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Reisen nach Japan: Das musst Du wissen

Von Florence, veröffentlicht am 20/09/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Alles, was Du für Deine nächste Japan Reise wissen musst!

Ein Fulfulde Sprichwort sagt: “Wenn Du nicht studiert hast, reise!”

Bei einer Reise nach Japan kannst Du genauso viel über die japanische Sprache lernen, wie bei einem Japanisch Kurs. Keine Sorge also, wenn Du Japanisch nicht in der Schule gelernt hast. Es immer noch Zeit!

Jedes Jahr gehen mehr deutsche Touristen/innen nach Japan. 2011 waren es etwas weniger wegen der Nuklearkatastrophe von Fukushima. 2008 sind 55 000 deutsche Touristen/innen nach Japan gegangen, 2018 waren es 143 000.

Auf globaler Ebene kann man sagen, dass der Zustrom an Touristen 3,44 Mal stärker geworden ist (8,35 Millionen in 2008 gegen 28,69 Millionen in 2017).

Die japanische Kultur fasziniert und zieht Menschen aus aller Welt an, vor allem wegen ihrer Fähigkeit Traditionen und Moderne miteinander zu verbinden.

Hier unser Guide für Deine Japanreise, damit Du weißt, wie und wohin Du nach Japan reisen kannst.

Wie reist Du nach Japan?

Japan ist momentan eines der beliebtesten Reiseziele: eine Reise nach Japan ist für eine/n Europäer/in etwas ganz Besonderes. Auch wenn so eine Reise den Ruf hat recht teuer zu sein, sind die japanische Kultur, die Landschaften und die Geschichte des Landes dieses Budget echt wert.

Wenn Du nach Japan reisen oder gar dort hinziehen willst, solltest Du Deine Reise vorbereiten. Du musst einige administrative Schritte und Formalitäten einhalten.

Das Erste was Du natürlich tun solltest, ist Dir ein Flugticket zu kaufen. Du fliegst dann eine der großen Städte an: Tokio, Osaka, Kyoto, Sapporo, Nagoya, usw.

Ist Dein Reisepass noch gültig? Wer international reisen will, braucht einen Reisepass. | Quelle: Visualhunt

Wir raten Dir die Flugpreise auf einer Metasuchmaschine für Flug- und Hotelbuchung wie z.B. Skyscanner zu vergleichen. Dort kannst Du die Preise für einen ganzen Monat anschauen und so die beste Option für Dich finden.

Anstatt einen direkten Flug nach Tokio zu nehmen, kannst Du einen Zwischenstop in einem anderen asiatischen Land wie Thailand, Taiwan oder Malaysia machen. Das ist meist günstiger. Vergiss auch nicht, dass die Unterkünfte in Japan sehr teuer sind, Du solltest also unbedingt im Voraus ausrechnen, wieviel Geld du für die Reise brauchst.

Eine Auslandskrankenversicherung für die Zeit der Reise sollte ebenfalls bestehen. Informiere Dich auch bei Deiner Bank, manchmal bietet sie eine Reiseversicherung, die z.B. über die Visa Karte läuft.

Deutsche Staatsangehörige brauchen für Aufenthalte bis zu 180 Tagen übrigens kein Visum! Das ist für die meisten Touristen/innen mehr als genug Zeit, um dieses interessante Land zu entdecken, ohne das lästige Visumverfahren zu durchlaufen.

Wenn Du jedoch länger in Japan bleiben willst, für einen Job, ein Studium oder eine Familienzusammenführung, wirst Du auf jeden Fall ein Visum benötigen. Das heißt, dass Du persönlich zu einem japanischen Konsulat gehen musst. Davon gibt es in Deutschland einige: In Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München und Berlin.

Abhängig von Deiner Situation und Deiner Einreisemotivation brauchst Du ein anderes Visum:

  • Das Arbeitsvisum,
  • Das Studentenvisum,
  • Das Praktikantenvisum,
  • Das Ehepartnervisum,
  • Das “JSPS” Visum,
  • Visa activités culturelles,
  • Das “Rotary Club” Visum,
  • Das Working Holiday Visum.

Wenn Du in Japan arbeiten willst, brauchst Du ein Visum, und Bedingung dafür ist ein weiteres Dokument: Das Certificate of Eligibility (CoE). Die Bearbeitungszeit kann nach Antrag mehrere Monate dauern, deshalb solltest Du es unbedingt so schnell wie möglich beantragen. Es handelt sich dabei um ein Eignungszertifikat, das Dein/e Arbeitgeber/in als Bürge/in in Japan bei der Einwanderungsbehörde beantragt.

Die Einwanderungspolitik in Japan ist sehr streng und hängt von gewissen Quoten ab. Das trifft z.B. auf das Working Holiday Visum zu.

Mit diesem Visum können junge Deutsche, die zwischen 18 und 30 Jahre alt sind, Japan etwas länger besuchen und vorübergehenden Beschäftigungen nachgehen, um ihre Reise vor Ort zu finanzieren.

Du kannst also für eine begrenzte Zeit eine echte Auslandserfahrung machen und das Land Japan und seine Kultur in all seinen Facetten kennenlernen (Buddhismus, Shintoismus, japanische Küche, japanische Umgangsformen, usw.)

Hier findest Du einen Japanisch Kurs in Berlin!

Japanische Städte: die 10 größten Megacities!

Deine nächste Reise geht nach Japan? Du hast Dein Flugticket gebucht, das Certificate of Eligibility und Dein Visum sind angekommen. Dann brauchst Du jetzt nur noch eine Unterkunft.

Die japanische Kultur ist von der unsrigen so weit entfernt, dass eines klar ist: Du wirst in eine ganz neue Welt eintauchen!

Kennst Du das Shibuya Viertel in Tokio? Das Shibuya Viertel in Tokio: Hier ist immer etwas los! | Quelle: Visualhunt

In Japan leben 127 Millionen Menschen. Die Inselnation ist dicht bevölkert, denn die Fläche des Landes beträgt nur 377 962 km² (also nur etwas größer als Deutschland mit seinen 357.386 km²), die sich auf vier große Inseln verteilen (Hokkaido, Honshu, Kyushu, Shikoku). Und doch ist Japans eines der sichersten Länder der Welt. Hier ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Du in ein Erdbeben gerätst, als dass Dir etwas auf der Straße passiert.

Es gibt in Japan mehr als zehn Städte, die mehr als eine Million Einwohner/innen haben: Hier unser Top 10 der größten japanischen Megalopolen:

  1. Tokio-Kawasaki-Yokohama (42,8 Millionen Einwohner/innen),
  2. Osaka-Kyōto-Kōbe (20 Millionen Einwohner/innen),
  3. Nagoya (10 Millionen Einwohner/innen),
  4. Fukuoka-Kitakyūshū (2,5 Millionen Einwohner/innen),
  5. Sapporo (2 Millionen Einwohner/innen),
  6. Hiroshima (1,2 Millionen Einwohner/innen),
  7. Sendai (1 Millionen Einwohner/innen),
  8. Shizuoka (716 000 Einwohner/innen),
  9. Saitama (1,2 Millionen Einwohner/innen),
  10. Niigata (808 268 Einwohner/innen).

Die Hauptstadt von Japan ist eine der größten Städte der Welt. Sie ist bekannt dafür, dass sie einen umhaut. Sie ist vielfältig, intensiv, laut, und immer wieder überraschend. Wenn Du in die wichtigsten Viertel der Stadt gehst (Shibuya, Akihabara, Asakusa, usw.) wirst Du einen ersten Eindruck der tokiotischen Kultur erhalten.

Bei einer Reise nach Japan bietet sich auch immer eine kleiner Abstecher zum Fuji Vulkan an. Viele Postkarten bilden diesen legendären Berg ab, ihn in echt zu sehen bietet jedoch ein noch schöneres Erlebnis. Er ist übrigens nicht weit von Tokio entfernt, von manchen Beobachtungsplattformen in Tokio aus kannst Du ihn sogar schon sehen!

Kyoto, Kaiserhauptstadt von 794 bis 1868 (vom Shogunat bis zur Meiji Restauration), ist ein Museum an sich. Wir raten Dir einen Spaziergang durch die Stadt zu machen, an jeder Straßenecke kannst Du ein neues Denkmal oder schönes Plätzchen entdecken.

Außerhalb des tokiotischen Einflussbereichs solltest Du unbedingt Japanisch sprechen können. Nicht perfekt natürlich, aber einige Basics (einkaufen gehen oder einen Zug nehmen z.B.) werden sich als sehr nützlich erweisen. In jeder japanischen Großstadt findest Du viele gute Japanisch Sprachschulen.

Japan ist leider weltweit für die große Erdbebengefahr bekannt. Wir erinnern uns alle noch an die Bilder des Seebebens vom 11. März 2011 (Momenten-Magnitude 9,1 Mw ) vor der Sanriku-Küste der japanischen Region Tōhoku.

Die durch das Beben ausgelösten Tsunami-Flutwellen haben 19.630 Menschen getötet, 2.569 Menschen sind vermisst geblieben.

Wie findest Du einen guten Japanisch Kurs?

Die Geschichte Japans: die großen japanischen Kaiser

Wenn Du nach Japan reist, wirst Du viel mit der Geschichte konfrontiert werden. Wer hat in Japan geherrscht und seit wann? Wer hat die Kultur Japans vorangetrieben? Wer hat zu seiner aktuellen wirtschaftlichen Macht beigetragen?

Es macht Sinn sich vor der Reise schon einmal die wichtigsten Eckdaten anzuschauen. Wann war welcher Kaiser auf dem Thron?

Kennst Du den Ehrenkodex der Samurai? Drei Samurais mit diversen Waffen. | Quelle: Wikimedia Commons

Schauen wir uns für einen Augenblick die Geschichte dieser Inselnation an.

Japan ist eine parlamentarische Erbmonarchie. Die Gewalten sind seit 1947 geteilt (Exekutive, Legislative, Judikative).

Im modernen Japan, also seit der Verfassung von 1947, ist das Amt des Kaisers (aktuell : Naruhito) also zeremonieller Natur. Er ist nicht Staatsoberhaupt. Zu seinen Aufgaben gehört die Ernennung des von beiden Parlamenten gewählten Ministerpräsidenten und des Präsidenten des Obersten Gerichtshofes, die Verkündung der Gesetze und die Einberufung des Parlaments. Er ist außerdem oberster Priester des Shintō, der ältesten Religion des Landes.

Der amtierende Premierminister ist Shinzō Abe. Er wird vom Parlament unter den Abgeordneten beider Kammern gewählt.

Beginnen wir aber ganz von vorne: Der erste “legendäre” Kaiser Japans war Jimmu (-711 ; -585). Seine “legendären” Nachfolger waren:

  • Suizei: -581 -549,
  • Annei: -549 -511,
  • Itoku: -510 -477,
  • Kosho: -475 -393,
  • Koan: -392 -291,
  • Korei: -290 -215,
  • Kogen: -214 -158,
  • Kaika: -157 -98,
  • Sujin: -97 -30,
  • Suinin: -29 +70,
  • Keiko: 71 – 130,
  • Seimu: 131 – 191,
  • Chuai: 192-200.

Der erste “historische” Kaiser (Kaiser deren Existenz sich Historiker/innen wirklich sicher sind) war Ojin (201-310).

Die japanische Antike hat von 400 bis 1198 gedauert, dann hat mit dem Shogunat das feudale Zeitalter angefangen. Von 1198 bis 1611 haben 32 Kaiser den Thron bestiegen.

Der Shogun ist der “Barbaren unterwerfende großer General/Generalissimus”.

Die Ära der Prä-Moderne wurde Edo-Zeit genannt. 16 Kaiser haben während dieser Zeit von 1611 bis zur Restauration von Meiji in 1868 geherrscht. Meiji wurde der erste Kaiser des japanischen Kaiserreichs: eine absolute Monarchie mit göttlichem Recht (im Zweiten Weltkrieg dann eine Militärdiktatur).

Der letzte Kaiser des japanischen Kaiserreichs war Hirohito (1901-1989). In Japan hatten Kaiser also über 1700 Jahre, bist 1945, die absolute Macht.

Während der feudalen Epoche gab es viele Nachfolgen. Nicht der erstgeborene Sohn, wie in den meisten europäischen Ländern, war Nachfolger, sondern oft auch ein Cousin, ein Bruder oder Onkel.

Suchst Du einen Japanisch Kurs?

Kennst Du die wichtigsten japanischen Denkmäler?

In Japan gibt es viel zu entdecken. Als Besucher/in solltest Du Dir unbedingt einige berühmte Denkmäler anschauen.

Kennst Du die Bedeutung des Fuches? Füchse (kitsune) werden oft in Inari Schreinen, wie z.B. dem berühmten Fushimi Inari-Taisha Schrein gefunden. | Quelle: Visualhunt

Hier eine kleine Liste berühmter japanischer Denkmäler:

  1. Der kaiserliche Tokio Palast,
  2. Der Skytree in Tokio,
  3. Der Regierungssitz in Tokio,
  4. Der Senso-ji in Tokio,
  5. Der Goldene-Pavillon-Tempel in Tokio,
  6. Der Kaiserpalast Kyōto,
  7. Der Fushimi Inari Taisha in Kyōto,
  8. Der Peace Memorial Park in Hiroshima,
  9. Die Burg von Osaka,
  10. Die Burg Himeji.

Ob Du nun eine erste Reise nach Japan machst oder schon öfter hingeflogen bist, eines ist klar: Du kannst nicht alles auf einmal sehen.

Denn auf dieser Liste stehen nur sehr berühmte Denkmäler.

Es gibt aber noch viel mehr zu sehen: Der Fuß des Fuji Berges lädt z.B. zu einem längeren Spaziergang ein.

Der Itsukushima-Schrein mit dem berühmten Tori, der im Wasser zu schweben scheint, ist auch jeden Umweg wert. Dieser Schrein wurde 1168 gebaut und symbolisiert ein Tor zwischen zwei Welten, der profanen und der heiligen Insel Miyajima (in der Hiroshima Bucht).

Ein anderes sehenswertes Bauwerk ist die Nagoya Burg, die zwischen 1610 und 1619 für die Familie Tokugawa gebaut worden ist und bis in die Meiji Ära in 1868 Familienbesitz geblieben ist.

Andere historische Denkmäler findest Du z.B. in Kyoto: den Kiyomizu-dera und den Daigo-ji. Beide sind Unesco Weltkulturerbe. Egal ob buddhistischer Tempel oder Shinto Schrein, beide symbolisieren die japanische Kultur. Viel Spaß beim Entdecken!

Welches Budget brauchst Du für eine Reise nach Japan?

Japan ist ein touristisches Land. Jedes Jahr empfängt es 21 Millionen Besucher/innen. Die Preise sind hier aber auch recht hoch und daher solltest Du für eine Reise nach Japan ein großzügiges Budget einplanen. So hast Du Deine Ruhe und brauchst Dir nicht andauernd Geldsorgen zu machen.

  • Flugtickets: zwischen 460 € und 1 200 € abhängig vom genauen Abflugort,
  • Jugendherberge: zwischen 20 und 30 € pro Nacht,
  • Airbnb: zwischen 30 und 80 € pro Nacht,
  • Hotelzimmer: zwischen 100 und 250 €,
  • Eine Nacht in einem Ryokan: 200 €,
  • Streetfood: 3 bis 5 €,
  • Teppanyaki Restaurants: 50 €,
  • Öffentliche Verkehrsmittel: 8 € pro Tag,
  • Grutto Pass um Tokio zu besichtigen: 16 €.

Rechne also für eine Woche pro Person mit Ausgaben von 1 060 bis zu 2 130 €.

Wieviel Zeit brauchst Du für eine Japan Reise?

Wenn Du vorhast, für die Olympischen Spiele in 2020 nach Japan zu reisen, solltest Du wissen, dass Du da nicht der/die Einzige bist! Die japanische Regierung hat verkündet, dass 40 Millionen Touristen/innen erwartet werden.

Du solltest Deine Zeit also optimal nutzen. Wieviel Zeit braucht man denn, um Japan zu besuchen?

  • Tokio: 5 Tage,
  • Osaka: 2 Tage,
  • Hiroshima: 1 Tag.

Selbst wenn Du Dir nur die Highlights anschauen willst, wird eine Woche in Japan also etwas knapp sein. Außerdem solltest Du immer noch die Anfahrt und Abreise, sowie einen Erholungstag wegen des Jet Lags mit einrechnen.

Wenn Du ganz in Ruhe und unter optimalen Bedingungen Japan erkunden willst, solltest Du also eher zwei Wochen Urlaub nehmen. Und wenn das Budget und die Zeit reichen, sogar noch besser einen ganzen Monat!

Zu welcher Jahreszeit reist Du am besten nach Japan?

Wann Du am besten nach Japan reist, hängt ganz davon ab, was Du Dir dort anschauen oder dort machen willst.

Du solltest wissen, dass es in Japan zwei Klimas gibt: das tropische Klima im Süden und das temperierte im Norden. Die beste Jahreszeit um Japan zu besuchen ist der Frühling, egal ob Du in den Norden oder Süden gehst. Im Süden wird es dann etwas feuchter sein, aber es lohnt sich.

Außerdem kannst Du dann auch die blühenden Kirschbäume sehen. Wenn Du das unbedingt erleben willst, komme am besten zwischen März und Mai!

Das ist aber natürlich auch die touristischste Saison, alleine sein wirst Du also nicht. Auch die Japaner/innen reisen zu dieser Zeit viel in Japan herum, da die Kinder Schulferien haben. Damit Du nicht mitten in die Golden Week und die Hochsaison der japanischen Touristen/innen fällst, solltest Du im April oder Anfang Juni kommen.

Vielleicht hast Du auch darüber nachgedacht, über Weihnachten oder Neujahr nach Japan zu gehen? Davon raten wir Dir ab, denn viele Japaner/innen fahren in dieser Zeit zurück zu ihrer Familie, die Züge sind also komplett ausgebucht.

Also, was willst Du noch wissen, bevor Du nach Japan reist?

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