Vor dem Einstieg in den Beruf des Fotografen sollte man sich einige Zahlen und Statistiken zu Gemüte führen.

Fotograf von Beruf zu sein ist für viele ein absoluter Traum! Es wurden mehrere Studien dazu durchgeführt und herausgefunden, dass sich der Beruf des Fotografen weltweit einer immer weiter steigenden Beliebtheit erfreut.

In Deutschland arbeiten spezialisierte Fotografen fast immer in mehr als einem Arbeitsbereich. Am beliebtesten ist dabei die Kombination aus People- und Eventfotografie. Das Arbeitsfeld Film und Video ist allerdings mit 3 % nach wie vor nicht besonders stark vertreten. Und auch wenn viele Menschen gerne ausschließlich atemberaubende Naturaufnahmen machen würden, so ist eine Spezialisierung auf diesen Bereich wegen der sehr geringen Nachfrage der Kunden fast unmöglich.

Wer Fotograf werden will, kann gleichzeitig auch Filme drehen.
Neben der Fotografie bietet auch die Filmindustrie einige Karriereoptionen an. | Quelle: Unsplash

Nach wie vor bieten anscheinend nur wenige Fotografen Film- oder Videoproduktionen an. Es wird spannend sein zu sehen, wann und ob sich diese Bereiche in Zukunft häufiger überschneiden. Man muss sagen, dass die meisten befragten Fotografen ihren Job toll finden, ihn nicht wechseln möchten, meistens davon leben können – und dennoch würden 50 % den eigenen Traumjob nicht ihren Kindern empfehlen.

Als Fotograf gibt es durchaus genug Arbeit, aber stelle sicher, dass Du als Unternehmer kein zu großes Risiko eingehst.

Wir erklären, wie Du als Fotograf Erfolg hast.

Du möchtest Dein Hobby der Fotografie beruflich forcieren? Dann erfahre in einem weiteren Artikel, welche Möglichkeiten es gibt, um professionell Fotografie betreiben zu können?

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Und los geht's

5 Tipps um erfolgreich Fotograf zu werden

Im Bereich Fotografie Aufträge von Kunden bekommen zu können bzw. Geld mit dem Fotografieren zu verdienen und ein Photographer von Beruf zu sein ist eine Kunst, die über die Arbeit mit der Kamera hinweg einige Fähigkeiten erfordert, etwa im Marketing oder im Erstellen einer Website.

Es kann also schwierig sein, den Schritt zu wagen und sich als Fotografin oder Fotograf selbständig zu machen, egal ob in Bottrop oder einer Stadt voller Kunst und Museen wie Berlin.

Natürlich brauchst Du Dich nicht davon abschrecken zu lassen, lernen kann man alles! Aber ein paar Tipps für den Start in die Arbeit in die Fotografie solltest Du Dir trotzdem zu Gemüte führen, bevor Du einfach loslegst. Die wichtigsten davon gehen Wir jetzt in diesem Artikel durch!

1. Die richtige Foto Ausrüstung für den Job haben

Für die meisten Anfänger in der Fotografie kann die Frage nach der richtigen Kamera beängstigend sein. Eine gute Kamera zu finden ist nicht immer einfach und kostet natürlich auch ein paar Euro mehr.

Spätestens wenn Du als Fotograf oder Fotografin selbstständig arbeiten möchtest, solltest Du Dir Gedanken machen, worauf Du fotografierst. Denke wie ein Unternehmen, wenn Kunden Dir Geld für Deine Bilder zahlen, muss das Ergebnis auch stimmen.

Als Fotografin selbstständig zu sein geht mit einigen Materialkosten einher.
Wer als Fotograf sein Geld verdienen will, muss auch ein paar Euro in Ausrüstung investieren! | Quelle: unsplash

Darüber hinaus zählt für Fotografen vor Allem, dass sie während ihrer Aufträge, etwa bei einem Konzert in Berlin bzw. einer Hochzeit in Hamburg, die richtige Ausrüstung haben. Dazu gehören:

  • Speicherkarten
  • Objektive
  • Ersatzakkus und Ladekabel
  • Stativ bzw. Monopod oder Gimbal
  • ND- bzw. Polarfilter
  • Mikrofon

Dinge wie ein Monopod oder ein Mikrofon brauchst Du natürlich nur, wenn Du im Bereich der Filmografie Deine Möglichkeiten ausschöpfst. In der Fotografie (zB Eventfotografie) ist es wiederum für die Meisten wichtiger, ein lichtstarkes Objektiv und ein paar Akkus zu haben. Deine Ausrüstung solltest Du mit Deinem Profil und Deinen Fähigkeiten abgleichen, um die perfekten Aufträge zu finden und den Kunden etwas zu bieten.

2. Ein kreatives Umfeld suchen und gemeinsam fotografieren

Als Fotograf Geld zu verdienen bedeutet, sich von Job zu Job weiterzuentwickeln, Neues zu lernen und immer den nächsten Schritt machen zu wollen, um in diesem umkämpften Bereich hervorzustechen und aus der Kunst der Fotografie einen Beruf zu machen.

Wer Du darin Deine Zukunft siehst, solltest Du Dir Deine Kamera schnappen und Dich selbständig auf die Suche nach anderen Fotografen machen. Sie können Dir nicht nur neue Techniken beibringen und Inspirationen austauschen, sondern ermutigen Dich auch, immer am Ball zu bleiben und Deine Fähigkeiten zu entwickeln.

In Zeiten wo alles online zu finden ist, dürfte es recht einfach sein, andere begeisterte Fotografen kennenzulernen. Einfach direkt auf www.fotocommunity.de schauen oder auf Google nach einer Plattform zum Austausch von Fotografen suchen.

3. Tutorials und Fachliteratur zur Weiterbildung nutzen

Ein guter Fotograf bzw. eine gute Fotografin ist immer auf dem neusten Stand, was die Technik angeht, und sucht wie gesagt immer den nächsten Schritt in der eigenen Entwicklung. Ein ästhetisches Bild entsteht nicht von selbst, daher solltest Du nicht nur auf Kollegen hoffen, sondern auch selber nach Möglichkeiten schauen, Dich und damit Deine Bilder zu verbessern.

In Städten wie Berlin oder Hamburg gibt es ein so breites kulturelles Angebot, dass Du einfach in ein Museum gehen kannst um Dich inspirieren zu lassen. Aber auch vom Besuch im Museum abgesehen gibt es ein paar Möglichkeiten, die Dich zu einem gekonnteren Fotografen machen.

Das Internet ist hier Gold wert, einfach bei www.youtube.de etwas in die Richtung “photographer tricks” (es gibt zahlreiche englischsprachige Videos in dem Bereich) oder “Eventfotografie Hilfe” eingeben und staunen. Du wirst ohne Probleme auf Fotografen stoßen, die den Schritt von Hobby zu Beruf gewagt haben und jetzt Geld mit der Fotografie verdienen und Aufträge von Kunden bekommen.

Die Erfahrung solcher Profis ist wertvoll, darüber hinaus solltest Du natürlich auch die Technik und die wichtigsten Entwicklungen im Blick haben. Ist zum Beispiel eine neue Kamera auf dem Markt, die das Fotografieren und den Job an sich um einiges einfacher macht? Oder ein neues Programm, mit dem der Schritt von der Kamera auf den Computer erleichtert wird? Das Wichtigste hierzu erfährst Du aus Fachmagazinen, die wöchentlich oder monatlich erscheinen. Es lohnt sich, ein Abonnement abzuschließen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

4. Marketing und das Erstellen einer Website lernen

Dieser Teil ist für die Meisten in der Fotografie natürlich nicht die Priorität, da sie sich eher mit der Kunst beschäftigen und immer auf der Suche nach dem perfekten Bild sind. Aber wer Geld mit seinen Fotos verdienen möchte muss nicht nur seinen Kunden etwas bieten, sondern auch auf sich aufmerksam machen können.

Das gilt übrigens nicht nur für Fotografen, sondern für Alle, die sich selbständig machen wollen. Marketing und eine gute Online Präsenz gehören einfach dazu, Aufträge zu bekommen. Das bedeutet natürlich nicht, dass Du einen Bachelor in BWL oder Marketing brauchst, aber Du solltest Dir zumindest ein paar Videos und Artikel oder vielleicht auch ein Buch zu dem Thema durchlesen.

Wie bereits erwähnt ist der Bereich hart umkämpft, neben Deinen Fähigkeiten mit der Kamera ist es also entscheidend, diese auch zu präsentieren. Heutzutage ist dies mit einer Website oder einem Online Instagram Account auch einfacher als vorher, aber bei all dem Wettbewerb solltest Du Deine Fotos gut in Szene setzen können und Grundregeln im Marketing beherrschen.

5. Geduld wahren und Gelegenheiten nutzen

Um als Photographer Dein Geld zu verdienen, brauchst Du nicht unbedingt einen Bachelor in Fotografie oder ein Studium im Mediendesign. Viel wichtiger als eine klassische Ausbildung sind gewisse Eigenschaften, die es Dir ermöglichen, in einem so umkämpften Bereich erfolgreich zu werden.

Zuerst einmal lohnt es sich, die Tugend der Geduld zu lernen. Sie ist für jeden Job hilfreich, vor Allem aber in der Fotografie, wo die Aufträge auf sich warten lassen und man nicht immer mit seinem Bild zufrieden ist.

Wenn Du also mal frustriert bist, weil der Einstieg in den Beruf nicht so einfach klappt, wie erhofft, denk dran: Es ist noch keine Fotografin vom Himmel gefallen und noch niemand mit der Kamera an der Hand geboren worden. Mit etwas Geduld und Zielstrebigkeit wirst Du Dich stets verbessern und irgendwann den Schritt, komplett selbstständig zu sein, schaffen.

Geduld ist aber nicht gleichbedeutend mit Passivität. Ganz im Gegenteil, gerade, weil die Aufträge in der Fotografie so schwer zu bekommen sind, musst Du immer am Ball bleiben und Gelegenheiten nutzen, wenn sie sich ergeben.

Der perfekte Job lässt sich eben auch nicht herzaubern, deshalb ist es vor Allem für den Anfang sinnvoll, auch mal Aufträge anzunehmen, die vielleicht nicht gerade Deinem Traumberuf entsprechen. Solche Gelegenheiten wachsen immerhin nicht an Bäumen!

Werde freier Fotograf: Spezialisiere Dich und übe viel!

Wie viel kostet ein Fotografiekurs? Bevor Du Deine Fotos verkaufst, musst Du viele Erfahrungen sammeln und viel üben!

Was den Beruf des Fotografen anziehend macht, ist, dass er weder eine besondere Ausbildung noch ein Studium erfordert. Die Bezeichnung Fotograf als Beruf ist rechtlich nicht geschützt, wenn Du also ab morgen professioneller Fotograf sein möchtest, erfordert dies nur wenige Klicks im guten alten WWW und eine Anmeldung beim Bürgeramt.

Aber sei vorsichtig, nur, weil Du nicht zwingend ein prestigeträchtiges Studium oder eine Ausbildung benötigst, bedeutet das nicht, dass jeder als professioneller Fotograf erfolgreich sein kann, es handelt sich immer noch um eine Kunst, für die Du viele Fähigkeiten lernen solltest.

Dieser Artikel dient nicht dazu, um über den Weg in den Beruf zu sprechen (z. B. Ausbildung, Praktika, Studium etc.). Du solltest Dich aber mit diesem Thema beschäftigt haben und grundsätzlich wissen, welche Möglichkeiten es gibt.

Eine Ausbildung im Bereich Fotografie ist unerlässlich. Egal, ob Du als Pressefotograf, Studiofotograf, Modefotograf oder in eher exotischen Arbeitsbereichen wie der Tierfotografie tätig bist. Du hast die Bilder eines bestimmten Fotografen im Internet gesehen und liebst seine Arbeit? Zögere nicht, Kontakt zu bekannten Fotografen aufzunehmen! Du kannst zum Beispiel fragen, ob dieser Fotograf Praktika oder Fotografiekurse anbietet.

Schluss mit Schüchternheit! Wenn Du Profifotograf werden möchtest, musst Du auf andere Menschen zugehen, wissen, wie man richtig kommuniziert und gute Nerven haben.

Am Ende gibt es allerdings kein Wundermittel. Sobald Du die Grundlagen der Fotografie beherrscht und besonders, wenn Du nicht du nicht die Zeit und Mittel hast, um Vollzeitpraktika bei Profis zu machen, dann musst Du eben in deiner Freizeit üben, üben, üben!

Schnappe Dir Deine Kamera und fotografiere alles, was Dir vor die Linse kommt. Mache wenn möglich ein Praktikum bei einem Fotografen.

Wie Du deine hauptberufliche Tätigkeit als Fotograf am besten angehst, erfährst Du hier!

Bürokratie: Anmeldung als Gewerbetreibende oder Künstler

Kann man Fotografieren auch selbstständig lernen? Wie werde ich Fotograf? Durch ganz viel üben!

Als Fotograf stehen Dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Dich beim Finanzamt anzumelden. Bevor Du Dich mit den Vor-und Nachteilen der unterschiedlichen Optionen beschäftigst, solltest Du Dir bewusst machen, dass 43 % der Fotografen weniger als 15.000 Euro pro Jahr verdienen. Es kann also durchaus einige Zeit dauern, bis Du allein von deiner Fotografie leben kannst.

In Deutschland ist mehr als ein Drittel aller Fotografen auf den Bereich der künstlerischen Fotografie spezialisiert. Insgesamt 65 % der Fotografen haben ein Gewerbe angemeldet. Ob man als Fotograf ein Gewerbe anmelden muss oder den Freiberuflerstatus erhält, ist nicht immer eindeutig zu entscheiden. Häufig wird ein Gutachter hinzugezogen, um die steuerliche Einordnung vorzunehmen. Dieser klärt, ob die Fotos in einem ausreichenden Maße künstlerisch gestaltet sind.

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Anmeldung als freiberuflicher Fotograf

Betrachtet man das Gewohnheitsrecht einmal genauer, so stellt man fest, dass im Grunde genommen nur anerkannte Künstler und ausgewählte Berufsgruppen den Freiberuflerstatus zugesprochen kommen. Bei einem freien Beruf muss per Gesetz „eine besondere Qualifikation oder eine schöpferische Begabung“ vorliegen.

Grundsätzlich umfasst diese Definition sicherlich auch Fotografen. Und der einschlägige Paragraf 18 des Einkommenssteuergesetzes sorgt ebenfalls nicht zwingend für mehr Klarheit. Bei professionellen Fotografen ist der Übergang meist fließend: Sie arbeiten regelmäßig sowohl künstlerisch als auch handwerklich, weswegen eine Gewerbepflicht manchmal nicht gleich eindeutig feststellbar ist.

Arbeitet man zum Beispiel als reiner Kunstfotograf oder als Bildjournalist, ist es möglich, den Freiberuflerstatus zugesprochen zu bekommen. Man muss dann keine Gewerbeanmeldung vornehmen. Sollte man jedoch professionelle Dienstleistungen wie zum Beispiel Hochzeitsfotografien anbieten, dann kann man normalerweise nicht auf die Anmeldung eines Gewerbes verzichten.

Hochzeitsfotografen, Eventfotografen, Modefotografen… Sie Alle haben gemeinsam, dass sie nicht auf die Anmeldung eines Gewerbes verzichten sollten.
Wenn Du als Hochzeitsfotograf arbeiten möchtest, solltest Du an Deine Gewerbeanmeldung denken. | Quelle: Unsplash

Da nicht jeder Fall eindeutig ist, handelt es sich oft um eine gewisse rechtliche Grauzone. Wer sich nicht sicher ist, sollte seinen Steuerberater kontaktieren oder sich vom Berufsverband beraten lassen.

Du solltest deinen genauen Status in jedem Fall klären, bevor Du Deine berufliche Tätigkeit aufnimmst. Falls Du eine Gewerbeanmeldung benötigst, aber diese nicht vorgenommen hast, können Dir Bußgelder und Nachzahlungen drohen.

Du solltest auch darauf achten, dass wenn Du den Status als Freiberufler nutzen möchtest, du deinen Auftritt nach außen dementsprechend künstlerisch gestaltest. Du musst Dich Deinem Status entsprechend als Künstler inszenieren und Du solltest gewerblich belastete Begriffe wie „Betrieb, Hochzeitsfotograf, Fotostudio“, wenn möglich, vermeiden.

Der Status eines Freiberuflers bringt manche Vorteile mit sich. So musst Du keine Gewerbesteuer abrechnen, Du hast keine Kammer-Pflicht, die Gründung ist deutlich einfacher und anstelle doppelter Buchführung ist eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung ausreichend.

Das Finanzamt kann Dir jedoch durchaus Steine in den Weg legen, wenn es darum geht Dir den Freiberuflerstatus zuzusprechen. Passe daher auf, wie du dich nach außen darstellst und in Szene setzt. Gehe im Zweifelsfall davon aus, dass das Finanzamt mitliest. Du kannst Deinen Freiberufler-Status auch riskieren, wenn Du „gemischte Einkünfte“ hast. Es ist also insgesamt wichtig, dass Du weißt, worauf Du zu achten, hast Deinen Status, als Freiberufler nicht unnötig aufs Spiel setzt.

Anmeldung als Gewerbetreibender

Wie bereits festgestellt, müssen selbstständige Fotografen in aller Regel ein Gewerbe anmelden. Insbesondere Hochzeitsfotografen, aber auch Betreiber von Fotostudios haben die Pflicht, zur Anmeldung eines Gewerbes.

In jedem Fall musst Du ein Gewerbe anmelden, wenn du hauptberuflich als Fotograf tätig sein möchtest. Wenn Du allerdings nur geringe Nebeneinkünfte durch die Fotografie erzielst, kannst du diese auch als Nebenverdienst angeben, wenn Du Deine Steuererklärung verfasst.

Der springende Punkt, der auch für das Finanzamt am wichtigsten ist, ist die Frage nach der Gewinnabsicht. Liegt eine Gewinnabsicht vor, dann ist normalerweise auch eine Gewerbeanmeldung notwendig. Wenn Deine Einnahmen allerdings eher als geringfügige Aufwandsentschädigungen zu betrachten sind, dann musst Du kein Gewerbe anmelden.

Gerade zu Beginn Deiner Karriere ist es möglich, dass aus verschiedenen Gründen wie z. B. wegen noch fehlender Stammkunden die Umsätze eher gering sind. Sollten Einnahmen von unter 17.500 Euro erwartet werden (und im Folgejahr nicht mehr als 50.000 Euro), dann ist es, möglich ein Kleingewerbe geltend zu machen.

Entsprechend der sogenannten Kleinunternehmerregelung darf auf Deinen Rechnungen in diesem Fall keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden und für die obligatorische Steuererklärung am Ende des Jahres ist eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung ausreichend (EÜR).

Dein Steueramt ist zur Beratung immer da.
Solltest Du Zweifel zu deinem steuerlichen Status haben, wendest Du Dich am besten direkt an dein zuständiges Finanzamt oder einen Lohnsteuerberein. | Quelle: Unsplash

Egal, ob Kleingewerbe oder Gewerbe, durch die Anmeldung ist man als selbstständiger Fotograf befugt, viele Ausgaben steuerlich als Aufwand geltend zu machen, so zum Beispiel die Anfangsinvestitionen in neue Kameras, Objekte und Stative.  Du solltest diese Investitionen, die Du am Anfang tätigen musst, nicht unterschätzen. Eine gute Ausrüstung ist genau wie Dein Können unerlässlich für die Qualität Deiner Fotos.

Gemischte Einkünfte

Grundsätzlich ist es auch denkbar, Einkommensarten zu vermischen. So kann es zum Beispiel sein, dass Du zwar als gewerblicher Eventfotograf arbeitest, Dir aber auch einen Namen als freischaffender Künstler machen willst.

Wenn beide Tätigkeiten wirtschaftlich klar trennbar sind, dann können sie auch getrennt behandelt werden.

Achtung: Wenn eine eindeutige Trennung nicht ohne Weiteres möglich ist, werden alle Einnahmen als gewerbliche Einnahmen behandelt.

Werden die Fotos der freischaffenden Tätigkeit zum Beispiel auf Flyern verwendet, ist eine Vermischung beider Bereiche schon gegeben.

Erfahrungen haben gezeigt, dass eine klare Trennung in der beruflichen Praxis eher schwierig ist.

Kurze Zusammenfassung

Das Fotografieren als Profi erfordert einiges an Erfahrung. Daher macht es Sinn, an Fotografiekursen teilzunehmen oder Praktika bei professionellen Fotografen zu absolvieren, bevor Du Dich selbstständig machst.

Als professioneller Fotograf hast Du verschiedene Möglichkeiten, Dich anzumelden:

  • Anmeldung als Gewerbetreibender: In den meisten Fällen wirst Du Dich als Gewerbetreibender anmelden müssen. Wichtig ist hier die Gewinnabsicht. Besonders Hochzeitsfotografen oder Studiofotografen fallen unter die Gewerbepflicht und müssen ein Gewerbe anmelden. Am Anfang kannst Du bei geringen Einnahmen eventuell von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen.
  • Anmeldung als freiberuflicher Fotograf: Als Freiberufler genießt Du einige Vorteile. Allerdings fallen in der Regel nur anerkannte Künstler und spezielle Berufsbilder unter den Status des Freiberuflers. Das Finanzamt wird es Dir nicht leicht machen, den Status des Freiberuflers zu erhalten.

Die Übergänge sind fließend und die Abgrenzung nicht immer eindeutig. Wenn Du Dir nicht sicher bist, kontaktiere einen Fachmann um Nachzahlungen oder Geldbußen zu vermeiden.

Theoretisch können Einkommensarten auch gemischt sein, allerdings nur, wenn sie wirtschaftlich klar voneinander abgrenzbar sind. In der beruflichen Praxis ist dies jedoch aller Erfahrung nach sehr schwierig.

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus