Als Student*in darf man sich von den Eltern und Bekannten oft anhören, dass man ja sowieso die meiste Zeit des Studiums Semesterferien hätte.

Es stimmt schon, dass zwischen den Semestern relativ lange Ferien oder eher sogenannte vorlesungsfreie Zeiten liegen. Letzteres trifft es wohl eher, denn meistens hat man in dieser Zeit eben nicht einfach "frei". Im Gegenteil ...

Das gilt vor allem für Jura-Studenten und Studentinnen.

Obwohl sich die Studieninhalte und Anforderungen des Jura-Studiums von Bundesland zu Bundesland und auch von Universität zu Universität unterscheiden, kann man grundsätzlich sagen, dass Jura-Studentinnen und Studenten im Laufe ihrer Studienzeit mehrere Monate Praktika ablegen und mehrere Hausarbeiten schreiben müssen. Und das in den "Semesterferien"!

Ich habe in Bayern an der Universität Würzburg Jura studiert und bei mir waren es ingesamt drei Monate Praktika, ca. 5 Hausarbeiten. Alles musste in den Semesterferien erledigt werden.

Bei acht Semestern Regelstudienzeit bleibt da von den "Ferien" also nicht mehr wirklich viel übrig ...

Um trotzdem etwas von der vorlesungsfreien Zeit zu haben und sich ein wenig vom anstrengenden Semester erholen zu können, ist es deshalb besonders wichtig, effektiv zu arbeiten und nicht zu viel der kostbaren Ferienzeit für Hausarbeiten zu Opfern.

Nicht nur das Schreiben von Klausuren, sondern auch das Schreiben von Hausarbeiten bedarf Übung!

Deshalb haben wir Dir einen Leitfaden mit hilfreichen Tipps für Deine juristische Hausarbeit erstellt. Damit kannst Du Deine Hausarbeit besonders schnell und gründlich schreiben.

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Die Vorbereitung

Das Semester ist vorbei und die vorlesungsfreie Zeit beginnt. Das ist in der Regel auch der Zeitpunkt, in dem sämtliche Sachverhalte für diverse Hausarbeiten für die Studierenden zugänglich gemacht werden.

Weil Du endlich Ferien haben und Dich ein wenig erholen und entspannen möchtest, willst Du die Hausarbeit so schnell wie möglich schreiben und abgeben.

Dennoch raten wir Dir davon ab, einfach direkt mit dem Schreiben loszulegen. Das führt nicht nur zu zahlreichen Fehlern, sondern im Endeffekt auch dazu, dass Du länger für die Bearbeitung Deiner juristischen Hausarbeit brauchst, da Du ständig alles wieder umschreiben oder sogar komplett verwerfen und neu beginnen musst.

Das A und O bei jeder juristischen Hausarbeit (Strafrecht, Zivilrecht und auch Öffentliches Recht) ist also zunächst einmal die gründliche Vorbereitung.

Wir haben vier nützliche Tipps für Dich, wie Du bei Deiner Vorbereitung am besten vorgehst.

Eine Gliederung schreiben

Als aller erstes solltest Du Dir natürlich den Sachverhalt und die Fragestellung genau ansehen und Dir dann eine grobe Gliederung schreiben. Dabei gehst Du am besten genauso vor, wie Du es auch in der Klausur tust.

Schreibe Dir als erstes eine Gliederung für Deine juristische Hausarbeit.
Struktur ist das A und O, wenn Du eine juristische Hausarbeit schreibst. | Quelle: Unsplash

Willst Du Deine Technik für die richtige Klausurbearbeitung noch einmal auffrischen, findest Du auch dazu einen hilfreichen Artikel bei Superprof!

Hier das Vorgehen noch einmal kurz zusammengefasst:

  • Sachverhalt beim ersten Mal unvoreingenommen durchlesen
  • Danach die Fragestellung durchlesen
  • Sachverhalt noch einmal vor dem Hintergrund der Fragestellung lesen: Nutze dabei Textmarker, um Wichtiges anzustreichen, und mache Dir Notizen an den Rand
  • Erstelle anschließend eine grobe Gliederung, welche Tatbestände, Anspruchsgrundlagen etc. Du prüfen musst

Ist Deine Gliederung erstellt, hast Du schon einmal einen groben Überblick darüber, was Dich in der Hausarbeit erwartet, und kannst die Schwerpunkte und damit die Gewichtung der Arbeit besser einschätzen.

Einen Zeitplan erstellen

Um besonders effektiv zu arbeiten, empfehlen wir Dir, als nächstes einen Zeitplan für die Bearbeitung zu erstellen.

Folgendes sollte Dein Zeitplan enthalten:

  • Die Literaturrecherche
  • Das Ausformulieren
  • Das Korrekturlesen
  • Und ganz wichtig: Pausen!

Versuche Dich in der Zeit, in der Du die Hausarbeit schreibst, so wenig wie möglich durch anderes Ablenken zu lassen. Beseitige alle Störfaktoren (Handy, Termine etc.) und bleib wirklich am Ball.

Fällt Dir das Zuhause schwer, geh in die Bibliothek!

Vergiss aber nicht regelmäßige Pausen einzuplanen. Ein freier Tag in der Woche kann wahre Wunder wirken und Deine Batterien wieder so richtig auftanken.

Außerdem hat man nach dem kurzen Abstand oft neue Erkenntnisse.

Literaturrecherche

Sind Gliederung und Zeitplan erstellt, kannst Du Dich an die Literaturrecherche machen.

Achtung: Achte darauf, möglichst immer die neueste Auflage zu verwenden! Das gilt nicht nur für Gesetze, sondern auch für Kommentare und Lehrbücher.

Ziehst Du veraltete Quellen heran, riskierst Du die Rechtslage auf Grundlage veralteter Vorschriften zu prüfen sowie Gesetzesänderungen und aktuelle Rechtsprechungen zu übersehen. Das wäre wirklich fatal!

Die Literaturrecherche dient dazu, Deine Gliederung weiter auszubauen und Quellen für Deine spätere Ausformulierung zu finden.

Versuche Deine Gliederung möglichst genau zu ergänzen und Dir eine Art "Fahrplan" für die Hausarbeit zu schreiben.

Wenn es dann um das eigentliche Ausformulieren geht, bist Du deutlich schneller und vergisst auch nichts!

Mit Kommiliton*innen besprechen

In der Regel bist Du nicht die einzige Person, die gerade an eben diesem Sachverhalt sitzt. Es kann deshalb hilfreich sein, Dich auch mal mit Deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen zu besprechen, bevor Du mit dem Schreiben loslegst.

Natürlich könnt ihr nicht einfach Eure Gliederungen vergleichen und einander anpassen.

Besprich den Fall mit anderen Studierenden. Aber ohne abzuschreiben!
Manchmal hilft es, den Fall mit anderen Studierenden durchzusprechen. | Quelle: Unsplash

Du kannst aber von Deinem Plan erzählen, Fragen stellen, Dir Anregungen holen und über manche Punkte diskutieren.

Vielleicht hast Du etwas Wichtiges übersehen oder etwas Überflüssiges in Deiner Gliederung.

Die Hausarbeit schreiben

Hast Du die Vorarbeiten gründlich vorgenommen und abgeschlossen, kannst Du endlich mit dem Schreiben loslegen.

Der größte Teil der Hausarbeit ist aber zum Glück schon geschafft. Jetzt geht es nur noch darum, Deine Gliederung auszuformulieren und die nötige Seitenzahl voll zu bekommen.

Tatsächlich geht es den meisten Studierenden im Jura-Studium aber eher so, dass die Hausarbeit am Ende nicht zu kurz, sondern zu lang ist.

Das ist aber zunächst einmal kein Problem. Schreibe die Hausarbeit erst einmal so, wie Du sie schreiben würdest. Kürzen kannst Du am Ende immer noch.

Übrigens: Auch die juristische Hausarbeit wird stets im Gutachtenstil verfasst!

Außerdem solltest Du nicht vergessen, die Quellen, die Du in Deiner Arbeit verwendet hast, auch in den Fußnoten anzugeben. Und natürlich am Ende der Arbeit ein ordentliches Literaturverzeichnis anzulegen.

Das gehört grundsätzlich zum akademischen Arbeiten.

Die Hausarbeit kürzen

Bist Du fertig und hast alle Punkte Deiner Glieder ausformuliert, ist die Hausarbeit aber leider länger geworden, als vorgegeben, geht es ans Kürzen.

Lies Deine Arbeit noch einmal gründlich durch und kürze dort, wo keine Schwerpunkte liegen. Zu einer guten Hausarbeit gehört es nämlich auch, richtig Schwerpunkte setzen zu können.

Überlege also gut, welche Gliederungspunkte einer ausführlichen Ausformulierung bedürfen und welche eben nicht.

Was offensichtlich ist, solltest Du so knapp wie möglich abhandeln.

Deine Schwerpunkte, zum Beispiel die Darstellung eines Meinungsstreits, sollten dafür umso ausführlicher angesprochen werden.

Bei einer Hausarbeit Strafrecht könnte das zum Beispiel der Meinungsstreit zur richtigen Definition des Mordmerkmals der Heimtücke sein.

Korrektur lesen

Schließlich fehlt nur noch das Korrektur lesen. Du kannst Dein Gutachten einfach selber Korrektur lesen oder es Korrektur lesen lassen.

Beim Korrektur lesen der Arbeit geht es nicht mehr darum, die juristischen Informationen zu überprüfen, sondern Rechtschreibung und Grammatik.

Bei einer akademischen Arbeit zählt auch die Rechtschreibung viel.
Rechtschreibfehler und falsche Satzzeichen machen sich nie gut in einer akademischen Arbeit. | Quelle: Unsplash

Die Prüfung kannst Du deshalb auch von jemandem machen lassen, der/die sich gut mit der deutschen Rechtschreibung und Grammatik auskennt.

Nach der Prüfung musst Du die Arbeit nur noch in der Uni abgeben!

Das Hilfsgutachten

Es kommt zwar nicht häufig vor, aber manchmal musst Du in Deiner Hausarbeit noch ein sogenanntes Hilfsgutachten schreiben. Auch auf diesen Fall solltest Du deshalb vorbereitet sein.

In der Regel gibt es dazu einen Hinweis im Sachverhalt: "Soweit erforderlich prüfen Sie bitte in einem Hilfsgutachten."

Das ist meistens im öffentlichen Recht der Fall.

Was ist ein Hilfsgutachten?

Ein Hilfsgutachten ist ein Gutachten, dass am Ende Deines Gutachtens angefügt wird, um die Prüfung des Sachverhalts fortzusetzen.

Konzentriere Dich insbesondere auf die Schwerpunkte Deiner Hausarbeit.
Am wichtigsten ist es, die richtigen Schwerpunkte zu setzen. | Quelle: Unsplash

Wann ist so ein Hilfsgutachten nötig?

Das Hilfsgutachten solltest Du Schreiben, wenn Dein Gutachten vorzeitig endet, also bevor Du auf alle Rechtsfragen des Sachverhalts eingehen konntest.

Ohne das Hilfsgutachten würden wichtige Schwerpunkte in Deiner Hausarbeit fehlen.

Formalia beachten

Da es sich bei der juristischen Hausarbeit um eine akademische Arbeit handelt, solltest Du natürlich auch die akademischen Vorgaben beachten.

Dazu gehören neben dem Inhalt auch die Formalia.

Informationen zu den Anforderungen bekommst in der Regel vom jeweiligen Professor oder der Professorin.

Zu den Formalia zählen insbesondere:

  • Der Aufbau der Arbeit: Der umfasst in der Regel Deckblatt, Sachverhalt, Gliederung, Gutachten, Literaturverzeichnis, Eigenständigkeitserklärung
  • Das Layout: Für die Hausarbeit können genaue Vorgaben bzgl. Schriftart und -größe, Seitenränder für die Korrektur, Zeilenabstand usw. gegeben sein
  • Die richtige Zitierweise: Wie wird ein Zitat angegeben, wie müssen Fußnoten aussehen etc.
  • Etc.

So damit sind wir am Ende unseres online Leitfadens für Jura Hausarbeiten angekommen. Wir hoffen, die Informationen helfen Dir weiter!

Lies auch unseren Artikel zu den juristischen Auslegungsmethoden, um Dein Wissen aufzufrischen.

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Jana

Hoffnungslose Träumerin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort, gutem Essen und Musik.