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Wie setzt man als Klavierlehrer den Preis für seine Kurse an?

Superprof Blog DE > Musik > Klavier > Klavierlehrer werden: Wie viel soll Klavierunterricht kosten?

Klavierunterricht geben kann durchaus lukrativ sein.

Wenn Ihr gut seid, dann bekommt Ihr schnell Lob und werdet weiterempfohlen von Schülern und Eltern.

Wenn Ihr wisst, dass Ihr gut seid, dann verschafft Euch das als Klavier-Lehrer noch einmal zusätzliche Motivation.

Egal ob Ihr Musiktheorie, praktischen Unterricht oder professionelle Ausbildungen gebt.

Aber jeder Pianist muss sich zunächst einmal in der Welt des Unterrichts zurechtfinden.

Das ist oft nicht so einfach, gerade, wenn es darum geht, den Preis für eine Unterrichtseinheit festzulegen.

Klar, man kann auch gratis unterrichten.

Das macht man dann aber wohl eher für Freunde und Familie, denn auch ein Klavierlehrer muss sich ja irgendwie über Wasser halten.

In diesem Artikel versuchen wir Euch dabei zu unterstützen, wie Ihr es schafft, Euch ein gutes Taschengeld dazuzuverdienen oder sogar Euren Lebensunterhalt durch Klavierunterricht zu sichern.

Instrumentalunterricht hat dementsprechend auch immer eine wirtschaftliche Komponente und Ihr müsst Euch auf dem Markt der Klavierlehrer so gut wie möglich verkaufen, um Euer „täglich Brot“ zu verdienen.

Dafür müsst Ihr Euch von der Masse abheben, zum Beispiel durch Unterricht für:

  • Solfeggios
  • Theorie
  • Klavierunterricht für Anfänger
  • verschiedene Musikstile (Jazz-Klavierunterricht, klassischer Musikunterricht, Schlager, Rock)

Legt einen Tarif fest, der weder unerschwinglich noch zu attraktiv ist, und passt Euch an Alter und Niveau Eurer Schüler an!

Hier sind einige Ideen von uns, die Euch dabei helfen sollen, den Preis für Euren Unterricht festzulegen.

Wettbewerbsanalyse: So sieht der Markt für Klavierunterricht in Deutschland aus

Damit Ihr den Preis für Euren Klavier-Unterricht bestimmen könnt, müsst Ihr Euch zunächst einmal anschauen, was die Konkurrenz denn so verlangt.

Wenn Ihr das nicht macht, dann riskiert Ihr es, Euch über bzw. unter Wert zu verkaufen.

Wenn man an Klavierunterricht denkt, dann hat man meist privaten Unterricht vor Augen, egal ob bei den Schülern zu Hause  oder in einer Musikschule.

Klavierunterricht kostet im Schnitt ca. 20,- bis 40,- Euro pro Unterrichtseinheit (30 bis 60 min.). 

In dieses Preisspektrum solltet Ihr Euch auf jeden Fall einordnen.

Je nach Eurem Niveau und der Region, in der Ihr wohnt, können die Preise natürlich durchaus schwanken.

Ein studierter Lehrer wird mehr verlangen können als ein Student, der sich nebenher nur etwas Taschengeld dazu verdienen möchte.

Ein studierter Lehrer verdient mehr als ein Student ohne Ausbildung Wie viel Geld habt Ihr vor, mit Eurem Unterricht zu verdienen? | Quelle: Pixabay

Schauen wir uns einmal den Preis-Schnitt für eine Unterrichtseinheit in den größten deutschen Städten auf Superprof an:

  • Berlin – 28 €
  • Hamburg – 28 €
  • München – 24 €
  • Köln – 25 €
  • Frankfurt – 26 €
  • Stuttgart – 31 €

In Schwabens Hauptstadt kann man also am schlechtesten sparen! Zumindest bei uns auf Superprof. 😉

Obwohl Euch Diplome und Zertifikate dabei helfen, mehr Schüler zu finden und mehr Geld für Euren Unterricht zu verlangen, so sind sie doch keine Pflicht.

Jeder kann theoretisch Klavierunterricht geben.

Wenn Ihr Euch also fragt, wie viel Ihr für Euren Klavierunterricht verlangen solltet, dann raten wir Euch: Schreibt Euch einmal auf, was Eure Qualitäten sind, wie lang und gut Ihr schon Klavier spielt, wo Ihr wohnt und welche Zertifikate Ihr habt.

Dann schaut Euch im Internet um nach Preisen von Lehrern mit ähnlichen Voraussetzungen. So solltet Ihr schnell zu einem vernünftigen Ergebnis kommen.

So hängt der Preis von Eurem Niveau und der Qualität Eures Klavierunterrichts ab

Es ist schwierig, sich selbst einzuschätzen und sich noch dazu einen Preis zu geben, das ist uns klar.

Euer Niveau als Pianist

Wenn Ihr schon seit mehreren Jahren Klavier spielt und alle gängigen Techniken problemlos beherrscht (Solfeggios, Musiktheorie, Fugen, Koordination beider Hände) dann könnt Ihr bei Eurem Tarif durchaus mal ein wenig höher gehen.

Betrachtet Euer Können als Euer Kapital! Eine Klavierausbildung kann sich früher oder später durchaus als gelungene Investition erweisen | Quelle: Pixabay

Es ist wichtig, dass Ihr Euch selbst einzuschätzen lernt, da Ihr nur so Eure Dienstleistung zum richtigen Preis verkaufen könnt.

Und Qualität hat Ihren Preis, das gilt auch für Klavier-Unterricht.

Ihr solltet für Verhandlungen offen sein, aber dennoch auf Euren Tarif pochen und Euch nicht unter Wert verkaufen.

Wenn Ihr es schafft, durch Klavierunterricht Geld zu geben, dann könnt Ihr Eure eigene Ausbildung zum Pianisten durchaus als gelungenes Investment betrachten.

Dennoch solltet Ihr aufpassen, dass Ihr den Preis nicht zu hoch ansetzt, da Ihr sonst Schwierigkeiten bei der Schülersuche haben werdet.

Die Qualität Eures Unterrichts spiegelt sich in Eurem Preis wieder

Neben Eurer Qualität als Pianist sind auch Eure Fähigkeiten als Lehrer entscheidend für den Preis des Unterrichts.

Stellt Euch ein ansprechendes Programm auf bestehend aus :

  • Unterhaltsamem Solfeggio-Unterricht
  • Musiktheorie-Kurs
  • Noten und Noten-Schlüssel lernen (Violinschlüssel, F-Schlüssel, C-Schlüssel),
  • Partitionen
  • Mitgliederkoordination
  • Körperhaltung
  • Methoden für Musikstile (Jazzpiano, Blues oder klassische Musik sind schwieriger als Popmusik)
  • Arbeit an der Harmonie des Spiels, den Nuancen, der Flüssigkeit, der Interpretation des Schülers

Ein wahrer Profi durchschaut jede Facette des Instruments Ein guter Lehrer kennt sich z.B. auch mit Klavier-Einstellungen aus | Quelle: Pixabay

Kleiner Tipp: Bietet die erste Unterrichtseinheit kostenlos an, das wird immer gern gesehen!

All diese Bestandteile Eures Unterrichts werden sich auf Euren Tarif als Klavierlehrer auswirken!

Auch die Schüler haben Einfluss auf den Preis für Klavierkurse

Ihr werdet nicht in gleicher Weise bezahlt, wenn Eure Schüler Musik lernen und Klavier spielen möchten oder wenn sie bereits Musiker sind.

Der Preis ist auch höher, wenn sie Intensivkurse zur Vorbereitung auf ein Vorsingen oder eine Aufnahmeprüfung, z.B. am Konservatorium, belegen möchten.

Wenn Ihr beim Schüler zu Hause individuellen Klavierunterricht gebt, müsst Ihr die Reisekosten in Euren Stundensatz einkalkulieren.

Alles hängt vom Niveau Eures Unterrichts ab

Je nach Unterrichtsart werdet Ihr als Lehrer nicht den gleichen Service anbieten. Je besser Euer Schüler schon spielen, desto mehr müsst Ihr auch verlangen.

Für absolute Anfänger und Kinder zwischen 3 und 10 Jahren solltet Ihr in etwa 15-20 € veranschlagen.

Hier werdet Ihr noch nicht wirklich in die Trickkiste greifen müssen und den Kids zunächst einmal die absoluten Grundlagen beibringen:

Jeder, der schon ein paar Jahre als Pianist auf dem Buckel hat, kann also diese Art des Unterrichts geben und Anfänger dabei unterstützen, in die Welt des Klaviers einzutauchen.

Natürlich könnt Ihr aber auch Kindern Unterricht geben, wenn Ihr schon ein erfahrener Lehrer seid.

Wenn Ihr Jazzklavierunterricht für Musiker geben wollt, die eine musikalische Ausbildung auf hohem Niveau absolvieren oder eine die Musikhochschule besuchen möchten, empfehlen wir Euch ein Intensiv-Kursprogramm.

Je nach Spezialisierung wird Euer Unterricht auch teurer Für echten Jazz-Unterricht könnt Ihr ordentlich Geld verlangen | Quelle: Pixabay

Diese Art des Unterrichts verlangt eine spezielle Ausbildung eurerseits und zieht damit natürlich auch höhere Preise nach sich.

Wir empfehlen Euch, in diesem Fall nicht unter 25 € pro Unterrichtseinheit zu verlangen. Das ist weder zu hoch noch zu niedrig.

Auch Fahrtkosten müssen mit einberechnet werden

Wenn Ihr privater Lehrer seid und bei den Schülern zu Hause unterrichtet, dann habt Ihr auch Fahrkosten, die Ihr berücksichtigen müsst.

Wenn Eure Schüler z.B. am anderen Ende der Stadt wohnen, dann verliert Ihr viel Zeit in der Bahn oder verbraucht viel Sprit im Auto.

Wenn Ihr ein guter Lehrer seid und noch dazu bereit, lange Wege auf Euch zu nehmen, dann wissen das Schüler und deren Eltern auf jeden Fall zu schätzen und sind bereit, auch dafür zu bezahlen.

Damit Ihr aber keine Verluste macht, solltet Ihr die Fahrtkosten genau berechnen und auf Euren Preis aufschlagen.

Je nach Art des Klavier Unterrichts schwankt der Preis

Letzter zu berücksichtigender Faktor bei der Festlegung Eures Stundenlohns: die Art und Regelmäßigkeit, in der der Klavierunterricht erteilt wird.

Angestellter, selbständig (freiberuflich), staatlich geprüfter Lehrer, Unterricht für Vereine oder eine private Klavierschule – Fachbezeichnungen und Mehrfachstatus können zu echten Rätseln führen.

Wenn Ihr eine Anzeige auf Vermittlungsplattformen für privaten Klavierunterricht z.B. auf Superprof veröffentlicht, dann könnt Ihr selbst den Preis pro Unterrichtseinheit bestimmen (natürlich in Abstimmung mit dem Angebot der Konkurrenz).

Ihr erhaltet die Bezahlung dann (zunächst) steuerfrei auf die Hand. Das ist dann natürlich zunächst ganz angenehm.

Anders verhält es sich, wenn Ihr Angestellter an einer öffentlichen oder privaten Schule seid und einen monatlichen Lohn bezieht.

Hier gehen Versicherungen und Steuern meist direkt vom Gehalt ab.

Dafür habt Ihr auch ein sicheres Einkommen und werdet bezahlt, selbst wenn einmal Schüler-Flaute herrscht.

Je nach dem, welches Ziel Ihr mit Eurem Klavierunterricht verfolgen wollt, müsst Ihr Euch für eine der vielen Möglichkeiten entscheiden. Der Preis pro Stunde verändert sich entsprechend.

Viel Erfolg beim Unterrichten!

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