exakt herzustellen; denn nur so klingen die Gitarrenakkorde auch so, wie sie wirklich klingen sollen.

Wenn Du Dir angewöhnst, Dein Instrument immer vor dem Üben zu stimmen, wird sich Dein Gehör an den Klang gewöhnen und Du erkennst mit der Zeit immer schneller, wenn es verstimmt ist.

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Wie stimme ich eine Gitarre?

Auch wenn es am Anfang manchmal noch schwierig herauszuhören ist, ob die Gitarre richtig klingt und das Stimmen als unnötiger Aufwand erscheint, ist es unumgänglich.

Auch wenn es einigen Gitarrenanfängern vielleicht etwas Angst macht, ist das Stimmen der (E-)Gitarre kein Hexenwerk. Tatsächlich kann man sich vom ersten Tag an selbst daran wagen, ohne die Hilfe eines Profis.

Um Gitarren in die richtige Stimmung zu bringen, muss beim Anschlagen jeder einzelnen leeren Gitarrensaiten (also ohne sie am Griffbrett runterzudrücken) die richtigen Töne wiedergegeben werden.

Man stimmt in der Regel von oben nach unten. Das heißt man fängt bei der tiefsten Saite an und arbeitet sich dann Schritt für Schritt bis zur hohen e-Saite durch. (Ausnahme: Beim Stimmen nach Referenztönen fängt man mit der A-Saite an, doch dazu später mehr.)

So geht man beim Gitarrestimmen vor:

  • Eine Saite anschlagen und die Tonhöhe überprüfen.
  • Ist der Ton zu hoch, muss die Saite gelockert werden. Dazu drehst Du den Wirbel im Uhrzeigersinn.
  • Ist er zu tief, muss sie gespannt werden; Du drehst den Wirbel gegen den Uhrzeigersinn.
  • Überprüfe, ob die Höhe nun stimmt und stimme gegebenenfalls nach. Das Ganze wiederholst Du so lange, bis Du den richtigen Ton getroffen hast.
Um die Tonhöhe der Saiten zu verändern muss man an den Stimmwirbeln drehen.
Spanne die Saite an - der Ton wird höher; wenn Du sie lockerst, wird er tiefer.

Gehe beim Drehen der Wirbel vorsichtig vor, oft reichen ein paar Millimeter schon aus. Es ist ratsam, immer die Spannung erst etwas zu hoch einzustellen und sich dann mit den letzten Drehungen von oben anzunähern. Die Stimmung bleibt so länger erhalten.

Falls Du mal vergisst, in welche Richtung die Wirbel gedreht werden müssen, Schlage die Saite immer wieder an, während Du drehst. Dabei wirst Du hören, ob der Ton tiefer oder höher wird.  Gehe dabei sanft vor. Bei zu starker Spannung, kann es passieren, dass gerade die höheren Gitarrensaiten auch mal reißen.

Wie findet man aber nun den richtigen Ton? Schauen wir uns an welche unterschiedlichen Methoden es gibt.

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Gitarre stimmen mit Stimmgerät

Die wohl einfachste Methode ein Musikinstrument zu stimmen, ist mit Hilfe eines Stimmgeräts. Es erkennt die gespielten Töne und zeigt an, ob er u hoch oder zu tief ist. Du musst dann nur noch an dem Stimmwirbel drehen, bis die richtige Tonhöhe erreicht ist und schon ist die Saite fertiggestimmt.

Beim Kauf eines Stimmgeräts wirst Du die Auswahl zwischen verschiedenen Arten von Stimmgeräten haben. Ich möchte Dir hier die gängigsten davon vorstellen, damit Du Dir selbst ein Bild machen, kannst, welches am besten für Dich geeignet ist.

Bei vielen Geräten handelt es sich um chromatische Stimmgeräte. Das bedeutet, dass sie jede beliebige Tonhöhe erkennen und anzeigen. Mit ihnen kann man dadurch auch andere Instrumente stimmen und sie ermöglichen Dir, alternative Stimmungen auszuprobieren.

Es gibt daneben auch Geräte, die nur auf Gitarren ausgelegt sind. Sie zeigen also nur die Töne an, auf die die sechs Gitarrensaiten standardmäßig gestimmt werden. Manche Modelle haben jedoch eine Transponierfunktion, sodass auch andere Stimmungen eingestellt werden können.

Willst Du jedoch auch mal einen Bass oder eine Ukulele stimmen wollen, musst Du dann auf einen Bass beziehungsweise Ukulele Tuner zurückgreifen. Bei einem chromatischen Stimmgerät, hast Du alles in einem.

Elektronische Stimmgeräte

Das universellste aller Stimmgeräte, ist ein kleines Kästchen mit einem Display und verschiedenen Knöpfen. Es mit einem kleinen Mikrofon ausgestattet, das den Klang aufnimmt und ins Gerät weiterleitet, wo er analysiert wird.

Auf dem Display wird Dir in der Mitte der Name des Tons angezeigt. Wenn Du die A-Saite stimmen willst und es wir „G“ angezeigt, klingt die Saite einen Ganzton zu tief und Du musst die Saite deutlich fester anziehen.

Wird Dir bereits der gewünschte Tonname angezeigt, geht es um die Feinstimmung. Dafür schaust Du auf die kleine Nadel, die nach links oder rechts von ausschlagen kann. Das Ziel ist, sie möglichst genau und stabil in die Mitte zu bringen.

Wenn die Nadel rechts von der Mitte ist, ist der Ton zu hoch, Du musst die Saite etwas lockern. Ist sie links, ist er zu tief und Du musst die Saite spannen.

Bei den meisten Modelle bekommst Du zum Erkennen optische Unterstützung, entweder durch ein Farbdisplay oder kleine LED-Leuchten, die über dem Display angebracht sind. Solange etwas rot aufleuchtet, ist die Gitarrensaite noch nicht korrekt richtig eingetellt. Ein grünes Signal zeigt Dir an, dass alles stimmt.

Auf einem elektronischen Stimmgerät gibt es kleine Tasten, mit denen man den gewünschten Frequenzbereich einstellen kann. Das wird vor allem dann interessant, wenn man mit anderen Instrumenten, die nicht so leicht stimmbar sind, zusammenspielen will (z.B. ein Klavier oder Akkordeon).

Wenn die Stimmung des anderen Instruments um einige Hertz von der üblichen Kammerstimmung abweicht, kann man das auf dem Stimmgerät ganz leicht anpassen und es dann wie gewohnt verwenden.

Ein elektronisches Stimmgerät gehört zum wichtigsten Gitarren Zubehör.
Mit einem chromatischen Stimmgerät kannst Du nicht nur Gitarren stimmen. | Quelle: Pixabay

Im Idealfall hat ein elektronisches Stimmgerät einen Kabeleingang („Input“). Hier kann man mit dem normalen Gitarrenkabel, die E-Gitarre anschließen, um sie exakt zu stimmen. Das ist vor allem in lauten Umgebungen sehr hilfreich. Der Klang der E-Gitarre kommt direkt und unverfälscht im Gerät an.

Ein elektronisches Stimmgerät kostet zwischen 10 und 20 Euro. Teurere Modelle sind mit Zusatzfunktionen, wie beispielsweise einem eingebauten Metronom ausgestattet.

Elektronische Stimmgeräte werden meist mit Batterien betrieben. Es ist also immer gut Ersatzbatterien im Gepäck zu haben.

Clip-Tuner

Der Clip Tuner ist ein praktisches kleines Gitarrenstimmgerät, das an der Kopfplatte angeklammert wird. Wenn Du Dich für einen chromatischen Cliptuner entscheidest, kannst Du damit natürlich auch einen Bass oder eine Ukulele stimmen.

Die Besonderheit an diesen Geräten ist, dass sie nicht mit einem Mikrofon, sondern mit einem Vibrationssensor ausgestattet sind. Die Höhe des Tons wird also anhand der Schwingungen des Instruments erkannt. Das hat den großen Vorteil, dass auch laute Nebengeräusche das Stimmen nicht behindern.

Während des Spielens kannst Du den Cliptuner an der Kopfplatte lassen. Das sieht zwar nicht besonders schick aus, aber Du kannst jederzeit ohne Aufwand nachstimmen.

Beim Stimmen mit einem Clip Guitartuner gehst Du genau gleich vor, wie wenn Du ein elektronisches Tischstimmgerät verwendest. Auch hier kannst Du, wenn nötig den Frequenzbereich verändern. Aufgrund der Größe, hat er aber keine weiteren Zusatzfunktionen.

Neuere Modelle werden mit einem Akku betrieben, der per USB-Kabel aufgeladen werden kann.

Das Bodenpedal

Zum Stimmen einer E-Gitarre kannst Du sowohl zu einem elektronischen Stimmgerät mit Kabeleingang als auch zu einem Clip greifen.

Gerade auf der Bühne oder einem Bandraum sind sie beide nicht immer praktisch. Das Display eines Clip Tuners ist recht klein und je nach Lichtverhältnissen, nicht so gut abzulesen. Um die E-Gitarre über Kabelanschluss zu stimmen, muss man das Kabel jedes Mal vom Verstärker zum Stimmgerät umstecken.

Die Lösung kann ein Stimmgerät Pedal sein. Es wird wie Effektpedale zwischen die Gitarre und den Verstärker geschaltet und mit dem Fuß ein- und ausgeschaltet. Wenn sich da Pedal im Stimmbetrieb befindet, wird die Gitarre automatisch gemutet, sodass das Publikum Deine Stimmtöne nicht hört.

E-Gitarre stimmen geht auch mit einem entsprechenden Pedal.
Mit einem Pedal kannst Du Deine E-Gitarre stimmen, ohne dass jemand etwas davon hört. | Quelle: Gabriel Gurrola via Unsplash

Betrieben werden Bodenpedale mit einem Netzteil. Du musst Dir also keine Gedanken über einen leeren Akku oder Batterien machen.

Mit gestimmten Instrumenten macht das E-Gitarre Lernen gleich viel mehr Spaß!

Online Gitarre stimmen

Wenn Du noch kein Stimmgerät besitzt oder es zu Hause vergessen hast. Kannst Du Deine Gitarre auch online oder mit einer App stimmen.

Beim online Stimmen im Webbrowser musst Du der betreffenden Website die Berechtigung erteilen, auf das Mikrofon Deines Laptops zugreifen zu dürfen und natürlich eine gute Internetverbindung haben.

Es gibt übrigens auch Gitarrenunterricht online.

Um offline und unterwegs Deine Gitarre zu stimmen, kannst Du eine App auf Deinem Smartphone installieren, die das elektronische Stimmgerät ersetzt.

Auch bei dieser Methode kannst Du chromatische Stimmgeräte finden. Für Anfänger, die das Gitarrestimmen erlernen wollen, gibt es aber auch verschiedenste Guitar Tuner, die ganz genau anzeigen, welche Saiten auf welche Töne eingestimmt wird und an welchem Wirbel dafür gedreht werden muss.

Die App Guitar Tuna ist sehr einfach zu bedienen und bringt auch noch ein Metronom, eine Bibliothek mit den wichtigsten Gitarrengriffen sowie weitere interessante Zusatzfunktionen mit.

Neben unterschiedlichen Stimmungen bietet Dir diese App auch die Möglichkeit, eine Ukulele oder Mandoline sowie andere Saiteninstrumente zu stimmen.

Mit etwas weniger Zusatzfunktionen ausgestattet, aber auch sehr intuitiv zu bedienen und mit einer Garantie für Genauigkeit ist Free Guitar Tuner: Fender Tune.

Beide Apps sind kostenlos und werden Dich trotzdem nicht ständig mit Werbeeinblendungen belästigen.

Das Gitarrestimmen mit einer App geht so ganz schnell und Du hast mehr Zeit, um einhändig Gitarre spielen zu üben!

Die Gitarre stimmen ohne Stimmgerät

Stimmen nach einem Referenzton

Nur wenige Menschen haben ein absolutes Gehör und sind in der Lage jeden gehörten Ton exakt zu bestimmen. Alle anderen brauchen einen Vergleichston, um die Höhe eines Tons einzuordnen.

International hat man sich dafür auf den ein eingestrichenes A bei 440 Hertz geeinigt. Darauf sind auch Stimmgeräte standardmäßig ausgerichtet. Wenn Du nun Deine Gitarre ohne Stimmgerät stimmen willst, musst Du Dir diesen Referenzton anhören.

Die klassischste Variante dafür ist eine Stimmgabel zu Hilfe zu nehmen. Wenn sie in Schwingung versetzt wird, gibt sie exakt diesen Referenzton wieder, den Du zum Stimmen brauchst. Wenn Du keine Stimmgabel zur Hand hast, kannst Du auch eine virtuelle Stimmgabel nutzen.

Beim gemeinsamen Musizieren, kann der Vergleichston auch von einem bereits gestimmten Instrument, wie dem Klavier oder Keyboard abgenommen werden.

Deine Aufgabe beim Gitarrestimmen ist es nun, die A-Saite so zu spannen, dass sie exakt gleich klingt, wie der Referenzton.

Zum Gitarre stimmen nach Gehör brauchst Du einen Referenzton, zum Beispiel von einer Stimmgabel.
Mit einer Stimmgabel kannst Du die A-Saite stimmen und die anderen Saiten nach Gehör anpassen. | Quelle: Pixabay

Ist die A-Saite richtig gestimmt, geht es darum die anderen Gitarrensaiten in das richtige Verhältnis zu bringen. Auch dafür brauchst Du Referenztöne, die den Tönen entsprechen, auf denen die anderen Leersaiten klingen sollen. Diese findest Du ab jetzt auf Deinem Gitarrengriffbrett.

Wie das genau funktioniert und welche zwei Möglichkeiten es dafür gibt, schauen wir uns jetzt an.

Stimmen mit den Bünden

Stimmt die A-Saite, kannst Du sie als Referenz für die tiefe E- und die D-Saite verwenden. Wenn Du die E-Saite im fünften Bund greifst, sollte exakt der gleiche Ton erklingen, wie wenn Du die A-Saite leer anschlägst. Spiele beide Saiten einzeln an, um die Töne zu vergleichen und drehe solange am Wirbel der E-Saite, bis sie übereinstimmen.

Den Klang D-Saite vergleichst Du mit der A-Saite im fünften Bund gegriffen. Von da aus machst Du folgendermaßen weiter:

  • G: Bund D
  • H: Bund G
  • e: Bund H

Du kannst die beiden Töne, die Du vergleichen willst, auch gleichzeitig anschlagen. Wenn sie nicht übereinstimmen, wird es sehr ungleichmäßig (wellenförmig) klingen. Je näher Du an die perfekte Stimmung kommst, umso gleichmäßiger und stabiler wird der Klang.

Das braucht etwas Übung, schult aber Dein Gehör, was auch beim Gitarrespielen mit Gesang zu begleiten von Nutzen ist.

Gitarre stimmen mit Flageolett Tönen

In der Vorgehensweise unterscheidet sich diese Methode nicht von der mit den Bünden: nachdem die A-Saite mit Hilfe eines Referenztons gestimmt wurde, stellt man alle weiteren Vergleichstöne selbst her.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass Flageolett Töne sehr rein sind und auch noch weiterklingen, wenn Du den Finger von der Saite entfernst. Aber was sind Flageolett Töne und wie erzeugt man sie?

Ein Flageolettton entsteht dadurch, dass man eine Saite direkt über einem Bundstäbchen nur ganz leicht berührt, ohne sie runterzudrücken. Wir die entsprechende Saite nun angeschlagen, wird die Saite in eine Teilschwingung versetzt und es erklingt ein glockenähnlicher Ton.

Auf der Gitarre kannst Du im 5., im 7. Und im 12. Bund Flageolett Töne erzeugen und zum Vergleichen nutzen. Nach dem Anschlagen sollte der Finger sofort von der Saite entfernt werden, damit man sie nicht abdämpft.

Auf dieser Grafik siehst, Du wo Du welche Flageolett Töne finden kannst und welche Du miteinander vergleichen kannst.

Beim Stimmen mit Flageolett vergleicht man zwei Töne und passt sie aneinander an.
Ist eine Saite gestimmt, kannst Du darauf Referenztöne für die anderen finden.

Bei dieser Stimmvariante wirst Du in einer anderen Reihenfolge vorgehen als gewohnt. Achte immer darauf die Übersicht zu behalten, welche Saiten Du bereits richtig eingestellt sind und als Referenztongeber verwenden werden können. Überprüfe am Ende die gesamte Stimmung!

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Alternative Stimmungen für Gitarre

Fortgeschrittene Gitarrist*innen suchen gerne nach Möglichkeiten, wie sie ihre Instrumente anders klingen lassen können und nicht nur durch schnelles Gitarrespielen alle Möglichkeiten auszuschöpfen.

Früher oder später kommt das Thema alternative Stimmungen (alternate Tunings) und offene Stimmungen (open Tunings) auf. Dabei werden einzelne oder alle sechs Saiten auf andere Töne als die altbekannten E – A – D – G – H – e gestimmt.

Die zum Spielen einfachsten Varianten für alternative Stimmungen sind die shifted Tunings. Dabei werden alle Saiten um gleich viele Halbtonschritte höher oder tiefer gestimmt. Das Verhältnis der Saiten zueinander bleibt so bestehen und Du kannst die gleichen Gitarrengriffe und Fingersätze verwenden, wie bei der Standardstimmung.

Open Tunings

Bei einem Open Tuning werden Gitarren so eingestimmt, dass ein (Dur-)Akkord erklingt, wenn alle Gitarrensaiten leer angeschlagen werden.

Die beliebtesten offenen Stimmungen sind:

  • open G: D – G – D – G – H - D
  • open D: D – A – D – F# - A - D
  • open E: E – H – E – G# - H - E
  • open A: E – A – C# - E – A – E

Im Vergleich zur Standard Stimmung werden einzelne Saiten also einen Halb- beziehungsweise Ganzton nach oben oder unten gestimmt. Dadurch ergibt sich andere Intervalle und damit auch andere Gitarrengriffe. Um beispielsweise einen Dur-Akkord zu spielen, werden bei diesen Stimmungen alle Gitarrensaiten im gleichen Bund gegriffen.

Dropped Tuning

Bei einem Drop Tuning wird ausgehend von der Standardstimmung oder einem shiftet Tuning die tiefste Saite um zwei Halbtöne tiefer gestimmt. Wenn noch eine zweite Saite (in der Regel die höchste) tiefer eingestellt wird, spricht man von einem Double Drop Tuning.

Die bekannteste unter diesen Stimmungen sind Drop D und Drop C:

Die Drop D und Drop C Stimmung gehören zu den beliebtesten alternativen Stimmungen.
Probiere alternative Stimmungen aus, um die Möglichkeiten Deiner Gitarre voll und ganz auszuschöpfen.

Dropped Tunings sind vor allem zum Spielen von Powerchord Riffs sehr praktisch.

Neben Shifted, Dropped und Open Tuning gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten für alternative Stimmungen. Probiere Dich aus! Du kannst Dich damit von eingefahrenen Spielgewohnheiten befreien und Deiner Gitarre ungewohnte Klänge entlocken.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.