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Vor- und Nachteile beim Kochen ohne Fleisch

Von Anna, veröffentlicht am 03/11/2018 Blog > Kunst & Freizeit > Kochen > Vegetarisch Kochen: Alles, was Ihr über die fleischlose Küche wissen müsst

Fleischlose Ernährung liegt im Trend!

Und weil Trends gleichzeitig gefeiert und verpönt werden, wollen wir Klarheit in das Thema bringen.

Bio, Veggie und vegan waren vor circa 20 Jahren noch Fremdwörter für die Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Bio gab es nur in Reformhäusern, wo sich Oma auch Doppelherz besorgt hat. Ebenso altbacken war das Image. 

Doch in den letzten 20 Jahren hat sich viel getan: Bioläden sind wie Pilze aus dem Boden geschossen, immer mehr Menschen, vor allem die jüngeren Generationen, achten auf Ernährung, ihre Umwelt, Regionalität der Lebensmittel und ernähren sich rein pflanzlich oder konsumieren bewusster Fleisch. 

Seit Begriffe wie „Clean Eating“ und „Sustainable Food“ aus den USA zu uns geschwappt sind, ist Ernährungs-Correctness, so möchte man sagen, Teil des täglichen Speiseplans geworden!

Manchmal ganz schön anstrengend: An jedem Tisch sitzt mittlerweile ein Vegetarier, Veganer oder jemand mit einer bestimmten Lebensmittelunverträglichkeit. Wie soll man da noch mit Lust kochen?

Ein berechtigter Einwurf.

Tatsächlich sollte man heute vor dem gemeinsamen Essen mit Freunden erst einmal in die Runde fragen, ob man beim Kochen auf etwas achten muss. Trotzdem sollte das kein Grund sein, pflanzliche Ernährung zu verteufeln!

Kinder kochen später gern nach, was es zu Hause auf dem Teller gab! Mit vegetarischer Küche setzt Du den Grundstein einer gesunden Ernährung bei Deinem Kind. Und was gibt’s heute auf dem Teller? Wenn Kinder mit vegetarischen Rezepten auswachsen, begeisterst Du sie von Anfang an für eine gesunde Ernährung! | Quelle: Unsplash

Wo ein Pro ist, ist auch ein Kontra.

Natürlich gibt es auch die Widersacher dieses Ernährungstrends. Argumente wie „Früher gab es diesen ganzen neumodischen Heckmeck um das Essen auch nicht“ oder „Selbst der Urzeitmensch hat Fleisch gegessen, es liegt einfach in der Natur des Menschen!“ werden gern bedient.

Mit diesen Floskeln muss aufgeräumt werden, obwohl sie per se nicht falsch sind. Allerdings gab es früher diese Überschwemmung der Lebensmittelmärkte nicht.

Vieles wurde noch im eigenen Garten geerntet oder man hat regionale Produkte im Gemüsewarenladen oder beim Schlachter von nebenan gekauft. Man wusste also, wo das Essen herkommt.

Sonntagsbraten hieß nicht ohne Grund Sonntagsbraten, da es Fleisch nur an diesem einen Tag in der Woche gab.

Und ähnlich gestaltet sich das mit unseren Vorfahren: Fleisch wurde hin und wieder gegessen, aber war weit weniger verfügbar als heutzutage, sodass täglicher Fleischkonsum nicht in der „Natur“ des Menschen liegt!

Während vor 70 Jahren viele Menschen froh waren, satt zu werden, haben wir heute den Luxus, uns über unser Essen mehr Gedanken machen zu können, denn Hunger muss keiner mehr leiden.

Wir dürfen also wählerischer sein! Wir möchten Dir ganz unverblümt alle Aspekte der vegetarischen Küche nennen, auch jene, die Du unbedingt beachten solltest.

Informieren – der erste Schritt zum bewussten Konsum von Nahrungsmitteln

Uns fehlt heutzutage die Orientierung beim Thema Lebensmitteln.

Täglich schwappen neue Produkte auf den Markt. Das einzige, was dem Konsumenten übrig bleibt, um da noch durchzusteigen: selbst informieren und sich mit seinen Lebensmitteln auseinandersetzen.

Skandale in der Massentierhaltung, Überproduktion, Plastik in Meeresfrüchten und Fisch, Verschwendung von Lebensmitteln und nicht zuletzt der Klimawandel haben viele Menschen sensibilisiert.

Alle Probleme haben tatsächlich einen direkten Bezug zu unserem Konsumverhalten.

Wer sich mit dem Thema Ernährung auseinandersetzt, wird unweigerlich feststellen, dass Bio und eine mehrheitlich vegetarische Küche die beste Entscheidung sind!

Ja, ich sage bewusst mehrheitlich, da jedem bereits ein bewussterer Fleischkonsum hoch angerechnet werden sollte. Wer nicht komplett auf Fleisch verzichten möchte und sich einmal in der Woche ein gutes Stück Bio-Fleisch zubereitet, sollte nicht dafür gerügt werden.

Fleisch kann mit Antibiotikaresistenten Keimen besetzt sein. Massiver Einsatz von Antibiotika in der industriellen Massentierhaltung und die Entwicklung von Resistenzen hat viele Leute umdenken lassen. | Quelle: Unsplash

Nicht jeder kann sich vorstellen von heut auf morgen Vegetarier zu werden, sodass bewusster Fleischkonsum bereits als Schritt in die richtige Richtung gewertet werden sollte.

Das Auseinandersetzen mit vegetarischen Rezepten soll Spaß bereiten, den Koch-Horizont erweitern und nicht als komplette Einschränkung wahrgenommen werden.

Deshalb: Vegetarier zu werden ist mit einer Einstellung verbunden, die Schritt für Schritt erworben wird. Anders kochen heißt immer mit Gewohnheiten brechen, weshalb es ein Prozess ist, der Zeit braucht.

Setz Dich bitte nicht unter Druck, sondern hab Spaß an neuen und leckeren vegetarischen Rezepten und probiere Dich aus. (LINK) Es werden verschiedene Formen von Vegetariern unterschieden: 

  • Pescetarier meiden lediglich Fleisch
  • Flexitarier ernähren sich mehrheitlich vegetarisch, aber ab und an darf auch ein Stück Fleisch und Fisch verzehrt werden
  • Ovo-Lakto-Vegetarier meiden Fleisch und Fisch
  • Lakto-Vegetarier meiden Fleisch, Fisch und Eier
  • Ovo-Vegetarier meiden Fleisch, Fisch, Milch & Milchprodukte
  • Veganer meiden alle vom Tier stammenden Produkte (Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Honig)

Mit vegetarischer Küche seinen ganz persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten

Die landwirtschaftliche Viehzucht verursacht die meisten Treibhausgase der Welt!

Hast Du das gewusst?

Ich finde, dass der Zusammenhang von hohem Fleischkonsum und Klimawandel viel zu wenig angesprochen wird, deshalb steht dieses Thema bei mir ganz oben.

Vegetarier sind doch Vegetarier, weil sie Tiere schützen wollen? In Wahrheit stecken noch viele andere Beweggründe hinter dieser Entscheidung. 

Die industrielle Viehwirtschaft ist der größte Umweltverschmutzer, deshalb lohnt es sich vegetarisch zu kochen. In der Küche ein Statement setzen und sich mit vegetarischer Kost für die Umwelt stark machen. | Quelle: Unsplash

Also, noch einmal auf den Punkt gebracht: Unsere Massentierhaltung und unser maßloser Fleischkonsum in westlichen Ländern verursacht 40% mehr Treibhausgase als alle Fahrzeuge der Welt zusammen.

Laut der Süddeutschen Zeitung richten die 5 größten Fleisch- und Molkereihersteller einen weitaus größeren Umweltschaden an als die großen Ölkonzerne. 

Überspitzt heißt das: Würden wir kein oder nur noch wenig Fleisch essen und am besten auch unseren Konsum von Milchprodukten reduzieren, würden wir den Klimawandel schneller stoppen können als mit der Regulierung von Abgasen.

Was steckt genau dahinter? Rinder stoßen bei ihrer Verdauung Methangase aus, die 25 Mal stärker wirken als CO2. Deshalb sind Rinder für 65 % der Gesamtemissionen verantwortlich.

Für die massenhafte Haltung und Verarbeitung von Tieren benötigen wir außerdem Unmengen an Weidefläche, Wasser und Futtermittel. Für Weidefläche und den Anbau von Futtermitteln werden Wälder gerodet, was weiterhin zur schlechten Klimabilanz beiträgt. D

er Ausstoß von CO2 durch den weltweiten Transport im Fleischimport und Export kommt zusätzlich hinzu. 2016 wurden beispielsweise allein aus der EU 6,54 Millionen Tonnen Fleisch an Drittlandskunden exportiert. 

Laut Greenpeace wäre es möglich, den globalen Temperaturanstieg auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, würde der jährliche Fleischkonsum weltweit im Jahr auf 20 Kilo pro Kopf gesenkt werden.

Vielen Menschen ist der Zusammenhang von vegetarischer Küche und Klimawandel noch nicht bewusst! Hitze, Dürren, Überflutungen und weitere Klimakatastrophen sind zu erwarten. Mit der Reduzierung des Fleischkonsums könnte die Erderwärmung laut Greenpeace gestoppt werden. Quelle: Pixabay

Keiner kann also sagen, er könne nichts gegen den Klimawandel unternehmen, ohne komplett verzichten zu müssen!

Das Positive: Immer mehr Deutsche werden sich der Auswirkungen des Fleischkonsums bewusst und reagieren. Der Fleischverzehr der Deutschen sank von jährlich 62,4 kg pro Kopf in zehn Jahren auf aktuelle 59,7 kg.

Damit liegt der Durchschnittsdeutsche aber mit 1,1 kg Fleisch pro Woche aber immer noch deutlich über den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Alles über 300 bis 600 Gramm pro Woche gilt als ungesund. Wer sich tiefer über die Folgen der Viehzucht informieren möchte, dem empfehle ich die interessante Netflix Doku „Cowspiracy“ von Kip Andersen und Keegan Kuhn.

So können Vegetarische Rezepte Deinem Körper Gutes tun

Mit vegetarischer Küche kannst Du gesünder leben!

Wusstest Du, dass zu viele tierische Fette zu Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zu hohem Blutdruck führen?

Ja, richtig, Diabetes!

Viele denken immer noch, dass zu viel Zucker die Ursache für Diabetes sei. Aber zu hoher Fleischkonsum kann ebenso Diabetes (Typ II) – unsere Volkskrankheit – hervorrufen.

Das im Fleisch enthaltene Fett und Eiweiß wird vom Körper zum Teil in Zucker umgewandelt, sodass der Blutzuckerspiegel steigt.

Vegetarische Rezepte bedeutet nicht nur schnöder Salat, sondern bringt sogar neue Rezepetideen in die Küche. Ausgewogene vegetarische Küche kann so lecker und schnell sein und schützt vor Krankheiten!

Insbesondere ist die Rede von industriell gefertigten Wurstwaren und rotem Fleisch. Allein 56 Gramm verarbeitetes Fleisch oder 150 g rotes Fleisch können das Risiko, an Diabetes zu erkranken, um bis zu 80 % steigern. Das Risiko, Herzkrankheiten zu erleiden, wird um 42 % erhöht.

Hingegen wurde in einer großen Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine festgestellt, dass bei Vegetariern das Krebsrisiko um sagenhafte 40 % sinkt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät ganz klar: Eine ovo-lacto-vegetarische Ernährung, in die also auch Eier und Milch mit einbezogen werden, ist bedenkenlos! Alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe werden trotz fleischloser Ernährung aufgenommen! 

Damit möchten wir auch gleich mit dem Vorurteil aufräumen, nur Fleisch liefere die wichtigen Eiweiße und Vitamine, die der Körper aufnehmen kann. 

Vegetarische Ernährung und weltweiter Hunger

Der übertriebene Appetit auf Fleisch in den westlichen Ländern geht auf die Kosten der Hungernden dieser Welt.

Nicht nur die Klimakatastrophen im Zuge des Klimawandels treffen vor allem die Ärmsten der Armen, auch die Unterernährung könnte gestoppt werden, würde wir auf mehr Fleisch verzichten. 

Ein Rechenbeispiel: Bis zu 15 Kilogramm Tierfutter und 15,000 Liter Wasser stecken in einem Kilogramm Fleisch. Es wird offensichtlich, wie viel pflanzliche Nahrung und Wasser für die Aufzucht von Tieren genutzt wird, die später auf unserem Teller landen sollen. 

Dabei ermöglichen nur die gigantischen Getreidefutterimporte aus Entwicklungsländern die Produktion unserer Fleischmengen.

Absurd, angesichts der 805 Millionen Menschen in Entwicklungsländern weltweit, die Hunger leiden!

Mit vegetarischer Küche für ein bisschen mehr Weltfrieden sorgen. Würden alle Menschen mehrheitlich vegetarisch essen, würden alle Menschen auf dieser Erde satt werden! | Quelle: Unsplash

Würden wir annehmen, dass alle 741 Millionen Europäer auf Fleisch verzichten würden und Acker -und Weideflächen für pflanzliche Nahrungsmittel für Menschen genutzt würden, könnten bereits 700 Millionen Menschen ausreichend mit Nahrung versorgt werden.

Dies ergibt die Studie eines internationalen Forscherteams um den Umweltforscher Ron Milo.

Kurz gesagt: Wären wir allesamt Vegetarier, würden alle Menschen auf der Welt satt werden.

Eine neue Studie aus Oktober 2018, die im Fachjournal „Nature“ erschienen ist, bekräftigt diese Aussage und plädiert für eine gesunde und verstärkt pflanzliche Ernährung !

Streben noch mehr Menschen auf der Welt nach einem so hohen Fleischkonsum wie Nordamerika und Europa, wird die Frage aufgeworfen, wie die Menschheit überhaupt ausreichend mit Nahrung versorgt werden kann.

Angesichts des globalen Bevölkerungswachstums verschärft sich die Präsenz dieses Themas umso mehr.

Ein Fleischkonsum, wie wir ihn an den Tag legen, wäre weltweit gar nicht haltbar!

Als Vegetarier solltest Du unbedingt auf ausgewogene Ernährung achten

Immer wieder werden Vegetarier besorgt von Ihrem Umfeld gefragt, ob sie denn mit ihrem Ernährungsstil nicht irgendwelche Mangelerscheinungen hätten. Man hat schließlich von Eiweiß-, Jod- und Eisenmangel bei Vegetariern gelesen.

Vegetarische Ernährung muss ausgewogen sein, damit sie gesund ist. So bunt und gesund darf gern jeder Einkaufskorb aussehen. In vegetarischen Rezepten sollten neben Gemüse und Obst auch Linsen, Vollkornprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte und Milchprodukte auftauchen. | Quelle: Unsplash

Zwar ist Fleisch ein Lieferant von Eisen, Zink und einer Reihe von B-Vitaminen, aber ein Vegetarier kann diese bewusst ersetzen:

  • Vegetarier, die Milch, Milchprodukte und Eier essen, erhalten genügend tierisches Eiweiß und sogar Vitamin B12
  • Mit jodiertem Salz beugen Vegetarier Jodmangel vor
  • Eisen kann man auch über pflanzliche Produkte aufnehmen. Zum Beispiel: 100g Kürbiskerne (12,5 Milligramm Eisen) haben mehr Eisen als 150g Rinderschinken (10 Milligramm Eisen)! Auch getrocknete Linsen, Nüsse, Hirseflocken, Haferflocken oder Weizenkleie haben einen besonders guten Eisenwert. Da pflanzliches Eisen nicht so gut vom Körper aufgenommen wird wie tierisches, sollten Vegetarier auf ausreichenden Vitamin C Konsum (z.B. mit Obstsäften oder Kohl) achten
  • Zink kann über Vollgetreide, Hülsenfrüchte, Ölsamen und Nüsse aufgenommen werden
  • Omega-3-Fettsäuren finden sich ausreichend in pflanzlichen Ölen wie Lein-, Hanf-, Walnuss- oder Rapsöl und in Nüssen (besonders Walnüssen)

Die Schlussfolgerung: Es ist wichtig, sich als Vegetarier ausgewogen zu ernähren, um alle wichtigen Nährstoffe zu erhalten. Oben genannte Lebensmittel sollte jeder Vegetarier in seine vegetarischen Rezepte integrieren.

Da sich aber fast jeder Vegetarier bereits sehr intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandersetzt und sich wohl kaum einer nur von Chips und Cola ernährt, deckt eine vegetarische Ernährung laut DGE alle Vitamine und Nährstoffe ab.

Schwangere, die sich vegetarisch ernähren, müssen unbedingt auf eine ausreichende Folat- und Jodversorgung achten. Folat gibt es vor allem in grünem Gemüse wie Salat, Kohlsorten, Spinat, Vollkornprodukten, Tomaten und Orangen.

Der Eisenbedarf bei werdenden Müttern wird gut durch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Spinat und andere eisenreiche Lebensmittel gedeckt. Wichtig ist allerdings, die Ernährung mit Folsäuretabletten zu ergänzen.

Veganer, die noch mehr auf ihre Nährstoffzufuhr achten müssen, sollten einmal im Jahr ihren Vitamin B12-Spiegel messen lassen und müssen eventuell Vitamin B12 Präparate einnehmen. Hier gilt: vorab gut informieren und Finger weg von Produkten mit Überdosierungen!

Ist Vegetarische Ernährung mit Superfoods ratsam?

Im Zuge unserer Ernährungstrends sind in den letzten Jahren immer mehr exotisch klingende Nahrungsmittel aufgepoppt, die angeblich fit, schlank und gesund machen sollen.

Unter ihnen findet sich Açaí, Chia, Goji, Moringa, Quinoa, aber auch die längst bekannte Avocado. Superfoods werden eine besonders hohe Nährstoffdichte nachgesagt und sind deshalb bei Menschen, die sich gesund ernähren wollen, besonders beliebt.

Da der Begriff Superfood dem Marketing entspringt und vor allem für importierte exotische Lebensmittel neuen Absatz schaffen soll, stehen unsere regionalen Lebensmittel mit ähnlichen Eigenschaften im Schatten dieser neuen Wunderprodukte.

Superfoods werden besonders in vegetarischen und veganen Rezepten gehypt. So super sind sie allerdings nicht! Wer kennt sie nicht? Die ansprechenden Bowls mit Acai, Chia und Goji für die Extraportion Superpower am Morgen. Lieber Hände weg bei Deinen vegetarischen Gerichten von Superfoods. | Quelle: Pixabay

Unser heimischer Leinsamen hat bessere Eigenschaft als Chiasamen und Apfel, Kohl, Johannisbeeren, Holunder und Heidelbeeren werden nicht als Superfood vermarktet, weil sie jeder kennt, obwohl sie definitiv mithalten könnten.

Die fit, schlank und schön machende Wirkung von Superfoods konnte wissenschaftliche nicht belegt werden. Die Produkte sind teuer und durch die langen Transportwege verlieren sie viele wichtige Nährstoffe.

Zu guter Letzt sind Superfoods oft stark belastet, wie der Beitrag des SWR bestätigt. Sei es mit Pestiziden oder Schwermetallen und das auch in Bioprodukten. Die tolerierten Werte sind in den Anbauländern höher als in der EU.

Das Aufpeppen von Müsli, Brot und Co. mit exotischen Produkten ist höchst fragwürdig, betrachtet man die Ökobilanz dieser Nahrungsmittel.

Sie werden einmal um den Erdball verschifft. Ein mittelgroßes Schiff von 12.000 Frachteinheiten verbraucht bei voller Ladung 300 Tonnen Schweröl pro Tag. Und unsere ach so geliebte Avocado verbraucht pro Stück (!) 400 Liter Wasser auf Kontinenten mit Wasserknappheit!

Wer nun mehrheitlich vegetarisch kochen möchte, um seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, der sollte tunlichst auf exotische Superfoods verzichten und die heimischen, wenn auch nicht so spannend klingenden Alternativen wählen …

*

Vegetarische Küche – ob komplett oder mit kleinen Ausnahmen – ist die die nachhaltigste Ernährungsform und die einzig richtige in Anbetracht unserer globalen Herausforderungen! 

So viele Gründe sprechen für eine vegetarische Ernährung: gesundheitliche, ökologische, gesellschaftspolitische und ethische!

Wer bei seiner vegetarischen Küche auf ökologische Lebensmittel aus der Region mit gutem Nährstoffgehalt achtet, kann mit sehr gutem Gewissen zulangen. Mit den richtigen vegetarischen Rezepten schmeckt es auch noch verdammt lecker!

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