Es ist allgemein bekannt, dass in Japan der Höflichkeit ein besonderer Stellenwert gegeben wird.

Bevor Du also einen Sprachaufenthalt oder eine Entdeckungsreise der japanischen Kultur durch mythische Landschaften wie dem Fuji Vulkan oder legendäre Städte wie Kyoto und Tokyo machst, solltest Du unbedingt eines tun: Dich vorbereiten!

Wenn Du bald in Japan einen neuen Job beginnst oder vorhast dort länger zu bleiben, gilt das natürlich erst recht.

In diesem Artikel werden wir Dir die Basics beibringen. So kommst Du in den ersten Wochen zurecht. Die Aussprache, die Kanji und Kana (Hiragana und Katagana) Schriften und die Transkription in Romaji, all das betrachten wir jetzt einmal genauer.

Selbst wenn das japanische Alphabet mit seinen Ideogrammen nicht viel mit unserem lateinischen Alphabet gemeinsam hat: Alles ist lernbar, das Wichtigste ist die Motivation (und den Überblick zu behalten ;-)).

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So stellst Du Dich auf Japanisch vor

Wenn Du einer Person zum ersten Mal begegnest, solltest Du den Ausdruck "Haijimemashite" (はじめまして) benutzen, was Du mit "Schön dich kennenzulernen" übersetzen kannst. In der Regel verbeugt man sich beim Aussprechen dieser Formel (phonetisch klingt das dann so: "hadjimemashite").

So bedankst Du Dich bei Deinem Gegenüber für den neuen geknüpften Kontakt.

Auch im Japanischen gibt einen Satz, der das Kennenlernen einführt, und es gibt auch einen, den Du am Ende dieses ersten Kontaktes sagst.
Und zwar ist das folgender: "Yoroshiku onegaishimasu" (よろしくお願(ねが)いします), diesen Ausdruck kann man schwer ins Deutsche übersetzen, er drückt jedoch aus, dass Du sehr erfreut über diese neue Bekanntschaft bist.

Was glaubst Du ist einfacher: Japanisch Sprechen oder Schreiben?
Bei einem lässigen Gespräch Japanisch zu Sprechen ist immer noch einfacher als zu Schreiben. | Quelle: Pexels

Wenn Du darauf antworten willst, sagt Du am besten "kochira koso yoroshiku onegaishimasu" (こちらこそよろしくお願いします). So drückst Du die Gegenseitigkeit des Gefühls aus.

So kannst Du Dich z.B. vorstellen:

  • Hajimemashite. (Schön dich kennenzulernen),
  • Watashi no namae wa Paul desu. (Mein Name ist Paul),
  • Watashi wa ni-juu go sai desu. (Ich bin 25 Jahre alt),
  • Berlin ni sunde imasu. (Ich wohne in Berlin),
  • Gakusei desu. (Ich bin Student),
  • Douzo yoroshiku onegaishimasu. (Es ist mir eine Ehre Sie kennenzulernen).

Wusstest Du, dass in der japanischen Sprache die Zahlen ganz anders gruppiert sind als im Deutschen. Hier einige Tipps, für das Zählen Lernen bei Deinem Japanisch Kurs.

Japanischer Grundwortschatz: Grüßen, Fragen, sich Bedanken

Wenn Du eine neue Fremdsprache lernst, gehört sich vorstellen immer zu den ersten Lektionen des Grundwortschatzes, auch im Japanischen. Im Land der aufgehenden Sonne folgt die Vorstellung genauen Regeln, die es unbedingt einzuhalten gilt.

Die Begrüßung hängt von der Tageszeit ab

Japanisch ist nicht die einzige Sprache, die diesem Prinzip folgt: Abhängig von der Tageszeit verändern sich die Grußformeln. Was Du kennen solltest und bei jeder Tageszeit benutzt werden kann, ist das berühmte "Konnichiwa" (こんにちは et 今日は in Kanji). Achtung! Diese Grußformel solltest Du jedoch nicht im formalen Kontext, wie zB. einem Vorstellungsgespräch nutzen.

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Ein Traum: Briefe aus Japan erhalten! | Quelle: Visualhunt

So grüßt Du zu bestimmten Tageszeiten:

  • Guten Morgen (morgens): "Ohayo Gozaimasu" (お早うございます). Eine kleine Besonderheit ist hier, dass Du Deine Kollegen/innen immer so grüßen kannst, egal wie spät es ist.
  • Guten Tag (nachmittags): "Konnichiwa" wird oft so benutzt. "Osu" ist weniger höflich und familiärer. Du kannst es also mit Deinen Freunden/innen nutzen.
  • Guten Abend: Nach 18 Uhr sagt man "Konbanwa" (こんばんは et 今晩は in Kanji),
  • Gute Nacht: "Oyasumi" (お休み) oder die höflichere Version "Oyasumi nasai" (おやすみなさい), die in einem formelleren Kontext benutzt werden kann.

Auf Wiedersehen auf Japanisch

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um auf Japanisch auf Wiedersehen zu sagen. Hier haben wir die gängigsten für Dich ausgesucht:

  • Auf Wiedersehen (manchmal auch Adieu): sayônara (さようなら),
  • Bis später: atodéné (あとでね),
  • Bis morgen: mata ash’ta (また明日),
  • Bis nächste Woche: mata raïshû (また来週),
  • Auf Wiedersehen (an Kollegen/innen gerichtet): osakini shitsurè shimass’ (お先に失礼します).

Sicherlich hast Du bereits gehört, dass in der japanischen Kultur Höflichkeit und generell bestimmte Umgangsformen einen hohen Stellenwert haben.

Danke auf Japanisch

Die wohl berühmteste Formel auf Japanisch ist "aligatô" oder "aligatô gozaimasu" wenn es etwas höflicher und ausdrücklicher sein soll. In Japanisch gibt es besonders viele verschiedene Arten, um danke zu sagen. In Deutsch würdest Du viel über Deine Stimme und Tonlage ausdrücken, im Japanischen werden für bestimmte Situationen spezifische Dankesformeln benutzt.

In der Kansai Region, sagt man z.B. "ôkini" (大きに) um danke zu sagen. Wenn Du jemanden für seine Güte und Hilfe danken willst, sagst Du "o-séwani nalimash’ta (お世話になりました)". Es gibt sogar eine Formel, um sich gleichzeitig zu entschuldigen und zu bedanken: "sumimassèn (すみません)".

Um bitte auf Japanisch zu sagen, sagst Du "onegaishimas" (お願いしま), "onegai-itashimas’ " ist die noch höflichere Version.

Weißt Du, wie man danke auf Japanisch schreibt?
Danke auf Japanisch. | Quelle: Pexels

Die Zahlen auf Japanisch

Wenn Du schon etwas Chinesisch kannst, wirst Du hier einen großen Vorsprung haben. Die japanischen Zahlen sind nämlich dem Chinesischen entlehnt. Sie werden zum Großteil sogar gleich geschrieben. Die chinesischen Schriftzeichen findest Du in den japanischen Kanjis wieder.

Wusstest Du, dass Du nur 11 Wörter zu lernen brauchst, um auf Japanisch bis zu 999 zu zählen? In der folgenden Tabelle findest Du alle Zahlen von 0 bis 9, verschiedene Schreibweisen, die Romaji Transkription, sowie die Aussprache.

Und wenn Du bis zu 1000 zählen willst, hilft Dir folgende Tabelle weiter:

Schau Dir einmal die Zahl 30 an. Was fällt Dir auf? Hier wurde das Kanji der Zahl 3 mit dem Kanji der Zahl 10 verbunden. Denn 3 Mal 10 sind ja auch 30! In dieser Hinsicht folgen die japanischen Zahlen einer ähnlichen Logik wie der der deutschen Zahlen.

Eine wichtige Besonderheit gibt es jedoch. Damit Du nicht durcheinander kommst, solltest Du wissen, dass in Japan die Zahlen anders als in Deutschland gruppiert werden. Nämlich in Vierer- und nicht in Dreierpacks. Hunderttausend wird in der deutschen Sprache z.B. in 100 Mal 1000 aufgeteilt, im Japanischen jedoch in 10 Mal 10000. Das sieht dann so aus:

  • In Deutschland: 100 000
  • In Japan: 10 0000

Die Gruppierung erfolgt im Japanischen immer in Viererschritten. Es gibt einige Ausnahmen, aber das ist meist, um die Aussprache zu verbessern. Das ist z.B. der Fall für die 800. Anstatt "hachihyaku" zu sagen, sagt man "happyaku".

Diese Zahlen werden in den unterschiedlichsten Kontexten gebraucht, und natürlich nicht nur im Japanisch Unterricht! Im Japanischen wird danach differenziert, was gezählt wird. Du nutzt dann ein spezifisches Suffix. Wenn Du z.B. eine Person zählst, musst Du das Kanji "人" benutzen. Dieses Kanji bezeichnet wie im Chinesischen eine Person.

Wenn Du also von einer Person sprichst, wird das Schema  "一人" gebraucht. Soweit so gut. Allerdings verändert sich auch die Aussprache. Du findest hier nicht den Klang  "itchi" oder "itsu" wieder, hier wird "hitoli" gesagt. Das bleibt, egal ob Du ein, zwei, drei oder zehn Personen zählen willst.

Es gibt passende Suffixe für allerlei Kategorien: Getränke, Bücher, Anziehsachen, kleine Tiere, Gebäude, sogar Monate! Hier gibt es keine generelle Regel. Du musst sie also alle auswendig lernen.

Die Zeit auf Japanisch: Stunden, Tage, Monate und Jahre

Die Uhrzeit

Zuallererst solltest Du folgende Unterscheidung kennen: Auf Japanisch wird genauso wie auf Englisch zwischen Morgen (A.M.) und Nachmittag (P.M.) unterschieden.

Auf Japanisch sieht das dann so aus:

  • "gozèn" (午前) bezieht sich auf den Morgen,
  • "gogo" (午後) auf den Nachmittag.

Einige nützliche Sätze sind:

  • « ma (wa) nan’ji dèss’ka ? » (今 (は) 何時 ですか), was mit "Wie spät ist es gerade?" übersetzt werden kann,
  • « ima wa gozèn go-dji dèss’ » (今は 午前 5時): Es ist fünf Uhr morgens.

Merke:

  • 分: Das ist das Minuten Kanji. Die Aussprache variiert und hängt von Diphthongen ab,
  • 時 (dji): Das ist das Stunden Kanji.
Kennst Du die Uhrzeit auf Japanisch?
Zurück zur Schule: Wie spät ist es auf Japanisch? | Quelle: Pexel

Das Datum: Tage, Monate und Jahre

Auch hier gibt es kein Mysterium. Du musst die Aussprache und Schreibweise der Wochentage und Monate auf Japanisch auswendig lernen. Fang gleich jetzt an:

Die Wochentage:

Die Monate:

Und wie bezeichnet man einen Tag auf Japanisch? Mit dem 日 Kanji! Japan hat übrigens mit einigen anderen asiatischen Ländern überein, dass die Woche nicht am Montag, sondern am Sonntag beginnt. Das kann für Verwirrung stiften, wenn Du bei Deinem neuen Job in Japan am Sonntag verschläfst, und nicht zur Arbeit gehst ;-).

Um das Jahr zu bezeichnen, benutzt Du den Kanji 年 (nèn).

Wie wir schon gesehen haben, benutzen die Japaner den gregorianischen Kalender. Es gibt aber eine kleine Besonderheit: In China wie auch in Japan werden mehrere Jahre immer noch in Gruppen mit dem gleichen Namen, bzw. mit der gleichen „Devise“ (Nengō) zusammengefasst. Eine neue Ära und somit eine neue Devise beginnt oft mit der Thronbesteigung eines neuen Herrschers, einem besonders glücklichen Ereignis, oder im Gegenteil einer Naturkatastrophe usw.

Aktuell befindet sich Japan seit dem 1. Mai 2019 im nengō Reiwa („Schöne Harmonie“).

Zusammenfassend:

  • Mit diesem Guide werdet ihr nicht zu Japanisch Experten. Aber ihr lernt die Japanisch Basics! Vertiefte Japanisch Kenntnisse, wirklich schreiben und lesen z.B. könnt ihr in einem Japanisch Intensiv Kurs erlernen.
  • Es geht hier vor allem um die praktische Anwendung. Wer bald nach Japan reist, um die faszinierende japanische Kultur am eigenen Leib zu erfahren, wird dank dieser grundlegenden Kommunikations-Tools mit den japanischen Anwohnern in Kontakt treten können.
  • Denn Du hast einiges gelernt: Du kannst Dich jetzt auf Japanisch vorstellen, wenn Du in einer Bar ein Bier trinkst oder in einem Restaurant ein Gericht bestellst, verstehst Du auch die Preise und auf dem Bahnhof verpasst Du nicht Deinen Zug, weil Du die Abfahrtszeit falsch verstanden hast.

Also, bist Du bereit, um Dich ins japanische Abenteuer zu stürzen? Dann leg den Sicherheitsgurt an und flieg los!

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Florence

Meine Städte sind Berlin und Paris, aber mein Herz gehört der Welt, den Menschen und unterschiedlichen Kulturen: Ich reise und übersetze leidenschaftlich gerne. Meine Neugier und mein Wissensdurst kennen keine Grenzen!