„Meine Gitarre ist kein Ding. Sie ist eine Verlängerung von mir selbst.“ Joan Jett

Laut einer Umfrage des Musikmagazins „Rolling Stone“ wurde „Like a Rollig Stone“ von Bob Dylan zum besten Song aller Zeiten gewählt. Doch was macht einen guten Song aus? Und vor allem, wie kann man selbst Lieder auf der Gitarre komponieren?

Gitarre spielen lernen, heißt erstmal Griffe und Schlagmuster zu lernen, um die bekanntesten Songs von Hendrix, Clapton, den Beatles oder bekannten Hard Rock und Metal Bands auf der Gitarre nachspielen zu können. Spätestens, wenn man anfangen will zu improvisieren kommt etwas Musiktheorie hinzu und die pentatonische Tonleiter muss fleißig geübt werden.

Nicht wenige Gitarren Anfänger und Fortgeschrittene möchten aber noch einen Schritt weiter gehen und eigene Lieder schreiben können. Wenn Du das auch gerne in Angriff nehmen möchtest, bist Du hier genau richtig. Wir haben einige Tipps für einen gelungenen Einstieg.

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Tipps zum Lieder schreiben

Beim Lieder schreiben auf der Gitarre, egal ob akustische oder elektrische, vergisst man schnell, dass es in erste Line darum gehen sollte, Emotionen zu vermitteln. Das kann ein ganz konkretes Gefühl sein, eine bestimmte Message oder eine Energie. Wichtig ist, dass man das nicht vergisst.

Gerade wenn man das erste Mal versucht, selbst ein Lied zu komponieren, läuft man in Gefahr sich nur auf das Aneinanderreihen von Noten und Akkorden zu konzentrieren. Damit schafft man zwar schöne Harmonien, die dem Ohr gefallen, aber das Lied wird nicht wirklich persönlich.

Eine gute Komposition hängt aber auch immer ganz eng mit Deiner Stimmung beim Komponieren zusammen und mit einem Ziel, dass Du Dir setzt, bevor Du Dich an die Arbeit machst.

Zuallererst solltest Du Dir also darüber klar werden, was Du mit Deinem Song erzählen möchtest:

  • Ich will ein Lied schreiben, dass berührt.
  • Ich möchte eine positive Energie vermitteln, die gute Laune macht.
  • Ich möchte, dass die Zuhörer*innen aufgewühlt werden oder sich sogar empören.
  • Ich möchte die Leute zum Lachen bringen.
  • ...

Um Dich inspirieren zu lassen, kannst Du die Bands oder Songs anhören die Dir gefallen und Dir klar werden, was die Lieder mit Dir machen und warum sie Dir gefallen. Das kann Dir auch dabei helfen, Dich für einen Stil zu entscheiden. Möchtest Du eher Blues oder Rock Gitarre spielen?

Du kannst Deine Songs auf dem Keyboard oder auf der Gitarre komponieren.
Komponiere Deine ersten Songs in einem Umfeld, in dem Du Dich wohlfühlst. | Quelle: Monica Dahiya via Unsplash

Suche nicht nach Komplexität, sondern halte Deine Komposition so einfach wie möglich. Man gerät schnell in Versuchung zu zeigen, was man schon alles weiß und kann. Gerade zu Beginn ist es aber besser, etwas zu schaffen, dass zwar einfach, aber dafür perfekt ist.

Denke immer daran: viele der erfolgreichsten und schönsten Lieder kommen mit einer einfachen Melodie und wenigen Akkorden aus:

  • Wonderwall von Oasis
  • Hallelujah von Leonard Cohen
  • With or Without you von U2
  • Bridge over Troubled Water von Simon & Garfunkel
  • Let it Be von den Beatles

Trau Dich Dein Werk anderen vorzuspielen! Das braucht natürlich erstmal etwas Mut, aber sie werden Dir mit Wohlwollen zuhören und Dir Tipps geben, wie Du es noch weiter verbessern kannst.

Nimm Kritik nie persönlich. Es ist kaum möglich gleich im ersten Anlauf, alles perfekt zu machen und auch mit viel Erfahrung kann man nie allen gefallen. Die Geschmäcke sind verschieden und jeder Mensch hört Musik auf seine ganz eigene Art und Weise.

Du wirst überrascht sein, wie viel Deine Freunde in Deinem Lied hören, was Du selbst nie so beabsichtigt hast. Ein Lied schreiben ist erstmal eine persönliche Angelegenheit. Wenn es fertig ist, muss man es aber loslassen und sich darüber freuen, was andere darin hören. Selbst wenn das etwas ganz anderes ist, als man beabsichtigt hat.

Verbiete Dir nichts und fange so früh wie möglich mit dem selbst komponieren an. Du kannst es nur lernen, indem Du es ausprobierst und übst. Die Musik kennt nur die Grenzen, die Du ihr setzt.

Vergiss nicht, Dich beim Lieder schreiben auf der Gitarre und auch beim Improvisieren aufzunehmen. So kannst Du sicher sein, dass nichts verloren geht. Meistens hört sich das eigene Gitarrenspiel auch besser an, wenn man es sich hinterher nochmal anhört.

Lieder komponieren auf der Gitarre

Wie ist ein Lied aufgebaut?

Bevor Du anfängst, musst Du natürlich wissen, aus welchen Komponenten ein Lied besteht:

  • Die Melodie
  • Die Harmonien
  • Die Rhythmik
  • Der Songtext (wenn Du kein Instrumentalstück schreiben willst)

Wie jedes dieser Elemente gewichtet ist, hängt unteranderem von dem Musikstil auf der Gitarre und auch dem Ziel, dass Du Dir zu Beginn gesetzt hast, ab. Ein „gute Laune“ Song kommt oft mit wenig und einfacherem Text aus. Möchtest Du Deine Message über den Text an die Zuhörer*innen bringen, musst Du etwas länger daran feilen.

Um eigene Songs zu schreiben brauchst Du ein Instrument oder ein entsprechendes Computerprogramm.
Eigene Lieder komponieren - überlege, was es alles zu tun gibt, bevor Du Dich an die Arbeit machst. | Quelle: Soundtrap via Unsplash

Du kannst Dir auch schon bevor Du anfängst, die Songstruktur vorgeben. Die meisten Songs bestehen aus mehreren Strophen (die musikalisch gesehen, oft genau gleich sind und sich nur im Text unterscheiden), einem Refrain und einer Bridge.

Typische Strukturen, die häufig verwendet werden, sehen so aus (V=Strophe, C=Refrain, B=Bridge):

  • VCVCBC
  • VVCVC
  • VVV

Daran kannst Du Dich erstmal orientieren. Es muss aber kein Zwang sein! Du bist vollkommen frei in der Entscheidung, wie viele Strophen Du schreiben willst, wie oft der Refrain wiederholt wird und ob es überhaupt eine Bridge geben soll.

Von der Akkordfolge ausgehend komponieren

Wenn Du diese Struktur, aber noch keine Idee für eine Melodie hast, bietet es sich an, mit der Akkordfolge zu beginnen. Dazu musst Du Dich für eine Tonart entscheiden.

Wenn Du einen Song mit Text schreibst, solltest Du eine Tonart wählen, in der Du gut singen kannst. Außerdem musst Du Dich für das Tongeschlecht – Dur oder Moll- entscheiden. Dur klingt in der Regel eher fröhlich und positiv, während Moll etwas Melancholisches, Trauriges hat.

Natürlich kannst Du jetzt einfach verschiedene Akkorde auf der Gitarre spielen und behalten, was sich gut anhört. Mit etwas Musiktheorie geht es aber schneller: Akkordfolgen werden mit Stufenakkorden gebildet. Das sind Akkorde, die alle zur selben Tonart gehören.

Mit dieser Tabelle kannst Du Akkorde finden, die zusammen passen.
Welche Akkorde passen am besten zusammen?

Manche Akkordfolgen werden wieder gerne verwendet und Du hast sie schon tausendfach gehört. Das sollte Dich ganz und gar nicht davon abhalten, sie selbst zu verwenden. Du kannst Dir sicher sein, dass sie gut klingen werden:

  • I-I-IV-V
  • I-VI-IV-V
  • II-IV-I-V
  • II-V-I
  • VI-IV-I-V

Wenn Du die Akkorde für einen Liedteil gefunden hast, spiele sie in Dauerschleife. Mit der Zeit kannst Du anfangen dazu zu summen und zu singen. So wirst Du eine Melodie finden, die zu den Harmonien passt.

Probiere mit der rechten Hand verschiedene Schlagmuster und Zupftechniken aus, um die Rhythmik des Songs zu finden.

Von der Melodie ausgehend komponieren

Eine gut singbare und angenehm klingende Melodie weist meistens nur kleine Intervallschritte auf. Wenn Du die sie bereits gefunden hast, kannst Du Dich daran machen, die passenden Akkorde dazu zu finden.

Dafür summst Du sie ganz oft vor Dich her und probierst sie auf der Gitarre nachzuspielen. Dadurch findest Du heraus, welche Noten darin vorkommen und Du kannst sie aufschreiben. Daraus wirst Du ablesen können, in welcher Tonart Du Dich befindest.

Du kannst dann mit Hilfe obiger Tabelle schon einige Akkorde finden, die dazu passen könnten. Probiere sie aus und schaue, was wirklich passt und Dir am besten gefällt.

Ein anderer Weg ist, an den Stellen der Melodie, an denen Du einen Akkordwechsel spielen möchtest, den Ton auf der Gitarre zu spielen und summend weitere Töne zu finden, die gut dazu passen.  Wenn Du zwei oder drei Töne gefunden hast, spiele sie gleichzeitig auf der Gitarre, während Du die Melodie summst und Du hast wahrscheinlich schon ganz ohne Musiktheorie einen passenden Akkord gefunden.

Es gibt viele unterschiedliche Wege passende Akkorde zu einer Melodie zu finden. Der beste Weg ist, einfach mal auszuprobieren. Dadurch schulst Du Dein Gehör und findest vielleicht auch Harmonien, auf die Du mit Hilfe der Theorie nie gekommen wärst.

Songs schreiben für die Band

In der Band Songs schreiben ist häufig etwas einfacher, da man sich gegenseitig weiterhelfen und inspirieren kann. Vielleicht kommt ja jemand von euch bereits mit einer Akkordfolge oder einer Melodie an und ihr könnt dann gemeinsam die fehlenden Komponenten finden.

Wenn ihr bei null startet, ist ein Gitarren oder Bass Riff ein guter Ausgangspunkt. Ein Riff ist ein kurzes, prägnantes Motiv, dass wiederholt wird und einen hohen Wiedererkennungswert hat. Die anderen Bandmitglieder können sich dann nach und nach einfügen.

Spiele Deine selbst komponierten Lieder Freunden vor.
Die Meinung von Freunden kann beim Songs schreiben sehr hilfreich sein. | Quellen: Genessa Panainte via Unsplash

Legt vorher gemeinsam eine Tonart und vielleicht sogar eine Akkordfolge fest, damit alle wissen, was sie zu tun haben. Hört euch gegenseitig zu. In einer guten Band stellen sich nicht alle gleichzeitig in den Mittelpunkt, sondern nehmen sich während der Soli der anderen etwas zurück und trumpfen auf, wenn sie an der Reihe sind.

Haltet euren Song einfach und versucht, ihn nicht zu überladen. Die Ideen, die keinen Platz darin finden, gehen nicht verloren. Ihr könnt sie später immer noch für ein anderes Lied verwenden. Probiert außerdem, die Intensität zu variieren. Nach einem schnellen, lauten, energiegeladenen Teil, darf auch mal eine ruhigere Stelle kommen.

Definitionen „Songs schreiben auf der Gitarre“

Egal ob Du Metal, Rock, Blues oder Jazz Gitarre spielen lernen möchtest, die Grundlagen des Instruments bleiben die gleichen. Spätestens wenn Du anfängst eigene Songs zu schreiben oder zu improvisieren, solltest Du einige Begriffe aus der Musiktheorie kennen.

Was ist ein Dreiklang?

Ein Dreiklang ist ein Akkord, der aus drei Tönen besteht: Grundton, Terz und Quinte.

Was bedeutet dorisch?

Die dorische Tonleiter ist der zweite Modus der Durtonleiter und wird häufig zum Improvisieren verwendet. Es handelt sich um eine Moll-Tonart mit einem Halbtonschritt zwischen der Sekunde und Terz. Der zweite Halbtonschritt liegt zwischen Sexte und Septime.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.