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Alles, was Ihr über die Kultur in Japan wissen müsst

Von Lea, veröffentlicht am 17/03/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Ein Überblick über die japanische Kultur

« Das Glück tritt gern in ein Haus ein, in dem Frohsinn herrscht. » – japanisches Sprichwort

Wie wäre es mit einer Reise nach Kyoto, Osaka oder zum Mount Fuji?

Japanisch gehört zu den am meisten gesprochenen Sprachen der Welt. Die Sprache heißt Yamato und besteht aus Kanji, Hirigama und Katakana.

Egal ob Ihr Euch auf eine Japan Reise vorbereitet oder ob Ihr einfach von dem Land der aufgehenden Sonne begeistert seid, Ihr solltet Euch unbedingt mit der faszinierenden Kultur der Japaner auseinandersetzen.

Schauen wir uns gemeinsam die beste japanische Literatur, das leckerste japanische Essen und die bekanntesten japanischen Anime Filme an.

Die japanische Literatur

Wenn man von japanischer Literatur spricht, denken viele erst einmal an die Manga Kultur oder vielleicht noch an Haiku (japanische Poesie). Tatsächlich sind japanische Autoren bei uns sehr viel weniger verbreitet als zum Beispiel Bücher von russischen, französischen oder deutschen Schriftstellern.

Dabei hat die japanische Literatur unglaublich viel zu bieten! Japanische Schriftsteller verstehen die Kunst, uns in ihren Bann zu ziehen. Und dabei haben japanische Bücher einen ganz besonderen Stil, der sich von westlicher Literatur unterscheidet. Im Gegensatz zu vielen europäischen Autoren setzen Japaner nicht auf überdetaillierte Beschreibungen, sondern bevorzugen Action und Abenteuer.

Gleichzeitig werden häufig auch aktuelle soziale und gesellschaftliche Themen angesprochen und kritisiert, ohne dabei auf die Psychologie der Charaktere, ihre Gefühle und originelle Intrigen zu verzichten.

Taucht ein in die Welt der japanischen Bücher. Wir öffnen Euch die Türen zur japanischen Literatur. | Quelle: Pixabay

Da in Deutschland nur wenige japanische Bücher übersetzt werden, könnt Ihr Euch bei denen, die es auf Deutsch gibt, sicher sein, dass sie zu den besten japanischen Werken gehören. Wir haben Euch eine Auswahl herausgesucht:

  • Hiroshima-Notizen, von Kenzaburō Ōe
  • Kafka am Strand, von Haruki Murakami,
  • Der Seemann, der die See verriet, von Yukio Mishima,
  • Der letzte Shogun, von Ryôtarô Shiba,
  • Midsummer’s Equation, von Keigo Higashino.

Doch auch Seventeen, 1Q84, Der Tempelbrand und viele weitere japanische Werke lohnen sich. Die japanische Literatur ermöglicht es Euch, in Bücherwelten einzutauchen und Euch komplett in ihnen zu verlieren…

Die leckersten Gerichte der japanischen Küche

Eines ist ganz sicher: Das japanische Essen wird Euch bei einer Japan Reise absolut verzaubern.

Die Geschichte Japans beinhaltet auch die Geschichte der japanischen Küche. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Ihr bereits viele japanische Gerichte kennt. Die japanische Küche ist in Deutschland absolut im Trend und immer mehr japanische Restaurants eröffnen in unseren Städten.

Doch auch wenn das japanische Essen so gut exportiert wird, kennen wir im Westen nicht das wahre Ritual, das eine japanische Mahlzeit mit sich zieht. Die Gastronomie ist für die Japaner eine Kunst.

Japanisch gehört zu den gesündesten Küchen der Welt, denn es herrscht ein perfektes Gleichgewicht zwischen Fisch, Gemüse, Suppe und Reis. Eine japanische Mahlzeit besteht aus einer Suppe und drei Gerichten. Häufig werden dazu Soja Sauce und Wasabi gereicht.

In Japan gibt es nicht nur Sushi... Nigiri sind ein fester Bestandteil und absoluter Star der japanischen Küche. | Quelle: Pixabay

Diese Top 10 der leckersten japanischen Gerichte solltet Ihr unbedingt in Japan probieren:

  • Miso Suppe: Traditionell dient sie dazu, den Mund vor jedem Gericht „auszuspülen“, um die Geschmäcker vollständig genießen zu können. Die Grundlage für die Brühe ist eine Paste aus fermentierten Sojabohnen. In die Suppe werden Pilze und anderes Gemüse oder Tofu gegeben.
  • Nigiri Sushi: In Europa der absolute Star der japanischen Küche. Sushi wird in Japan zu bestimmten Gelegenheiten serviert. Nigiri sind eine kleine Reis Quader, die mit rohem Lachs bedeckt werden. Die japanische Tischkultur besagt übrigens, dass die Nigiri mit einem Mal im Mund verschwinden sollen – niemals abbeißen!
  • Yakitori: Dies sind Spieße mit gegrilltem Geflügel, die mit einer Yakitori Sauce garniert werden.
  • Kugelfisch Fugu: Achtung! Wenn der Fugu falsch zubereitet wird, kann er Euch vergiften. Das macht dieses Gericht natürlich besonders spannend. Die Fugu Köche durchlaufen eine ganz besondere Ausbildung, die mehrere Jahre andauert.
  • Takoyaki: Diese Spezialität aus Osaka wird häufig als Street Food verkauft. Es handelt sich um kleine Teigkugeln, die mit einem Oktopusarm, Gewürzen und Ingwer gefüllt sind.
  • Onigiri: Pyramiden aus Reis, die mit Fisch oder Gemüse gefüllt und mit einem Nori Algenblatt ummantelt sind. Man isst sie häufig als Snack.
  • Gyoza: Diese Dumplings stammen ursprünglich aus China und sind in Japan super populär. Sie sind mit Fleisch, Fisch oder Gemüse gefüllt und werden von einer Seite mit Dampf gegart und von der anderen angebraten.
  • Okonomyaki: Ein gefüllter, herzhafter Pfannkuchen. Er wird mit Gemüse, Nudeln und anderen Zutaten gefüllt und mit einer Sauce verzehrt.
  • Taiyaki: Kleine Kuchen aus Waffelteig in Form von Fischen, die mit einer süßen Paste aus roten Bohnen, Schokolade oder Sahne gefüllt sind.
  • Mochi: Diese kleinen Dessert Kugeln werden aus klebrigem Reismehl gemacht. Auch sie werden mit verschiedenen Pasten gefüllt.

Jetzt habt Ihr bestimmt auch Lust auf einen Besuch in einem japanischen Restaurant bekommen…

Was macht ein japanisches Tattoo aus?

Traditionell wurden Tattoos in Japan von den Yakuza und den Arbeiterklassen getragen. Noch heute sind Tätowierungen ziemlich schlecht angesehen und werden in Japan häufig verdeckt getragen. Tatsächlich geht das so weit, dass einige öffentliche Einrichtungen tätowierten Personen den Zutritt untersagen.

Ursprünglich wurden Tattoos als Strafe genutzt oder aber, um Personen fürs Leben zu brandmarken. Die gesellschaftliche Abneigung ist also irgendwie verständlich. Während der Meiji Ära wurden Tattoos verboten und erst nach dem Krieg von der japanischen Regierung wieder erlaubt. Doch noch immer ist der schlechte Ruf und die Erinnerung geblieben

Das traditionelle japanische Tattoo heißt Irezumi und bedeckt eine ganze Körperpartie (Arm, Brust, Bein) oder sogar den gesamten Körper. Man erkennt diese Tätowierungen an den besonderen Strichen und Symbolen.

Wenn Ihr Euch ein japanisches Tattoo stechen lassen wollt, benötigt Ihr also relativ viel Zeit und Geld. Schließlich wird für die großen Körperpartien viel Tinte gebraucht. Ihr solltet Euch also absolut zen fühlen und einen Tätowierer finden, dem Ihr das japanische Irezumi zutraut.

Traditionell wurden die japanischen Tattoos mit einem Griff aus Bambus und Nadeln aus Seidenfaden gestochen. Eine schmerzhafte und langsame Prozedur. Heute kann man den japanischen Look aber auch mit modernen Methoden hinbekommen.

Der Koi Karpfen ist typisch Japanisch. Der Karpfen ist ein typisches Symbol für ein japanisches Tattoo. | Quelle: VisualHunt

Die beliebtesten Symbole haben alle ihre eigene Bedeutung in der japanischen Mythologie:

  • Der Karpfen steht für Mut,
  • Die Kirschblüten symbolisieren die vergängliche Seite des Lebens,
  • Die Chrysantheme ist ein Symbol der Entschlossenheit,
  • Die Pfingstrose steht für Reichtum,
  • Der Drache wird mit Großzügigkeit und Weisheit in Verbindung gebracht,
  • Als Schutz dient die Oni-Dämonenmaske,
  • Der Lotus ist ein Symbol für Wissen und Verstehen,
  • Die Schlange vertreibt Krankheiten,
  • Der Phönix symbolisiert Unsterblichkeit und Erneuerung,
  • Die Geisha ist ein Symbol für Eleganz und Schönheit,
  • Der Samurai steht für Ehre und Loyalität,
  • Der Tiger bringt Langlebigkeit und Kraft,
  • Der Baku ist eine Kreatur aus Geschichten und Legenden, die sich von Alpträumen ernährt. Er ist ein Symbol für den Schutz vor Geistern.

Ihr könnt Euch natürlich auch ein Kanji stechen lassen, ein Schriftzeichen aus der japanischen Kalligraphie. Informiert Euch aber vorher im Japanisch Sprachkurs genau über die Bedeutung…

Die besten Anime Filme aus Japan

Wenn Ihr Japanisch lernen wollt, könnt Ihr auf die japanischen Zeichentrickfilme zählen. Schaut Euch die Filme auf Japanisch mit Untertiteln an, sodass Ihr Euer Hörverständnis und einige japanische Vokabeln üben könnt.

In Japan gibt es nicht nur J-Pop, Videospiele, Origami und Martial Arts. Auch die Anime Filme sind ein großer Teil der japanischen Kultur, und zwar nicht nur für Kinder! Besonders bekannt ist das Filmstudio Ghibli und der Regisseur Hayao Miyazaki. Ihr habt bestimmt schon mindestens einen dieser Filme selbst gesehen:

  • Das Schloss im Himmel
  • Mein Nachbar Totoro
  • Prinzessin Mononoke
  • Chihiros Reise ins Zauberland
  • Das wandelnde Schloss
  • Ponyo – Das große Abenteuer am Meer

Die Filme von Miyazaki behandeln häufig Themen wie Kindheit, Krieg und Technologie, aber auch Ökologie und menschlichen Irrsinn. Die Charaktere sind häufig weiblich und kämpfen gegen das Böse.

Kennt Ihr japanische Zeichentrickfilme? „Mein Nachbar Totoro“ ist nur einer von vielen berühmten japanischen Anime Filmen. | Quelle: Visualhunt

Doch Miyazaki ist nicht der einzige japanische Regisseur, der tolle Zeichentrickfilme produziert hat. Schaut Euch auch diese Anime Meisterwerke an:

  • Die letzten Glühwürmchen
  • Perfect Blue
  • 5 Zentimeter pro Sekunde
  • Das Königreich der Katzen
  • Akire
  • Ghost in the Shell
  • Summer Wars
  • Pompoko
  • Paprika
  • Ame & Yuki – Die Wolfskinder

Mit diesen Filmen lernt Ihr die japanische Kultur von innen heraus kennen und verstehen.

Wichtige Begriffe zur japanischen Kultur

Japan hat eine unglaublich vielseitige Kultur zu bieten, die Ihr in einem Japanisch Sprachkurs kennenlernen könnt. Sie ist es unbedingt wert, sich mit ihr im Detail zu beschäftigen, wenn man sich für Japan interessiert und nach Japan reisen möchte.

Was ist ein Yakuza?

Ein Yakuza gehört zu einer Gruppe organisierter Kriminalität in Japan, eine Art japanische Mafia. In Japan gibt es um die 20.000 Yakuza, doch auch im Ausland gibt es vertreter dieser Organisation.

Was ist ein Irezumi?

Irezumi sind traditionelle japanische Tätowierungen, die eine gesamte Körperpartie bedecken. Sie sind in Japan noch immer recht schlecht angesehen, da sie von den Yakuza praktiziert wurden und man früher so seine Angehörigkeit zu der kriminellen Organisation zeigte.

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