„Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“

– Johann Wolfgang von Goethe

Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamts leben rund 900.000 deutsche Staatsbürger in einem anderen Land innerhalb der EU. Der Auswanderer-Favorit ist Österreich, dicht gefolgt von Großbritannien.

Sage und schreibe 155.780 deutsche Expats hat es auf die britische Insel verschlagen. Da steht bei dem einen oder anderen auch mal ein Bewerbungsgespräch auf Englisch an.

Du spielst auch mit dem Gedanken, Arbeitserfahrung in einem englischsprachigen Land zu machen, Dein Job-Interview in Deutschland wird auf Englisch sein oder Du bist einfach neugierig, wie Gespräche mit Bewerbern und Bewerberinnen woanders ablaufen?

Wir von Superprof geben Dir deshalb in diesem Artikel Tipps und Hinweise für Deine Bewerbung auf Englisch. Wann sollte ich mit einem Gespräch auf Englisch rechnen? Welche Fragen wird mir mein Gegenüber stellen? Wie läuft so eine Bewerbung und das Gespräch überhaupt ab? Wir haben Antworten auf all diese Fragen und unterstützen Dich zusätzlich bei der Vorbereitung mit nützlichen Vokabeln und Phrasen.

Mit dem richtigen Training wird das Vorstellungsgespräch auf Englisch für Dich zum Kinderspiel!

Vorstellungsgespräch Deutsch oder Englisch?

Bei einer Bewerbung für einen Job im englischsprachigen Ausland wird das Jobinterview selbstverständlich auch in englischer Sprache stattfinden. Du solltest auf keinen Fall davon ausgehen, dass Dein Gesprächspartner Deutsch spricht!

Aber wie sieht es mit Jobs in Deutschland aus? Muss ich auch hier mit einem Vorstellungsgespräch auf Englisch rechnen?

Ja und nein. Grundsätzlich gilt natürlich, dass ein Vorstellungsgespräch in Deutschland zunächst einmal auch auf Deutsch geführt wird. Allerdings gibt es heutzutage keine Garantie mehr dafür, dass das Jobinterview nicht auch auf Englisch geführt werden könnte oder Dein Gegenüber mitten im Gespräch die Sprache wechselt.

Das gilt vor allem, wenn die Stellenanzeige oder die Art des Unternehmens so etwas in die Richtung schon vermuten lassen. Zum Beispiel wenn:

  • In der Stellenanzeige explizit "sehr gute Englischkenntnisse" gefordert werden oder auf die Internationalität des Teams verwiesen wird.
  • Das Unternehmen international tätig ist.
  • Das Unternehmen Tochtergesellschaft einer ausländischen oder international tätigen Firma ist.

Es könnte aber auch passieren, dass Dein Gesprächspartner Deine Englischkenntnisse testen will, weil Du sie in Deinem Bewerbungsschreiben besonders angepriesen hast. Du solltest deshalb besonders darauf achten, Deine Englischkenntnisse wahrheitsgetreu in Deinem Lebenslauf wiederzugeben. Versuche also, Dich selbst realistisch einzuschätzen, wenn Du Dein Sprachniveau angibst.

Finde hier Tipps fürs Vorstellungsgespräch auf Englisch.
Achte schon beim Lebenslauf auf die Angaben zum Deinem Englisch-Niveau! | Quelle: Unsplash

Die gängige Einstufung lautet wie folgt:

  • Grundkenntnisse: Grundlegende Vokabeln und Grammatikregeln sind Dir vertraut. Du bist in der Lage, einfache Konversationen zu führen.
  • Gut: Du kannst problemlos an alltäglichen Konversationen teilnehmen und verstehst englischsprachige Texte wie Zeitungen oder Bücher.
  • Sehr gut: Du sprichst fließend und weitestgehend fehlerfrei Englisch. Du kannst an Konversationen auf hohem Niveau teilnehmen und verstehst auch schwierige Texte.
  • Verhandlungssicher: Deine Sprachkenntnisse entsprechen dem Niveau eines Muttersprachlers. Du sprichst fehler- und akzentfrei, kannst einen umfassenden Wortschatz vorweisen und kannst in Verhandlungen mühelos mithalten. Dieses Level ist sehr schwer zu erreichen.

Unser Tipp: Regelmäßiges Training Deiner Englisch-Skills und jederzeit darauf einstellen, diese auch anzuwenden.

So läuft ein englisches Bewerbungsgespräch ab

Du hast bereits Dein Motivationsschreiben und Deinen Lebenslauf abgeschickt und hast nun eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen? Super! Das Bewerbungsgespräch findet auf Englisch statt? Kein Problem!

Ein Job-Interview auf Englisch unterscheidet sich nicht großartig von einem Vorstellungsgespräch auf Deutsch. Du wirst ganz klassisch über Deine Fähigkeiten, Deine Persönlichkeit und Deine Erfahrungen sprechen.

Am wichtigsten ist, Dich auf Englisch vorstellen und von Dir erzählen zu können. Dabei zählt ein gesundes Selbstvertrauen, Deine Haltung und auch Deine Gestik. Ein angemessener englischer Wortschatz wird dem Personalvermittler ebenfalls positiv auffallen.

Deine Englischfähigkeiten werden also möglicherweise besonders von dem Personaler unter die Lupe genommen. Das Bewerbungsgespräch auf Englisch ist vor allem bedeutend, wenn Dein neuer Job gute Englischkenntnisse fordert. Dann solltest Du gut auf Deine englische Aussprache achten!

Aber keine Angst, der Headhunter oder Personaler wird bei einem Bewerbungsgespräch nicht nur auf die englische Aussprache schauen. Er wird Dich zuerst wie jeden Bewerber/ Bewerberin behandeln und mit einem sicheren Englisch kannst Du auf jeden Fall Pluspunkte sammeln.

Auch im Ausland gibt es klare Regeln für ein Vorstellungsgespräch. Komm’ immer pünktlich und sei lieber zehn Minuten zu früh da als zehn Minuten zu spät. Gerade bei großen Unternehmen wirst Du Dich zuerst am Empfang anmelden und Dich registrieren lassen müssen, bevor Du zu Deinem Job-Interview geführt wirst.

Sobald Du durch die Eingangstür gehst, bekommen die Mitarbeiter*innen einen ersten Eindruck von Dir. Und der ist ja bekanntlich immer das Wichtigste. Sei höflich zu den Empfangsmitarbeiter*innen und sprich direkt auf Englisch mit ihnen.

Für die optimale Vorbereitung findest Du im Folgenden eine ganze Reihe nützlicher Vokabeln und Phrasen, die Du ganz einfach vor Deinem Termin lernen kannst. Im Anschluss schauen wir uns noch ein paar typische Fragen an, die man Dir höchstwahrscheinlich während des Gesprächs stellen wird.

Vokabeln, Phrasen, mögliche Fragen: Die richtige Vorbereitung

Die Vorbereitung für ein Bewerbungsgespräch ist grundsätzlich immer gleich. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gespräch letztendlich auf Englisch oder Deutsch geführt wird.

Informiere Dich gründlich über das Unternehmen, bei dem Du Dich beworben hast. Studiere die Philosophie und die Werte des Unternehmens. Was hältst Du davon? Vertrittst Du die gleichen Werte?

Hat das Unternehmen eine englische Webseite, schau sie Dir unbedingt an. Verstehst Du alle Wörter und Fachbegriffe?

Überlege Dir schon vorher, welche Fragen der Personaler Dir stellen könnte und wie Du darauf antworten möchtest. Übe die gesamte Bewerbungssituation zuhause vor einem Spiegel.

Und damit sind wir beim schwierigen Teil angelangt: Wie stelle ich mich auf Englisch vor? Wie kann ich meine Stärken und Schwächen in englischer Sprache formulieren? Welche Wörter sollte ich parat haben, um auf mögliche Fragen antworten zu können?

Richtig Vorstellen

Der Beginn eines Vorstellungsgesprächs ist immer etwas unangenehm und kann auch mal etwas Überwindung kosten.

Begrüße den Personaler zunächst mit einem Lächeln und einem freundlichen "Hi/ Good morning/ Good afternoon, pleasure to meet you, Mr./Ms. ....". 

Achtung: Die Frage "Hi, how are you?" ist eine Grußfloskel und bedarf keiner ausführlichen Antwort. Ein freundliches "Very well, thank you." reicht völlig.

Oft bietet es sich dann an, noch etwas Small Talk zu führen, um das Eis zu brechen und die Situation zu lockern, bevor es dann richtig los geht:

  • Thank you for the detailed directions. They made it very easy to find my way here.
  • I really like how bright and inviting the offices are.
  • I am impressed with the location of this company. Everything I could think of seems to be directly next door.
  • ...
Wie stelle ich mich auf Englisch vor?
Auch beim Vorstellungsgespräch auf Englisch solltest Du stets höflich und freundlich sein. | Quelle: Unsplash

Nach dem Small Talk geht es ans Eingemachte: Jedes Bewerbungsgespräch beginnt mit einer kurzen Vorstellung des Unternehmens und den Personalvermittlern. Die erste Frage lautet dann meistens: „Please tell me about yourself“.

In diesem Moment solltest Du freundlich antworten und Dich mit Deinem Namen, Deinem zusammengefassten Werdegang und Deiner aktuellen beruflichen Situation vorstellen.

Beschreibe hierfür kurz und knapp die letzten wesentlichen Stationen Deines Lebenslaufs oder Deiner Ausbildung bzw. Deines Studiums, falls Du Berufseinsteiger*in bist.

„My name is Emma, I’m 27 and I’m a communication officer. I have graduated from the University of Cologne two years ago and since then I have been working as a junior internal communication officer for the Deutsche Bank.“

Denke daran, Deinen englischen Wortschatz für Deine Berufslaufbahn zu kennen. Du solltest das englische Vokabular für Deine Jobbezeichnungen, Deine ehemaligen Tätigkeiten und Deine Auszeichnungen und Zeugnisse kennen. Vergiss nicht, dass manche Bezeichnungen oder Abschlüsse einen anderen Namen im Ausland haben können.

Flüssiges Sprechen und Leichtigkeit im Dialog werden bei einem englischen Jobinterview geschätzt. Trau Dich, das Wort zu ergreifen und interessante Dinge von Dir zu erzählen.

Hier sind einige Vokabeln, die Dir dabei helfen:

  • Eine Stelle: a position
  • Die Verantwortung tragen für: to be in charge of
  • Arbeiten als: to work as
  • Ein Angestellter: an employee
  • Eine Führungskraft: a manager
  • Ein Praktikum: an internship
  • Vollzeit: full-time
  • Teilzeit: part-time
  • Abitur: A levels (UK), high-school diploma (US)
  • Fachabitur: Subject-related entrance qualification
  • Realschulabschluss: GCSE (General Certificate of Secondary Education)
  • Duales Studium: dual course of studies
  • Bachelorabschluss: bachelor degree
  • Masterabschluss: master degree
  • Wirtschaftsschule: Business School
  • Masterarbeit: master thesis
  • ...

Du suchst noch einen Englischkurs?

Die Vertragsbedingungen aushandeln

Läuft das Vorstellungsgespräch gut, kann es erforderlich sein über den Arbeitsvertrag und die Vertragsbedingungen zu sprechen bzw. diese zu verhandeln.

Auch auf diesen Fall solltest Du unbedingt vorbereitet sein und die richtigen Vokabeln parat haben:

  • Arbeitsvertrag: contract of employment
  • Befristeter Vertrag: temporary employment/ fixed-term contract
  • Unbefristeter Vertrag: permanent contract
  • Arbeitgeber: employer
  • Arbeitnehmer: employee
  • Gehalt: salary
  • Gehaltsvorstellungen: desired salary
  • Lohn: wage
  • Stundenlohn: hourly wage
  • Arbeitszeit: working hours
  • Gleitzeit: flexible working hours
  • Vollzeit: full-time
  • Teilzeit: part-time
  • Geringfügige Beschäftigung: minor employment
  • Sachbezüge: benefits in kind
  • Firmenauto: company car
  • ...

Bedanken und Verabschieden

Zum Abschluss solltest Du Dich nicht nur höflich verabschieden, sondern unbedingt auch für das Vorstellungsgespräch bedanken:

  • Thank you for having me in today.
  • Thank you for giving me the opportunity to interview today.
  • Thank you, Mr./Ms. ... I look forward to hearing from you soon. Please let me know, if you need any further information.
  • ...

Mittel und Methoden, die Dir bei der Vorbereitung helfen können

Neben Vokabeln pauken, Deinen Lebenslauf auf Englisch übersetzten und die Webseite des Unternehmens zu lesen, gibt es noch weitere Möglichkeiten, Dich auf Dein Jobinterview vorzubereiten.

Du könntest beispielsweise damit anfangen, ab sofort alle Deine Serien und Filme auf Englisch zu schauen und Dir englischsprachige Podcast anzuhören.

Dadurch verbesserst Du Dein Hörverständnis, das heißt, Dein Gehör gewöhnt sich an die englische Sprache und es wird Dir während des Gesprächs leichter fallen, die Fragen Deines Gegenübers zu verstehen. Darüber hinaus lernst Du so neue Vokabeln und allgemeine Kommunikation auf Englisch.

Achtung: Versuche Dir keine Umgangssprache anzueignen. Das würde beim Vorstellungsgespräch eher weniger gut ankommen ...

Mit Netflix auf ein Telefoninterview auf Englisch vorbereiten.
Netflix schauen für die Karriere? Ja, wirklich! | Quelle: Unsplash

Zusätzlich könntest Du einen Freund oder eine Freundin, der*die gut in Englisch ist, bitten, mit Dir zu üben. Vor dem Spiegel üben ist gut, mit jemandem zusammen noch besser. Warum? Weil Dir die Person auch Feedback geben kann, und zwar nicht nur zu Deinem Englisch, sondern auch dazu wie Du rüber kommst, also zu Deiner Haltung, Mimik, Gestik etc.

Willst Du auf Nummer sicher gehen und Dein Training für die Bewerbung noch etwas intensivieren, findest Du hier einen Englischkurs zur Vorbereitung.

Welche Fragen werden bei einem Bewerbungsgespräch auf Englisch gestellt?

Während eines englischen Bewerbungsgesprächs solltest Du Dich zuerst einmal vorstellen. Danach werden Dir, wie bei einem deutschen Vorstellungsgespräch auch, Fragen gestellt, damit das anglophone Unternehmen Dich und Deine Motivation noch besser kennen lernen kann.

Diese Fragen werden Dir sicherlich gestellt und Du kannst sie in Ruhe zu Hause vorbereiten. Häufig kann man diese Fragen in einem Englisch Online Kurs üben.

Du kannst auch selbst Fragen während des Vorstellungsgespräch stellen, dies ist sogar gern gesehen. Überlege Dir also, wie Du Deine offenen Fragen zum Unternehmen oder zu der Arbeit am besten auf Englisch ausdrücken kannst. Falls Du keine Fragen mehr hast, kannst Du auch nachhaken, wie es nach dem Bewerbungsgespräch weitergehen wird.

Für ein gutes Vorstellungsgespräch solltest Du so viele Fragen wie möglich durchgehen, um dann im Job-Interview sicher antworten zu können.

Deine Berufserfahrung

Please tell us about your career so far. What have you achieved so far? 

Über Deine bisherige Berufserfahrung und Deine Karriere möchte jeder Recruiter etwas erfahren. Er möchte dadurch herausfinden, welchen Vorteil und Nutzen er durch Dich in seinem Unternehmen hat.

Versuche hierfür, Deine Erfahrungen und bisherigen Jobs so gut wie möglich mit der neuen Stelle zu verknüpfen.

Wer auf Englisch arbeiten möchte, muss durch das Bewerbungsgespräch.
Langweile Dein Gegenüber nicht mit irrelevanten Berufserfahrungen. | Quelle: Unsplash

Wenn eine Berufserfahrung wenig mit dem neuen Posten zu tun hat, brauchst Du nicht von ihr erzählen.

Hast Du die für den Job irrelevante Berufserfahrung auf Deinem Lebenslauf notiert, wird der Personalvermittler Dich darauf ansprechen. Denke daran, Dir eine passende Antwort mit angemessenem Vokabular zurecht zu legen.

Hebe Deine Kompetenzen und Eigenschaften hervor, die Du bei deinen letzten Jobs sammeln konntest. So zeigst Du immer wieder auf, wie wertvoll Du für das Unternehmen bist.

Zum Beispiel: As an event manager for an event agency, I had to cope with challenges  – for example when I had to meet tight deadlines and the caterer was late. These experiences made me feel confident about my competences.

Wichtig ist, dass Du erklärst, wie Du vorgegangen bist, um die Herausforderung zu meistern. Bereite drei bis fünf kurze Erfolgsstorys vor, die Du in verschiedenen Situationen parat haben kannst und die vor allem zeigen, wie Du in Stresssituationen reagierst und wie Du mit Problemen umgehst. Das können organisatorische oder zwischenmenschliche Probleme sein.

Hier sind ein paar hilfreiche Formulierungen für Dich, mit welchen Du auf Deine bisherige Karriere eingehen kannst:

  • In my current position I am in charge of ...
  • In my last employment I was responsible for ...
  • I also took care of ...
  • In the course of my studies, I acquired profound knowledge in the field of ...
  • My special interest lies in ...
  • ...

Warum wollen Sie für uns arbeiten?

What attracted you to this company? Why are you leaving your present work? Why are you interested in this job?

Bei diesen Fragen kommt es darauf an, das Unternehmen und die Unternehmenskultur zu loben und Begeisterung zu zeigen.

Aber Achtung, zu viel Lob ist auch nicht gut! Um professionell zu bleiben, solltest Du versuchen, nicht nur Komplimente zu verteilen, sondern Dein Interesse für das Unternehmen und die Stelle zu verdeutlichen.

Schon vor dem Einstellungsgespräch solltest Du die Jobbeschreibung genau lesen und Dich gut über das Unternehmen informieren. Dann kannst Du Dich besser in die Werte und Philosophie der Unternehmenskultur einfinden.

Falls Du vorher bei Deinem alten Arbeitgeber gekündigt hast, musst du vorbereitet sein, dies zu begründen: Arbeitserfahrung im Ausland sammeln, Arbeitsbereich wechseln, fachliche Weiterbildung oder Deine ganz eigenen persönlichen Gründe.

Diese englischen Wörter und Formulierungen (einige kennst Du vielleicht noch aus Deiner mündlichen Englisch-Prüfung) helfen Dir dabei:

  • Ein Unternehmen: a company
  • Berufsfeld: field
  • Kündigen: to quit/to give notice
  • Im Ausland arbeiten: to work abroad
  • Erfahrungen sammeln: to gain experience
  • I applied for this position because ...
  • My professional goals are ...
  • This position offers me the possibility to ...
  • In the future I would like to further specialize in ...
  • ...

Deine Stärken und Schwächen

What are your strengths? What about your weaknesses? Which of your talents can you make use of in the advertised position? What would others criticize about you?

Zu klischeehaft? Das finden wir auch! Trotzdem wird Dir diese Frage bei so gut wie jedem englischen Bewerbungsgespräch gestellt.

Auch hier sollst Du noch einmal Deine Kompetenzen und Deine Makel mithilfe von Beispielen aus Deiner Berufslaufbahn erläutern.

Vokabeln, um Deine Stärken zu beschreiben:

  • Belastbarkeit: I am able to work under pressure.
  • Teamfähigkeit: I am a team player.
  • Zuverlässigkeit: I am someone you can rely on.
  • Engagement: I am committed to my work.
  • Fleißig: I am a hardworking person.
  • Lernbereitschaft: I am open to acquire new skills.
  • Mit Druck umgehen: I am able to cope with pressure.
  • Gut organisiert sein: I have distinct organisational skills.
  • Kreativität: I am a creative person.
  • Gute zwischenmenschliche Fähigkeiten haben: I have good interpersonal skills.
  • Offenheit: I am an open-minded person.
  • Verantwortungsbereitschaft: I am ready to take on responsibility.
  • Eigeninitiative: I am proactive.
  • Analytisches Denken: I offer good analytical skills.
  • Flexibilität: I am flexible.
  • ...

Wenn Du von Deinen Schwächen sprichst, lass Dich nicht unterkriegen, sondern mach’ sie zu Deiner Stärke. Betone, dass Du Dir Deiner Schwächen bewusst bist und wie Du damit umgehst bzw. an ihnen arbeitest.

Zum Beispiel:

  • I am not patient. I work quickly and efficiently and love it when things are done in time.
  • I find it difficult to talk in front of many people but attending rhetoric classes helped me a lot with that.
  • I sometimes have difficulties concentrating with too much background noise. A colleague suggested using earphones. With them I now find it much easier to concentrate.
  • ...

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Where do you see yourself in five years?

Jetzt nur nicht sagen: Chef dieser Firma.

 Keine Sorge – auf die meisten Fragen kannst Du Dich vorbereiten.
Du bist immer sehr gut organisiert? Nenne das als Deine Stärke! | Quelle: Unsplash

Bleib realistisch und zeig’, dass Du Dich mit dieser Frage auseinandergesetzt hast. Du kennst die Hierarchie im Unternehmen, bei dem Du Dich gerade vorstellst? Dann nenne doch einen oder zwei Ranks oberhalb der Stelle, auf die Du Dich bewirbst. Besonders praktisch: Diese Frage bietet Dir Raum, nach Aufstiegsmöglichkeiten zu fragen.

Warum gerade Sie?

Why should we hire you? What makes you stand out from the other applicants? What can you bring to this job?

Warum bist ausgerechnet Du der perfekte Kandidat/ die perfekte Kandidatin für die ausgeschriebene Stelle?

Die Frage des Schreckens! Aber keine Angst, auch darauf kannst Du Dich vorbereiten. Wärst Du kein potentieller Bewerber/ Bewerberin, säßest Du schließlich nicht auf dem Bewerberstuhl.

Zeige erneut Deine Stärken und verbinde Sie mit Deinem Wissen über die Stelle.

Ist die Frage provokativ gestellt, indem zum Beispiel gefragt wird, inwieweit Du kompetenter als die anderen Bewerber*innen bist, dann gib die Frage zurück: „Was verstehen Sie denn unter Kompetenz?“ Das ist ein eleganter Weg, weder seine Konkurrenten und Konkurrentinnen schlecht zu machen, noch zu prahlen.

Weitere Fragen können sein:

  • How do you solve difficult situations at work?
  • Are you a leader or a follower?
  • What was your biggest professional failure?
  • ...

Unsere letzten Tipps zum Erfolg beim Bewerbungsgespräch auf Englisch

  • Sei ehrlich. Lügen haben kurze Beine und nichts ist peinlicher, als später – womöglich nach der Einstellung – alles aufklären zu müssen.
  • Standardfragen vorbereiten. Ein paar dieser Fragen kommen definitiv.
  • Bring’ Dein Interesse an der Firma rüber. Auf Englisch zum Beispiel durch Formulierungen wie: "I’ve always been interested in working in your industry.” Oder: “I like the friendly tone on your website.”
  • Fachvokabular, das in der Branche verwendet wird, ist für einen professionellen Eindruck sehr wichtig.
  • Du kannst Englisch sprechen üben. Zum Beispiel mit Freunden oder mit Deiner Familie. Schließlich willst Du flüssig und ohne Stottern sprechen.
  • Du hast einen Akzent? Kein Problem. Die Personaler wissen, dass Du kein Muttersprachler bist und haben Dich wegen Deiner Fachkenntnisse eingeladen.
  • Du hast etwas nicht verstanden? Trau’ Dich und frag nach!
  • Sei interessiert. Jede noch so kleine Information verrät Dir etwas darüber, ob Du diese Stelle antreten möchtest oder nicht. Schließlich bewirbst Du Dich nicht nur beim Unternehmen, sondern das Unternehmen auch bei Dir.
  • Sprich’ nicht von Dir aus übers Geld. Das Thema spricht der Recruiter an, wenn es soweit ist.
  • Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Hör Deinem Gegenüber zu – das verrät mehr über Dich als über sie.
  • Ruhig bleiben. Lass Dich nicht aus dem Konzept bringen. Es kommt nicht auf den perfekten Wortschatz, sondern die richtige Präsentation an. Bleib selbstbewusst!

Los geht’s und break a leg!

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für Englisch?

Dir gefällt unser Artikel?

5,00/5 - 1 vote(s)
Loading...

Jana

Hoffnungslose Träumerin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort, gutem Essen und Musik.