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Wichtige Persönlichkeiten der japanischen Geschichte

Von Funzi Olga, veröffentlicht am 21/02/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > 10 wichtige historische Persönlichkeiten Japans, die Du kennen solltest.

Die Geschichte Japans ist bei uns Westlern nicht sehr bekannt und doch ist sie reich an bedeutenden Ereignissen und Persönlichkeiten!

Vom Samurai, über den Shogun zu herausragenden Künstlern war jede der Berühmtheiten, die wir euch nachfolgend vorstellen, Teil der Entwicklung japanischer Kultur und Gesellschaft.

Unsere Liste umfasst nur eine Auswahl. Sie soll euch helfen, die wichtigsten historischen Persönlichkeiten Japans kennenzulernen.

Eine perfekte Einführung in die Geschichte, wenn ihr eine Reise und Leben in Japan plant!

Von der Yamato-Periode über die Meiji-Ära bis hin zur Kamakura- und Edo-Epoche entdeckt ihr in diesem Artikel die Hauptakteure der japanischen Historie.

Wie in der japanischen Tradition steht im Folgenden der Nachname dem Vornamen voran.

Dieser Artikel behandelt nicht die Kaiserfolge Japans. Wollt ihr mehr über die japanischen Führer erfahren, laden wir euch ein, in den zu diesem Thema verfassten Artikel hineinzuschauen.

Japanische Figuren

Prinz Shōtoku, die Legende Japans

Shōtoku Taishi, auch bekannt als Prinz Umayado oder Prinz Kamitsumiya, war ein politischer Führer Japans, der wohl zwischen 574 und 622 n. Chr. lebte.

Yen Scheine repräsentieren historische Persönlichkeiten. Damals zeigte dieser Yen Schein Shōtoku. Heute zeigt er Yukichi Fukuzawa. | Quelle: pixabay

Seine Existenz ist nicht bestätigt, sodass wir von einer Halblegende sprechen. Er soll von Kaiserin Suiko während der Asuka-Zeit (538-710) den Regententitel erhalten haben.

Die Besonderheit von Shōtoku liegt darin, dass er als erster ein System nach dem Vorbild des chinesischen Sui-Modells aufgebaut hat: Eine zentralisierte Regierung, eine Aufteilung des Landes, etc.

Der zweite Grund für seinen Ruhm liegt darin, dass er das Wort „Nihon“ als erster Monarch verwendet hat. Es bedeutet so viel wie „der Ursprung der Sonne“ oder „das Land der aufgehenden Sonne“.

Zuletzt begünstigte der Prinz die Etablierung des Buddhismus auf dem japanischen Archipel. So baute er beispielsweise den buddhistischen Tempel Shi Tennō-ji bei Osaka.

Oda Nobunaga, der Dämonenkönig von Japan

Es ist unmöglich, über die japanische Feudalgeschichte zu sprechen, ohne Nobunaga Oda (1534-1582), den „Dämonenkönig“,  zu erwähnen.

Zu seiner Lebenszeit, der Sengoku Ära, war er ein großer Krieger und militärischer Führer.

Die Geschichte der „Daimyō“ ist in Japan sehr beliebt. Im Deutschen werden sie oft als Fürsten bezeichnet. Der Begriff beschreibt lokale Herrscher Japans.

Die wichtigsten historischen Zeitalter Japans. 

Das Ziel Oda Nobungas war es, mit zwei allierten Daimyōs, die wir euch im Folgenden vorstellen, Japan zu vereinen.

Dies gelang ihm teilweise mit der Provinz Owari. Auch die Schlacht von Okehazama gewann er, indem er Allianzen zwischen seinem Oda Clan und anderen Clans schloss.

Nobunaga Oda war ein mächtiger Schlachtherr und siegte in vielen Schlachten wie jene gegen die Azai Asakura und Takeda Clans.

Der einzige Fürst, dem es gelang, sich ihm zu widersetzen war Uesugi Kenshin. Später starb er jedoch mysteriöserweise an einer Magenkrankheit oder gar an Gift, woraufhin Nobunaga erklärte:

„Fortan soll Japan mir gehören.“

Tatsächlich passiert ist das allerdings nie. Einer seiner  Generäle, Mitsuhide Akechi, verriet ihn.

Dies zwang Oda Nobungana schließlich Seppuku, auch Harakiri genannt, zu begehen. Es beschreibt den Akt des Suizids, der seit dem 12. Jahrhundert besonders bei den Samurai stark verbreitet war.

Historische Persönlichkeiten

Toyotomi Hideyoshi, der Vereiniger Japans

Hideyoshi Toyotomi (1537-1598), ehemals Hideyoshi Hashiba, ist der zweitgrößte Fürst der Vereinigung Japans nach Nobunaga Oda.

Der als Saru (zu deutsch: „der Affe“) bekannte Mann war der geschickte Nachfolger des ehemaligen Führers.

Er kam 1582 während des Putschversuchs gegen Nobunaga und der Belagerung der Burg Mori an die Macht. Er wurde Generalleutnant, eliminierte seine Feinde und ließ in Osaka ein Schloss erbauen.

1584 erhielt er vom kaiserlichen Hof den Namen Toyotomi und wurde damit Minister für Höchste Angelegenheiten.

Unter seiner Herrschaft vereinte Hideyoshi die Provinzen Japans bis 1592.

Anschließend begann er eine Politik der Unterdrückung der Christen auf dem gesamten Archipel, bevor er zweimal erfolglos versuchte, in Korea einzumarschieren.

Nach seinem Tod vertraute er seinen jungen Sohn seinen fünf weisen Beratern an. Darunter auch Ieyasu Tokugawa, den ihr im Folgenden noch kennenlernen werdet.

Sakamoto Ryōma, der Held der Edo-Ära

Ryōma Sakamoto (1836-1867) wird als Held der Edo-Zeit memorisiert.

Japan war damals ein feudales System. Im feudalen Japan herrschten Fürsten über die Lehen. | Quelle: pixabay

Nachdem er ein Bündnis zwischen den Lehen von Satsuma und Chōshū ausgehandelt hatte, war es sein Ziel, das Shogunat zu stürzen, um die Macht an den Kaiser zurückzugeben.

Er war ein treuer Imperialist, der die politische Struktur durch einen weiteren Putschversuch revolutionieren wollte.

Hier die Chronologie des Kriegers:

  • Mit 14 Jahren erlernte Sakamoto Ryōma den Umgang mit dem Kenjutsu Schwert
  • Im Alter von 25 Jahren trat er der Tosa Kinno-tō bei, einer kaisertreuen Bewegung
  • Als 26-Jähriger kam er mit Mitgliedern der Bewegung im Lehen von Chōshū in Kontakt.
    Dort wurde er Schüler von Katsu Kaichu, einem hochrangigen Beamten, der ihm die Leitung einer privaten Akademie in Kobe anvertraute
  • Mit 30 Jahren verhandelte er trotz der Rivalen ein Bündnis zwischen dem Lehen von Satsuma und Chōshū, um den Shogun zu stürzen und das Land zu vereinen.
    Mit Erfolg: Shogun Tokugawa Yoshinobu verließ sein Amt am 9. November 1867.

Sakamoto wurde im frühen Alter von 31 Jahren ermordet und konnte sein Vorhaben somit nicht vollenden.

Ein Jahr nach seinem Tod wurden die imperialen Kräfte während der Meiji-Ära jedoch wieder hergestellt.  Somit hat sich sein Kampf schließlich doch gelohnt.

Entdecke die Grundlagen der japanisch Mythologie. 

Wichtigste japanische Persönlichkeiten

Murasaki Shikibu, der große japanische Schriftsteller

Das historische Japan ist auch von der Kunstgeschichte geprägt.

Zur ihr zählen zum Beispiel die Illustrationen von Tō-Shikibu, auch Shikibu Murasaki genannt. Sie war eine Künstlerin des kaiserlichen Hofes aus der Heian-Zeit (ca. 973 – ca. 1014/1025).

Ihr Vater, Fujiwara no Tametoki, verheiratete sie früh mit einem Adligen. Kurz darauf verwitwete die junge Künstlerin woraufhin sie an den Hof geführt wurde.

Dort trat sie in den Dienst von Shōshi, der damaligen Kaiserin Japans.

Dies gab ihr Zeit, ihr Werk Genji Monogatari (dt. Die Geschichte vom Prinzen Genji) zu schreiben, das heute ein wichtiges Stück japanischer Literatur repräsentiert.

Das Buch umfasst ca. 2000 Seiten, besteht aus 54 Kapiteln und ist mit 800 „Wakas“ (dt. Gedichten) beestückt. Die Autorin hinterließ auch eine Gedichtsammlung: Murasaki-Shikibu nikki.

10 bekannte Persönlichkeiten aus Japan. 

Minamoto No Yoritomo, der erste Shogun des japanischen Archipels

Eine weitere prominente Figur in der japanischen Geschichte ist Minamoto no Yoritomo (Yoritomo des Minamoto-Clans).

Er war der erste Shogun und Einführer des Shogunats (Amt des Shogun) von Kamakura. Während seiner kurzen Amtszeit von 1192 bis 1199 führte er den Titel des Shogun, „Großer Frieden bringender Generals über die Barbaren“, ein.

Yorimoto übernahm die Führung des Minamoto Clans, in einer Zeit, in der in Japan unter dem Taira Clan Gewalt und Hungersnot herrschte.

In einer Allianz mit dem Hojo Clan besiegte Yoritomo den gegnerischen Taira no Kiyomori schließlich 1181.

Was folgte war der Bürgerkrieg Gempei. Er dauerte bis 1185 an, bevor er mit dem Sieg von Yorimoto endete.

Minamoto No Yorimoto richtete dann sein Bakufu Shogunat ein und etablierte die Vorherrschaft der Samurai in Japan.

Wichtige japanische Charaktere

Tokugawa Ieyasu, der Shogun des vereinten Japans

Ieyasu Tokugawa (1543-1616) war nach Oda und Toyotomi der dritte und letzte der großen Fürsten der Vereinigung Japans.

Die japanische Geschichte kennt eine Abfolge von Dynastien. Die Tokugawa-Dynastie regierte Japan mehr als 250 Jahre. | Quelle: takahiro taguchi via unsplash

Nach seiner Position als Daimyō und Anführer des Tokugawa-Clans schloss sich Ieyasu schnell dem Nobunaga Oda an, um bei der Vereinigung des japanischen Archipel mitzuwirken.

Nach dessen Tod wurde Ieyasu Berater von Hideyoshi Toyotomi und half ihm das begonnene Werk zu vollenden.

Nach Toyotomis Tod 1598 und der Bewältigung seiner Rivalen übernahm Tokugawa Ieyasu 1603 das Amt des Shogun.

Er ist auch unter weiteren Namen und Spitznamen bekannt:

  • Jirōsaburō
  • Ōgosho
  • Shinkun
  • Tōshō Daigongen

Nachdem er Shogun geworden war, machte er Edo zur Hauptstadt Japans und seine Dynastie bestand bis zur Meiji-Restauration 1868.

Ieyasu wird als eine starke Persönlichkeit in Erinnerung behalten. Zwar war er gefürchtet, jedoch als großer militärischer Führer zeitgleich sehr respektiert.

Was Du über die Japaner wissen solltest. 

Hibari Misora, die japanische Sängerin des 20. Jahrhunderts

Misora Hibari (1937-1989), eigentlich Kazue Kato, war eine japanische Sängerin und Schauspielerin. Sie ist eine der berühmtesten japanischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

Ihr musikalischer Stil ist zeitweise dem Jazz sehr ähnlich und wird hauptsächlich durch Enka, einem traditionellen japanischen Genre, geprägt.

Die Kennzahlen ihrer Karriere sind beachtlich: Mehr als 1200 Songs, 68 Millionen verkaufte Platten und 166 Filme zu ihrem Gedenken!

Hier ist eine Auswahl ihrer Diskografie:

TitelJahr
Kappa Boogie Woogie1949
Tokyo Kiddo1950
Minatomachi 13-banchi1957
Kanashii Sake1966
Aisansan1986
Kawa no nagare no yō ni1989

Berühmte Japaner

Kōnosuke Matsushita, der „Gott des „Managements“

Matsushita Kōnosuke (1894-1989) war ein Geschäftsgenie und Gründer der Panasonic-Gruppe.

In Japan wird er wegen seiner unternehmerischen Fähigkeiten und seiner Vision von der Wirtschaft der „Gott des Managements“ genannt.

Er war auch eine Art Wirtschaftsphilosoph und ein Handelsstratege.

Matsushita Kōnosuke begann sein Geschäft mit der Erfindung von Produkten, insbesondere elektrischer Geräte.

Um auf dem schwierigen Markt erfolgreich zu sein, entwickelte er ausgeklügelte Geschäftsstrategien.

Seine unternehmerische Philosophie wird durch folgendes Zitat veranschaulicht:

„Egal, wie viel du studiert hast, worauf du dich wirklich verlassen musst, ist deine Intuition. Du weißt nich sicher, was passieren wird, bis du es wagst.“ – Matsushita Kōnosuke

Heute hat sich Matsushitas Geschäft auf der ganzen Welt etabliert: in Europa, den Vereinigten Staaten, Kanada und selbstverständlich in Asien!

Hokusai, der berühmteste japanische Maler

Hokusais berühmtestes Werk ist die Welle von Kanagawa. Die Große Welle von Kanagawa, die berühmteste japanische Druckgrafik. | Quelle: pixabay

Katsushika Hokusai (1760-1849) war ein japanischer Maler, Zeichner, Gravur-Künstler und Autor.

Seine Werke dürften euch nicht unbekannt sein.

Hokusai kann mit der traditionellen japanischen Künstlerbewegung Ukiyo-e verbunden werden.

Sein Hauptwerk ist der Druckgrafiksatz von 1831 bis 1833 mit dem Titel „36 Ansichten des Fuji“, der tatsächlich aber 46 Stücke umfasst.

Der japanische Künstler hat der Welt beachtliche japanische Gemälde beschert, deren Stil sich je nach seiner eigenen künstlerischen Periode änderte.

Diese hat er wie folgt definiert:

  • 1779-1792: Katsukawa Shunrō
  • 1795 – 1798: Sōri
  • 1799 – 1810: Hokusai
  • 1811 – 1819: Taito
  • 1820 – 1835: Iitsu
  • 1834 – 1839: Manji

Hokusai hat viele europäische Künstler wie Gauguin, Van Gogh, Monet und Sisley inspiriert.

Hat euch die Entdeckung der großen Persönlichkeiten der japanischen Geschichte Reiselust gegeben oder zum Japanisch lernen motiviert? Unsere Superprofs helfen euch gerne!

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