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Welche sind die größten japanischen Denkmäler?

Von Florence, veröffentlicht am 11/09/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Welche sind die bedeutendsten Denkmäler Japans?

 “Zur Erlangung des Glücks ist nichts zu geringfügig; gegen die Zerstörung eines Ahnentempels ist nichts bedeutend genug.” Ch’in Ai

Mit mehr als 3000 historischen Stätten, gehört Japan zu den Ländern, die meisterhaft Tradition und Modernität mit einander verbinden. Von den ältesten Tempeln bis zu den modernsten Wolkenkratzern… die japanischen Bauten zeigen vor allem eines: das japanische Können.

Fun Fact: Japan hat auch “natürliche Denkmäler”, unter anderem Tiere oder Pflanzen.

Japan fasziniert Menschen weltweit: die traditionelle Kultur ist sehr stark ausgeprägt, das Zusammenleben folgt komplexen Regeln und die Religion und Spiritualität symbolisiert für viele Weisheit und Ausgeglichenheit. Viele Touristen/innen kommen jedes Jahre nach Japan und nehmen dort Japanisch Unterricht.

Wenn Du nach Japan gehst, musst Du natürlich den Fuji Vulkan besuchen und die japanische Küche ausprobieren. Zusätzlich kannst Du Dir aber auch noch viele berühmte japanische Denkmäler anschauen!

Japanische Denkmäler: der kaiserliche Tokio Palast

Der Tokio Palast ist ein Must, wenn Du nach Japan reist. Du wirst von ihm auch in Deinem Online Japanisch Kurs hören. Er liegt auf dem ehemaligen Gelände der Burg Edo, dem offiziellen Sitz der Tokugawa Shoguns bis zum Jahre 1868 (Meiji Revolution).

Im gleichen Jahr wird Tokio zur Hauptstadt und die Burg Edo zum neuen Sitz des Kaiser. 1873 wird sie zerstört und 1888 wird sie wieder in der uns heute immer noch bekannten Form aufgebaut.

Während des Zweiten Weltkriegs wird der Palast ein weiteres Mal zerstört. In den 1960er Jahren wird er wieder aufgebaut. Heute ist der Kaiserpalast Tokio die Residenz des Tennō, des japanischen Kaisers (Naruhito).

Weißt Du wo der japanische Kaiser wohnt? Jeder/e will wissen, wo der Kaiser wohnt! | Quelle: Visualhunt

Man geht meist nicht zum Kaiserpalast um den Palast selbst zu besuchen. Der wird nämlich nur zwei Mal pro Jahr dem Publikum geöffnet: am 23. Februar (Geburtstag des Kaisers) und am 2. Januar (Neujahr). Dann ist das innere Palastgelände ohne Anmeldung zugänglich.

Du kannst Dich jedoch im wunderschönen Parkgelände umschauen. Schau Dir die Burggraben an und die Kirschbäume, die im Frühling blühen… Das ist ein einzigartiges Schauspiel! Die Brücke zum Palast (Nijubashi) ist ein Ort, in dem sich viele Japaner/innen gerne fotografieren lassen.

Japanische Denkmäler: der Skytree in Tokio

Zum Zeitpunkt der Errichtung in 2012 war der Skytree mit seinen 634 Metern der zweitgrößte Turm der Welt. Der Skytree ist auch ein Kulturort: Du findest dort ein Aquarium und ein Planetarium.

Du kannst dort auch shoppen, denn bei mehr als 300 Läden findest Du dort alles, was Dein Herz begehrt. Der Turm wird das ganze Jahr über viel besucht.

Weißt Du wo das zweithöchste Bauwerk der Welt steht? Der Skytree in Tokio ist das zweithöchste Bauwerk der Welt. | Quelle: Pexels

Dieser Turm ist ein Wahrzeichen der Modernität und repräsentiert die japanische Hauptstadt. Er ist weltweit berühmt.

Für Interessierte: der Tokio Tower (333 Meter) ist an die Architektur des französischen Eiffelturms angelehnt. Er wurde 1958 errichtet und hat als Radio- und Fernsehturm gedient. Auch dieser schon etwas ältere Turm ist sehr berühmt. Du wirst in Deinem Japanisch Kurs sicherlich von ihm hören. Die Sicht von oben soll übrigens unglaublich sein… Allerdings musst Du sie Dir auch verdienen: mit mehr als 600 Treppen ist das eine echte Herausforderung!

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Japanische Architektur: der Regierungssitz in Tokio

Wenn Du schon in der Hauptstadt bist, könntest Du dir auch den japanischen Regierungssitz anschauen. Das Gebäude wurde 1990 errichtet und besteht aus zwei Geschwistertürmen, die jeweils 48 Etagen haben.

Du kannst von der Aussichtsplattform aus, die sich in 200 Metern Höhe befindet, die ganze Stadt überblicken. Du kannst von dort aus sogar den Fuji Vulkan sehen. Die Sicht ist atemberaubend!

Es gibt keine spezielle Uhrzeit oder Jahreszeit zu der Du hingehen solltest.

Mein Tipp für Touristen/innen: Geht tagsüber hin, so könnt ihr Fotos machen, auf denen man die ganze Stadt sieht. Nachts ist das Funkeln der Stadtlichter aber natürlich auch etwas ganz Besonderes22. Du hast die Wahl!

Deine Reise nach Japan: der Senso-ji in Tokio

Der buddhistische Tempel Senso-ji ist der älteste und bedeutendste Tempel Tokios. Er ist der Göttin Kannon gewidmet. Wenn Du nach Tokio gehst, oder auch ganz im Allgemeinen nach Japan, ist dieser Tempel ein absolutes Must!

Warst Du schonmal im ältesten Tempel Tokios? Bevor man in die Haupthalle des Sensō-ji geht, ist es Sitte sich mit Rauch zu reinigen. | Quelle: Visualhunt

Jedes Jahr kommen viele Touristen/innen aus dem In- und Ausland, um in den Alleen umherzuwandern, der Göttin Kannon zu huldigen oder einfach nur die alte japanische Kultur zu bewundern.

Einige Kritiker/innen bemängeln die Kommerzialisierung der Umgebung mit ihren vielen Ständen und Läden. Einen Vorteil bringt das jedoch mit sich: Du kannst in der Umgebung des Tempels mit Sicherheit einige gute Essstuben finden und traditionelle Gerichte wie hausgemachte Nudeln, Sushi und Tempura probieren. Guten Appetit!

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Japanische Bauwerke: der Akasaka Palast

Dieser Palast wurde ursprünglich 1909 für den Kronprinzen gebaut. Der Palast ist heute die zweite offizielle Residenz der japanischen Regierung. Der Akasaka Palast hat eine Gesamtoberfläche von 15 000 m2 und steht auf einem 117 000 m2 großen Grundstück.

Der Architekt Katayama Tōkum hat diesen Palast im neo-barocken Stil gebaut. Ursprünglich hat hier wirklich der ehemalige Kronprinz Hirohito gewohnt, seitdem haben sich die Bewohner des Palastes jedoch abgewechselt: die Parlamentsbibliothek war hier, das Legislativbüro des Kabinetts, das Organisationskomitee für die Olympischen Spiele von Tokio…

Seit 1974 dient das Gebäude der Unterbringung hoher Gäste der Regierung, wie z.B. Staatsoberhäupten. Die Presidenten Ford, Clinton und aktuell auch Trump haben dort gewohnt.

Deine Reise nach Japan: der Makino Memorial Garden

Dieser Garten befindet sich im Nerima Viertel von Tokio. Er befindet sich da, wo früher das Haus des 1957 verstorbenen “Vaters der japanischen Botanik” stand: Makino Tomitarō.

Dieser berühmte Botaniker war Sohn eines Sakebrauers, später Universitäts-Dozent, der mehr als 1000 Spezies Pflanzen zum ersten Mal beschrieben hat. Der Makino Memorial Garden dient seinem Angedenken. Du kannst dort mehr als 300 verschiedene Baumarten finden, seltene Pflanzen, sowie ein Museum, das sich Makino’s Leben sowie der Botanik widmet.

Besuche Japan: der Goldene-Pavillon-Tempel von Kyoto

Wenn Du nach Kyōto reist, der alten Hauptstadt Japans bis 1868, dann kannst Du nicht umhin den Kinkaku-ji, auch “Goldener-Pavillon-Tempel” genannt, zu besuchen.

Der Tempel stammt aus dem 14. Jahrhundert und war ursprünglich im Privatbesitz des Shoguns Askikaga Yoshimitsu.

Nach seinem Tod hat sein Sohn auf seinen Wunsche hin die Bleibe in einen Zen Tempel umgewandelt. Im Jahre 1950 hat ein buddhistischer Mönch, der die Schönheit des Tempels nicht ertragen konnte, ein Feuer gelegt, und somit das Gebäude fast komplett zerstört. 1955 wurde der Tempel wieder nach dem alten Model aufgebaut. Der Name des Tempels stammt von den Goldplattierungen, die die Wände schmücken. Der Kinkaku-ji ist Unesco Welterbe.

Kennst Du den Goldenen Pavillon Tempel? Der Kinkaku-ji ist jeden Umweg wert! | Quelle: Pexels

Wusstest Du, dass Du den Pendant zum “Goldenen-Pavillon-Tempel”, den “Tempel des Silbernen Pavillons”, oder “Ginkaku-ji” auch in Kyōto finden kannst? Er ist zwar etwas weniger bekannt, aber auch einen Besuch wert. Besonders schön sind die japanischen Gärten, die den Tempel umgeben.

Den Namen hat der Tempel des Silbernen Pavillons von der Farbe des Sandes, den Du im Zen Garten neben dem Tempelgebäude finden kannst.

Japanische Denkmäler: der Kaiserpalast Kyōto

Hier handelt es sich um die ursprüngliche Kaiserresidenz. Der Kaiserpalast ist eines der ältesten Bauwerke Japans, da er im 8. Jahrhundert (794) gebaut worden ist. Mehrere große Feuer haben den Palast im Laufe der Jahrhunderte zerstört. Er wurde immer wieder aufgebaut.

Der heutige Palast stammt aus dem Jahr 1855. Er wurde jedoch originalgetreu nachgebaut.

Als Kyōto noch die japanische Hauptstadt war, hat die kaiserliche Familie noch dort gewohnt. Was heute der Tokio Palast ist, war damals der Kaiserpalast in Kyōto.

Auch wenn die kaiserliche Familie heute dort nicht mehr wohnt, bleibt der alte Kaiserpalast doch noch von größter Wichtigkeit. Offizielle Zeremonien, wie z.B. die Neujahrsgrüße, finden immer noch dort (im Hauptpavillon, Shishinden) statt.

Der Park, der den Palast umgibt, ist im Frühling mit seinen berühmten Kirschblüten ganz besonders schön.

Wenn Du den Palast besuchen willst, brauchst Du eine Erlaubnis des Kaiserlichen Hofamts. Dieser befindet sich im umliegenden Park. Du kannst den Antrag aber auch Online stellen.

Deine Reise nach Japan: der Fushimi Inari Taisha in Kyōto

Der größte Shintō-Schrein Japans wurde 711 errichtet und ist der Göttin der Fruchtbarkeit, des Reises und der Füchse “Inari” gewidmet. Wenn Du den Schrein besuchst, solltest Du einen der Pfade nutzen, die den Hügel zum Schrein emporführen. Diese Wege sind mit zahlreichen zinnoberroten Torii (Tore) und Fuchsstatuen gesäumt.

Die Toriis wurden meist von Privatpersonen, Familien oder Unternehmen gespendet. Der Name der Spender/innen steht übrigens meistens auch auf den Toriis drauf. Schau mal nach! Als Gegenleistung für eine solche Spende wird dem/r Gönner/in ein Wunsch erfüllt. Manchmal erfolgt eine Torii Spende auch nachdem sich ein Wunsch erfüllt hat, als Dankeschön sozusagen.

Du kannst den Tempel übrigens auch in dem Film “Die Geisha” sehen. Er diente ebenfalls als Inspirationsquelle für das Nintendo Spiel “Star Fox”. Der Fushimi Inari Taisha ist weltweit berühmt. Mehr als 2,7 Millionen Touristen/innen besuchen ihn jedes Jahr.

Wenn Du all diese schönen Denkmäler und Bauwerke Japans besuchen willst, brauchst Du ein japanisches Visum.

Ein japanischer Tempel: der Saihō-ji in

Der auch als Koke-dera (苔寺, dt. „Moostempel“) bekannte Tempel am Rande der Stadt Kyōto ist für seinen von Musō Soseki gestalteten Moosgarten berühmt. Um den Tempel herum wachsen mehr als 120 Moosarten.

Ursprünglich war der Tempel ein Ferienhaus für den Prinzen Shōtoku (574-622). 731 hat ein Priester den Tempel dann gegründet und ihn dem transzendenten Buddha Amitabha gewidmet. Der Tempelgarten wurden 1300 von Muso Kokushi entworfen und angelegt. Er gilt als der Restaurateur des Tempels.

Wie viele Denkmäler in Japan, ist der Tempel Saihō-ji mehrmals Feuern und sogar Überschwemmungen zum Opfer gefallen. Er im 15. Jahrhundert sogar zerstört worden und zu Ruinen zerfallen. Der Park ist ursprünglich nicht als Moosgarten entworfen worden und viele denken, dass viele Moosarten in dieser Zeit der Vernachlässigung gekommen sind.

Der Tempel war bis 1977 frei zugänglich. Allerdings haben die Moose und der Kultort dadurch gelitten. Deswegen musst Du heute einen Besuchsantrag beim lokalen Tourismuszentrum stellen, wenn Du den Tempel und seinen wunderschönen Garten besuchen willst.

Der Ablauf des Besuchs ist genau vorgegeben: Alle Besucher/innen müssen pünktlich sein, bei den religiösen Gesängen mitmachen und am Kalligraphie Workshop teilnehmen. Der Eintritt kostet 3 000 Yens (etwa 25 €) und wird dem Tempel gespendet. Tue sie am besten vorher in einen Briefumschlag. Die besten Monate für einen Besuch sind Mai und Juni.

Ein historisches Denkmal: der Peace Memorial Park in Hiroshima

Zur Geschichte Japans gehören nicht nur Shoguns und Samurais. Mit dem Zweiten Weltkrieg hat das Land auch einige der dunkelsten Stunden seiner Geschichte erlebt. Wenn Du Dich in der Nähe Hiroshima befindest, solltest Du unbedingt den Friedensgedenkpark Hiroshima besuchen. Dort wird den Opfern der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gedacht. Außerdem soll das Memorial zum Nachdenken über die Auswirkungen der Atombombe anstoßen, und als Wahrzeichen für den Frieden gelten.

Kennst Du die die Atombomben-Kuppel in Hiroshima? Im Friedenspark Hiroshima steht auch die Atombomben-Kuppel. Das ehemalige Gebäudes der Industrie- und Handelskammer aus dem Jahr 1914 blieb weitgehend bestehen, da sich die Druckwelle beinahe senkrecht auf die Struktur eingewirkt hat. | Quelle: Visualhunt

Die Athmosphäre ist natürlich traurig und schwermütig. Aber es macht auf jeden Fall Sinn dort über den Krieg und Frieden nachzudenken. Das Museum ist auch einen gründlichen Besuch wert. Es ist allerdings nicht für Kinder geeignet.

Dein Japan Besuch: das andere Ziel des Atombombenabwurfs Nagasaki

Die andere Stadt die 1945, drei Tage nach Hiroshima, von den Atombombenabwürfen getroffen wurde, ist Nagasaki. Der Angriff sollte eigentlich den Mitsubishi-Konzern treffen, verfehlte ihr Ziel aber um mehr als zwei Kilometer. Sie zerstörte somit fast das halbe Stadtgebiet.

Die Bombe, die das Urakami Viertel getroffen hat, hat auf der Stelle 35 000 Menschen getötet, in Hiroshima waren es 75 000. Nagasaki ist eine offenere Stadt als Hiroshima und sie befindet sich in einer Hügellandschaft, was die tragischen Zerstörungen durch die Atombombe etwas vermindert hat.

Die katholische Urakami-Kathedrale wurde bei dem Bombenabwurf zerstört. Sie wurde 1959 an genau der gleichen Stelle wieder aufgebaut. Die Ruinen wurden etwas weiter im Friedenspark versetzt. Sie sind ein Symbol der Christenverfolgung in Japan geworden.

Auch wenn die Stadt komplett wieder neu aufgebaut wurde, und jetzt ganz anders aussieht, kann man immer noch Ruinen und Spuren des Atombombenangriffs beobachten. Ein Torii Tor, die alte Schule von Shiroyama oder das Eingangstor der alten Medizinschule von Nagasaki.

Du kannst ebenfalls das Atombombenmuseum besuchen gehen. Auch hier gilt: für Kinder nicht geeignet, für Teenager und Erwachsene jedoch empfehlenswert!

Japanische Architekturschätze: die Burg von Ōsaka

Das wirtschaftliche Zentrum der Kansai Region hat nicht nur innovative Unternehmen, sondern auch architektonische Schätze zu bieten. Das gilt z.B. für die Burg von Osaka.

Wenn Du nach Osaka gehst, ist ein Besuch der Burg ein Must! Im Burgmuseum erfährst Du nicht nur die Geschichte der Burg, sondern der ganzen Stadt. Und wenn Du etwas frische Luft brauchst, steigst Du einfach hoch bis zur letzten Etage. Dort hast Du einen atemberaubenden Blick über die Stadt.

Die Burg wurde im 16. Jahrhundert errichtet (1583) und dann mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Die aktuelle “Version”, die Du heute bewundern kannst, geht auf das Jahr 1997 zurück. Der Wall und die Gräben sind allerdings noch Originale aus dem Jahr der ersten Errichtung.

Beim Besuch der Burg kannst Du Dich übrigens auch im umliegenden Park entspannen und spazieren gehen. Das ist ein beliebtes Ausflugsziel für Japaner/innen!

Japanische Orte: die Burg Himeji

Im Westen von Kyoto und Osaka befindet sich die Stadt Himeji. Himeji gehört nicht gerade zu den bekanntesten Städten Japans, dabei findest Du dort eine der wichtigsten Bauten Japans: die Burg Himeji.

Die Burg Himeji ist in ihrer Größe und Bauart ein regelrechter Inbegriff japanischer Burgen und Schlösser. Du kannst an ihr die wichtigsten Merkmale beobachten:

  • Gekalkte Wände,
  • Sehr hohe Fundamente aus Stein,
  • Die Nutzung von Gips.

Kennst Du die Himeji Burg? Wer würde nicht gerne hier wohnen wollen? | Quelle: Visualhunt

Die Burg Himeji wird wegen der weißen Mauern auch die „Weißer-Reiher-Burg“ genannt. Zusammen mit der Kumamoto und der Matsumoto Burg gehört sie zu den größten des Landes.

Wir empfehlen Dir dringend diese Burg zu besuchen. Vor allem im Frühling, wenn die Kirschbäume blühen. Du kannst dann für einen kurzen Augenblick ein Japan aus einer anderen Zeit erleben.

Dein Besuch in Japan: der Kōrakuen Park

Das japanische Wort für “Denkmal”, 記念物 kinenbutsu ist ein viel weiterer Begriff als im Deutschen. Darunter versteht man in Japan das gesamte kulturelle Erbe, also historische Orte, Naturlandschaften und sogar Lebewesen (Pflanzen und Tiere). 

Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass sich auch der Kōrakuen Park in dieser Liste befindet. Er wurde im Jahre 1700 im Auftrag des Adeligen Ikeda Tsunamasa (daimyo) gebaut. Er befindet sich in Okayama, im Süden der Honshu Insel. Diese Gartenanlage gehört zu den drei größten Gärten Japans, zusammen mit dem Kenrokuen Park (in Kanazawa) und dem Kairakuen Park (in Mito).

Der Garten befindet sich gegenüber der Burg Okayama, auch „Rabenschwarze Burg“ genannt.

Seine Besonderheit? Er wurde auf einem Sandufer des Asahi Flusses gebaut. Im Park empfehlen wir Dir besonders folgende Sehenswürdigkeiten anzuschauen: den Enyo-Tei Pavillon, ein Nō Theaterstück, den Nishiki-ga-oka Hügel, den Kayo-no-ike See und seine Wasserfälle, sechs Schreine, den Teepavillon und die Yatsuhashi Brücke.

Das kulturelle Erbgut Japans: die Stadt Uji

Die Stadt Uji befindet sich in der Kyoto Präfektur. Der Fluss, der sie durchquert, trägt den gleichen Namen wie sie. Kyoto ist die Wiege der japanischen Kultur und viele Denkmäler, die es hier gibt, sind Unesco-Weltkulturerbe. Einige davon befinden sich auch in der Stadt Uji:

Uji ist ebenfalls für seinen legendären grünen Tee bekannt, vor allem den aus dem naheliegenden Dorf Wazuka.

Eine archäologische Stätte: Sannai-Maruyama

Sannai Maruyama ist eine wichtige archäologische Stätte aus der Jōmon-Zeit in der Stadt Aomori auf der Honshu Insel. Sie ist 35 Hektar groß. Die Ausgrabungen begannen im Jahr 1953 und seitdem wurden mehr als 800 Wohnstätten zu Tage gefördert. Die schiere Anzahl zeigt wie wichtig der Ort in der damaligen Zeit gewesen sein muss.

Die Jōmon-Kultur war eine von 13000 bis 400 v.Chr. andauernde Phase. Die Jōmon waren Jäger und Sammler: Es wurden Knochen und Überreste von Früchten und Kastanien wiedergefunden. Es sind sogar Hai-Skelette darunter, was darauf hinweist, dass sich die Menschen der Jōmon-Kultur ebenfalls von Fisch ernährten.

Auf dem Gelände konnten vier verschiedene Bauarten ausfindig gemacht werden: halb verbuddelte, zirkuläre Wohnstätten, große halb vergrabene Häuser mit Flächen bis zu 320 m2, Häuser die auf Säulen (Pilotis) stehen, und einen Turm aus 6 Pylonen.

Die Bauten waren aus Holz. Da das Klima in Japan sehr feucht ist, sind uns deswegen wenige Reste erhalten. Vieles muss daher anhand weniger Elemente wie z.B. einem Dach rekonstruiert werden.

Um das Gelände herum wurden längere Abschnitte mit Gräbern von Erwachsenen ausfindig gemacht. Außerdem weißt alles daraufhin, dass das Volk enge Handelsverbindungen mit den Nachbarn unterhalten hat: Jade vom Itoi Fluss, Obsidian, der 500 km südlich gefunden wird, Bernstein und Kleber… all das wurde hier gefunden!

Wenn Dein Interesse geweckt ist, kannst Du die Stätte frei besuchen. Es gibt außerdem auch Filme, die das Leben der Jōmon erzählen, sowie Kinderworkshops. Für die ganze Familie ist also etwas dabei!

Natur pur in Japan: der Biwa See

Mit seinen 670km2 handelt es sicher hier um den größten Süßwassersee Japans. Und er ist auch der drittälteste Fluss weltweit, nach dem Baikalsee und dem Tanganjikasee.  Der See befindet sich in der Shiga Präfektur, nicht weit weg von Kyoto.

Der Name des Sees stammt vom biwa, dem Streichinstrument chinesischer Herkunft, dessen Form dem des Sees ähnelt.

Kennst Du den Tori im Biwa See? Der Tori im Biwa See gehört zu einem der wichtigsten Shinto Schreine Japans: dem Shirahige-jinja. | Quelle: Visualhunt

Es gibt drei Inseln im Biwa See: Chikubu, Okishima und Takeshima. Hier gibt es viele Tiere, und einige Fischarten sind sogar endemisch (sie kommen nur in diesem See vor).

Aber warum ist der Biwa See eigentlich so bekannt? Weil er so eine wichtige Rolle in der japanischen Kultur spielt. Die Acht Ansichten von Omi ist ein wiederkehrendes Thema der japanischen Kultur. Es handelt sich hierbei um die schönsten Sichten auf den See.

Wie ist dieses Thema um den Fluss herum entstanden? Der alte Regent ist im Jahre 1500 auf Einladung des Gouverneurs Sasaki Takayori nach Ōmi gekommen. Er wurde an acht verschiedene Ansichtspunkte geführt und hat ihnen so ihren Namen gegeben. Außerdem wurden die Acht Ansichten von Omi in Anlehnung an die chinesischen „Acht Ansichten von Xiāoxiāng“ auf den Dongting, dem größten See Chinas, gedacht. So heißen die acht Ansichten:

  • Heimkehrende Segel bei Yabase,
  • Abendlicht bei Seta,
  • Herbstmond über Ishiyama,
  • Frische Brise bei Awazu,
  • Abendglocke des Miidera,
  • Nachtregen am Karasaki,
  • Wassernde Wildgänse bei Katata,
  • Abendlicher Schnee auf dem Berg Hira.

Viele Gedichte und Gemälde wurden zu diesem Thema geschrieben. Die zwei fett markierten Ansichten in der Liste sind ganz besonders schön.

Also, welche japanischen Denkmäler möchtest Du zuerst besuchen?

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