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Was ihr über die Gesellschaft Japans wissen müsst

Von Funzi Olga, veröffentlicht am 14/03/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Die japanische Gesellschaft: Ein Guide

Es gibt viele Gründe, die für eine Reise nach Japan oder für Japanisch lernen stimmen. Genährt wird dieser Tatendrang mit eurem Interesse an der japanischen Zivilisation und Kultur.

Superprof gibt euch Einblicke in die japanische Geschichte, Kunst, Küche und weiteren Facetten dieser spannenden Kultur.

Ziel ist es, euch Grundlagen zu vermitteln, die euch helfen werden, die heutige Gesellschaft Japans zu verstehen.

Erfahrt mehr über die Samurai, die Geisha, den Buddhismus und Shintōismus, die Volkskultur und die Ursprüngen von der Hauptstadt Tokyo.

Dieser Guide zeigt euch lauter Aspekte, die es über die spannende Wirtschaftsmacht des fernen Ostens zu wissen gibt! Vielleicht motiviert sie sogar den einen oder anderen unter euch, Japanisch zu lernen…

Symbolhafte Persönlichkeiten der Japanischen Geschichte

Japans Geschichte ist reich an Ereignissen, aus denen bedeutsame Helden hervorgegangen sind!

Hier eine Auswahl wichtiger japanischer Persönlichkeiten der Geschichte.

Japan blickt auf eine lange Geschicht zurück. Japans Geschichte ist geprägt von Kriegen und Schlachten. | Quelle: Alfred Twj via unsplash

Kōbō-Daishi

Kōbō-Daishi (774  -835 n. Chr), auch Kūkai genannt, war ein buddhistischer Mönch und Gründer der Shingon Buddhist School.

Zu seinen Lebenszeiten war er eine der einflussreichsten spirituelle Personen in Japan.

Der Shikoku-Gebürtige symbolisiert insbesondere das spirituelle Denken und ist für seine „Wunder“ bekannt. Der Legende nach sei er nicht gestorben, sondern nur in einen Tiefschlaf verfallen!

Oda Nobunaga

Nobunaga Oda (1534-1582) war einer von drei großen Vereinigern Japans während der Sengoku-Ära.

Für seine unbestrittene militärische Macht und Grausamkeit gegenüber Gegnern wurde er auch der „Dämonenkönig“ genannt.

Mit zahlreichen Siegen über die verschiedenen Clans seiner Zeit hatte Nobunaga eine große Armee aufgestellt.

Sein Traum war es, das japanische Land unter der Herrschaft seines Oda Clans zu verein. Bevor er dieses Projekt jedoch zu Ende führen konnte, wurde er von einem seiner Männer verraten.

Tokugawa Ieyasu

Der dritte und letzte Vereiniger Japans war der Kriegsherr Ieyasu Tokugawa (1543-1616).

Er stand zunächst unter dem Kommando des Oda Clans und schloss sich anschließend dem Daimyō Toyotomi Hideyoshi an. Dieser war der zweite der von der japanischen Vereinigung überzeugten Kriegsherren.

Nach seinem Tod übernahm Ieyasu die Führung des Heers und führte Nord- und Süd-Japan schließlich zusammen.

Im Jahr 1603 wurde er zum Shogun ernannt. Seine Dynastie regierte mehr als zwei Jahrhunderte!

Heute wird Ieyasu als jener in Erinnerung behalten, der Tokyo (damals Edo) zur Hauptstadt Japans gemacht und den Krieg der Clans sowie die Feudalzeit beendet hat.

Fukuzawa Yukichi

Yukichi Fukuzawa (1835-1901) wurde als „der japanische Voltaire“ bezeichnet.

Er war der Gründer der großen japanischen Universität Keio, des Instituts für Studien für infektionäre Krankheiten sowie einer Zeitschrift.

Als ein Symbol der japanischen Literatur, war der Gelehrte eine der Hauptfiguren der Postmodernen während der Meiji-Zeit!

1860 wurde er in die Vereinigten Staaten geschickt, um an der japanischen Botschaft zu arbeiten, nachdem er dem Kaiser seine Zeit als Übersetzer gewidmet hatte.

Yukichi Fukuzawa gilt als einer der Begründer des modernen Japans!

Saigō Takamori

Der „letzte“ japanische Samurai war Takamori Saigō (1828-1877).

Der berühmte Bushi, ist bekannt für seine Rebellion gegen die Wiederherstellung des Meiji; Der Ära, in der das Amt des Shogun seine Macht verlor.

Neun Jahre lang kämpfte er unermüdlich gegen die Regierung bis zur Schlacht von Setsuma, wo er eine große Niederlage erfuhr. Wenige Zeit später wurde er hingerichtet:

„Sein Kopf, der von Kirino und mehreren anderen Führern, wurden nach Edo geschickt, als Beweis für das Ende der Rebellion“ – Henri Rieunier

Eine berühmte Bronzestatue von Saigō befindet sich im Ueno Park in Tokio.

Die Mythen der Shintō-Religion

Der Shintōismus ist die Stammreligion Japans. Sie bildet den Kern der entdeckenswerten japanischen Mythologie.

Die Geisha ist eine alte japanische Tradition. Die japanische Kultur ist Reich an Traditionen und Mythen. | Quelle: Will H McMahan via unsplash

Geschichte und Grundlagen des Shintōismus

Die Shintō Religion bzw. der Shintō ist eine Reihe von Lehren und rituellen Überzeugungen, die darauf abzielen, die Kami (Götter Japans) zu ehren.

Dieses Prinzip bildet heute die Staatsreligion aus der Meiji-Zeit, die auf Mythen und Legenden basiert.

Shintō existiert noch im heutigen Japan und bezeugt die japanische Frömmigkeit:

„Gute Lehren können ohne Wunder auskommen“ – Japanisches Sprichwort

Shintō wurde zum Ende der Jōmon Periode zur offiziellen Religion und schon bald mit dem Buddhismus aus China konfrontiert.

Die beiden Religionen wurden komplementär, ebenso wie die Glaubensüberzeugungen des heutigen Japan.

Die Kami – Götter Japans

Ein Kami bezeichnet „denjenigen, der an die Spitze gestellt wird“. Er symbolisiere einen Gott, der in seinem Heiligtum geehrt wird.

Kami stehen am Ursprung von allem: Dem Himmel, der Erde und der Yomi, die das Königreich der Toten repräsentiert. Nach der Shintō Religion werde alles von einem Kami verkörpert.

Der Shintō spricht von mehr als 8 Millionen Götter. Hier die bekanntesten Kami:

  • Izanagi (der Schöpfer)
  • Izanami (der Schöpfer und Vertreter des Todes)
  • Amaterasu (die Sonne)
  • Tsuki-Yomi (der Mond und die Nacht)
  • Susanoo (der Sturm, die Stärke und die Leidenschaft).

Auch Kagutsuchi oder Hachiman könnten an dieser Stelle erwähnt werden.

Japanische Riten und Traditionen

Die Japaner feiern auch heute noch verschiedene traditionelle Feste und Rituale, die im Allgemeinen im Shintōismus verwurzelt sind.

Tanabata ist zum Beispiel eine Feier der Wiedervereinigung zweier Sterne: Orihime und Hiko-Boshi. Sie entsprechen den göttlichen Charakteren eines romantischen Mythos entsprechen.

Ebenso werden Bräuche im Zusammenhang mit Hatsumōde am japanischen Neujahrsfest praktiziert.

Diese Traditionen sind heute Folklore, aber die Spiritualität, die jede dieser Praktiken umgibt, ist nicht verschwunden. Die Japaner halten an diesen Bräuchen fest.

Die japanische Ehe ist sehr vom Shintōismus inspiriert, ebenso wie die Übergangsriten ins Erwachsenenalter, dem Seijin Shiki.

Die berühmtesten Prominenten Japans heute

Heute sind international Künstler, Unternehmer und Politiker aus Japan bekannt!

Die berühmten Persönlichkeiten des japanischen Archipels tragen ihre Kultur in die ganze Welt. Entdeckt hier eine Auswahl der bekanntesten Personen.

Japan hat eine starke Wirtschaft. An Sportlern, Künstlern und Wirtschaftsgenies wie Honda fehlt es in Japan nicht! | Quelle: Andrew Leu via unsplash

Hayao Miyazaki

Hayao Miyazaki ist Mitbegründer der Ghibli Animationsstudios, aus dem einige der erfolgreichsten Manga Filme entsprangen. Zu seinen Kreationen gehören Werke wie Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland und Wie der Wind sich hebt.

Heute ist Miyazaki 77 Jahre alt und arbeitet nicht mehr. Zumindest nicht offiziell.

Masi Oka

Das freundliche Gesicht von Masayori Oka ist euch sicherlich nicht unbekannt. Der „Hiro Nakamura“ aus dem NBC Science-Fiction Drama Heroes wird vom talentierten Schauspieler, Produzenten und SFX Spezialisten verkörpert.

Selbst wenn er anders als im Film nicht in der Realität durch die Zeit reisen kann, hat er stets ein Ass im Ärmel!

Masi Oka gründete Mobius Digital, ein Unternehmen, das Videospiele produziert und veröffentlicht.

Soichiro Honda

Auch dieser Name ist sehr bedeutend. Nicht ohne Grund: Soichiro Honda ist der Gründer der Honda Motor Company, dem Wirtschaftsgigant in der Automobilbranche.

Dem beispielhaften, erfinderischen und ehrgeizigen Mechaniker gelang es, ein Imperium von Grund auf aufzubauen.

Auch wenn der einst erfolgreiche Geschäftsmann heute nicht mehr lebt, bleibt sein Konzern eine bedeutende Wirtschaftsmacht der internationalen Automobilindustrie.

Hideo Kojima

Hideo Kojima ist ein bekannter Videospiel-Entwickler. Bis 2015 arbeitete er bei Konami.

Er brachte die bekannte Metal Gear Solid Serie hervor und hierzulande weniger bekannte Geschichten wie Zone of the Enders oder Boktai. Auch an Castlevania : Lords of Shadow nahm er teil.

Sein Studio für Videospiele Kojima Productions arbeitet seit 2016 an einem neuen Spiel. Death Stranding soll es heißen und wird zusammen mit Mads Mikkelsen und Guillermo Del Toro entwickelt.

Shizuka Arakawa

Die 36-jährige Shizuka Arakawa eine japanische Eiskunstläuferin und seit 2006 stolze Goldmedaillenträgerin.

Nach ihrem Sieg sagte sie:

„Ich dachte zeitweise, ich höre auf. Ich bin sehr froh, dass ich mich dafür entschieden habe, dabeizubleiben. Ich möchte allen, die mir beim Schlittschuhlaufen zusehen, Hoffnung geben.“ – Shizuka Arakawa

Bereits 2004 wurde sie zur Weltmeisterin. Ihr erneuter Sieg 2006 erlaubte es ihr sich in aller Würde zurückzuziehen.

Japans Geschichte: Chronologie der japanischen Epochen

Die japanische Geschichte, die im Westen eher weniger bekannt ist, wird von Ereignissen geprägt, die das heutige Japan ausmachen.

Mitten während der Sakura Periode, der Kirschblütenzeit, existierte damals eine eiserne Grenze. Für ihre Aufhebung wurden mehrere Schlachten geführt, bevor Japan zu einem Land vereint wurde.

Ein japanisches Sprichwort besagt:

„Niemals nistet der Vogel auf dem kahlen Baum“ – Ian Fleming

Die Gesellschaft Japans ist facettenreich. Politisch, wirtschaftliche und kulturelle Ereignisse schreiben die Geschichte des heutigen Japans. | Quelle: Niketh Vellanki via unsplash

Auch wenn der Weg dorthin ein langer war, genießt Japan heute Frieden, sowohl innerhalb als auch außerhalb seiner Landesgrenzen.

Erfahrt im Folgenden mehr über die wichtigsten Abschnitte der japanischen Geschichte.

Der Wunsch nach der Einheit Japans

Als der Shintō-Buddhistische Konflikt zwischen den Soga und Mononobe Clans durch den Sieg der Kaiserin Suiko beendet war, herrschte 800 Jahre lang Frieden.

Die harmonische Periode wurde 1333 durch Zusammenbruch des Yoritomo Minamoto Shogunats beendet. Alles, was die Kamakura Ära brachte, war ein ungebändigtes Chaos.

Die Daimyōs bekriegten sich um das Land, das sich zeitgleich dem Westen für den kommerziellen Handel, dem Nanban-Handel, öffnete.

Die Clans kämpften unbeirrt und unermüdlich für die Macht über Japan. Zu den Clans der Sengoku Ära zählen wir:

  • den Oda Clan
  • den Akechi Clan
  • den Saika Clan
  • den Ashikaga Clan
  • den Toyotomi Clan
  • den Azai Clan
  • den Mori Clan
  • den Datum Clan
  • den Uesugi Clan
  • den Takeda Clan
  • den Hōjō Clan
  • den Tachibana Clan

Am Ende war es der Tokugawa Clan, der den Sieg über Japan gewann und vereinte!

Die Edo Periode und die Vereinigung Japans

Während der Edo-Periode (1603-1868) wurde der Norden Japans mit dem Süden des Landes zusammengeführt.

Die Ära wird geprägt von der eisernen Herrschaft des Ieyasu Tokugawa Shogunats, ermächtigt durch den Kaiser von Japan sowie dem Ende des Feudalsystems.

Trotz der Tragödien, mit denen die Japaner in dieser Zeit zu kämpfen hatten (Hungersnöte und Naturkatastrophen), herrschte zumindest wieder Frieden in Japan.

Zwei wichtige Phänomene ereigneten sich. Zum einen die Schließung des Handels mit dem Westen (Sakoku), zum Anderen das Aufstreben des goldenen Zeitalters der Kunst und Wirtschaft.

Die blühende Genroku Ära endete mit der japanischen Revolution, besser bekannt als Meiji-Restauration 1868.

Von der Meiji Restauration bis heute

Das Jahr 1868 war die Zeit, in der das Imperium gegen das Shogunat wiederauflebte. Man spricht daher von der „imperialen Restauration„, die die Meiji-Ära mit sich brachte.

Das Land öffnete der Welt erneut. Es wurde moderner, industrieller und verspürte den Wunsch nach territorialer Erweiterung.

Die Showa Zeit (1926-1989) war bekannt als jene Ära, in der die japanische Regierung während des Zweiten Weltkriegs harte Schicksalsschläge traf, darunter Hiroshima und Nagasaki.

Infolge dessen emanzipierte sich Japan jedoch von seiner Militärpolitik, um zu dem Japan zu werden, das wir heute kennen.

Im Jahr 1989 trat Japan mit Kaiser Akihito an der Spitze, dem Sohn von Hirohito, in die Heisei Ära ein.

Zu dieser Zeit akzeptierte das heute beliebte asiatische Archipel bereitwillig eine westliche Orientierung. Bis heute bleibt es dennoch eines der unabhängigsten Länder des asiatischen Kontinents.

Japan gilt mittlerweile als „cool“,  fasziniert die Welt und zieht Touristen gleichermaßen mit seiner Modernität und Tradition an!

Na, hat euch dieser Artikel neugierig gemacht, mehr über Japan zu erfahren? Japanischunterricht zu nehmen oder sogar nach Japan zu reisen?

Zögert nicht länger! Superprof hilft euch gerne, mit euren Vorbereitungen auf den nächsten Japanaufenthalt. Besucht den Mount Fuji, die Städte Kyoto und Osaka oder die Weltmetropole Tokyo!

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