"Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind." - Albert Einstein

In Deutschland ist Nachhilfe schon lange keine Seltenheit mehr. Privatlehrer haben mittlerweile verschiedene Aufgabenbereiche, von klassischem Nachhilfeunterricht bis hin zu Hausaufgabenbetreuung. Was aber ist zu tun, wenn man sich als Schüler nicht für die Hausaufgaben motivieren kann?

Es scheint vielen unmöglich, dass sie Lust auf ihre Hausaufgaben haben könnten. Wenn sie dann aber aufgegeben werden, führt kein Weg dran vorbei. Lieber macht man also das beste draus und versucht, wenigstens ein bisschen Gefallen an den Hausaufgaben zu finden. Nicht nur um Eltern und Lehrer glücklich zu stimmen, sondern einfach, damit dieses Ritual nicht zu einer die Schulzeit andauernden Tortur wird.

Wir haben ein paar Tipps zusammengetragen, die dabei helfen sollen, die Hausaufgaben nicht nur schneller fertig zu bekommen, sondern auch noch Spaß dabei zu haben.

Hausaufgaben: Sucht Euch einen Arbeitsplatz aus, der Euch gefällt

Der erste Tipp um Gefallen an den Hausaufgaben zu finden, zumindest ein wenig, ist, einen geeigneten Ort für ihre Bearbeitung zu finden. Die Arbeitsbedingungen ist super wichtig für die Motivation. Auch wenn Ihr keine Lust auf Eure Matheaufgaben habt, könnt Ihr Euch auf den Schreibtisch freuen, wenn dahinter Bilder von Freunden hängen oder Ihr eine schöne Aussicht habt.

Ihr solltet Eure Hausaufgaben an einem Ort machen, den Ihr mögt.
Nichts fördert die Motivation bei den Hausaufgaben so sehr, wie ein Arbeitsplatz, an dem man sich wohl fühlt! | Quelle: unsplash

Der erste Schritt ist die Ortswahl.

Ihr werdet die Hausaufgaben nicht bearbeiten können, wenn schreiende Geschwister in unmittelbarer Nähe sind. Ihr müsst einen Ort finden, der Euch gefällt und an dem Ihr Euch entspannen könnt. Das könnte der Schreibtisch in Eurem Zimmer oder dem Zimmer Eurer Eltern sein, sofern sie einen haben und damit einverstanden sind, wenn Ihr ihn für die Hausaufgaben verwendet.

Anschließend solltet Ihr, um gut arbeiten zu können, alle wichtigen Materialien parat haben. Stifte, Papier, Hefte, Lehrbücher - Eure Sachen sollten nicht verstreut sein. Sonst riskiert Ihr, wertvolle Zeit dafür zu verlieren, einen Stift oder ein Geodreieck zu suchen.

Im besten Fall bestimmt Ihr einen festen Ort, der für Hausaufgaben bestimmt ist und an dem Ihr Eure dafür notwendigen Utensilien lagern könnt, natürlich aufgeräumt.

Stellt außerdem sicher, dass Eure Umgebung ordentlich ist, damit Euer Kopf frei bleibt und keine unnötigen Störfaktoren aufkommen. So müsst Ihr die Arbeit an den Hausaufgaben nicht abbrechen, nur weil Ihr Euch die Lust überkommt, aufzuräumen.

Wenn Eure Eltern es Euch auch noch erlauben, den Arbeitsplatz zu dekorieren, habt Ihr den Jackpot erreich! Ihr könnt Ihn dann zu einem Ort transformieren, der Euch wirklich gefällt. Vielleicht hängt Ihr Poster von Eurem Lieblingsfilm auf oder Ihr stellt mehrere Pflanzen auf, um Euch wie im Dschungel zu fühlen. Das hilft garantiert mit der Motivation!

Manche hören außerdem gerne Musik, um sich zu konzentrieren. Aber aufgepasst, Lieder mit Gesang können Eure Konzentration stören, wenn Ihr ständig auf die Lyrik achtet. Es ist daher empfehlenswert, sanfte Musik, etwa Klassik, zu hören.

Die eigenen Vorlieben benutzen, um sich für die Hausaufgaben zu motivieren

Genauso wie Ihr Eure Umgebung an Eure Interessen anpassen könnt, könnt Ihr Eure Vorlieben nutzen, um Gefallen an der Arbeit zu finden.

Ihr müsst etwa einen Aufsatz für Deutsch verfassen? Warum nicht über etwas schreiben, was Euch gefällt, etwa Fußball, Essen oder Reisen? Nicht nur wird die Aufgabe dadurch einfacher, sie wird Euch außerdem mehr Spaß machen. Der Aufsatz bietet Euch dann die Möglichkeit, mehr über das zu lernen, was Ihr sowieso schon mögt.

Es gibt viele Hausaufgaben, die Ihr an Eure Interessen anpassen könnt. Mathematik ist beispielsweise die Basis für zahlreiche spannende Dinge, etwa Raumschiffe, Flugzeuge, Autos und auch Sportstatistiken. So könnt Ihr aufgrund Eurer Vorlieben die Motivation finden, Mathe zu lernen.

Bearbeitet Eure Hausaufgaben in kleinen Teilen

Manchmal können Hausaufgaben ganz schön lange dauern. Vor allem in der Oberstufe werden häufig Aufsätze und Analysen gefordert, die sich gut und gerne über mehrer Seiten strecken. Angesichts so langer Aufgaben lassen sich viele Schüler entmutigen und verschieben die Pflicht lieber auf den nächsten Tag, anstatt sich dranzusetzen. Ds nennt man dann Prokrastination.

Teilt Eure Hausaufgaben in kleine Teile auf.
Mit etwas Organisation machen Hausaufgaben schon viel mehr Spaß! | Quelle: unsplash

Eine Möglichkeit, das zu vermeiden, ist es, seine Aufgaben aufzuteilen.

Wenn Ihr beispielsweise eine Woche Zeit für einen Aufsatz oder eine abgabepflichtige Hausaufgaben in Mathe habt, könnt Ihr die Arbeit in drei Teile trennen. Dadurch erscheint sie nicht nur einfacher, Ihr werdet auch das Gefühl haben, weniger Zeit damit zu verbringen. Diese Methode ist außerdem gut geeignet dafür, Stress zu vermeiden und Aufsätze nicht auf den letzten Drücker bearbeiten zu müssen. Diese Situation kennen Wir schließlich alle… Spaß macht das keinem.

Die Hausaufgaben in verschiedene Etappen aufzuteilen ist in jedem Fach eine sinnvolle Strategie, wenn die Aufgabe besonders umfangreich wirkt.

Aber aufgepasst, dass Ihr nicht Hausaufgaben aufteilt, die schnell erledigt werden. Eine kleine Matheaufgabe ist beispielsweise im Handumdrehen fertig, sie aufzuteilen würde die Arbeit also nur schwieriger machen, weil Ihr Euch mehrmals in den Stoff hineindenken müsst.

Organisiert Eure Aufgaben von leicht bis schwierig

Eine weitere mit der letzten Technik definitiv kompatible Methode ist es, seine Schularbeit von leicht bis schwierig zu hierarchisieren.

Vielen Schülern fällt es schwer, sich an die Arbeit zu machen, wenn eine besonders schwierige Aufgabe ansteht. Mit den leichten Sachen anzufangen hilft dabei, Schritt für Schritt voranzukommen. Man fängt mit einer einfach Matheaufgabe an und kann sich dann, einmal aufgewärmt und konzentriert, besser für kompliziertere Aufgaben motivieren.

Dadurch geht der Druck verloren, denn am Anfang habt Ihr zwar noch viel zu tun, fangt aber mit den einfachen Aufgaben an, während am Ende zwar die komplexen Hausaufgaben warten, danach die Pflicht aber erfüllt ist. So könnt Ihr Euch mit der Aussicht, fertig zu werden, motivieren.

Um besser organisiert zu sein, hierarchisiert die Hausaufgaben auf einem Blatt, das neben Euch liegt.

Soweit wie möglich voraus arbeiten

Ähnlich wie das Aufteilen der Arbeit empfehlen wir Euch auch, Hausaufgaben im Voraus zu bearbeiten. Warum? Dadurch vermeidet Ihr es, an manchen Tagen plötzlich zu viel zu tun zu haben. 

Wer Hausaufgaben im Voraus bearbeitet, profitiert.
Immer am Ball zu bleiben hilft dabei, nicht in Arbeit zu ersticken! | Quelle: unsplash

Niemand hat nach einem langen Schultag noch Lust auf einen Riesenhaufen Hausaufgaben, genauso wenig wie am Wochenende oder in den Ferien, wenn die Anderen ihre Freizeit genießen. Selbst wenn Ihr also denkt, noch genug Zeit für eine Hausaufgabe zu haben, solltet Ihr Euch lieber an einen vorher festgelegten Arbeitsplan halten. So arbeitet Ihr jeden Tag ein wenig, selbst wenn die Hausaufgaben nicht für den nächsten Tag sind. Dann müsst Ihr sie nichtmal fertig bekommen, ein wenig voranzukommen reicht völlig aus.

Schulaufgaben im Voraus zu bearbeiten ist keine häufige Gewohnheit, die etwas Zeit braucht, bis sie etabliert ist. Die wenigstens Schüler arbeiten von sich heraus auf diese Art und Weise. Dieser Tipp kann aber einen echten Unterschied darin machen, wenn es darum geht, Schülern die Hausaufgaben schmackhafter zu machen.

Hausaufgaben: Nutzt interaktive Ressourcen

Hausaufgaben machen ist für viele Schüler einfach nur lästig. Das kann sich aber mithilfe von interaktiven und spielerischen Lernmethoden schnell ändern. Wir kennen es alle, die Sendung mit der Maus oder Wissen macht Ah haben früher einfach richtig Spaß gemacht.

Interaktive Unterrichtsmethoden wie Videos, Apps oder stimulierende Übungen eignen sich hervorragend, die Aufmerksamkeit von Schülern während der Hausaufgabenhilfe zu behalten. Eltern und Schüler können im Internet zahlreiche solcher Ressourcen finden. Seiten wie die Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM), Serlo oder Segu-Geschichte bieten verschiedenste Möglichkeiten, Lernen spannend zu gestalten.

Wer Mathematik wiederholt kann beispielsweise auf YouTube auch mehr über die Geschichte des Faches lernen. Wer für Geschichte an sich lernt oder Hilfe bei Sozialkunde braucht, wird bei MrWissen2Go fündig, einem tollen YouTuber mit spannenden Videos. Schulerfolg ist nämlich nicht nur davon abhängig, ob man zum Paukenschlag auf seinem Platz sitzt und dem Lehrer jedes Wort nachbeten kann. 

Je mehr der Schüler an dem interessiert ist, was er gerade lernt, desto besser bleiben die Informationen bei ihm hängen. Interaktive Inhalte helfen dabei das Lernen zu fördern und Wiederholungen aufregender zu machen.

Während der Hausaufgaben Pausen einlegen

Es ist sinnlos, Stunden an einer Matheaufgabe zu sitzen und erst dann aufhören zu wollen, wenn die Aufgabe fertig gestellt ist. Das ist schlichtweg kontraproduktiv. Genauso wichtig wie die Arbeit sind auch die Pausen.

Sie ermöglichen es, den Kopf frei zu bekommen. Wenn Ihr Euch dann wieder an die Aufgabe setzt, werden Eure Gedanken viel klarer sein. Ihr seid dann um einiges effizienter in der Bearbeitung.

Pausen fördern das Denken.
Einmal durchatmen, einen Schluck Wasser trinken und sich die Beine vertreten. Weiter geht's! | Quelle: unsplash

Jeder Schüler muss hier seinen eigenen Rhythmus finden, aber eine fünfminütige Pause alle 30 Minuten ist keine schlechte Idee. Zu viele Pausen haben wiederum den gegensätzlichen Effekt. Dann könnt Ihr Euch nicht lang genug konzentrieren, als dass Ihr die Hausaufgaben effizient bearbeiten könntet.

Nach den Hausaufgaben etwas ansetzen, was Euch Spaß macht

Nach den Hausaufgaben zu essen und ins Bett zu gehen ist nicht besonders aufregend. Um die Motivation für die Hausaufgaben nicht zu verlieren, raten wir Euch, die vom Lehrer aufgegeben Aufgaben direkt nach der Schule zu erledigen. Je schneller Ihr fertig mit en Hausaufgaben seid, desto schneller könnt Ihr das machen, was Euch Spaß macht. 

Nach der Arbeit seid ihr komplett frei. Die einzige Bedingung dafür ist, dass Ihr vorher gut arbeitet. Wenn Ihr Euch auf etwas freut, fördert das auch die Motivation, schneller mit der Arbeit fertig zu werden (natürlich ohne schlampig zu arbeiten). 

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus