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Was ist zu beachten, wenn man Japanisch lernen möchte

Von Elissa, veröffentlicht am 03/07/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Wie kann ich Japanisch lernen?: Ein Guide!

Das Erlernen der japanischen Sprache ist ein Traum für viele Fans von Manga, japanischen Videospielen oder der japanischen Kultur.

Tatsächlich waren die japanischen Cartoons in vielen Haushalten ein großer Teil der Kindheit. Die Sprache ist uns also gar nicht so fremd, wie es die Entfernung zu Japan glauben macht.

Aber wie lernt man Japanisch? Ist es schwer die Sprache des Landes der aufgehenden Sonne zu lernen? Und worauf muss man achten?

Und kann man einfach so nach Japan reisen, ohne ein Wort Japanisch zu sprechen?

All diese Fragen möchten wir in diesem Artikel beantworten.

Kann man in der Schule Japanisch lernen?

Verschwenden wir keine Zeit und reden nicht um den heißen Brei: Ja kann man!

Mittlerweile bieten viele Gymnasien und sogar einige Grundschulen in Deutschland die Möglichkeit, Japanisch als Unterrichtsfach zu belegen.

Wusstet ihr schon, dass Kinder bessere Gedächtnisfähigkeiten als Erwachsene haben?

Daher ist auch nicht ungewöhnlich, dass ein Kind, das von der Geburt an in einer zweisprachigen Umgebung aufwächst, beide Sprachen seiner Eltern spricht.

Neurologisch betrachtet ist das Gehirn von Kindern noch sehr flexibel und für verschiedene (sprachliche) Strukturen offen. So sind sie dazu geneigt, neue Dinge schnell aufzufassen und zu lernen.

Kinder sind aufnahmefähiger als Erwachsen. Es ist erwiesen, dass Kinder Sprachen schneller lernen als Erwachsene. |Quelle: Visualhunt

Daher ist es auch zu empfehlen, so früh wie möglich mit dem Japanischunterricht zu beginnen. 

Um herauszufinden, an welchen Schulen in Deutschland Japanisch als Unterrichtsfach angeboten wird, empfehlen wir euch die Seite der japanischen Botschaft zu besuchen. Dort findet ihr eine Auflistung mit allen Schulen, die Japanisch lehren,

Und sollte es in eurer Stadt keine Schule geben, die dies anbietet, dann dürft ihr nicht aufgeben, denn es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, mehr über die Geschichte Japans zu erfahren oder die japanische Sprache zu lernen.

Zum Beispiel könnt ihr euch einen Privatlehrer suchen, der euch helfen kann, die Herausforderungen der japanischen Sprache zu meistern. Und das ganz nach eurem eigenen Rhythmus.

Daneben gibt es Sprachschulen, die Kurse auf allen Niveaustufen anbieten und verschiedene Vereine, die euch dabei helfen können, Japanisch zu lernen. Hier habt ihr außerdem die Möglichkeit, neue Menschen zu treffen, die euer Interesse an der japanischen Kultur teilen.

Wie lernt man Japanisch an einer Sprachschule?

Es gibt in Deutschland viele Sprachschulen, die Kurse für Japanisch anbieten, unabhängig davon, auf welchem Niveau ihr die Sprache lernen möchtet.

Anders als in der Schule, lernt man in Sprachschulen in kleinen Gruppen von bis zu 10 Schülern, dadurch ist eine individuelle Betreuung der Schüler möglich. Die qualifizierten Lehrer folgen einem ausgearbeiteten Lehrplan, der den Unterricht sinnvoll strukturiert.

Die Kurse richten sich ganz nach euren Bedürfnissen, so gibt es beispielsweise Anfängerkurse für alle, die noch keine Kenntnisse haben oder aber Intensivkurse für die Fortgeschrittenen. 

Daneben sind die Sprachschulen der ideale Ort, um sich auf den offiziellen Japanisch Sprachtest JLPT vorzubereiten.

Ein großer Vorteil an einer Sprachschule ist der feste Rhythmus in dem man lernt. Die Kurse finden zu festgeschriebenen Zeiten statt, an die man gebunden ist. So hat man immer den Antrieb, regelmäßig zu üben.

Ein weiterer Vorteil einer Sprachschule ist natürlich auch der soziale Kontakt. Während man Japanisch lernt, trifft man noch ganz nebenbei neue Menschen und knüpft Kontakte. Dadurch fällt das Lernen gleich leichter, da man sich in einer lockeren Atmosphäre entspannen kann.

In einer Sprachschule könnt ihr unabhängig eures Niveaus Japanisch lernen. |Quelle: Visualhunt

Zu Beginn des Unterrichts beschäftigt man sich mit dem japanischen Schriftsystem, in dem es drei verschiedene Schriften gibt, nämlich Hiragana, Katakana, Kanji.

Neben der Schrift und der Grammatik, ist es für das Erlernen einer neuen Sprache sehr wichtig, ein Gefühl für die Sprache zu entwickeln. Und hier liegt auch der Fokus in den Sprachschulen. Gerade am Anfang werdet ihr viel auf Japanisch reden, um ein Gefühl für die Aussprache der Wörter zu bekommen.

Dabei könnt ihr auch neue Leute kennenlernen, die euer Interesse an der japanischen Kultur teilen!

Alles, was ihr über Japanisch an der Universität wissen müsst

Sobald ihr euer Abitur in der Tasche habt, geht es darum, den passenden Studiengang zu finden, der euren Interessen entspricht. Und wenn diese Interessen sich um die japanische Sprache drehen, dann sucht ihr sicherlich nach einem Studium, in dem ihr dieses Interesse vertiefen könnt.

Wenn ihr bereits in der Schule Japanischunterricht hattet, empfehlen wir euch vor Beginn des Studiums, den Japanese Language Proficiency Test zu machen, um ein Zertifikat über eure Kenntnisse zu erhalten.

Danach gibt es in Deutschland mehrer Möglichkeiten, etwas zu studieren, was Japanisch im Schwerpunkt hat.

Zum einen gibt es die Option, Japanologie zu studieren. Hier lernt ihr eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Land Japan und seiner Sprache, Geschichte und der gegenwärtigen Struktur des Landes der aufgehenden Sonne. 

Anders als in einem reinen Sprachstudium, eignet man sich also ein breites Wissen an, was für die Wahl eures Berufes von Vorteil sein kann. An einigen Universitäten kann man den Studiengang auch mit einem weiteren Fach kombinieren.

In Deutschland bieten 7 Universitäten den Studiengang Japanologie im Bachelor an.

Ihr interessiert euch neben Japanisch auch noch für andere asiatische Sprachen und Kulturen? Wie wäre es dann mit dem Studium der Asienwissenschaften?

In diesem Studium konzentriert man sich auf ein bis zwei Ländern und beschäftigt sich mit deren Sprache, Kultur und Geschichte.

Auch hier steht am Beginn das Sprachstudium im Vordergrund und ihr lernt die Grundlagen der Sprachen.

Daneben muss man Kurse in Geographie, Wirtschaft, Geschichte und Landeskunde belegen, um sich einen grundlegenden Überblick über das Land zu verschaffen.

In beiden Studiengängen werden Auslandsaufenthalte empfohlen.

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, an der Universität Japanisch zu lernen. Mittlerweile haben viele Universitäten große Sprachzentren, in denen viele Sprachkurse von qualifizierten Lehrern, die oft auch Muttersprachler sind, angeboten werden.

An einer Universität könnt ihr euer Interesse an der japanischen Sprache vertiefen. |Quelle: Visualhunt

Auch Japanisch findet sich in vielen Sprachzentren für unterschiedliche Niveaustufen.

Wichtig ist hierbei, dass man sich auch neben den Kursen mit der Sprache beschäftigt, da es gerade am Anfang kompliziert sein kann, wenn man sich nicht jeden Tag mit den verschiednen Schriftzeichen beschäftigt.

Und vergesst nicht, dass ihr auch immer Privatstunden nehmen könnt, um schwierige Dinge nachzuholen oder zu lernen.

Wie findet ihr den passenden Privatlehrer für Japanisch?

Ihr wohnt nicht in einer Großstadt und habt nicht die Möglichkeit, an einer Sprachschule oder Universität Japanisch zu lernen? Oder ihr möchtet einfach lieber zu Hause unterrichtet werden? 

Dann solltet ihr euch einen Japanischlehrer suchen, der Privatunterricht anbietet.

Egal, ob ihr Anfänger oder Fortgeschrittener seid, ein Privatlehrer kann euch ganz gezielt helfen, Japanisch zu lernen und schnell Fortschritte zu erzielen.

Wenn ihr euch auf Superprof die Profile der Lehrer anschaut, werdet ihr merken, dass es für jedes Niveau und alle Bedürfnisse einen passenden Lehrer gibt.

Ihr wohnt in Berlin, Hamburg, München oder Köln?

Mit ein paar Klicks könnt ihr einen Lehrer auswählen, seine Bewertungen lesen und euch über seine Lehrmethoden informieren. Dann könnt ihr ihn kontaktieren.

Gut zu wissen: die meisten Lehrer bieten in der Regel die erste Sitzung kostenlos an. So könnt ihr euch das Ganze einfach mal anschauen und dann entscheiden, ob euch der Lehrer passt oder nicht.

Unabhängig von eurem Sprachniveau kann euch ein Privatlehrer bei folgenden Punkten helfen:

  • Zählen auf Japanisch
  • Japanische Schrift lernen
  • Korrekter Satzbau
  • Nachhilfe für Schulunterricht
  • Übung der korrekten Aussprache
  • Gesprächsführung 
  • Mehr über das Leben in Japan erfahren

Der Vorteil an einem Privatlehrer ist, dass er nur für euch alleine da ist. So kann er sich eurem Niveau, Rhythmus und euren Wünschen anpassen.

Darüber hinaus bietet er euch gezielte Unterstützung für eure Schwächen, so dass ihr schneller Fortschritte erzielen werdet.

Einige lernen gerne mit bestimmten Bücher, andere mit Manga, Filmen oder Videospielen. Ein Privatlehrer kann diese Wünsche bei der Planung des Unterrichts berücksichtigen.

Eine Stunde Japanischunterricht in Berlin kostet durchschnittlich rund 27 Euro, während der Preis in München bei 20 Euro liegt.

Mittlerweile findet man viele Angebote für Japanisch-Lehrer auf Superprof, Tendenz steigend! Und solltet ihr in eurer Stadt keinen Lehrer finden, denkt immer daran, dass ihr Unterricht auf oft über die Webcam nehmen könnt.

Und egal ob in Gruppen- oder Einzelunterricht, ein Privatlehrer kann euch enorm dabei helfen, eine Sprache zu lernen.

Denkt auch daran, dass es in Deutschland den Verband Deutsch-Japanischer Gesellschaften gibt, der sich darauf konzentriert, die Freundschaft zwischen Deutschland und Japan zu fördern. Hier habt ihr die Möglichkeit, mit vielen japanischsprechenden Menschen in Kontakt zu kommen.

Nach Japan reisen, um die Sprache zu lernen: alles, was ihr wissen müsst

Die effektivste Möglichkeit, in kurzer Zeit zweisprachig zu werden: ein längerer Aufenthalt im Land der aufgehenden Sonne.

Indem ihr in die Kultur und das Leben des Landes eintaucht, könnt ihr innerhalb kürzester Zeit rasche sprachliche Fortschritte erzielen.

Dabei ist es wichtig, sich vor allem am Anfang des Aufenthalts nur mit Japanern zu unterhalten und es zu vermeiden, Englisch oder Deutsch zu reden.

Denn das Ziel eures Aufenthalts sollte es sein, völlig in die Kultur und Sprache des Landes einzutauchen.

Kennt ihr den Begriff „massive input“? Er bezeichnet den Fakt, dass man sprachliche Automatismen entwickelt, wenn man auf einer Sprache denkt und nur von einer Sprache umgeben ist.

Und um dies zu erreichen bleibt euch nichts anderes übrig, als eure Gewohnheiten zu ändern und die deutsche Sprache zumindest für den Alltag beiseite zu legen (aber keine Sorge, ihr könnt mit euren Verwandten in Deutschland weiterhin Deutsch reden). 

Taucht während einer Sprachreise einfach mal in das Leben in Japan ein. |Quelle: Visualhunt

Wir empfehlen euch, euren Aufenthalt über eine Sprachschule vor Ort zu planen. Dadurch habt ihr direkt eine Anlaufstelle, welche euch den Start auf jeden Fall erleichtert.

Wie wäre es mit der JCLI Sprachschule in Tokio oder dem Nihongo Center in Kyoto für Japanischkurse.

Die meisten Schulen bieten euch Kurse für alle Niveaus, günstige Unterkunft und die Möglichkeit, die Stadt und das Land bequem zu besuchen.

Außerdem ist es eine großartige Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen und wichtige Erfahrungen für euer Leben zu sammeln.

Informiert euch vor der Abreise möglichst genau über euren Aufenthaltsort und die Schule, um böse Überraschungen bei eurer Ankunft zu vermeiden.

Jetzt habt ihr alle Schüssel in der eignen Hand um Japanisch zu lernen, ihr müsst nur noch in die andere Welt eintauchen!

Ist es schwierig, Japanisch zu lernen?

Die meisten Menschen in Deutschland denken, dass die japanische Sprache besonders kompliziert ist.

Zeichen, die wir nicht kennen, ein anderes Alphabet…kein gutes Zeichen! Aber glaubt ihr uns, wenn wir euch sagen, dass Japanisch trotzdem recht einfach ist?

Und wenn wir euch sagen, dass es im Japanischen viele Wörter gibt, die eine große Ähnlichkeit zu englischen Wörtern haben? Nun das ist tatsächlich so:

  • „ending“ → endingu
  • „soccer“ → sakkaa
  • „half-time“ → Haafu Taimu
  • „refereree“ → refurii
  • „internet“ → intaanetto
  • „romantic“ → romanchikku

Die ist nicht der einzige Aspekt, der die japanische Sprache zu einer leicht lernbaren Sprache macht:

  • Es gibt keine Unterscheidung zwischen männlich, weiblich oder neutral
  • Keine Angleichung von Subjekt und Verb
  • Man muss Subjekt und Objekt nicht zwingend aussprechen
  • Die Silben der japanischen Sprache werden nur auf eine einzige Weise ausgesprochen
  • Die Betonung eines Wortes ändert nicht seine komplette Bedeutung

Lernt Japanisch durch Videospiele

Für viele Kinder der 80er und 90er Jahre waren Videospiele eine großartige Möglichkeit, die japanische Sprache zu entdecken!

Insbesondere durch Nintendo und seine verschiedenen Spiele konnten sich europäische und amerikanische Kinder einer Sprache, die weit von ihnen entfernt war, und einer Kultur, die oft exotisch wirkte, annähern!

Aber kann man mit Videospielen auch Japanisch lernen?

In den 80er Jahren startet Japan auf dem Konsolenmarkt durch und wurde zum wichtigsten Exporteur für Videospiele. Viele der berühmtesten Helden der Videospiele kommen aus Japan. Wer kennt nicht Mario Kart, Zelda oder Pokemon.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich aber auch einige Lernspiele, mit denen Jugendliche und Kinder in der Lage sind, die japanische Sprache in ihren Grundzügen zu lernen:

  • Koe
  • Pururun! Shizuku-Chan Aha
  • Rakubiki Jiten DS
  • Zaidanhoujin Nippon Kanji Nouryoku Kentei
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