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Was gehört alles zu einer guten Klavierstunde?

Von Tobias, veröffentlicht am 18/06/2018 Blog > Musik > Klavier > Wie kann ich meinen Klavierunterricht organisieren?

Es ist soweit, Ihr habt Eure erste Stunde Klavierunterricht ausgemacht!

Gerade am Ende der Sommerferien, wenn der Schulunterricht wieder anfängt, fangen wieder mehr Menschen mit Musikunterricht an.

Als tüchtige(r) Geschäftsmann bzw. Geschäftsfrau habt Ihr natürlich den ganzen Sommer über an Eurem Marketing-Plan gearbeitet und wollt nun die Früchte des Erfolges ernten.

Aber wie wird Eure Klavierstunde überhaupt zum Erfolg?

Superprof hilft Euch in diesem Artikel dabei, Euren Klavierunterricht vorzubereiten, sowohl was Inhalt als auch Ausführung anbelangt.

Früher oder später wird das aber auch für Euch eine reine Formalität werden.

Stuft das Niveau Eurer Klavierschüler richtig ein

Ihr seid gerade bei Eurem Schüler zuhause angekommen.

Natürlich müsst Ihr Euch dann zunächst einmal darüber informieren, wie gut dieser überhaupt Klavier spielen kann.

Diese Aufgabe könnt Ihr ihm oder ihr zunächst selbst überlassen: Fragt einfach einmal nach, wie sich Euer Schüler selbst einstufen würde.

Fragt nach, wie lange er schon Klavier spielt und warum er sich an Euch gewandt hat: Um die ersten Schritte zu erlernen, sich auf eine Prüfung vorzubereiten, oder einfach, um hier und da ein paar Tipps zu erfragen.

Lasst Euch erzählen, was er oder sie schon über Musiktheorie weiß, inkl. Notenschlüssel, Tonleitern und Solfeggio.

Lasst Euren Schüler außerdem einfach einmal etwas vorspielen, dann merkt Ihr schnell, woran Ihr seid, z.B. ob ein Schüler schon Noten lesen kann etc.

Diese Testübung hat noch weitere Zwecke:

  • Ihr könnt erkennen, ob die Körperhaltung des Schülers gut ist
  • Findet heraus, ob er/sie Solfeggio kennt.
  • Erfahrt, ob er/sie die rhythmischen Codes kennt (Achtel, Triolen, Sechzehntelnoten usw.).
  • Beurteilt die Koordination der linken/rechten Hand und des Pedaleinsatzes
  • Bringt in Erfahrung, welche Klavierakkorde er/sie bereits gelernt hat.

Hörst erstmal zu, bevor Ihr Euren Unterricht plant Prüft zunächst, was Euer Schüler schon kann | Quelle: Pixabay

Wenn Ihr das getan habt, solltet Ihr als nächstes die gemeinsamen Ziele mit Eurem Schüler durchsprechen und Euren Unterricht entsprechend anpassen.

Da Ihr nicht wisst, wie gut Ihr zu Euren Schülern passt, solltet Ihr in jedem Fall eine erste kostenlose Probestunde anbieten.

Diese Stunde könnt Ihr dann auch gleich nutzen, um das Niveau Eures Schülers zu testen.

So gestaltet Ihr Euren Klavierunterricht

Egal, ob Ihr Klavierlehrer, Improvisationslehrer oder Musical-Trainer seid: Ihr müsst Euren Unterricht stets gut vorbereiten!

Dazu gehört natürlich auch, den Preis für den Klavierunterricht zu bestimmen.

Solfeggio-Übungen

Am Anfang jeder Übungseinheit sollten einige Solfeggio-Aufwärm-Übungen stehen. Diese sollten in etwa 10-15 Minuten in Anspruch nehmen.

Dann ist das „Schlimmste“ auch schon schnell geschafft.

Euer Schüler sollte so schnell es geht Noten in Begleitung eines Metronoms lesen lernen.

Um sich das Rhythmus Gefühl wirklich anzutrainieren, sollte er nebenbei im Rhythmus mit dem Fuß auf den Boden stampfen oder mit der Hand auf den Oberschenkel schlagen.

Es gibt viele Übungen, um Rhythmus einzustudieren Rhythmusgefühl kann man lernen! | Quelle: Pixabay

Das wird die Genauigkeit in seinem bzw. ihrem Rhythmus schnell verbessern.

Solfeggios helfen dabei, sich auch in rhythmisch schwierigeren Stücken zurechtzufinden.

Man kann die Übungen auch mit der Stimme ausführen und den Klavierunterricht so auf ein neues Level heben!

Außerdem gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Rhythmusübungen, die Ihr mit Euren Schülern durchgehen könnt.

Die Selbsteinschätzung des Schülers

In diesem Teil des Unterrichts sollte der Schüler Euch aufzählen, was Ihr alles in der vergangenen Stunde besprochen hattet.

So stellt Ihr schnell fest, ob Euer Schüler über die Woche etwas für das Instrument getan hat oder nicht.

Lasst ihn/sie die Hausaufgaben vorspielen und Ihr werdet merken, woran Ihr seid.

Wenn der Schüler Euch von einer bestimmten Schwierigkeit berichtet, auf die er während der Woche gestoßen ist, dann besprecht diese ausführlich und versucht, eine geeignete Lösung zu finden.

Technische Übungen durchführen

Zu jeder guten musikalischen Ausbildung gehört auch ein technisches Verständnis.

Um seine musikalische Ausbildung zu perfektionieren, ist es wichtig, die Finger stets zu entspannen, um nicht mehr angespannt auf dem Klavier zu spielen und maximale Fingerfertigkeit zu erlangen.

Lasst Eure Schüler Tonleitern rauf und runter spielen und achtet dabei besonders auf den richtigen Fingersatz.

Auch Oktaven und Harmonielehre sind ein wichtiges Thema und ein echtes Muss für jeden klassischen bzw. Jazz-Pianisten.

Gebt immer Hausaufgaben auf

Auch beim privaten Klavierunterricht beim Schüler zuhause ist es wichtig, dass Ihr als Klavierlehrer Euren Schülern immer etwas für die Woche zu tun gebt.

Nicht, um sie zu nerven, wie mit Hausaufgaben in der Schule, sondern um ihnen die Gelegenheit zu geben, auch ohne Eure Anwesenheit Fortschritte zu machen.

So könnt Ihr Eure Schüler auch „treu“ halten, da sie sich so nach und nach an das Klavierspielen gewöhnen.

Wenn Ihr sogar noch eine Auswahl an verschiedenen Aufgaben und unterschiedlichen Stücken zum Lernen anbietet, dann gilt das umso mehr.

Für Schüler ist es toll, wenn sie Euch voller Stolz vorspielen können, was sie unter der Woche einstudiert haben.

So kommt Ihr mit Euren Klavierschülern klar

Ihr habt Euch bestens vorbereitet? Dann kann euer Klavierunterricht also nur zum Erfolg werden, oder?

Nun ja, das ist nicht immer der Fall…

Manchmal gibt es einfach Höhen und Tiefen – und das liegt nicht unbedingt an der Qualität Eures Unterrichts.

Nicht immer läuft alles im Klavierunterricht glatt Manchmal kann auch das Zwischenmenschliche ein Problem darstellen | Quelle: Pixabay

Sowohl Ihr als auch Eure Schüler können mal einen schlechten Tag erwischen und schlecht drauf sein.

Manchmal ist man auch abgelenkt von anderen Dingen, die einem durch den Kopf spuken, wie die anstehende Mathe-Prüfung, die Fußball-WM etc.

Es gibt viele Gründe, warum Schüler manchmal nicht so ganz bei der Sache zu sein scheinen: Müdigkeit, Stress, Überforderung, persönliche Probleme oder gar Krankheit.

Man kann nicht immer alles optimal vorhersehen und planen! Manchmal stimmt das „Feeling“ ganz einfach nicht.

Dann ist es an Euch, kreativ und innovativ zu sein.

Lasst Euch nicht auf die Palme bringen und versucht, der Situation besonnen zu begegnen. Sucht stets die positiven Aspekte heraus.

Gebt Euren Schülern einige leichtere Aufgaben, um sie wieder zu motivieren (Erfolgserlebnisse sind immer eine gute Motivationsquelle!): Ein paar Solfeggios, ein paar Akkorde, einen einfachen aber schönen Song…

Je nach Schüler müsst Ihr Euch etwas Passendes einfallen lassen!

So messt Ihr den Fortschritt Eurer Schüler beim Klavierspielen

Damit Ihr sehen könnt, ob Eure Arbeit als Klavierlehrer auch wirklich Früchte trägt, müsst Ihr eine Möglichkeit finden, die Fortschritte Eurer Schüler zu messen.

Aus diesem Grund solltet Ihr regelmäßig (alle 2-3 Monate) Bestandsaufnahmen machen und Euch Feedback von Euren Kunden einholen.

Natürlich merkt Ihr als Lehrer schnell, wenn sich Eure Schüler im Klavierspielen verbessern. Allerdings sollten auch sie diesen Eindruck bekommen.

Manchmal merkt man als Klavierschüler den Schritt vom Anfänger zum Fortgeschrittenen gar nicht richtig.

Außerdem könnt Ihr so Schwachpunkte feststellen und noch intensiver besprechen.

Wenn Ihr mit Euren Schülern gemeinsame Ziele nicht erreicht, dann gibt das Grund zur Diskussion.

Wenn es aber gut läuft und Ihr zufrieden mit Euren Schülern seid, dann solltet Ihr das auch kommunizieren, denn das fördert die Motivation!

Falls Ihr das Gefühl habt, dass das Niveau des Schülers oder der Schülerin stagniert, dann ist es vielleicht an der Zeit, Euren Unterricht zu verändern.

So kann es sein, dass die Auswahl der Stücke einfach nicht passt.

Nicht jeder mag Klassik, auch wenn das für Euch vielleicht der Standard ist – schonmal an Jazz oder Pop gedacht?

Andere Schüler fühlen sich vielleicht unterfordert.

Vielleicht solltet Ihr endlich aufhören, vereinfachte Versionen von Songs zu unterrichten, und zum Original überzugehen?

Das heißt nicht, dass man gleich ganze Beethoven-Symphonien spielen lassen muss.

Aber auch anerkannte Werke wie die Mondscheinsonate sind durchaus auch für Zwischenstüfler machbar – und sorgen für einen Motivationsschub!

Diese Hilfsmittel benötigt Ihr als Klavierlehrer

Der letzte wichtige Schritt auf dem Weg zum qualitativ hochwertigen Klavierunterricht: Die richtigen Hilfsmittel!

Wie jeder Pädagoge benötigt auch ein Klavier-Lehrer entsprechende Fertigkeiten – genau wie ein Gitarren-, Geigen-, oder Schlagzeuglehrer.

Ohne entsprechende Noten und Hilfsmittel seid Ihr aufgeschmissen!

Wenn Eure Schüler noch Anfänger sind, dann benötigt Ihr auf jeden Fall ein Notenbuch mit einfachen Stücken zum Nachspielen.

Für Eure Schüler solltet Ihr stets passende Noten parat haben Notenbücher sind ein wichtiges Hilfsmittel | Quelle: Pixabay

Entsprechend müssen diese Stücke dann individuell angepasst werden an jeden einzelnen Schüler.

Angenommen, Euer Schüler würde sich gerne mehr mit Jazz beschäftigen…

Ihr müsst dann eine Auswahl an verschiedenen Songbooks kennen (die Ihr nicht selbst bezahlen müsst!) und Eurem Kunden zur Auswahl zur Verfügung stellen.

Ihr seid sozusagen Mittelsmann (oder -frau) zwischen den Songbook-Verlagen und Euren Schülern.

Heutzutage braucht man aber natürlich kein gedrucktes Buch mehr – alle Arten von Noten sind heute auch im Internet verfügbar.

Viele der Webseiten, die diese Dienste anbieten, sind sogar kostenlos. Für Eure Schüler natürlich ein klarer Vorteil!

Wir wünschen Euch viel Erfolg beim Klavierunterricht!

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