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Wie kann ich meine Leidenschaft fürs Fotografieren zum Beruf machen?

Von Melanie, veröffentlicht am 15/02/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Das Fotografieren zum Beruf machen: Unser Guide!

„Das eine Auge des Fotografen schaut weit geöffnet durch den Sucher,
das andere, das geschlossene, blickt in die eigene Seele.“ Henri Cartier-Bresson

Es ist in der Regel ein lang gehegter Kindertraum, eine große Beobachtungsgabe und eine künstlerische Ader, die dazu führt, dass jemand die Fotografie zum Beruf macht.

Der Beruf des Fotografen erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit, allerdings gibt es nur sehr wenige Ausbildungsplätze.

Was gibt es Schöneres, als das Hobby zum Beruf machen zu können?

Berufswunsch: Profifotograf*in

Auch das Erstellen von Pass-- und Bewerbungsfotos will gelernt sein! Wie werde ich Profifotograf? Fotokurse zu absolvieren ist wichtig, damit Du Deine Technik verbesserst. Übe und mache viele Aufnahmen! | Quelle: Pixabay

In erster Linie ist es wichtig, die Besonderheiten und Eigenschaften eines Berufes zu kennen, bevor man sich endgültig für ihn entscheidet.

Denn ganz gleich, ob Du Dich für eine Karriere als Modefotograf, Reporter- oder Studiofotograf entscheidest – der Großteil deiner Arbeit ist natürlich das Fotografieren.

Auch die Vorbereitung, bevor Du ein Motiv aufnimmst oder eine Landschaft fotografierst, kann wichtig sein. Fotografieren ist eine Kunst und erfordert viel Überlegung und Vorstellungskraft um das richtige Licht, den richtigen Winkel und Rahmen zu wählen.

Ein Foto kann außerdem ein Thema haben, sich auf ein aktuelles Ereignis beziehen oder das Ziel haben mehrere Personen in Szene zu setzen – je nachdem, was Du mit dem Foto erreichen möchtest, kann es sehr lange dauern bis Du alles vorbereitet hast und schließlich den Auslöser drücken kannst.

Entwicklung, Vertrieb und Verkauf

Auch wenn die meisten Fotografen ihre Bilder heutzutage nicht mehr selbst entwickeln, sondern diese Arbeit Laboratorien oder Fotoakademien überlassen, ist es dennoch wichtig zu wissen, wie man in einer Dunkelkammer arbeitet.

Es gibt zudem nicht mehr sehr viele Fotografen, die noch mit Film arbeiten, aber auch diese Fähigkeit zu erlernen, ist oft obligatorisch auf dem Weg zum professionellen Fotografen. Die Nachbearbeitung der Fotos ist unerlässlich und wird entweder vom Fotografen selbst übernommen oder einem Fotolabor anvertraut.

Digitale Retusche

Natürlich werden wirst Du – wie fast alle Fotografen heutzutage – sicherlich eine digitale Spiegelreflexkamera verwenden. Deine Fotos können dann einfach auf dem Computer gespeichert und bearbeitet werden.

Wenn Du sie retuschieren möchtest, passiert dies mit spezieller Software, wie zum Beispiel Adobe Photoshop.

Damit ist nicht gemeint, die Models mit Photoshop zu bearbeiten, das ist die Entscheidung jedes Fotografen. Aber oft geht es bei der Nachbearbeitung der Aufnahmen einfach darum, das Licht anzupassen oder einen unschönen Farbton zu löschen.

Auch als Auszubildender in der Fotografie-Branche musst Du also mit dem Computer umgehen können!

Was sind verschiedene Berufe innerhalb der Fotografie?

Als Fotograf deckt man viele verschiedene Berufe ab, die nicht zwangsläufig etwas miteinander zu tun haben.

Um ein gutes Porträt aufzunehmen, ist auch ein gutes Gerät notwendig. Sich nur mit einem Smartphone bewaffnet als Fotograf zu bezeichnen – kann das gut gehen?

Ein Pianist, ein Schlagzeuger, ein Violinist und ein Gitarrist – sie alle sind Musiker. Sie können jedoch Konzertmusiker, Mitglieder eine Musikband, Solomusiker usw. sein.

In gleicher Weise teilen Fotografen verschiedene Bereiche unter sich auf zum Beispiel Werbung, Presse, Kunst, Modefotografie etc.

Kunstfotograf

Ein Kunstfotograf muss extrem kreativ und innovativ sein, um die Motive, die er vor sich sieht, auf das Papier (oder den Bildschirm) zu transkribieren: Landschaftsfoto, Modefoto, kulinarisches Foto usw
Dies ist einer der populärsten Berufe in der Welt der Fotografie, weil er Kreativität und künstlerischen Ausdruck vermittelt

Dieser Bereich der Fotografie erfordert ein gutes Gespür für ein kreatives Motiv, ein gutes Händchen für das richtige Timing und ein gutes Auge für das beste natürliche oder künstliche Licht.

Leider können nur eine handvoll Menschen wirklich von dieser Kunst leben. Der Rest betreibt die Kunstfotografie in der Freizeit außerhalb des Berufes. Viele Kunstfotografen gehen daher hauptberuflich einer anderen Tätigkeit nach. Sie arbeiten zum Beispiel als Professor, Grafikdesigner, Web-Editor, Hochzeitsfotograf, Journalist.

Das Vorurteil vom Beruf des Schriftstellers oder Musikers, trifft auch auf die Fotografie zu: Es fast unmöglich ist, von seinen Texten oder seiner Musik zu leben, wenn man nicht bereits berühmt oder bekannt ist. Auch, wenn es zunächst einfacher scheint Fotos zu verkaufen als auf den großen Durchbruch in der Literatur zu hoffen.

Freier Fotograf

Im Auftrag einer privaten Firma oder des Öffentlichen Dienstes macht der freie Fotograf Aufnahmen zu auferlegten Themen. Dieser freiberufliche Fotograf handelt im Auftrag seiner Kunden und stellt diesen im Anschluss – wie jeder andere Unternehmer auch – Rechnungen aus. Es geht hierbei mehr um die Erbringung einer Dienstleistung, und weniger um das kreative, künstlerische Schaffen.

Pressefotograf

Häufig auch als Fotojournalist bezeichnet, arbeitet dieser Fotograf meist mit Klatschmagazinen und Nachrichtenagenturen zusammen. Er begleitet häufig Journalisten, hat einen Presseausweis und fotografiert für Zeitschriften, Magazine usw.

Es kann sein, dass ein Fotograf hierfür auch Titelseiten gestalten oder Fotos in eine Website integrieren muss. In diesem Falle muss er sich in den Bereichen Web-Editing, Grafikdesign und Photoshop gut auskennen.

Die am meisten nachgefragten Fotos sind die der Presseleute. Jede Bewegung von Stars, Sternchen und Politikern wird verfolgt. Nur eine gute Aufnahme berühmter Personen, die sich küssen oder das Foto eines streitenden berühmten Paares, kann die finanzielle Absicherung und den beruflichen Durchbruch bedeuten.

Fotolaborant

Ein Fotolaborant führt die komplette Fotobearbeitung von der Entwicklung, über den Druck bis hin zur Nachbearbeitung durch und bearbeitet CNC-Maschinen.

Retuscheur/ Bildbearbeiter

Die Nachbearbeitung digitaler Bilder hat die Tür zu einer Fülle von Web-Berufen geöffnet: Bildbearbeiter (Verbesserung der Negative, Modifizieren der Computeransicht), Kamerasteuerung und Reparaturdienst.

Fähigkeiten, um als professioneller Fotograf arbeiten zu können Profifotograf werden, warum nicht? Nur weil Fotografie deine Leidenschaft ist, kannst du sie nicht automatisch auch zum Beruf machen.

Ihr wollt nachts fotografieren? Niemand entscheidet sich dazu, über Nacht Fotograf zu werden – zu einer solchen Entscheidung gehört eine größere Leidenschaft für den Beruf. | Quelle: Pixabay

Berufe innerhalb der Fotografiebranche sind anspruchsvoll und erfordern eine lange Liste an Fähigkeiten.

Welchen Einstieg in die Fotografie wählen?

Technik und Kreativität: Natürlich muss man sich als Fotograf zwangsläufig mit den verschiedenen Techniken auskennen. Aber Fotograf zu sein ist vor allem ein künstlerischer Beruf. Ein Tänzer muss technisch versiert sein, um die Bewegungen korrekt ausführen zu können. Ein kreativer Tänzer wird jedoch umso mehr geschätzt.

Genau das Gleiche gilt auch für Fotografen.  Ein Fotograf muss wissen:

·       Wie man Aufnahmen nach bestimmten Vorgaben macht

·       Wie man Licht, Rahmen und Komposition anpasst

·       Wie man das Bild an eine Person anpasst

·       Wie man die eigenen Aufnahmen richtig vermarktet

·       Wie man seine Geräte richtig einstellt

·       Wie man immer auf dem neuesten Stand der technologischen Entwicklung bleibt

Kreiere ein Bild von Dir als Fotograf und entwickele Deinen eigenen Stil. Transportiere diesen Stil und Deine Persönlichkeit in Deinen Bildern.  Gehe niemals ohne Deine Kamera aus dem Haus. Dies ist der beste Weg, um Fotografieren zu lernen!

Chloe, Fotografenauszubildende, sagt: „Derzeit mache ich eine Ausbildung in Fotografie in einem Labor. Ich treffe täglich professionelle Fotografen, die ihre Arbeit zu uns bringen. Ausstellungsfotos, Schulfotos, Hochzeitsfotos … Ich übernehme die Entwicklung, Farbkorrekturen und den Druck der Aufnahmen. Ein oder zweimal in der Woche mache ich auch selbst Fotos im Studio. Meistens Familienporträts oder Porträts für Bücher.

Meine Ausbildung im Labor hat es mir ermöglicht, mein technisches Wissen zu erweitern. Ich hoffe aber, dass ich später als unabhängige Fotografin arbeiten kann, und zwar im Bereich der Gesellschaftsfotografie d. h. ich möchte zum Beispiel Hochzeitsfotos machen. Es freut mich, wenn mir jemand sagt, dass meine Bilder schön sind.  An meinem Job mag ich am liebsten, dass ich Erinnerungen schaffe.“

Eine gute Kommunikationsfähigkeit

Egal, ob Du ein angestellter Fotograf, ein Hochzeitsfotograf, ein freiberuflicher Fotograf oder ein Kunstfotograf bist, es ist wichtig, zu wissen, wie man richtig kommuniziert.

Eine gute Kommunikationsfähigkeit hilft Dir dabei Kunden, Verträge, Modelle oder sogar ein Team (Maskenbildner, Friseur, Assistent usw.) für dich zu gewinnen.

Es ist wichtig, zu wissen, wie man mit ihnen taktvoll und diplomatisch kommunizieren kann.

Um dafür zu sorgen, dass sich ein Model wohlfühlt und vor der Kamera entspannt, Aufgaben zu delegieren oder sich zum Beispiel Kunden gegenüber über seine Arbeit zu äußern, muss man gut im Umgang mit anderen Menschen sein.

Man muss wissen, wie man sich verbindlich und aufgeschlossen gibt. Oder wie man geduldig, einfallsreich oder kultiviert ist und auch, wie man sich auf etwas konzentriert.

Außerdem musst Du aufmerksam und empathisch sein, insbesondere um eine Vertrauensbeziehung zu deinen Kunden aufzubauen.

Kenntnisse mit Foto- und Computerausrüstungen

Besorg Dir eine gute Fotoausrüstung, das ist die Basis Deines Berufes. In Antiquitätengeschäften einzukaufen, ist daher nicht die beste Idee, wenn Du als Fotograf arbeiten möchtest.

Die technischen Weiterentwicklungen im Bereich der Fotografie sind heutzutage immens.

Für den Fotografen ist es daher wichtig, sich über die neuesten Trends zu informieren und dafür zu sorgen, dass die eigene Fotoausrüstung immer up to date ist.

Ebenso gehen heutzutage Computerkenntnisse mit dem Beruf des Fotografen einher. Du solltest damit nicht überfordert sein, denn die Arbeit mit dem Computer ist ein obligatorischer Teil deines Jobs.

Die besten Fotografen sind jedoch nicht unbedingt immer diejenigen, die die Technik perfekt beherrschen – wie Jazzmusiker, die noch nie eine Partitur gelesen haben und dennoch wunderschön spielen.

Habt Ihr genügend Kreativität um als Fotograf zu arbeiten? Genau wie Jazz ist auch Fotografie eine Art der Kunst. | Quelle: Pixabay

Ein gewisses Maß an Technik ist unabdingbar. Aber Fotografie bedeutet auch viel Kreativität und die Fähigkeit anders zu denken und den ausgetretenen Pfad zu verlassen. Verlasse auch einmal deine Komfortzone!

Welche Ausbildung sollte man wählen um als professioneller Fotograf zu arbeiten?

Fotografieren heißt nicht einfach, nur Fotos zu machen. Um wirklich als professionelle*r Fotograf*in zu arbeiten, musst Du viele unterschiedliche Fähigkeiten und Kenntnisse beherrschen:

  • Das Fotografieren an sich
  • Die Nachbearbeitung der Aufnahmen mit Bildbearbeitungssoftware
  • Die gesamte Administration von der Buchhaltung bis zur Steuererklärung
  • Kundenbetreuung und Akquise
  • Social Media
  • Die Erweiterung Deines Netzwerkes
  • Marketing und Werbung
  • Bestellungen, Entwicklung etc.

Als Fotograf musst Du daher sowohl das technische Know-how mitbringen, als auch kreativ sein. Du musst gute Kommunikationsfähigkeiten haben und gut im Team arbeiten können. Gleichzeitig musst du immer up to date bleiben, was neue Trends und technische Entwicklungen in der Branche angeht.

Um all das zu lernen, ist es sinnvoll sich professionell zum Fotografen ausbilden zu lassen:

  • Fotografen-Ausbildung: Drei Jahre Ausbildung nach der mittleren Reife (nur staatlich geprüfte Fotogesellen und Meister dürfen einfache Passbilder und Porträts anfertigen)
  • Staatliche und private Fotoschulen
  • Studium der Fotografie in der Regel an Universitäten der Künste und Kunsthochschulen z. B. Hochschule für Bildende Künste Hamburg oder Akademie der Bildenden Künste München

Es ist allerdings ebenfalls möglich, Fotokurse bei einem professionellen Fotografen zu belegen oder einfach ein mehrwöchiges Praktikum zu absolvieren, um das Fotografieren durch praktisches Training zu erlernen.

Ausbildung zum Fotografen

Bei einer professionellen Ausbildung zum Fotografen lernst Du den Unterschied zwischen einem schnellen Schnappschuss und professioneller, künstlerisch wertvoller Fotografie kennen.

Man lernt grundlegende Regeln kennen und sieht, wie wichtig die sorgfältige Vorbereitung eines guten Fotoshootings ist und wie fokussiert man arbeiten muss, damit man zum Schluss so wenig wie möglich korrigieren und nachbearbeiten muss.

Um Dich inspirieren zu lassen, solltest Du viele Gespräche mit Deinen Kunden führen. Denn auch, wenn das Ergebnis Deiner Arbeit künstlerisch extrem wertvoll ist, wenn es Deinen Kunden nicht gefällt, war all Deine Mühe umsonst.

Während einer dreijährigen Ausbildung zum Fotografen lernt man sehr viel über das Fotografieren an sich und über die verschiedenen Verfahren und Techniken, die man in der beruflichen Praxis anwenden muss.

Man lernt verschiedene Bildformate, Objektive, Lichteinstellungen und Belichtungszeiten kennen. Sei jedoch gewarnt: Grundlegende mathematische Kenntnisse und das Verständnis einiger Aspekte aus der Physik, genauer gesagt aus dem Bereich der Optik, sind hier oft notwendig, damit Du Deine teure Ausrüstung auch korrekt einstellen und benutzen kannst.

In Anbetracht der der aktuellen Ausbildungs- und Berufssituation für selbstständige Fotografen raten viele Menschen davon ab eine Ausbildung zum Fotografen zu machen, wenn man sich nicht zu 100 % sicher ist, dass dieser Beruf auch wirklich die richtige Wahl für einen ist.

Reichtümer häuft man in diesem Beruf nur in den seltensten Fällen an. Im Gegenteil: Viele Fotografen versuchen sich im Anschluss an die Ausbildung mit einem eigenen Studio selbstständig zu machen und müssen extrem viel Zeit und Arbeit investieren, um so viele lohnenswerte Aufträge wie möglich zu erhalten.

Wenn allerdings Geld und Reichtum für Dich nicht das Wichtigste ist und Dein Herz für die Fotografie schlägt, dann solltest Du Dich nicht von Deiner Entscheidung abbringen lassen und eine Ausbildung zum Fotografen absolvieren.

Bei der Ausbildung zum Fotografen verdienst du im ersten Jahr durchschnittlich 240-310 Euro monatlich. Im zweiten Jahr 260-410 Euro monatlich und im dritten Jahr 290-490 Euro monatlich.

Fotografiestudium

An verschiedenen Universitäten in Deutschland kann man Fotografie auch studieren.

Das Grundstudium verknüpft hierbei die technische Grundausbildung und die theoretisch-historische Auseinandersetzung mit Fotografie. Dabei soll vordergründig das Bewusstsein für verschiedene (historische) Bildkulturen geschaffen werden.

Im Studium werden darüber hinaus die Wirkungsweisen und Effekte visueller Gestaltungsmittel analysiert.

Das Ziel ist es künstlerisches Know-how mit Kenntnissen im Projektmanagement und dem Wissen wie man technische Gestaltungsmittel einsetzt zu verbinden.

Es wird also letzten Endes der komplette Schaffensprozess von der Entstehung der Idee bis hin zur Vermarktung und gegebenenfalls dem Verkauf der Arbeit abgedeckt.

Einen wichtigen Teil des Studiums stellt auch die Inszenierung dar: Hier geht es darum zu erkennen, auf welche Art und Weise sich das Besondere eines Moments, einer Situation oder einer Landschaft mit künstlerischen Mitteln „einfangen“ lässt.

Studieren kannst Du Fotografie zum Beispiel an der:

  • Folkwang Universität der Künste in Essen (Nordrhein-Westfalen)
  • Akademie der Bildenden Künste in München
  • University of Applied Sciences Europe in Berlin
  • Design Akademie Berlin SHR in Berlin
  • Hochschule für Bildende Künste in Hamburg
  • Kunstakademie Düsseldorf in Düsseldorf

Die Wahl des richtigen Studiums ist wichtig, wenn Du Fotograf werden möchtest. Aber solange die Leidenschaft für den Beruf da ist, wird sich der Rest fügen.

Benötigt man einen offiziellen Abschluss, um professioneller Fotograf zu werden?

Nein, der Beruf des Fotografen ist rechtlich nicht geschützt d. h. im Prinzip kann sich jeder auch ohne Ausbildung oder Studium Fotograf nennen.

Nur ein paar Urlaubsschnappschüsse oder professionnelle Reisefotografie? Gerade im Urlaub oder auf Reisen bieten sich unzählige Übungsmotive. | Quelle: Pixabay

Wenn Du ein gutes Gespür für die richtige Inszenierung und Komposition guter Bilder besitzt, musst Du Fotografie weder studieren noch eine Ausbildung absolvieren, um schöne Aufnahmen zu machen.

Als professioneller Fotograf kommst Du um eine Anmeldung nicht herum. Was das Ganze beim Beruf des Fotografen jedoch ein bisschen schwierig macht, ist die Einordnung der Tätigkeit als freiberuflich oder gewerblich. Lediglich dann, wenn eine Anerkennung als freiberufliche Tätigkeit gegeben ist, liegt keine Gewerbepflicht vor.

  • Freiberuflicher Fotograf: Betrachtet man das Gewohnheitsrecht einmal näher, so lässt sich feststellen, dass im Grunde nur anerkannte, teilweise bereits etablierte Künstler und spezielle Berufsgruppen den Freiberuflerstatus zugesprochen kommen. Bei einem freien Beruf muss per Gesetz „eine besondere Qualifikation oder eine schöpferische Begabung“ vorliegen. Grundsätzlich umfasst diese Definition auch Fotografen und auch der hier einschlägige Paragraf 18 des Einkommenssteuergesetzes sorgt nicht unbedingt für mehr Klarheit. Bei einem professionellen Fotografen ist der Übergang fließend: Sie arbeiten regelmäßig sowohl künstlerisch als auch handwerklich, weswegen eine Gewerbepflicht manchmal nicht gleich eindeutig feststellbar ist. Arbeitet man zum Beispiel als reiner Kunstfotograf oder als Bildjournalist, ist es möglich den Freiberuflerstatus zugesprochen zu bekommen. Man muss dann keine Gewerbeanmeldung vornehmen. Bietet man allerdings professionelle Dienstleistungen wie zum Beispiel Auftragsfotografien an, dann kommt man in der Regel um eine Gewerbeanmeldung nicht herum.
  • Gewerbeanmeldung: Wie soeben festgestellt, müssen selbstständige Fotografen in aller Regel ein Gewerbe anmelden. Insbesondere Hochzeitsfotografen, aber auch Betreiber von Fotostudios haben die Pflicht zur Anmeldung eines Gewerbes. Gerade zu Beginn der Karriere kann es vorkommen, dass aus verschiedenen Gründen wie B. noch fehlender Stammkunden die Umsätze eher gering sind. Sollten Einnahmen von unter 17.500 Euro erwartet werden (und im Folgejahr nicht mehr als 50.000 Euro), dann ist es möglich von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch zu machen. Entsprechend dieser Regelung darf dann auf Rechnungen keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden und für Deine obligatorische Steuererklärung am Ende des Jahres reicht eine einfache Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR). Egal, ob Kleingewerbe oder Gewerbe, durch die Anmeldung ist man als selbstständiger Fotograf befugt, viele Ausgaben steuerlich als Aufwand geltend zu machen, so zum Beispiel die Anfangsinvestitionen in neue Kameras, Objekte und Stative.
  • Angestellter Fotograf: Wenn Du eine Festanstellung als Fotograf gefunden hast, musst Du Dich natürlich nicht anmelden, sondern schließt ganz normal einen Vertrag mit Deinem Arbeitgeber ab.

Als Profifotograf wirst Du gerade zu Beginn keine Reichtümer anhäufen. Mit Glück findest du eine Festanstellung und beziehst somit ein geregeltes Einkommen. Auch in diesem Fall wirst du jedoch am Anfang nicht viel mehr als durchschnittlich 1470,00€-2200,00€ verdienen.

Sicherlich kann man auch vollkommen selbstständig arbeiten und Gagen von 800€-1500€ pro Fotoshooting fordern. Aber Achtung: Solche Gehälter sind die absolute Ausnahme und nicht die Regel.

Eine kurze Zusammenfassung

Der Fotograf erzählt mit seinen Aufnahmen eine Geschichte. Dafür sorgt er für die passende Belichtung, den richtigen Winkel und die perfekte Bildkomposition. Er muss aber heutzutage auch in der Lage sein, seine Fotos zu entwickeln und sie im Labor oder am Computer zu retuschieren.

Zu guter Letzt muss er wissen, wie er sich selbst am besten vermarktet und seine Arbeiten verkauft. Vielseitigkeit ist unerlässlich.  Kreativität, technische Know-how und eine gute Kommunikationsfähigkeit sind die drei wesentlichen Eigenschaften dieses Berufs.  Man kann sowohl eine Ausbildung zum Fotografen machen, also auch Fotografie studieren. In der Regel steht bei der Ausbildung der handwerkliche Teil des Berufes im Vordergrund, während beim Studium viel Wert auf den künstlerischen Wert der Fotografie und ihre Geschichte gelegt wird.

Als Fotograf muss man international mobil sein und bereit in die Metropolen dieser Welt oder zum Beispiel als Tierfotograf in die entlegensten Winkel der Erde zu reisen, um Arbeit zu finden.  Man braucht kein offizielles Zertifikat, um sich Fotograf zu nennen, da der Berufstitel nicht geschützt ist. Dementsprechend kann man sich auch selbst weiterbilden und auf eigene Faust ohne offizielles Training zum Fotografen werden.  Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt bei monatlich 1470,00€-2200,00€. Man kann als selbstständiger erfolgreicher Fotograf jedoch auch deutlich mehr verdienen.  Du hast keinen Ausbildungsplatz gefunden, möchtest aber bei Deinem Berufseinstieg von einem Fachmann begleite werden? Wenn Du Privatunterricht bei unseren Lehrern nimmst, hast Du ein Sprungbrett in den Beruf! Du kannst zwischen Intensiv-und Einführungskursen wählen!

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