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Kino & Klavier: Piano-Liebhaber auf der Leinwand

Von Florence, veröffentlicht am 13/07/2018 Blog > Musik > Klavier > Die 10 schönsten Filme für alle, die Klavier spielen

Das Kino gibt uns mehr als jede andere Kunst das Gefühl, dass es erlaubt ist, in das Leben anderer hinein zu spionieren.

Pianist, Klavierlehrer, verträumter Musiker … Das Kino hat uns schon viele schöne Schicksale ausspionieren lassen.

Denn das Klavier war schon oft das Thema ergreifender Leinwandgeschichten.

Wenn Du mit Klavierunterricht anfangen, mit einem Lehrer Klavier bzw. Keyboard spielen lernen oder einfach nur Stücke von Chopin, Mozart, Beethoven, Schumann oder Ray Charles zum Spaß spielen willst, solltest Du keine Sekunde zögern, Dir diese Filme für ein Dose Inspiration anzuschauen.

Du wirst Virtuosen, Filmmusik, Lerntechniken oder Stücke entdecken, um das Klavierspielen und die Klavierkultur kennenzulernen.

Jazz, klassische Musik … Alles ist dabei!

Entdecke mit uns die Wunderwerke der Filmkunst!

Das Piano (1993)

Regisseur/Regisseurin: Jane Campion

Schauspieler: Holly Hunter, Harvey Keitel, Sam Neill, Anna Paquin, Kerry Walker

Die Geschichte:
Eine junge Mutter und ihr neunjähriges Mädchen fangen ein neues Leben an. Ein neuer Ehemann und vor allem eine neues Haus im Neuseeländischen Busch wartet auf sie. Leider muss die junge Frau für dieses Leben einige Dinge zurücklassen. Ihr wertvollstes Gut, ihr großartiger Flügel, wird von einem Nachbarn bewahrt, der nicht davor zurückschreckt, für den Eintausch alles von ihr zu fordern.

Dieses Kino-Meisterwerk hat die Geister geprägt. Er ist der erste Film der von einer Frau, der mit einer Goldenen Palme ausgezeichnet worden ist.

Jane Campion ebnet einen neuen Weg, denn heute sind Frauen im Filmgeschäft immer noch kaum beteiligt.

Der Pianist (2002)

Regisseur/Regisseurin: Roman Polanski

Schauspieler: Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Emilia Fox.

Die Geschichte:
Mitten im Zweiten Weltkrieg flüchtet der große polnische jüdische Pianist Wladyslaw Szpilman aus dem Warschauer Ghetto, nachdem er schon der Deportation entkommen war. Ein deutscher Offizier hilft ihm zu überleben. Dieser bewundert die Musik des Pianisten und so hilft er ihm sich zu verstecken und zu ernähren. Eine Handlung, die ihm fast das Leben kosten wird…

Der große jüdische Pianist Wladyslaw Szpilman muss sich vor der Verfolgung verstecken. Roman Polanski malt ein großartiges Portrait des großen jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman. | Quelle: Visualhunt

Nachdem Regisseur Roman Polanski den Dreh von „Schindlers Liste“ abgelehnt hatte, akzeptierte er letztendlich, mit diesem Film doch noch zu dieser Geschichtsepoche zu arbeiten.

„Der Pianist“ wird ihm seinen ersten Oscar einbringen.

Piano Forest (2009)

Regisseur/Regisseurin: Masayuki Kojima

Off-Stimmen: Mayuko Fukuda, Chizuru Ikewaki, Hiroyuki Amano.

Die Geschichte:
Shuhei Amamiya, ein Junge aus gutem Hause, ist gerade mit seiner Familie in einer kleinen Stadt auf dem Lande angekommen. Seine jungen Klassenkameraden erzählen dem Jungen von einem Zauberklavier, das im Wald versteckt sein soll. Die Neugier des talentierten Klavierspielers wird geweckt und so versucht er das Geheimnis des kaputten Klaviers, dessen Töne man durch den Wald klingen hört, zu lüften.

Dieser Animationsfilm ist eine wirklich poetische Geschichte. Man entdeckt darin Kinder, die die Musik leidenschaftlich lieben, und es werden zwei sehr verschiedene Lerntechniken vorgestellt.

Die Gelegenheit, die Verbindung Klavier + Familienkino zu entdecken!

Der wilde Schlag meines Herzens (2005)

Regisseur/Regisseurin: Jacques Audiard

Schauspieler: Romain Duris, Niels Arestrup, Emmanuelle Devos.

Die Geschichte:
Tom ist 28 und hat schon eine erfolgreiche Karriere im Immobilienbereich hinter sich. Sein strenger und gewalttätiger Vater hat ihm diesen Weg vorgeschrieben. Als er klein war, wollte Tom jedoch nichts mehr, als Pianist zu werden, genauso wie seine früh verstorbene Mutter. Als er den Agenten seiner Mutter trifft, flammen Toms alte Träume wieder auf. Der junge Mann fängt an, für ein Vorspiel zu üben, das sein Leben verändern könnte.

Dieser Film ist zu großen Teilen vom Film Finger – Zärtlich und brutal (1978) von James Toback inspiriert. Seine französische Version wurde sogar in Frankreich bis 2017 für die Baccalaureatprüfungen im Fach Film benutzt.

Hier kannst Du zur Entspannung vor Deinen Prüfungen nochmal ein Filmzitat zum Thema Klavierspielen lesen!

Für die Kenner: Während des Films hörst Du immer wieder die Toccata in e-Moll, BWV 914 von Johann Sebastian Bach.

Ein perfekter Platz (2006)

Regisseur/Regisseurin: Danièle Thompson

Schauspieler: Cécile de France, Albert Dupontel, Valérie Lemercier.

Die Geschichte:
Schauspielerin, Sammler, Pianist, verschiedene Schicksale und Persönlichkeiten treffen aufeinander und kommen sich während eines Abends im Café des Theaters nahe. Es ist die Möglichkeit, ihre Zweifel, Träume und Ängste mit Menschen zu teilen, die vor einigen Tage noch völlige Unbekannte waren.

Dieser Film hat in den Vereinigten Staaten einen großen Erfolg unter dem Namen „ Avenue Montaigne“ gefeiert. Im französischen Kino ist er ein richtiger Außenseiter. Ein wenig apart gibt er uns die Möglichkeit, das Schicksal eines hochbegabten Pianisten zu verfolgen, der davon träumt, vor einem unmusikalischen Publikum zu spielen.

Der Pianist François-René Duchâble hat die Filmcrew in Bezug auf die klassische Musik beraten. Er hat ebenfalls die Stücke der Originalfilmmusik gespielt.

Amadeus (1984)

Regisseur/Regisseurin: Milos Forman

Schauspieler: Tom Hulce, F. Murray Abraham, Elizabeth Berridge.

Die Geschichte:
Es ist 1781, ein junges Musik-Wunderkind kommt in Wien an. Wolfgang Amadeus Mozart ist schon als Jugendlicher bekannt als einer der besten Komponisten seiner Zeit.

Das provoziert die Eifersucht des jungen offiziellen Hofkomponisten Antonio Salieri. Dieser ist Gott und der Musik gleichermaßen völlig hingegeben. Er wird versuchen, den jungen genialen Mozart mit allen nur erdenklichen Mittel auszuschalten.

Wer war Mozart wirklich? Im Filmdrama „Amadeus“ wird Mozart als freches und vorlautes Kind portraitiert, das unter den Ansprüchen seines Vaters leidet. | Quelle: Visualhunt.

Dieser Film über Mozarts Leben ist mehr als nur eine Biografie, denn er ist mit einer wirklichen Intrige bestückt. Um seine Interpretation von Mozart so wahrheitsgetreu wir nur möglich zu gestalten, hat der Schauspieler Tom Hulke vier Stunden pro Tag Klavier geübt.

Vier Minuten (2008)

Regisseur/Regisseurin: Chris Kraus

Schauspieler: Monica Bleibtreu, Hannah Herzsprung, Sven Pippig

Die Geschichte:
Traude Krüger ist nicht so wie alle anderen Klavierlehrer. Die Pianistin steht am Ende ihrer Karriere und unterrichtet die Grundlagen des Instruments an mehrere Gefängnisinsassen.

Eine Begegnung wird sie allerdings ganz besonders prägen: Jenny ist eine junge Insassin, die ein großes Talent für das Klavierspielen hat. Die Lehrerin ist entschlossen, die junge Frau bei der Aufnahmeprüfung für das Konservatorium vorzustellen. Jenny mag jedoch Autorität nicht, und ist nicht bereit die für die Prüfung notwendigen Opfer zu bringen.

Die Regisseurin Chris Kraus hat acht Jahre gebraucht, um diesen Film herauszubringen. Ihre Inspiration stammt von dem Foto einer alten Dame, die in einer Gefängniszelle Klavier spielt. Der Film hat 46 Preise gewonnen und wurde 9 Mal nominiert.

Das Mädchen, das die Seiten umblättert (2006)

Regisseur/Regisseurin: Denis Dercourt

Schauspieler: Catherine Frot, Déborah François, Pascal Greggory

Die Geschichte:
Melanie, ein junges zehnjähriges Mädchen vom Lande, ist eine talentierte Klavierspielerin. Eines Tages entscheidet sie sich dazu, an der Aufnahmeprüfung für das Konservatorium teilzunehmen. Die Anwesenheit einer großen Pianistin in der Jury destabilisiert sie jedoch und macht ihr einen Strich durch die Rechnung.

Einige Jahre später hat Melanie längst die Vergangenheit hinter sich gelassen. Sie beginnt gerade ein Praktikum in einer großen Anwaltskanzlei. Dort trifft sie dann die berühmte Pianistin Mme Fouchécourt wieder, die keine andere als die Frau des Chefs der Kanzlei ist. Eine Beziehung entsteht zwischen den beiden Frauen. Die zukünftige junge Anwältin wird das Mädchen, das für die erfahrene Pianistin die Seiten umblättert.

Der Film erhielt mehrere Preise, unter anderem den César für die Beste Filmmusik für Jérôme Lemonnier, den César für die Beste Nachwuchsdarstellerin für Déborah François und den César für die Beste Hauptdarstellerin Catherine Frot.

Vitus (2008)

Regisseur/Regisseurin: Fredi M. Murer

Schauspieler: Fabrizio Borsani, Teo Gheorghiu, Julika Jenkins

Die Geschichte:
Vitus ist ein hochbegabtes Kind. Er hat das absolute Gehör, was es ihm ermöglicht, hervorragend Klavier zu spielen. Der junge Musiker verschlingt alle Bücher, die ihm unterkommen, und sammelt so großes Wissen an. Deswegen gehen die Eltern schon von einer Musikerkarriere für das kleine Wunderkind aus.

Vitus wiederum bevorzugt es, in der Tischlerei seines Großvaters zu spielen. Eine Tätigkeit, die die Eltern nicht wirklich akzeptieren können…

Wie sollt man sein Kind zur Musik erziehen? Man darf zum Klavierspielen nicht gezwungen werden. Das zeigt uns der Film „Vitus“! | Quelle: Pixabay.

Der Film wurde leider nicht mit dem von seinem Regisseur so erwarteten Erfolg beschert. Die Pressestimmen zum Film waren sogar eher negativ.

Der Film stellt jedoch viele gute Fragen zur Orientierung von Kindern sowie den Wünschen der Eltern. Und endlich ist die Hauptfigur auch kein Klaviernarr. Eine also ziemlich interessante Perspektive!

Ray (2004)

Regisseur/Regisseurin: Taylor Hackford

Schauspieler: Jamie Foxx, Kerry Washington, Regina King

Die Geschichte:
Jenseits der Erfolge und seiner großartigen Karriere war Ray Charles ein Mensch, der viele Schwierigkeit überwinden musste.

Der Film zeichnet das intime Leben des Musikers nach, von seiner Sehbehinderung, seinem Status als Afro-Amerikaner, seiner Heroinabhängigkeit bis hin zu seinen Schuldgefühlen wegen des Todes seiner Bruders und seinen vielen Seitensprüngen. Wir sind weitab von dem Musikabenteuer des Genies.

Wen inspiriert Ray Charles nicht? Ray Charles ist nicht nur als Künstler inspirierend, sondern auch als Persönlichkeit, die viele Hindernisse überwunden hat. | Quelle: Visualhunt.

Jeder Musiker, und erst recht die Pianisten, kennt den großen Ray Charles, einen der großartigsten Klavierspieler und Sänger aus Pop & Rock.

Aber kennen wir auch den Mann, der sich hinter seinen schwarzen Brillen versteckt?

Dieses musikalische Biopic ist wahrscheinlich eine der gelungensten und unglaublichsten Verfilmungen des „Biopic“- und selbst des „Klavierfilm“- Genres.

Das gilt sowohl für die Regie, als auch die großartige Schauspielleistung von Jamie Foxx, der mehr Ray Charles ist als Ray Charles selbst!

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