Die Finger eines Pianisten fliegen mit einer Leichtigkeit über die Tasten, die eine Schwalbe neidisch machen würde - und uns seit Anbeginn der Zeit fasziniert ...

Von Ray Charles über Nina Simone bis hin zu Stevie Wonder hat das Klavier viele Generationen gerockt und der selige Ausdruck auf dem Gesicht des Pianisten lässt uns träumen und die Sterne noch etwas heller scheinen...

Löst jedes Klavier diese Emotionen aus?

Nach Angaben des Deutschen Musikrats greifen 24 Prozent aller 17-Jährigen regelmäßig zum Instrument. Davon spielt jeder Zweite seine Lieblingssongs auf der Gitarre; oder dem Keyboard!

Es ist heute unmöglich, auf das Keyboard an der Spitze digitaler Instrumente zu verzichten.

Die japanische Marke Yamaha, die auf digitale Instrumente wie Clavinova oder ihr Silent-System spezialisiert ist, erzielte 2010 einen Marktanteil von 15 bis 20%.

Viele Gründe treiben Profi- und Laienpianisten dazu, sich vom schweren, teuren und etwas schwerfälligen akustischen Klavier abzuwenden und auf ein Digitalpiano umzuschwenken.

Vielleicht werden akustische Klaviere allmählich ganz zugunsten von Digitalpianos verschwinden?

Aber auch das noch etwas kleinere und handlicherer Keyboard, das außerdem mit vielen spannenden Zusatzfunktionen aufwartet, wird wohl noch lange Zeit in der Liste der beliebtesten Musikinstrumente erscheinen.

Auf jeden Fall solltest Du lernen, das Keyboard und seine vielen spannenden Funktionen zu beherrschen, um ein wahrer Pianist des 21. Jahrhunderts zu werden.

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Akustisches Klavier, E-Piano oder Keyboard?

Bringen wir erstmal etwas Licht ins Dunkel und schauen uns die Unterschiede zwischen den verschiedenen Instrumenten an. Denn anscheinend scheint es da einige Unklarheiten zu geben.

  • Welches Keyboard kling wie ein Klavier?
  • Kann man mit einem Keyboard Klavier lernen?
  • Ist ein E-Piano dasselbe wie ein Keyboard?

All diese Fragen liest man in Musikforen immer wieder. Um sie zu beantworten, muss man wissen, was es überhaupt für Instrumententypen gibt und worin sie sich unterscheiden.

Ein akustisches Klavier besteht aus einem großen Resonanzkörper aus Holz, in dessen Inneren eine recht komplizierte Mechanik eingebaut ist, mit der die Klänge erzeugt werden.

Jeder der 88 Tasten sind eine bis drei Saiten zugeordnet. Wenn Du auf eine Taste drückst schlägt ein kleiner Hammer auf die entsprechenden Saiten und versetzt sie in Schwingung. Der Resonanzkörper ist dazu da, den Klang zu verstärken.

Was ist ein E-Piano?

Ein Klavier braucht recht viel Platz, lässt sich auf Grund seines Gewichts nur schwer verschieben und muss ab und zu von einem professionellen Klavierstimmer gestimmt werden. Aus diesen Gründen liebäugeln immer mehr mit einem E-Piano.

Aber was ist das genau?

Im Grunde genommen, fallen alle Klaviertypen, bei denen Elektronik oder Elektrik zum Einsatz kommt unter den Begriff E-Piano.

Bei dem elektrischen Klavier entsteht der Klang auf exakt die gleiche Weise, wie beim akustischen. Der Ton wird aber nicht durch einen Resonanzkörper, sondern durch einen elektrischen Tonabnehmer an einen Lautsprecher weitergeleitet und verstärkt.

Heutzutage werden mit diesem Begriff meistens selbstspielende Klaviere bezeichnet.

Bei dem elektronischen Klavier fällt die mechanische Klangerzeugung komplett weg. Der Ton wird beim Anschlagen der Tasten elektronisch erzeugt.

Das Digitalpiano ist genau genommen eine Weiterentwicklung davon, bei der es darum geht, die Vorzüge des elektronischen Klaviers mit dem Spielgefühl eines akustischen zu kombinieren.

Häufig werden die Begriffe Elektro- und Digitalpiano synonym verwendet und auch mit dem Überbegriff E-Piano ist meistens ein digitales Klavier gemeint. Es gibt so einige Gründe, die dafür sprechen, mit dem E-Piano Lernen anzufangen und ihm gegenüber der klassischen akustischen Variante den Vorzug zu geben:

  1. Der Platz: Verglichen mit einem akustischen Klavier, nimmt ein digitales Piano wesentlich weniger Platz ein.
  2. Mehr Mobilität: Es ist leicht transportabel - die meisten digitalen Pianos wiegen weniger als 20 kg. Ein schlagendes Argument, wenn Du irgendwann Konzerte geben möchtest oder mit Freunden in der Gruppe spielen willst.
  3. Es ist weniger empfindlich: Insgesamt ist ein digitales Piano wesentlich robuster als ein Akustikklavier.
  4. Der Klang: Ein digitales Klavier ist immer gestimmt, es gibt kein Echo oder andere Effekte, die die Klangqualität verändern könnten.
  5. Weniger Lärm: Dank der Möglichkeit, mit Kopfhörern zu spielen oder die Lautstärke zu regeln, kann man Digitalpiano spielen, ohne Nachbarn, schlafende Kinder oder Haustiere zu stören.
  6. Reduzierte Wartungskosten: Es muss nicht mindestens einmal pro Jahr professioneller Klavierstimmer ins Haus kommen.
  7. Eine große Auswahl an vielfältigen und abwechslungsreichen Klängen.
  8. Ein Sequenzer: ein Tool, mit dem Du aufnehmen, kleine Arrangements machen und mehrere Instrumente gleichzeitig spielen kannst - ideal für die Programmierung der musikalischen Begleitung!
  9. Ein in integriertes elektronisches Metronom gibt das richtige Tempo vor.
  10. Ein erschwinglicher Preis: Ein digitales Klavier ist viel günstiger als ein akustisches. Einfache Einsteigermodelle gibt es bereits ab 500 Euro.

E-Piano und Keyboard – worin liegt der Unterschied?

Von außen sehen Keyboards den E-Pianos sehr ähnlich. Auffallend ist vielleicht, dass sie noch etwas kleiner und leichter sind. In der Regel haben Keyboards nur 61 oder 76 Tasten. Das entspricht zweieinhalb, beziehungsweise einer Oktave.

Mit E-Piano und Digitalpiano meint man meistens dasselbe.
Das E-Piano ist eine elektronische Variante des Klaviers. | Quelle: Sincerely Media via Unsplash

Der Hauptunterschied ist, dass sie nicht rein auf das Imitieren des Klaviersounds, sondern weit mehr, ganz verschiedene Klänge ausgereichtet sind. Die Tasten sind nicht gewichtet, das heißt sie lassen sich mit weniger Kraftaufwand runterdrücken, was zu einem ganz anderen Spielgefühl führt.

Die zahlreichen vorprogrammierten Sounds beschränken sich nicht auf Tasteninstrumente wie Klaviere und Orgeln. Du kannst genauso gut Trompete, Geige oder Saxofon auf dem Keyboard spielen.

Natürlich gibt es auch bereits eingespeicherte Begleitungen; diese gehen vom einfachen Schlagzeug Rhythmus bis hin zu ganzen Band Arrangements. Dank einer Aufnahmefunktion kannst Du auch Deine eigene Begleitung einspielen und bei vielen Modellen mit verschiedenen Effekten bearbeiten.

Was ist ein virtuelles Klavier?

Vielleicht bist Du auf der Suche im Internet oder dem App Store schon mal auf ein digitales Klavier gestoßen.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um ein rein virtuelles Instrument. Dir werden auf dem Handydisplay oder Computer Bildschirm Klaviertasten angezeigt, die Du anwählen kannst, wodurch dann der entsprechende Klang wiedergegeben wird.

Das „Drücken“ der Tasten erfolgt entweder durch antippen mit dem Finger, anklicken mit der Maus oder auf der Computer Tastatur. Du wirst also darauf nicht spielen können wie auf einem herkömmlichen Tasteninstrument.

Ein virtuelles Klavier kann Dir aber dabei helfen, die Klaviertastatur kennenzulernen, da Du meistens die Möglichkeit hast, die Notennamen zu jeder Taste anzeigen zu lassen.

Auch für die Gehörbildung unterwegs, kann ein virtuelles Piano ganz hilfreich sein. Im Bus oder Wartezimmer kannst Du verschiedene Intervalle oder Tonleitern üben.

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Was ist der Unterschied zwischen einem Keyboard und einem Synthesizer?

In jeder Instrumentenfamilie gibt es Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten. Das gilt für Blasinstrumente genauso wie für Schlagzeug, Gitarren und Klavier.

Worin sich akustische Klaviere, E-Pianos und Keyboards unterscheiden, haben wir ja bereits gesehen. Aber es gibt ja noch den Synthesizer! Auch ein Synthesizer hat weiße und schwarze Tasten, wie ein Klavier oder Flügel, und Knöpfe und Regler wie ein Keyboard.

Genaugenommen, steckt in jedem Keyboard ein kleiner Synthesizer (aber nicht andersrum!). Denn er ist dazu da, Klänge zu imitieren. Und das ist auch sein eigentliches Spezialgebiet.

Synthesizer gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, die alle auf eine bestimmte Art von Klang ausgerichtet sind. Es gibt sie sowohl als mehrstimmige als auch als einstimmige Variante.

Für elektronische Musik mit kräftigem Bass und interessanten Beats, wird man wahrscheinlich eher zu einem monophonem (einstimmigem) Synthesizer mit synthetischen Klängen greifen; während für eine orchestrale Popballade ein polyphoner (mehrstimmiger) Synthesizer, der Naturinstrumente (wie Blas- oder Streichinstrumente) nachahmt, die bessere Wahl ist.

Aber warum gibt es denn nun überhaupt zwei unterschiedliche Instrumente, wenn sie doch beide nur Klänge nachahmen?

Auf dem Keyboard ist das Imitieren anderer Instrumente nur eine Funktion unter anderen. Die Sounds sind zu einem großen Teil vorprogrammiert und nur bedingt veränderbar. Der Synthesizer hingegen ist Spezialist auf diesem Gebiet und ungemein flexibler. Je nach Modell hast Du unvorstellbar viele Möglichkeiten den Klang zu manipulieren.

Synthesizer spielen ist also die Kunst, mit verschiedenen Sounds zu experimentieren und sie perfekt aufeinander abzustimmen.

Das Keyboard hingegen bleibt ein Tasteninstrument, auf dem Du hauptsächlich mit Klavier Fingersätzen Akkorde und Melodien spielen wirst.

Mit eiem Synthesizer kannst Du mit Sounds experimentieren.
Ein Synthesizer hat mehr knöpfe und Regler als ein Keyboard. | Quelle: Omid Armin via Unsplash

Die Funktionen eines Keyboards

Wie bereits erwähnt, bietet ein Keyboard eine Vielzahl von Möglichkeiten, um richtig coole Sounds zu erzeugen. Ich möchte Dir die wichtigsten davon vorstellen, damit Du sie auch gezielt einsetzen kannst.

Wenn Du Dich ans Keyboard setzt, weil Du Klavier spielen möchtest, wirst Du natürlich einen Klaviersound auswählen (z.B.: Flügel). Mit einem Knopfdruck kannst Du dem noch einen Hall hinzufügen, oder für einen trockeneren Klang wieder entfernen.

Wenn Du beispielsweise mit der linken Hand eine Klavierbegleitung und mit der rechten die Melodie mit einem anderen Instrument spielen möchtest, kannst Du die Split Funktion einschalten. Die Tasten werden dann genau in der Mitte geteilt und jede Hälfte gibt, das von Dir gewählte Instrument wieder.

Der Dual- oder Layer-Modus ist dazu da, zwei oder mehrere Instrumente übereinander zu legen. Beim Anschlag einer einzigen Taste, erklingt dann also der gleiche Ton auf mehreren Instrumenten gleichzeitig. Damit kannst Du mit Deinen zehn Fingern klingen wie ein ganzes Orchester.

Auch mit der Begleitautomatik (manchmal auch Arranger genannt) kannst Du zu einem vollen Bandsound kommen. In einem Keyboard sind verschiedene Begleitungen einprogrammiert.

Manche davon beschränken sich auf einen bestimmten Rhythmus, der dann mit Schlagzeug und anderen Perkussionsinstrumenten abgespielt ist. Anderen sind noch weitere Begleitinstrumente hinzugefügt.

Das Beste daran ist, dass Du sie für jeden beliebigen Song verwenden kannst, denn die Akkorde und Harmonien sind nicht festgelegt.

Wenn Du mit der linken Hand die Akkordtöne spielst, werden diese vom Keyboard sofort erkannt und Deine digitale Band, passt sich sofort an. Mit rechts kannst Du dann eine Melodie dazu spielen.

Wenn Dir die ab Werk eingespeicherten Begleitungen nicht ausreichen, kannst Du weitere Musikdateien auf das Instrument übertragen; bei neueren Geräten geschieht das meist über einen USB-Anschluss.

Sollen Anfänger besser Keyboard oder Klavier lernen?

Wenn Du Dir bis hierhin alles sorgfältig durchgelesen hast, ahnst Du es wahrscheinlich bereits: die Frage lässt sich nicht generell beantworten.

Die Tasten des Keyboards sind leichter als die Klaviertasten.
Ein Klavier hat 88 Tasten, ein Keyboard nur 61 oder 76. | Quelle: Sigmund via Unsplash

Genaugenommen sind Klavier und Keyboard unterschiedliche Instrumente, die ganz andere Möglichkeiten mit sich bringen. Wenn Dir die Vielseitigkeit des Keyboards gefällt und Du vielleicht sogar als Alleinunterhalter auftreten möchtest, go for it!

Ein Keyboard ist ein tolles Instrument, um auch alleine wie eine Band zu klingen, mit verschiedenen Klangfarben zu experimentieren und kann auch beim Komponieren sehr hilfreich sein.

Bist Du hier gelandet, weil Du gerne Klavier spielen lernen möchtest und im Keyboard eine preiswerte und Platz sparende Möglichkeit siehst zu Deinem Ziel zu kommen?

In diesem Fall fällt die Antwort etwas anders aus. Du kannst zwar ein Keyboard wie ein Flügel klingen lassen, auch die Anordnung der Tasten ist dieselbe, aber es gibt eben auch erhebliche Unterschiede:

  • Weniger Tasten: Das bedeutet automatisch auch, ein kleinerer Tonumfang.
  • Keine gewichteten Tasten: Sie sind leichter runterzudrücken und heben sich auch deutlich schneller wieder an. Dadurch verändert sich auch das Klangverhalten. Auf einem Keyboard kannst Du nie dieselben Dynamiken und rhythmischen Feinheiten erzeugen wie auf einem Klavier (oder auch E-Piano).

Wenn Du also auf einem Keyboard spielen lernst, wirst Du nicht alle Feinheiten des Klavierspiels erlernen. Sobald Du Dich dann an ein richtiges Piano setzt, wirst Du überrascht sein, wie anders sich das anfühlt und Dich erstmal wieder wie ein Anfänger fühlen.

Am Ende ist es für den Einstieg aber besser als gar nichts. Wenn Du absolut keinen Weg siehst, an ein bezahlbares Digitalpiano zu kommen, kannst Du Dir auf dem Keyboard zumindest einige Grundlagen aneignen (Keyboard Noten lesen lernen, Klavier Fingersätze üben oder die Koordination der Hände trainieren).

Die verschiedenen Methoden, um Keyboard zu lernen

Auf die Gefahr hin, Dich enttäuschen zu müssen, solltest Du dennoch wissen, dass es keine Zaubermethode fürs Keyboard Spielen Lernen gibt.

Dennoch können einige bewährte Methoden Anfängern helfen - egal, ob es sich dabei um ein Keyboard oder ums Klavier Lernen am Flügel handelt.

Widme Dich der Notenlehre

Der Notenlehre (auch: Solfeggio, Solfège) haftet ein schlechter Ruf an - es klingt nicht nach Spaß, sondern langweilig, akademisch, abschreckend. Deshalb wird sie auch so häufig vernachlässigt.

Sie ist aber ein nahezu unerlässliches Werkzeug, um richtig gut Keyboard spielen zu lernen. Denn sie macht es möglich, eine Partitur zu verstehen, zu lesen und zu spielen.

Die universale Notenschrift hilft Dir auch, wenn Du vielleicht später noch ein anderes Instrument, wie Trompete, Saxophon oder Violine, spielen lernen möchtest.

Grundkenntnisse der Musiktheorie sind auch dann unglaublich hilfreich, wenn man Songs nach Gehör nachspielen möchte. Man muss weniger rätseln, wenn man bereits ein paar gängige Akkorde und Akkordfolgen kennt.

Keyboard nach Gehör spielen

Deutlich schwieriger ist es für die meisten Menschen ein Musikinstrument nur nach dem Gehör spielen zu lernen. Jedoch ist es, zumindest als Ergänzung zu allen anderen Methoden, sehr empfehlenswert.

Mit dieser Technik schulst Du Dein Gehör und bekommst einen intuitiveren Zugang zur Musik.

Dein Gehör verbessert sich beim Musizieren.
Songs nach dem Gehör nachspielen, ist eine gute Übung. | Quelle: Sai Kiran Anagani via Unsplash

Fange erstmal mit einer einfachen Melodie an, die Du Dir immer wieder anhörst. Versuche dann, sie auf dem Keyboard nachzuspielen. Am Besten geht das zu Beginn mit Kinderliedern, in denen keine großen Intervalle vorkommen und die wir alle immer noch gut im Ohr haben.

Das Nachspielen von Akkorden gestaltet sich schon etwas schwieriger, denn dafür musst Du mehrere Töne gleichzeitig spielen.

Höre Dir den Akkord ganz genau an, es gibt darin einen Ton, der wichtiger zu sein scheint als die anderen. Probiere verschiedene Tasten einzeln aus, um ihn zu finden. Dann fügst einen Ton nach dem anderen hinzu, bis der vollständige Akkord erklingt.

Das braucht etwas Geduld; wenn Du es aber einmal geschafft hast, einen ganzen Song nach Gehör nachzuspielen, wirst Du unheimlich stolz auf Dich sein. Und je öfter Du das übst, umso einfacher wird es auch.

Lernmethoden für Keyboard

Eine äußerst praktische, wenn auch etwas verstaubte Methode, ist der Griff zum guten alten Buch - so etwas bekommst Du in jedem Musikgeschäft.

Erkläre dem Verkäufer, ob Du Anfänger oder Fortgeschrittener bist und welches Musikgenre Dich interessiert. Er wird Dir dann eine Auswahl von verschiedenen Lehrbüchern vorstellen.

Darin wird Dir erklärt werden, welche Haltung Du zum Keyboard spielen einnehmen solltest, wie die Tasten heißen und mit welchen Fingersätzen Du Akkorde, Melodien und ganze Songs spielen kannst.

Manche Lernmethoden legen viel Wert auf Musiktheorie, andere stellen das sofortige Spielen in den Vordergrund. Es gibt Lehrbücher für Kinder und Erwachsene, als E-Book oder als Taschenbuch. Es wird bestimmt das Richtige für Dich dabei sein.

Es gibt mittlerweile tatsächlich auch Anfänger Keyboards mit integrierter Lernmethode. Auf dem Display des Instruments werden Erklärungen und Keyboard Noten angezeigt.

Auf sogenannten Leuchttastenkeyboards wird das Noten lesen lernen hinfällig. Du brauchst nichts weiter zu tun, als auf die Taste zu drücken, die gerade aufleuchtet. Das kann zwar für Kinder und Einsteiger ganz interessant sein. Aber die Methode hat ihre Grenzen, da man doch irgendwann lernen muss, selbstständig die richtige Taste zu finden.

Lerne Keyboard im Internet

Die digitale Welt hat auch die Musik nachhaltig verändert - vor allem durch Videos, Tutorials und Websites, um Musik online zu lernen.

In vielen Song Anleitungen wird Dir ganz genau gezeigt, in welchem Moment Du welche Taste drücken musst. Ohne eine Ahnung von Namen der Töne, Akkorden und Notenwerten zu haben, kannst Du so Deine Lieblingssongs lernen.

Daran ist natürlich nicht generell etwas auszusetzen. Jedoch fehlt bei dieser Art des Lernens häufig die Struktur und die Vielseitigkeit, sodass es irgendwann einfach nicht mehr weiter geht.

Deshalb rate ich Dir, nebenbei gezielt Fingerübungen, Rhythmik Lektionen und Theorie Stunden in Deine Übungsroutine einzubauen.

Für jeden Klavierstil gibt es auch virtuelle Möglichkeiten, die sehr gut dazu geeignet sind, Klavier ganz alleine zu lernen, ohne in private Unterrichtsstunden investieren zu müssen.

Seit 2015 haben sich Online-Klavierlernseiten vervielfacht.

Die Gründe für diesen Erfolg sind vielfältig:

  • Der Wunsch, zu der gewünschten Zeit auf der Bank oder dem Hocker zu sitzen, nicht zu einer festen Zeit, immer am selben Tag der Woche.
  • Die Vielfalt des Angebots und die verschiedenen Lernansätze. Jeder zukünftige Pianist kann die zu sich passende Website finden. Du wirst bestimmt Songs und Lernmethoden finden, die zu Dir passen.
  • Wir können jederzeit und überall auf diese Seiten zugreifen. Sogar mit oder ohne Klavier in der Nähe (ideal, um z.B. während einer langen Reise mit der Musiktheorie und Gehörbildung weiterzukommen).

Du kannst Dir entweder aus dem reichhaltigen Angebot Deinen eigenen Keyboardkurs zusammenstellen, oder Dich auf einer Website zum Klavier und Keyboard lernen anmelden.

Letztere Möglichkeit wird wahrscheinlich nicht ganz kostenlos sein, hat aber den Vorteil, dass Du weniger Organisationsaufwand hast und etwas weniger Disziplin brauchst, um ans Ziel zu kommen.

Viele der online Angebote gibt es auch als App. Du hast Deinen Keyboard Kurs so jederzeit in der Hosentasche mit dabei.

Keyboard Noten fndest Du im Internet und dem Musikfachhandel.
Noten lesen lernen gehört beim Keyboard spielen dazu. | Quellen: Oudom Pravat via Unsplash

Lerne Keyboard mit einem Lehrer

Unabhängig von Talent, Fähigkeit und Motivation wird oft empfohlen, Keyboard Unterricht bei einem Lehrer zu nehmen.

Um einen guten Lehrer zu finden, kann es hilfreich sein, wenn jemand, den man kennt, gute Erfahrungen mit einem Lehrer gemacht hat und ihn weiterempfehlen kann.

Auf Superprof findest Du qualifizierte Klavierlehrer in jeder deutschen Stadt (z.B. Klavierunterricht Berlin) oder Du holst sie zum Klavier Lernen Online ganz einfach per Webcam zu Dir nach Hause!

Über die Plattform kann man sich schnell und einfach eine Vorstellung vom betreffenden Lehrer und seinem Unterricht (Methode, Erfahrung, Preise) machen. Jeder Lehrer stellt sich auf seiner Profilseite vor.

In der Regel ist die erste Unterrichtsstunde kostenfrei, um die Lernmethode des Lehrers beurteilen zu können, gemeinsam den Umfang der Arbeit zu bestimmen und einen musikalischen Lehrplan zu erstellen (z.B. Klavierunterricht für Kinder).

Außerdem kannst Du Dich auf die Beurteilungen früherer Schüler stützen, um Dir ein Bild von der Qualität des Unterrichts, den Lernmethoden und den Fortschritten der Schüler zu machen.

Ein professioneller Lehrer wird sich ganz auf Dich, Deine Wünsche und Bedürfnisse einlassen. Er wird Dir auch Tipps geben, wenn Du Dir Zubehör, ein Klavier für Kinder oder ein ergänzendes Buch kaufen willst.

Für welche Methode Du Dich schlussendlich auch entscheidest: mit einem Keyboard hast Du ein vielseitiges Instrument, das sich zudem auch noch leichter transportieren lässt als ein Klavier.

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für Klavier?

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.