Was sind die Arten des Zeichnens, die ihr bevorzugt?

Habt ihr eine Vorliebe für Karikaturen, schwarzen Humor, Satire?

Was ihr in den Zeitungen am meisten mögt sind die Zeichnungen?

In Frankreich zum Beispiel nehmen diese in der Tat einen wichtigen historischen Platz ein.

Sich auf künstlerische Weise mit den Stiften ausdrücken, mit eigenen Skizzen aktuelle Geschehen und die Gesellschaft auf humorvolle Weise reflektieren... Dazu kann man auch Zeichen Kurse online belegen.

"Eine gelungene Zeichnung bringt einen zum Lachen. Eine wirklich gelungene Zeichnung regt zum Nachdenken an. Wenn sie zum Lachen und zum Nachdenken anregt, dann ist es eine exzellente Zeichnung."

Dieser Satz von Tignous bringt die Berufung der Zeitungskarikatur perfekt auf den Punkt.

Um die Presse Zeichnung vorzustellen, werden wir auf ihre Geschichte eingehen, auf ihre Besonderheiten, auf die legendären Presse Karikaturisten, aber auch den Beruf an sich. Zudem werden wir die Zukunft des Berufszweigs analysieren.

Die Geschichte der Presse Zeichnung

Die Entstehung der Presse Zeichnung muss in den richtigen Kontext gesetzt werden. Auch wenn Karikaturisten bereits in der Renaissance satirische Zeichnungen erstellt haben, wird es noch eine Weile dauern, bis das neue Genre tatsächlich das Licht der Welt erblickt.

Rückblick auf die Geschichte der Presse Zeichnung:

1789 und die Meinungsfreiheit

Alles begann im Wesentlichen mit der Französischen Revolution.

Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Verbindung mit der Meinungsfreiheit hat zur Entwicklung dieser Karikaturen geführt, auch wenn die Bedrohung die Karikaturisten nach wie vor belastet.  Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten illustrierten satirischen Zeitungen wie Le Charivari oder La Caricature in den 1830er Jahren.

Die politische Satire ist auf dem Vormarsch und bringt den Autoren manchmal Konflikte mit dem Gesetz.  Dies war der Fall bei Honoré Daumier, der zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt wurde, weil er Louis-Philippe unter dem Deckmantel von Gargantua vertreten hatte.

Von da an wandten sich die Karikaturisten der Sozialsatire zu, sehr zum Nachteil der politischen Satire.

Karikaturisten wollen die Menschen mit ihren Zeichnungen zum Lachen bringen. | Quelle: Roman Kraft via Unsplash

1881, ein entscheidendes Datum

Das Gesetz zur Pressefreiheit ändert die Situation. Zeitungen haben nun das Recht, ohne vorherige Genehmigung veröffentlicht zu werden. Die Zensur verschwindet allmählich. Mit der Dritten Republik entwickelte sich der Sektor stark und behandelt alle möglichen Themen: politische, soziale, aber auch religiöse.

Es ist das goldene Zeitalter der Zeitungskarikatur.

Mit der Entwicklung der Meinungspresse und technischen Verbesserungen im Druckbereich von 1870 bis 1940, ist die Pressekarikatur überall zu finden. Pressekarikaturisten greifen die großen Kontroversen ihrer Zeit auf, wie bei der Dreyfus-Affäre, die in der breiten Öffentlichkeit zu großen Meinungsverschiedenheiten führt.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs waren Presse Karikaturen sowohl in der allgemeinen Presse als auch in der satirischen Presse allgegenwärtig.

1945, ein neues Zeitalter

Das Ende des Krieges, der Beginn des Niedergangs der allgemeinen Presse, die Entwicklung des Fernsehens, der Fotografie... All diese Faktoren haben begonnen, sich auf die Zeitungskarikatur auszuwirken. Zeitungen illustrieren jetzt ihre Artikel mit Fotos. Die Zeitungskarikatur ist weiterhin in der allgemeinen Presse vertreten, aber die satirische Presse ist nach wie vor auf dem Rückzug. Ein Niedergang, der bereits zwischen den beiden Weltkriegen begonnen hatte. Die Anzahl der Veröffentlichungen ist gesunken.

Heute ist die Landschaft der satirischen Presse auf wenige Titel beschränkt. Diese unabhängigen Zeitungen finanzieren sich ausschließlich durch ihren Verkauf.

  • Le Canard enchaîné, gegründet 1915, ist eine investigative Zeitschrift, die ausschließlich mit Zeitungskarikaturen illustriert wird.
  • Charlie Hebdo, 1970 gegründet, ist wiederum auf seine Zeichner angewiesen. Die Zeitschrift wurde vom Hara-Kiri-Team erstellt, das gerade verboten worden war.
  • Siné Mensuel wurde 2011 gegründet und tauchte unter den Titeln der satirischen Presse auf, nachdem der Karikaturist Siné Charlie Hebdo verlassen hatte.

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Die Presse Karikatur, eine Kunst für sich

Der Presse Karikatur ist eine kleine Zeichnung, mit oder ohne Text, die manchmal die Form eines Comics mit zwei oder drei Feldern annehmen kann.

Pressekarikaturisten sind Künstler, aber auch Journalisten, die einen Presseausweis besitzen. So berichten sie in Form von meist humorvollen Illustrationen über das aktuelle Geschehen.  Die Zeitungskarikatur soll auch ein Blickfang sein.

Die Berufung der Zeitungskarikatur? Zum Lachen bringen.

Im Angesicht von Kontroversen gerät dies allzu oft in Vergessenheit. Und doch illustrieren Pressekarikaturisten die Nachrichten nur auf humorvolle, ironische, sarkastische Art und Weise... Die Adjektive zum Beschreiben sind zahlreich. Die Zeitungskarikatur besticht durch ihre ausgefallene, aufschlussreiche und prägnante Seite.

Enthüllen, kommentieren, erklären, anprangern, kritisieren, reagieren lassen, schockieren, Debatten provozieren... Das alles sind mehr oder weniger ausgeprägte Bestandteile der Zeitungskarikatur. Auf jeden Fall weckt die Zeitungskarikatur den kritischen Sinn der Leser.

Satire provoziert und regt die Leser so zum Nachdenken an. | Quelle: Terry Kearney via Visualhunt

Es ist ein schmaler Grat zwischen Karikatur und satirischer Illustration. Den muss man kennen.

Die Karikatur verwendet nicht die gleiche Herangehensweise. Sie wird nur zum dem Zweck erstellt, Menschen zum Lachen zu bringen oder beispielsweise einen Zeitungsleser zu entspannen. Die Karikatur ist untrennbar mit den allgemeinen Zeitungen verbunden. Die Leser erwarten geradezu, die aktuellste Zeichnung in ihrer Lieblingszeitung zu entdecken.

Die satirische Zeichnung ist oft schockierend. Je nach den behandelten Themen wird sie nicht alle auf die gleiche Weise erreichen. Das hängt auch von den Überzeugungen jedes Einzelnen ab. Satire berührt Tabus, sogar heilige Elemente. Aus diesen Gründen trifft sie die Menschen und ist oft Gegenstand von Kontroversen. Zum Beispiel die Karikaturen von Mohammed in Charlie Hebdo.

Wie zeichnet man für die Zeitungen?

Die Zeichner verwenden unterschiedliche Herangehensweisen, um ihr Ziel zu erreichen:

  • Karikatur,
  • Provokation,
  • Vorurteile,
  • Ironie,
  • Wortspiele,
  • schwarzer Humor,
  • Vergleich,
  • Allegorie,
  • Übertreibung,
  • ...

Selbstironie, Lachen und Humor helfen auch, aktuelle Ereignisse zu entdramatisieren, einen Schritt zurückzutreten, den gesunden Menschenverstand zu nutzen und eine Meinung zu äußern. Doch nicht alle Pressekarikaturisten sind im wahrsten Sinne des Wortes "engagiert".   Sie sind vor allem Beobachter der Welt um uns herum. Sie lassen sich von aktuellen Ereignissen inspirieren, um die Menschen zum Lachen zu bringen.

Wie Cabu sagte:

"Wir sind keine Botschafter. Wir sind einfach Clowns, Akrobaten (...). Humor ist eine Sprache, die ich immer geliebt habe. Unser Anliegen ist es, die Dummheit anzuprangern, indem wir Menschen zum Lachen bringen."

Die großen Figuren der Presse Karikatur

In jeder Epoche gab es bekannte Zeichner. Es ist unmöglich, alle zu nennen, aber einige Namen muss man einfach kennen. Du wirst sie früh genug im Zeichenunterricht entdecken!

Plantu's Tribut nach den Angriffen auf Charlie Hebdo. | Quelle: Nykaule on Visualhunt

Unter ihnen sind die Karikaturisten, die am 7. Januar 2015 Opfer des Anschlags auf Charlie Hebdo und zum Symbol der Meinungsfreiheit geworden sind:

  • Charb war seit 2009 Direktor von Charlie Hebdo. Er hatte die Zeitung mit anderen wieder ins Leben gerufen. Außerdem zeichnete er auch für Mon Quotidien, eine Zeitung für Kinder.
  • Wolinski, der 1968 mit Siné die Zeitung L'Enragé gründete und an der Entstehung von Hara-Kiri beteiligt war. Er hat auch für die französische Sonntagszeitung JDD, L'Humanité und Le Nouvel Observateur gearbeitet.
  • Cabu war vor allem für Hara-Kiri und Charlie Hebdo tätig, aber seine Zeichnungen wurden auch in Le Monde, Rock n'Folk, Le Figaro und Le Nouvel Observateur veröffentlicht.
  • Honoré hat für viele Pressetitel gearbeitet (Le Monde, Libération, les Inrockuptibles....).
  • Tignous Zeichnungen wurden in Charlie Hebdo und Marianne veröffentlicht.

Unter den Zeichnern von Charlie Hebdo gibt es auch große Namen wie Luz, Willem, Coco...

Einige Karikaturisten sind heute untrennbar mit großen Schlagzeilen verbunden.  Dies ist der Fall bei Plantu, dessen Zeichnungen jeden Tag wie ein Leitartikel auf der Titelseite der Zeitung Le Monde zu sehen sind. Er ist auch einer der Gründer des Vereins Cartooning for Peace.

Wie werde ich Karikaturist?

Zeichner müssen oft für mehrere Zeitungen arbeiten.

Abgesehen von den bekannten Karikaturisten handelt es sich für die meisten Zeichner um einen durchaus prekären Beruf, bei dem man verschiedene Tätigkeiten kombinieren muss. Junge Zeichner, die mit diesen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, wenden sich daher eher an Berufe im Bereich Illustration oder Comic.

Träumst Du davon, Karikaturist zu werden?

Um eine gelungene Karikatur zu erstellen, musst Du die Zeichentechniken beherrschen, wissen, wie man eine Figur des öffentlichen Lebens zeichnet, eine treffende Karikatur zeichnen können, an einem Grafiktablett arbeiten... Aber du musst auch die Grundlagen der Zeichnung und Grafik wie Proportion und Perspektive kennen.

Wir sind hier weit von der realistischen Zeichnung entfernt. Es geht nicht darum, ein Objekt authentisch darzustellen, sondern in wenigen Strichen eine Idee, eine Botschaft zu vermitteln, herauszufordern und dabei den Sinn für Humor zu bewahren.

Karikaturen relativieren so manche Situation, indem sie Menschen zum Lachen bringen. | Quelle: DonkeyHotey via Visual Hunt

Es ist daher unerlässlich, das Zeichnen zu erlernen, um diese Kunst zu beherrschen. Aber du musst auch alle Regeln des Genres lernen. Eine nicht sachkundige Person findet die Pressekarikatur banal. Allerdings ist die Analyse dieser Art von Zeichnung alles andere als einfach. Jedes Detail zählt.

Wie kann man in der Einfachheit prägnant sein?

Das erfordert viel Arbeit, aber nicht nur das.  Andere Qualitäten machen den Unterschied aus, wenn es darum geht, eine markante Zeichnung zu kreieren oder ein Meister im Erstellen einer effektiven Skizze zu werden. Um für eine Zeitung zu zeichnen, muss ein Zeichner gewisse Eigenschaften haben:

  • Allgemeinbildung,
  • Liebe zum Detail,
  • Schlagfertigkeit,
  • Vorstellungskraft,
  • Neugier,
  • rasche Auffassungsgabe.

Das ist eine echte journalistische Arbeit. Zu wissen, wie man in einer Zeichnung die Botschaft mit Humor ausschmückt ist alles andere als selbstverständlich. Mit einem leeren Blatt Papier konfrontiert, ist es wichtig, kreativ zu sein, aber auch den aktuellen Ereignissen kritisch gegenüberzustehen. Bevor Du eine journalistische Ausbildung absolvierst, solltest Du deinen Filzstift, Bleistift, Pinsel und Holzkohle herausnehmen, um zu lernen, wie man zeichnet.

Um schöne Karikaturen zu zeichnen, muss man wissen, wie man ein realistisches Porträt erstellt. Bildende Kunst, Kunst Kurse oder privater Zeichen Unterricht gehören zu den besten Möglichkeiten, deine Technik zu verbessern und Fortschritte zu erzielen!  Sie werden dir auch helfen, deinen eigenen Stil zu finden.

 

 

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Stefanie

Sprachen sind meine große Leidenschaft! Da ich zweisprachig aufgewachsen bin, habe ich mich schon früh für Sprachen und Kulturen interessiert. Ich liebe Reisen und entdecke gerne neue Länder.