Unter den verschiedenen Formen des Zeichnens ist das realistische Zeichnen ein Muss.

Du wirst sagen, dass es ist nicht sehr aufregend ist einen Obstkorb zu zeichnen, wenn man gerade malen lernt. Und doch ist es ein wesentlicher Schritt, um die Grundlagen des Zeichnens zu verstehen!

Beobachtung ist ein komplexer Prozess, der erlernt werden kann. Ein Modell bis ins Detail abbilden, die Gesichtszüge analysieren, um ein realistisches Portrait zu zeichnen, eine Landschaft malen... Diese Übungen haben einen die gleichen Sinne zur Grundlage, die dafür gebraucht werden.

Der indische Philosoph Jiddu Krishnamurti, ein UN-Friedensmedaillengewinner von 1984 sagte:

"Beobachten ohne zu bewerten ist die höchste Form menschlicher Intelligenz. "

Die realistische Zeichnung ist genau das. Beobachten ohne zu urteilen. Lass dein Gehirn nicht interpretieren, sondern bleib der Realität treu.

Das erscheint dir einfach? Und doch... Entdecke die Geheimnisse der realistischen Zeichnung!

Was ist das realistische Zeichnen?

In der Pressezeichnung kaum vertreten, besteht die realistische Zeichnung darin, ein vorgegebenes Thema so realistisch wie möglich abzubilden.

Es ist keineswegs eine Frage der Interpretation, der Vorstellungskraft, der Schöpfung ... Es ist eine schwierige Kunst, weil sie nicht nur eine gewisse Beherrschung der Grundlagen der Zeichnung erfordert, sondern auch eine regelmäßige Übung, wie man seine Sinne einsetzt.

Fotografie oder Zeichnung? Der Unterschied ist minimal und doch handelt es sich um eine Zeichnung! | Quelle: izaias desenhista via Pixabay

Schaut man sich eine gute realistische Zeichnung an, so sagt man oft: "Das ist unglaublich, man könnte meinen, es ist ein Foto!"

Um das zu schaffen, ist es unabdingbar, an seinen künstlerischen Fähigkeiten zu arbeiten und die verschiedenen Handgriffe zu beherrschen. In einer realistischen Zeichnung findet man:

  • Perspektive,
  • Einhaltung der Proportionen,
  • Texturen und Stoffe,
  • Licht und Schatten,
  • feine Striche,
  • Liebe zum Detail.

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Um eine realistische Zeichnung zu erstellen, muss man sich die Hand als eine Verlängerung der Augen vorstellen. Man darf nur zeichnen, was man sieht. Um das zu schaffen, muss man natürlich das Modell vor Augen haben. Der Blick bewegt sich also zwischen dem leeren Blatt und dem zu zeichnenden Objekt hin und her.

Bevor man den ersten Strich zieht, sollte man einige Minuten innehalten, um das Modell in seiner Gesamtheit zu visualisieren, bevor man die Details betrachtet.

Wie kann man sich darin nicht verlieren?

Es gibt einige Tipps für den Online-Zeichenunterricht, aber bevor Du beginnst, ist es wichtig, dich an die berühmte rechte Gehirnhälfte zu erinnern!

Realistische Zeichnungen und die rechte Gehirnhälfte

Es wird oft gesagt, dass man, um realistisch zu zeichnen, die rechte Gehirnhälfte benutzen muss. Wie genau sieht das aus? Was ist der Unterschied zwischen der rechten und linken Gehirnhälfte?

  • Die linke Gehirnhälfte ist das analytische Gehirn.  In diesem Teil findet das rationale, logische Denken statt.
  • Die rechte Gehirnhälfte steuert alles, was die Kreativität betrifft, die Stimmung, aber koordiniert auch, was uns interessiert und die Wahrnehmung von Formen im Raum.

Diese Theorie wurde von Betty Edwards aufgestellt:

"Zeichnen lernen mit der rechten Gehirnhälfte".

Die guten Nachrichten? Diese Fähigkeiten sind nicht angeboren. Man kann sie erlernen. Es ist daher möglich zu trainieren, um die Entwicklung der rechten Gehirnhälfte zu fördern.

Auf den ersten Blick mag man meinen, dass die linke, logische und vernünftige Gehirnhälfte für die realistische Zeichnung relevanter ist? Das ist keineswegs der Fall. Im Gegenteil neigt die linke Gehirnhälfte dazu, die wahrgenommene Realität zu verzerren.

Nimm die Beispiele von Kindern, deren Beobachtungsgabe noch nicht sehr entwickelt ist...

Wenn sie vor einem Modell stehen, dann zeichnen sie nicht was sie sehen, sondern was sie wissen und insbesondere die Vorstellung, die sie von dem Modell haben. Wenn sie ein Auto zeichnen, dann werden sie es mit vier Reifen zeichnen, denn wie man weiß, hat ein Auto nunmal vier Räder.

Mit der linken Gehirnhälfte ist es ein bisschen dasselbe!

Mit den persönlichen Erfahrungen und Kenntnissen jedes Einzelnen analysiert die linke Gehirnhälfte die visuelle Wahrnehmung und die Zeichnung ist nicht der Realität treu, sondern folgt der Logik. Die rechte Gehirnhälfte wird die Formen wiederum realistisch wahrnehmen.

Du wirst leicht deine ersten Modelle finden, um das Zeichnen zu üben! | Quelle: Dmitry Ratushny via Unsplash

Um konkret aus einer Beobachtung zeichnen zu können, ist es notwendig, die Dinge neu zu betrachten.  Alles zu vergessen, was man gelernt hat und alle Vorurteile über Bord werfen, um sich auf die reine Form zu konzentrieren.

Zum Üben wir nur sehr wenig Material benötigt: Ein Blatt, ein Stift, eine Kohle oder Tusche. Du brauchst keine Staffelei, keinen Mal Kurs, keinen Pinsel... Konzentriere dich zunächst darauf, eine präzise Skizze zu erstellen.

Wie kann man eine Beobachtung in wenigen Schritten zeichnen und reproduzieren?

Die realistische Zeichnung erfolgt in mehreren Stufen. Sie wird immer in einer bestimmten Reihenfolge erstellt:

  1. Der Gesamtumriss des zu zeichnenden Objekts.
  2. Die beobachteten Details.

Eine realistische Zeichnung muss in der Tat die Umrisse, Proportionen und Perspektiven des gezeichneten Modells berücksichtigen. Daher muss man erst die Elemente verstehen, die in der Zeichnung als Ganzes enthalten sein sollen. Wenn die erste Skizze gezeichnet wird, stellt man sich die Frage, ob jedes Detail mit den Beobachtungen übereinstimmt: Positionierung, Größe, Ausrichtung...

Trainiere deine Beobachtungsgabe

Sobald dieser erste Schritt abgeschlossen ist, kann man sich auf die Details konzentrieren, die das Modell ausmachen. Jedes Element muss genau im Einzelnen betrachtet werden, aber auch mit den anderen Elementen verglichen werden, die zum Modell gehören. Diese Arbeit erfordert fortgeschrittene Zeichen Kenntnisse und viel Technik. Es ist notwendig, die Texturen, Materialien, Helligkeit und Schatten festzuhalten, aber auch die Leerräume herauszuarbeiten.

Um Zeichnen zu lernen, werden praktische und einfache Übungen deine Beobachtungsgabe fördern. Du kannst beispielsweise aus folgenden Zeichenübungen auswählen:

  • Zeichnen, ohne auf das Papier zu schauen: Arbeite nach dem Prinzip, dass die Hand die Verlängerung deiner Augen ist. Klebe hierfür ein Papier mit Tesa auf dem Tisch fest und zeichne ein Modell ab, ohne das Blatt anzuschauen.
  • Auf dem Kopf zeichnen: Das ist eine Technik, mit der Du lernst, deine rechte Gehirnhälfte zu benutzen. Du wählst ein Modell, zeichnest und betrachtest es aber verkehrt herum. Eine unvergleichbare Technik, um sich von der linken Gehirnhälfte zu lösen und seine Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was man sieht.
  • Leerräume zeichnen: so überwindet man leichter Blockaden. Anstatt den Arm einer Person zu zeichnen, male den Leerraum zwischen seinem Körper und seinem Arm.
Es ist auch möglich, das Abmalen von Fotos zu üben. | Quelle: Joanna Kosinska via Unsplash

Zeichne, was du nicht siehst

Nein, ich werde mir nicht widersprechen. Auch wenn es paradox erscheint: um das zu zeichnen, was man sieht, muss man auch das zeichnen, was man nicht auf den ersten Blick erkennen kann.

Erläuterungen...

Das realistische Zeichnen erfordert bei 3D-Modellen eine perfekte Beherrschung der Perspektiven, Tiefen, Proportionen und Linien...

Es ist daher wichtig zu wissen, was hinter dem Thema steckt, um eine realitätsgetreue Zeichnung zu reproduzieren.

Ein Beispiel: Du musst eine Person vor einem Bücherregal zeichnen.  Wenn Du dich auf das konzentrierst, was Du siehst, dann wirst Du nur einen Teil des Möbelstücks zeichnen. Wenn Du nicht das ganze Möbelstück auf deiner Skizze darstellst, besteht das Risiko, dass die Regale nicht perfekt ausgerichtet sind oder dass die Perspektive verzerrt ist.

Auch wenn die endgültige Zeichnung nur die Realität der Beobachtung darstellt, ist es wichtig, auch die verstecken Elemente zu zeichnen, die bedeutend erscheinen.

Das gleiche gilt, wenn man eine Person malt

Ist ein Teil seines Armes versteckt?

Es ist jedoch wichtig zu wissen, wie er hinter dem Rücken gehalten wird, um eine realistische Zeichnung zu erstellen.  Die unsichtbare Struktur beeinflusst das endgültige Erscheinungsbild.

Welche persönlichen Vorteile bringt einem das realistische Zeichnen?

Das realistische Zeichnen ist eine sehr interessante Übung, auch für Anfänger. Es ermöglicht die effektive Entwicklung bestimmter Qualitäten und Fähigkeiten:

  • Volle Beherrschung deiner Bewegungen,
  • Entwicklung deiner Beobachtungsgabe,
  • Förderung der Konzentrationsfähigkeit,
  • Entspannung,
  • den Moment genießen,
  • ...
Das realistische Zeichnen ist auch im Gesundheitsbereich nützlich. | Quelle: Joyce McCown via Unsplash

Es ist auch eine Aktivität, die sowohl im Alltag als auch bei der Arbeit besonders nützlich sein kann. Die realistische Zeichnung steht im Mittelpunkt vieler Berufsfelder wie z.B.:

Die in Ihren Zeichenkursen erworbenen Fähigkeiten sind vielfältig und lassen sich in viele Bereiche übertragen, seien sie mehr oder weniger künstlerisch.

Bevor Du ein Meister der Zeichenkunst wirst, musst Du viele Stunden üben. Das realistische Zeichnen ist sehr lehrreich und ermöglicht es, sich dann allen anderen Zeichenstilen leichter zu nähern.

Um die Kunst des Zeichnens im Detail zu entdecken, zögere nicht, mit Zeichentechniken und -utensilien (Bleistift, Pastell, Aquarell, Ölgemälde, Gouache, Zeichensoftware ...) zu experimentieren. So findest Du leichter deinen eigenen Stil.

Und wenn du die Möglichkeit hast, melde dich nach dem Zeichen Kurs für die Bildende Kunst an!

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Stefanie

Sprachen sind meine große Leidenschaft! Da ich zweisprachig aufgewachsen bin, habe ich mich schon früh für Sprachen und Kulturen interessiert. Ich liebe Reisen und entdecke gerne neue Länder.