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Ihr wollt mit Fotografie Geld verdienen? Unsere Tipps!

Von Melanie, veröffentlicht am 10/02/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Fotografie professionell betreiben: Wissenswertes, Infos und Tipps

„Man kann ein Foto eine Woche lang ansehen und nie wieder daran denken. Oder man betrachtet es eine Sekunde und denkt das ganze Leben darüber nach.“ Joan Miro

Der Beruf des Fotografen – ein Traum vieler Menschen. Aber wie gelingt – mit oder ohne professioneller Ausbildung – der Einstieg in die Welt der Fotografie, die oft als „verschlossen“ bezeichnet wird?

Kann man von einem Dasein als freier Fotograf leben?

Wie plant man eine Karriere als freier Fotograf? Viele Menschen entscheiden sich jedes Jahr zu einer Tätigkeit als freier Fotograf | Quelle: Pixabay

Und wie wird man überhaupt Fotograf? Das fängt zuallererst beim Material an!

Wie fotografiert man als Profi? Um vom Amateurfotografen zum Profifotografen zu werden, musst du dich nicht in den finanziellen Ruin stürzen, aber Du solltest darauf achten, dass Dein Equipment eine gewisse Qualität aufweist.

Wenn Du erst mal die Grundprinzipien von Empfindlichkeit, Belichtung und Geschwindigkeit verstanden hast, ist das eigentliche Fotografieren ziemlich einfach. Einfach üben, üben, üben! In jedem Fall ist eine gute Ausrüstung allerdings essenziell.

Warum?

Erstens, um selbstsicherer aufzutreten! Wenn du zum Beispiel Hochzeitsfotografie machen möchtest und die Hochzeitsgäste bessere Kameras dabeihaben als Du, kann es sein, dass Deine Glaubwürdigkeit leidet und deine Kunden an deiner Professionalität zweifeln.

Selbst, wenn meistens eine Kamera, ein Objektiv und ein gutes Auge für die richtige Bildkomposition ausreichen, um schöne Fotos zu machen, wirst Du Dich selbstbewusster fühlen, wenn Du mehr Ausrüstung mitbringst.

Versetz Dich in die Lage des Kunden: Wenn Du einen Fotografen für Deine Hochzeitsfotos bezahlst, erwartest Du, dass er eine bessere Ausrüstung besitzt, als Dein Onkel Peter, der mit seiner kleinen Kamera fleißig Schnappschüsse macht.

Zu einer guten Ausrüstung gehört:

  • Eine oder zwei Spiegelreflexkameras
  • Die passenden Objektive – je nachdem, was du fotografieren möchtest, gibt es spezielle Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten
  • Studioblitze, Aufsteckblitz
  • Speicherkarten mit hoher Speicherkapazität in ausreichender Anzahl, um wechseln zu können, ohne jedes Mal Fotos löschen zu müssen
  • Einen Ersatzakku oder Ersatzbatterien
  • Ein Gurt
  • Eine Aufbewahrungstasche
  • Ein Stativ

Denk daran, dass die eigentliche Fotoausrüstung nicht das Einzige ist, was Dich zum Fotografen macht. Du brauchst darüber hinaus auch einiges an Computerhardware.

Was benötigen Fotografen an Ausrüstung? Mit der Fotoausrüstung hast Du noch lange nicht alles, was Du als Fotograf benötigst. | Quelle: PIxabay

Das Fotografieren ist nur der erste Teil der Arbeit des Fotografen, danach kommt die Fotobearbeitung. Der Speicherplatz deines Computers kann schnell voll sein, insbesondere wenn Du in .raw  fotografierst und mit Lightroom arbeitest. Ist der Speicher Deines Computers überlastet ist, können die Ladezeiten lang sein und Du verlierst wertvolle Zeit.  Du benötigst daher:

  • Einen Computer mit einer leistungsstarken Grafikkarte und einer hohen Speicherkapazität
  • Bildbearbeitungssoftware z. B. Lightroom, Photoshop o.ä.e
  • Eine Kalibrierungssonde: Nichts ist frustrierender, als ein Foto zu bearbeiten, stolz darauf zu sein und dann zu sehen, dass es deutlich heller oder dunkler gedruckt wird, als es auf deinem Bildschirm angezeigt wird
  • Eine gute Back-up-Lösung, mit der die Bilder deinen Kunden mindestens 6 Monate oder sogar ein Jahr lang zur Verfügung gestellt werden können z. B. Speicherkarten, Festplatten, die an verschiedenen Orten aufbewahrt werden, Cloud usw.

Natürlich kannst Du – abhängig davon auf welchen Bereich der Fotografie du dich spezialisierst – weitere Ausrüstung z. B. Studiohintergründe, Decken, Zubehör etc. kaufen.  Du brauchst nicht unbedingt eine Ausbildung oder ein offizielles Zertifikat, um Fotograf zu werden! Professioneller Fotograf werden: Spezialisiere Dich auf einen Bereich der Fotografie!

Wie kann man sich mit seinen Fotos von anderen Fotografen abheben?

Wenn Du nicht gerne in einem Fotostudio arbeitest, verlege Fotoshootings von z. B. Familienfotos nach draußen ins Freie! Wenn Du anfängst als professioneller Fotograf zu arbeiten, ist es natürlich das Ziel in diesem neuen Job erfolgreich zu sein und davon leben zu können.

Es ist daher völlig normal, dass Du zum Beispiel im Bereich der Gesellschaftsfotografie erst einmal viel ausprobierst (z. B. Hochzeit, Taufe, Baby, Schwangerschaft, Junggesellenabschied, Kommunion usw.), aber im Laufe der Zeit solltest Du Dich auf einen Bereich spezialisieren.  Um mehr Kunden anzulocken und diese an Dich zu binden.

Aber heißt das, dass du Nein sagst? Ja, es bedeutet, dass Du auch mal Nein sagen musst! Natürlich kein wörtliches „Nein“. Es genügt zu sagen, dass Du nicht verfügbar bist und zu einem Kollegen überzuleiten, dessen Spezialgebiet die Kundenanfrage abdeckt.  Sich auf ein Fachgebiet zu spezialisieren, ist sehr wichtig, um sich besser verkaufen zu können. Beispielsweise fotografiert die Fotografin Amélie Soubrié nur Schwangere und Babys, die weniger als 15 Tage alt sind.

Diese Nische scheint Dir zu klein? Und doch kann Amélie Soubrié einen großen Kundenstamm ihr Eigen nennen. Je spezialisierter Du bist, desto besser kannst Du Dich in diesem Bereich weiterentwickeln und verbessern.  Achtung: Nur weil Du Dich auf ein Gebiet spezialisiert hast, heißt das nicht, dass Du gar nichts anderes mehr fotografieren kannst!

Welche Nische passt zu Euch? Du könntest dich beispielsweise auf Babyfotografie spezialisieren! | Quelle: Pixabay

Agnès Colombo hat sich zum Beispiel speziell auf Familien, Schwangerschaft und Babys spezialisiert, sie fotografiert aber auch für Unternehmen. Auch wenn sie dies nicht auf ihrer Website kommuniziert. Dabei geht es ganz einfach darum, dass Unternehmen in der Regel gut zahlen, was dir dabei helfen kann finanziell über die Runden zu kommen. Es kann natürlich auch sein, dass du sowieso besonders gerne für Unternehmen fotografierst und dir damit einen Traum verwirklichst.

Wichtige Eigenschaften und Fähigkeiten eines professionellen Fotografen

Egal, ob Du einen Fotokurs in einer Fotoschule, ein Praktikum bei einem Fotografen oder eine Ausbildung absolviert hast oder Dir alles selbst beigebracht hast – es gibt einige Fähigkeiten und Eigenschaften, die man als professioneller Fotograf unbedingt mitbringen sollte:

  • Kreativität und Erfindergeist:  Ein guter Fotograf hebt sich vor allem durch seine Kreativität und seine Persönlichkeit von der Konkurrenz ab. Er oder sie muss in der Lage sein, immer neue kreative Ideen zu entwickeln und die beste Location, die perfekte Beleuchtung und die passendste Deko für das jeweilige Motiv zu finden. Kurz gesagt: Er muss die perfekten Rahmenbedingungen für spannende, anspruchsvolle Fotos schaffen.
  • Kontaktfreudigkeit und gute Kommunikationsfähigkeit: Zu wissen wie man eine Beziehung zu seinen Kunden aufbaut, ist in diesem Beruf unverzichtbar. Selbst als Kunst-oder Naturfotograf müssen sie ihre Arbeiten verkaufen und mit Kunden kommunizieren. Als Modefotograf, Hochzeitsfotograf etc. müssen sie mit ihren Modellen kommunizieren und eine entspannte Atmosphäre schaffen, in der diese sich wohlfühlen Beziehungsqualitäten sind in diesem Beruf unverzichtbar.
  • Anpassungsfähigkeit: Ein guter Fotograf muss sich an alle Situationen und Anforderungen anpassen. Er muss für seine Fotoshootings eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen, in der sich seine Modelle wohlfühlen.
  • Geduld und Vertrauen: Abhängig von Deiner Spezialisierung musst Du Dich lange Zeit am selben Ort aufhalten (Tierfotos, Pressefotograf etc.) oder Personen fotografieren, die nicht ans Posieren gewöhnt sind (Studiofotograf, Hochzeitsfotograf, Aktfotograf). Geduld und Diplomatie sind daher sehr wichtige Tugenden. Sei freundlich und bring Deine Kunden zum Lachen, damit sie sich vor Deiner Kamera entspannen und wohlfühlen.
  • Wille zur Verbesserung: Sei neugierig und informiere Dich, was es in der Branche für neue Trends gibt. Höre nie auf zu Lernen, denn nur wenn Du Dich kontinuierlich weiterbildest, wirst Du langfristig erfolgreich sein!

Fotograf werden: Lerne, Dich selbst zu vermarkten!

Ein professioneller Fotograf zu werden, erfordert Fleiß und Geduld. Fotografieren ist gut. Noch besser ist es zu wissen, wie man seine Arbeit erfolgreich verkauft! Als professioneller Fotograf muss man wissen, wie man sich gut vermarktet und potenzielle Kunden erreicht.  Als Erstes musst Du einen Firmennamen finden.

Mach es Dir einfach, Du bist der Fotograf, nimm Deinen Namen! Du bist keine Firma oder Fotoagentur, Du schickst keinen Deiner Fotografen zu einem Shooting. Du bist der Fotograf! Amélie Soubrié bedauert, dass sie sich bei ihrem Markteintritt für den Firmennamen „Instants Captured“ entschieden hat. Denn Du bist der Fotograf, Du bist die Marke!

Unser zweiter Tipp: Zeig Deine Arbeit. Erstelle eine Website! Heutzutage hat man oft für einige Kunden ein Portfolio, doch die meisten Deiner Kunden wirst Du über das Internet finden. Dabei hast Du die Wahl zwischen verschiedenen Plattformen.

Wenn Du Dich nicht sehr gut auskennst und auch keine Lust hast, tief in das Thema einzusteigen, gibt es die Möglichkeit schnell und einfach über Tumblr oder Wix.com eine Website zu erstellen. Wenn Du ein bisschen mehr Auswahl haben möchtest, was Layout, Vorlagen, Farben Deiner Website angeht, solltest Du Dich für WordPress entscheiden.  Und wenn du eine wirklich professionell erstellte Website haben möchtest, dich aber zu wenig auskennst, wende dich an einen Fachmann!

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist sehr wichtig. Wenn Du Dich nicht damit auskennst, ruf einen Webmaster an! Es gibt hierfür kein Geheimnis:  Um langfristig erfolgreich zu sein, muss man besonders am Anfang einiges an Zeit und Geld in sein Unternehmen investieren.

Das Bild Deines Unternehmens, das von Deiner Homepage und der gesamten Website vermittelt wird, muss mit Dir und Deinem Fachbereich übereinstimmen. Versuche drei Schlüsselwörter zu finden, die Deine Philosophie und Deinen Stil definieren: Schlichtheit, Extravaganz, Klassik, Modern, Vintage, Eleganz, Emotionen, Süß …

Die Farben deiner Website müssen entsprechend ihrer Bedeutung sorgfältig ausgewählt werden:

  • ROT: Energie, Kraft, Liebe, Leidenschaft, Hitze, Blut, Gefahr,
  • BLAU: Vertrauen, Kreativität, Weichheit, Ruhe, Treue, Harmonie,
  • GRÜN: Erfolg, Hoffnung, Wachstum, Reichtum, Frische, Natur,
  • VIOLETT: Kraft, Einfluss, Extravaganz, Sinnlichkeit, Luxus, Eleganz,
  • GELB: Helligkeit, Vorstellungskraft, Energie, Respekt, Brillanz, Optimismus
  • ORANGE: Begeisterung, Dynamik, Vitalität, Gleichgewicht, Freude, Wärme,
  • WEISS: Reinheit, Spiritualität, Jungfräulichkeit, Unschuld, Einfachheit, Präzision
  • SCHWARZ: Kraft, Formalität, Chic, Raffinesse, Eleganz, Tiefe
  • ROSE: Charme, Intimität, Chic, Frau, Schönheit, kleines Mädchen, Naivität

Setze auch auf soziale Netzwerke. Agnès Colombo sagte: „Die neuen Technologien und Plattformen haben mich zu einer professionellen Fotografin gemacht.“

Und es stimmt! Egal, ob Facebook, Instagram oder Pinterest – das Wichtigste ist, sich bekannt zu machen. Überall präsent zu sein, damit potenzielle Kunden bei Bedarf an Dich und Deine Fotografie denken.

Ihr wollt freiberuflicher Fotograf werden? Die Arbeit des Fotografen beinhaltet schließlich auch viel Arbeit am PC: Bildbearbeitung, Marketing, Administration… Die Liste ist endlos! | Quelle: Pixabay

Schließlich kannst Du Dich auch auf Bilddatenbanken wie Pixabay oder Shutterstock registrieren, wo Du Deine Bilder verkaufen kannst. Das ist nicht nur eine zusätzliche Einnahmequelle, sondern gleichzeitig auch Werbung für Dich und Deine Arbeit. Fange als freier Fotograf an!

Kurze Zusammenfassung

  • Für professionelle Aufnahmen brauchst Du die entsprechende Ausrüstung: Spiegelreflexkamera, Objektiv, aber auch Computer, Kalibrierungssonde und Bearbeitungssoftware.
  • Sich auf einen Fachbereich zu spezialisieren ist obligatorisch! Selbst wenn Du auch andere Aufträge annimmst, um über die Runden zu kommen, wirb nur mit Deinem Fachbereich.
  • Kreativität, Geduld, Anpassungsfähigkeit und eine gute Kommunikationsfähigkeit sind die wichtigsten Eigenschaften eines professionellen Fotografen.
  • Wissen, wie man sich selbst verkauft: Egal, ob Website, soziale Netzwerke oder Bilddatenbanken sei überall präsent, um schnell Kunden zu werben.
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