„Mann, wenn Du fragen musst, was Jazz ist, dann wirst Du es nie wissen.“ Louis Armstrong

Die ersten Instrumente, die aus einem Resonanzkörper, Saiten und einem Hals bestanden wurden ab 2000 v. Chr. Im Nahen und Fernen Osten gebaut. Die Gitarre, wie wir sie heute kennen, gibt es seit dem 19. Jahrhundert.

Die Jazz Musik ist etwas jünger, kann aber auch bereits nach ungefähr 100 Jahren auf eine reiche Geschichte zurückblicken. Häufiger wird er als elitärer Musikstil verstanden, der für Anfänger*innen nicht leicht zugänglich ist.

Mit Interesse und großer Leidenschaft kann man sich aber auch diesen Stil erarbeiten und sich seiner Vielseitigkeit erfreuen: Free Jazz, Swing oder Jazz Manouche leben von Improvisation und dem gemeinsamen Musizieren.

Wenn Du Jazz Gitarre lernen willst, brauchst Du eine solide Grundlage der Spieltechnik. Noch mehr als in anderen Musikstilen auf der Gitarre sind danach die Ohren und das musikalische Gefühl gefragt. Erlernen kann man das nur durch Spielen.

Die besten verfügbaren Lehrkräfte für Gitarre
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
5
5 (22 Bewertungen)
Raphaël
50€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Jenny
5
5 (10 Bewertungen)
Jenny
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Anne
5
5 (6 Bewertungen)
Anne
60€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (104 Bewertungen)
Viktor
30€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Marina
5
5 (10 Bewertungen)
Marina
24€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Nils
4,9
4,9 (8 Bewertungen)
Nils
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Dustin
5
5 (4 Bewertungen)
Dustin
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
André
5
5 (13 Bewertungen)
André
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
5
5 (22 Bewertungen)
Raphaël
50€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Jenny
5
5 (10 Bewertungen)
Jenny
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Anne
5
5 (6 Bewertungen)
Anne
60€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (104 Bewertungen)
Viktor
30€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Marina
5
5 (10 Bewertungen)
Marina
24€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Nils
4,9
4,9 (8 Bewertungen)
Nils
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Dustin
5
5 (4 Bewertungen)
Dustin
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
André
5
5 (13 Bewertungen)
André
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis>

Wie kommt man zu einem Jazz Sound auf der Gitarre

Im Jazz ist meistens ein warmer, runder Klang gefragt. Am einfachsten erreicht man ihn mit einer Jazz Gitarre.

Während Du für Jazz Manouche zu einer akustischen Manouche Gitarre greifen solltest, bist Du in den anderen Stilrichtungen mit einer Halbresonanzgitarre gut bedient. Das sind Holly Body oder Archtop Gitarren mit großem Korpus und Tonabnehmer.

Auch die Wahl der Saiten ist für den Klang entscheidend. Im Jazz werden eher Flatwound Saiten genutzt. Der Saitenkern ist mit Flachdraht umwickelt, wodurch die Oberfläche glatter ist als bei anderen Saiten. Dadurch werden die Obertöne abgedämpft, der Klang runder, weicher und Spielgeräusche vermindert.

Auf Jazz Gitarren wird in der Regel mit dickeren und härteren Plektren gespielt. Manche Jazz Gitarrist*innen bevorzugen Plektren aus Holz oder Horn gegenüber Kunststoffen.

Gerade zu Beginn ist es jedoch wichtig, dass Du Saiten und Plektren wählst, mit denen Du Dich wohl fühlst und sauber spielen kannst. Denn typischen Jazz Klang kannst Du anfangen zu perfektionieren, wenn Du in der Technik einigermaßen sicher bist.

Jazz lernt man nicht nur durch spielen, sondern auch durch zuhören.
Höre die Musik von bekannten Jazz Gitarristen, um ein Gefühl für den Stil zu bekommen. | Quelle: Eric Nopanen via Unsplash

Um Jazz Musik und ihre typischen Sounds verstehen und nachvollziehen zu können, gibt es nur einen Weg: Zuhören, zuhören und noch einmal zuhören. Jazz ist ein Stil, den man nur ganz durchdringen kann, wenn man ihn fühlt.

Brauchst Du dafür etwas Inspiration? Mit diesen Gitarristen kannst Du anfangen:

  • Django Reinhardt
  • Wes Montgomery
  • George Benson
  • Pat Metheney
  • Jimmy Raney
  • Joe Pass
  • Larry Coryell
  • Jim Hall
  • Wolfgang Muthspiel
  • Jonathan Kreisberg

Swingen mit der Jazz Gitarre

Eine der Grundlagen der Jazz Musik ist der Swing. Aber was ist das genau?

Der Swing ist einerseits eine eigene Stilrichtung innerhalb des Jazz; andererseits ist es ein Rhythmus der vor allem im Jazz, aber auch in anderen Stilen wie Blues, verwendet wird. To swing heißt auf Deutsch „schwingen“ und so hört sich der Rhythmus auch an.

Der weiche und schwingende Charakter entsteht dadurch, dass offbeat-Achtel ein klein wenig verzögert gespielt werden. Jede Viertelnote wird als Triole gedacht. Wenn zwei Achtel notiert sind, hat die erste die Länge von zwei zusammengebundenen triolischen Achteln.

Welches Plektrum eignet sich am besten für Jazz Gitarre?
Jazz Gitarre spielt man mit einem kleinen, harten Plektrum. | Quelle: Rombo via Unsplash

Um den Swing Rhythmus auf der Gitarre zu üben, stellst Dein Metronom auf ein angenehmes, nicht zu schnelles Tempo ein.

In einem ersten Schritt, spielst Du nur gewöhnliche Achteln. Danach wechselst Du zu Triolen (also nicht mehr zwei sondern drei Anschläge pro Metronomschlag). Wenn Du diesen Rhythmus einmal gut im Gefühl hast, lässt Du den mittleren Achtel weg – und schon swingst Du.

Auf Noten wird der Rhythmus in der Regel nicht ausgechrieben. Es werden gewöhnliche Achtelnoten notiert und am Anfang des Stückes ein Hinweis darauf gegeben, wie sie gespielt werden sollen (z.B. „Swing Feel“). Dann weißt Du, dass Du die Achtel triolisch denken musst.

Während eines Stücks kannst Du den Swing auch leicht variieren, um ihn interessanter zu machen. Jazz spielen hat auch immer viel mit Gefühl und Intuition zu tun. Hör Dir verschiedene Jazz Gitarristen an, um Dein Gehör zu schulen und die Jazz Spielweise zu verinnerlichen.

Die besten verfügbaren Lehrkräfte für Gitarre
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
5
5 (22 Bewertungen)
Raphaël
50€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Jenny
5
5 (10 Bewertungen)
Jenny
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Anne
5
5 (6 Bewertungen)
Anne
60€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (104 Bewertungen)
Viktor
30€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Marina
5
5 (10 Bewertungen)
Marina
24€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Nils
4,9
4,9 (8 Bewertungen)
Nils
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Dustin
5
5 (4 Bewertungen)
Dustin
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
André
5
5 (13 Bewertungen)
André
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Raphaël
5
5 (22 Bewertungen)
Raphaël
50€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Jenny
5
5 (10 Bewertungen)
Jenny
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Anne
5
5 (6 Bewertungen)
Anne
60€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Viktor
5
5 (104 Bewertungen)
Viktor
30€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Marina
5
5 (10 Bewertungen)
Marina
24€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Nils
4,9
4,9 (8 Bewertungen)
Nils
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Dustin
5
5 (4 Bewertungen)
Dustin
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
André
5
5 (13 Bewertungen)
André
25€
/h
1. Unterrichtseinheit gratis>

Die wichtigsten Jazz Gitarren Akkorde

Was ist der Unterschied zwischen einem Blues- und einem Jazzmusiker? Der Bluesmusiker spielt 3 Akkorde vor 3.000 Leuten, der Jazzmusiker spielt 3.000 Akkorde vor 3 Leuten.

Auch wenn das vielleicht etwas übertrieben ist, steckt doch mehr als ein Körnchen Wahrheit in diesem Witz. Mit den Powerchords, die Du aus dem Metal oder Rock kennst, wirst Du keinen Jazz spielen. Jazzmusik lebt von den vielseitigen Variationen, Umkehrungen und Alterierungen von Akkorden.

Lass Dich davon aber nicht gleich einschüchtern. Auch das kann man Schritt für Schritt lernen, bis es eines Tages selbstverständlich wird.

Typische Jazzakkorde sind häufig erweiterte oder alterierte Akkorde. Durch sie entsteht der typische Jazzsound. Die Basis dafür sind die Vierklänge, die Du vielleicht schon kennst: Dominant-Septakkorde (7) und Große Septakkorde (maj7).

Um zu erweiterten Akkorden zu kommen, wird ein weiterer Ton dem Akkord hinzugefügt. Häufig ist es die Sexte (6), die None (9) oder die große Tredezime (13). Die None entspricht dem zweiten Ton der Tonleiter eine Oktave über dem Grundton, die Tredezime der oktavierten Sexte.

Alterierte Akkorde hingegen sind Akkorde, in denen ein oder mehrere Töne verändert, genauer gesagt um einen Halbton erhöht oder erniedrigt, werden. Im abgekürzten Akkordnamen wird das jeweils durch ein # bzw. b vor der Zahl des betreffenden Tons gekennzeichnet. C7b5 ist also ein C7-Akkord mit einer verminderten Quinte.

Während in den meisten anderen Musikstilen der Grundton gedoppelt wird, damit die Akkorde voller klingen, werden Jazzakkorde auf das Nötigste verringert. So entstehen die typischen Harmonien.

Um die Jazzakkorde zu verstehen und sicher anwenden zu können, solltest Du Dich spätestens jetzt an die Arbeit machen und Tonleitern üben. Diese werden Dir später auch beim Solospiel weiterhelfen. Neben der Dur- und der Blues-Tonleiter, die Du wahrscheinlich schon kennst, sind die mixolydische, die dorische und die lokrische Tonleiter unumgänglich.

Wie Du vielleicht schon weißt, kannst Du Akkorde, die ohne Leersaite gespielt werden beliebig auf dem Griffbrett verschieben. Wenn Du also einmal die gängigsten Griffe gelernt hast und weißt, wo die Grundtöne liegen, hast Du schon einen Teil der Arbeit geschafft.

In einem weiteren Schritt wirst Du dann die Umkehrungen, die verschiedenen Saitenkombinationen, die weite und die enge Lage.

Jazz Akkorde sind etwas anders als die Gitarrengriffe, die Du aus dem Rock kennst.
Die typischen Jazz Akkorde zu verstehen und spielen zu können, braucht etwa Übung. | Quelle: Scott Gruber via Unsplash

Mit diesen Grundlagen kannst Du Dich an die Begleitung der meisten Jazzstandards wagen. Nebenbei kannst Du auch probieren eigene Songs für die Gitarre zu schreiben, um ein tieferes musikalisches Verständnis für die typischen Akkordfolgen im Jazz zu erlangen.

Improvisieren auf der Jazzgitarre

Was wäre Jazz ohne Improvisationen?

Über die typischen Blues- und Rock-Akkordfolgen für Gitarre wird meistens mit der pentatonischen Tonleiter improvisiert.

Da im Jazz die Akkorde etwas komplexer sind, kommen oft verschiedene Tonleitern zum Zug, um ein interessantes Solo zu gestalten. Tatsächlich wirst Du nicht darum herumkommen, Dich eingehender mit Musiktheorie zu beschäftigen und verschiedene Skalen spielen und anwenden zu lernen. Lass Dich aber davon nicht gleich abschrecken!

Nimm Dir nicht zu viel auf einmal vor und integriere das neue Wissen sofort in Deine Übungsroutine. Die praktische Anwendung wird Dir dabei helfen, die Theorie zu verstehen und ein Gefühl für die verschiedenen Möglichkeiten der Improvisation zu entwickeln.

Übe das Improvisieren mit Hilfe von Jazz-Standards. Im Internet findest Du unzählige Backingtracks und Angaben zu den verwendeten Akkorden. Für den Einstieg kannst Du auch einfach versuchen die bekannte Melodie nachzuspielen. Wenn Du Dich damit sicher fühlst, fange an sie Stück zu Stück zu verändern – rhythmisch, durch Verzierungen und schließlich immer freiere Variationen.

So schulst Du nicht nur Dein Gehör, sondern gewinnst auch schon etwas Sicherheit im freien Spielen.

Das Standart-Repertoire für Jazz Gitarre

Standards eignen sich nicht nur um das Improvisieren und verschiedene Spieltechniken zu üben. Sie sind gewissermaßen auch die Basis, um mit anderen Musiker*innen zusammen zu spielen. Gerade wenn man sich noch nicht wirklich gut kennt und spontan gemeinsam musizieren möchte, bietet es sich an, auf Stücke zurückzugreifen, die alle kennen.

Hier einige Ideen, womit Du anfangen könntest:

  • Summertime
  • Autumn Leaves
  • Take the „A“ Train
  • All of me
  • Blue Bossa
  • Nuages

Höre Dir von jedem Song verschiedene Versionen an, um zu entdecken, wie unterschiedlich er je nach Musiker*in klingen kann. In Musikgeschäften oder auch im Internet findest Du neben Backingtracks die Noten mit der Melodie und die Akkordfolgen (häufig auch in vereinfachter Form für Anfänger*innen).

Archtop und Hollowbody sind typische Jazz Gitarren.
Jazz Gitarre spielen macht am meisten Spaß mit anderen Musiker*innen zusammen. | Quelle: Marcelo Cidrack via Unsplash

Das Wichtigste am Musizieren ist am Ende der Spaß und die Freude! Auch Jazzmusik ist nicht reine Kopfsache, das Herz ist mindestens genauso wichtig.

Definitionen „Jazz Gitarre“

Egal ob Du Gitarrenunterricht nicht oder autodidaktisch lernst, je besser Du Dein Instrument kennst, umso besser kannst Du darauf spielen.

Was ist „der Sattel“?

Der Sattel der Gitarre befindet sich ganz am Ende des Gitarrenhals am Übergang zum Gitarrenkopf, an dem die Wirbel seitlich befestigt sind. Er ist in erster Linie dazu da, die Saiten in der richtigen Position zu halten.

Was ist „der Korpus“?

Der Korpus ist der größte Teil Deiner Gitarre, der Klangkörper. Bei einer akustischen Gitarre ist es ein hohler Holzkörper mit einem Schallloch. Bei einer E-Gitarre befinden sich Tonabnehmer auf dem Korpus, die die Schwingung der Saiten in elektrische Spannung umwandeln. An einen Verstärker weitergeleitet, wird das Signal zu einem hörbaren Ton.

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für Gitarre?

Dir gefällt unser Artikel?

5,00/5 - 1 vote(s)
Loading...

Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.