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Wie bestimme ich den Preis meines Fotokurses?

Von Nelly, veröffentlicht am 30/01/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Was muss ich bei der Preisfestsetzung für einen Fotografiekurs beachten?

„Man macht kein Foto, man schafft es.“ – Ansel Adams

Ihr liebt das Fotografieren und möchtet Euer künstlerisches  Talent und Euer Wissen an eifrige Anfänger weitergeben? Dann solltet Ihr Fotografielehrer werden!

Da Fotografiekurse seltener angeboten werden als beispielsweise Mathe-Privatunterricht, fällt es Fotolehrern oft nicht leicht, einen Kurspreis festzulegen.

Während einige professionelle Fotografen dazu neigen, ihre Preise zu niedrig anzusetzen, verlangen andere hingegen einen überdurchschnittlich hohen Preis. Dies erschwert vor allem jungen Menschen (beispielsweise Studenten), einen Besuch des Fotokurses.

Umso wichtiger ist es also für Fotolehrer, die Kurspreise (bzw. Stundenpreise) richtig anzusetzen, um Nachwuchstalente auf ihrem Weg zum Fotografen zu begleiten.

Lernt hier alles, was Ihr über die Preisfestlegung Eures Fotokurses beachten solltet!

Wie sind die Durchschnittspreise für Fotokurse und -Stunden?

Um auf Euch aufmerksam zu machen, könnt Ihr Euch beispielsweise durch besonders niedrige Preise von der Konkurrenz absetzen!

Natürlich solltet Ihr zunächst einmal den Markt analysieren und herausfinden, was andere Anbieter pro Stunde oder Kurs verlangen.

Mit steigender Nutzung von fotobasierten sozialen Netzwerken wie beispielsweise Instagram nimmt auch das Interesse an der Fotografie zu – und somit auch die Anzahl der Kurse und Lehrer. Um sich also als professioneller Fotograf einen Platz ganz vorn zu sichern, sollte man seine Wettbewerber gut kennen!

Grundsätzlich haben Fotografie-Lehrer, die sich bestens mit Kameras auskennen und sowohl theoretisches Fachwissen als auch einen speziellen Sinn für Ästhetik mitbringen, keine Probleme, Schüler zu finden. Wie bereits erwähnt wollen heutzutage immer mehr Menschen ihre Foto-Fähigkeiten verbessern!

Hier ein kleiner Vergleich der Preise für Fotokurse in Deutschland:

Die meisten Fotografen und Fotokurse findet man in größeren Städten. Doch auch ländlich lebende Foto-Interessierte sollten die Möglichkeit haben, die Kunst der Kamera zu erlernen.

Keine Lust im Stau zu stehen? Gebt Online-Fotokurse! Wer Online-Fotokurse gibt, spart die Anfahrtszeit und die Transportkosten . | Quelle: pixabay

Daher empfehlen wir Euch, auch Online-Fotokurse anzubieten. So könnt Ihr einerseits deutlich mehr potenzielle Schüler erreichen und Euch darüber hinaus auch von den teilweise absurden Preisen privater Fotoinstitute abheben!

Hast du Lust, einen Fotoworkshop in München anzubieten?

Passt Euren Stundenpreis an Euren Kursinhalt an

Das Niveau des Fotokurses

Bei der Suche nach einem professionellen Fotografen schauen Schüler auf Superprof zunächst oft auf das Niveau des Kurses. Je höher das Kurslevel, desto höher ist häufig der Preis. Das ist allerdings kein Problem, denn fortgeschrittene Schüler sind häufig bereit, für vertiefte Kurse mehr zu bezahlen.

In der Regel werden Fotokurse in drei Kategorien eingeteilt:

  • Fotokurs für Anfänger (Einführungskurs)
  • Fotokurs für Fortgeschrittene
  • Fotokurs für Experten

Überlegt Euch, ob Ihr in Eurer Anzeige mehrere Niveaus anbieten möchtet.

Wenn ja, solltet Ihr dort auch unbedingt angeben, ob Ihr preisliche Unterschiede zwischen den Schwierigkeitsstufen macht. So können potenzielle Schüler alle wichtigen Informationen auf einen Blick sehen.

Es ist natürlich auch möglich, Fotokurse in kleinen Gruppen (mit Schülern des gleichen Niveaus) zu organisieren – diese sollten pro Teilnehmer günstiger sein als Einzelstunden. Je attraktiver Eure Preise sind, desto mehr Schüler werden Eure Kurse an Freunde oder Familie weiterempfehlen. So profitiert Ihr langfristig vielleicht mehr, als mit weniger Schülern zu einem höheren Preis!

Die Spezialisierungen Eures Fotokurses

Eure Spezialität ist Eure Stärke!

Rahmung und Komposition, Silberfotografie, Tierfotografie…. Die Vertiefungen und Fachgebiete in der Fotografie sind vielfältig.

Die Kunst des Light Painting wird immer beliebter! Für einen spezialisierten Light Paining Kurs geben Fotografie-Schüler gerne ein mehr Geld aus. | Quelle: pixabay

Wer im Rahmen seines Fotokurses die Grundlagen der Fotografie behandelt, sollte seine Preise recht niedrig, also unter dem Durchschnitt des Marktes für Fotografiekurse, halten. Wer allerdings ein ausgefallenes Spezialgebiet beherrscht, der kann es sich leisten, die Kurspreise höher anzusetzen.

Hier sind einige Fachgebiete, die Eure Schüler interessieren könnten:

  • Schwarz-Weiß-Fotografie
  • Portraitfotografie im Studio
  • Nachtfotografie
  • Geschichte der Fotografie
  • Makrofotografie
  • Stadtfotografie
  • Food-Photography
  • Hochzeitsfotografie
  • Fotoreportagen (um Fotojournalist zu werden)

Denkt auch daran, dass vor allem fortgeschrittene Schüler viele technische Fragen und Anforderungen an Euren Kurs haben werden. Hier sind Fototechniken unerlässlich – macht also in Eurer Anzeige deutlich, welche Techniken (beispielsweise Tiefenschärfe oder Weißabgleich) Ihr beherrscht!

Ist dies der Fall, werdet Ihr mit einem Fortgeschrittenen-Kurs mehr Geld verdienen können als mit einem Fotografie-Anfängerkurs.

Lust, einen Fotoworkshop in Berlin zu geben?

Das Material und die Location Eures Fotokurses

Gebt Ihr Eure Kurse im Freien, bei Euch oder Euren Schülern zuhause? Oder mietet Ihr Locations, wie beispielsweise Fotostudios? Diese Entscheidung schlägt sich in Eurem Kurspreis nieder.

Eine Fotodrohne ist in der Anschaffung teuer. Bringt Ihr besonderes Material mit, das Eure Schüler nutzen können? Dann könnt Ihr den Preis entsprechend hochschrauben. | Quelle: pixabay

In den meisten Fällen findet der Fotokurs im Freien, also in der Stadt oder auf dem Land statt. Ist die Location ein Stückchen von Eurem Zuhause entfernt, könnt Ihr Reisekosten beispielsweise für Bus und Bahn oder Benzin) auf Euren Kurspreis aufschlagen.

Auch im Bereich der Studiofotografie könnt Ihr mehr verlangen. Müsst Ihr ein Studio mieten, so solltet Ihr diesen Preis nicht alleine tragen müssen. Verfügt Ihr selbst über ein Studio, das Eure Schüler nutzen können, könnt Ihr auch für diese besondere Ausstattung den Studio-Stundenpreis ein wenig höher ansetzen.

Doch neben dem Studio kann auch weiteres zur Verfügung gestelltes Fotozubehör Eure Kursgebühr erhöhen: 

  • Professionelles Stativ
  • Spiegelreflexkamera
  • Bildbearbeitungssoftware (Photoshop oder Illustrator)
  • Blitze für Studiofotos
  • Polarisationsfilter
  • Fotodrohnen
  • Digitalkameras

Natürlich können Eure Schüler auch ihre eigenen Kameras mitbringen. Jedoch verfügen viele zu Beginn eines Kurses noch nicht über eine hochwertige Ausrüstung. Hinzu kommt, dass viele das Fotografieren erst mit fremden Material ausprobieren wollen, bevor sie selbst eine Investition in eine Profi-Kamera tätigen. In solchen Fällen ist es natürlich praktisch, wenn Lehrer mit der Fotoausrüstung aushelfen können.

Beachtet den Unterrichtsort Eures Fotokurses bei der Preissetzung

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Festlegung des Stundenpreises Eures Fotografie-Unterrichts ist die Stadt, in der Ihr unterrichtet.

Wir Ihr sicher wisst, gibt es in verschiedenen Bereichen in Deutschland preisliche Abweichungen zwischen Nord, Süd, Ost und West; aber auch zwischen ländlichen Gegenden und Metropolen.

Vergleicht Fotokurs-Angebote in Eurer Nähe, um einen optimalen Preis festzulegen. Die Preise für Fotokurse können je nach Stadt und Region variieren. | Quelle: pixabay

Dies sind die Durchschnittspreise für Fotokurse in verschiedenen Städten Deutschlands auf Superprof:

  • Fotokurs Hamburg: 48€
  • Fotokurs Berlin: 40€
  • Fotokurs Frankfurt: 30€
  • Fotokurs München: 10€
  • Fotokurs Stuttgart: 15€
  • Fotokurs Saarbrücken: 15€
  • Fotokurs Freiburg: 25€
  • Fotokurs Heidelberg: 18€
  • Fotokurs Kassel: 22€
  • Fotokurs Leipzig: 40€

Hier wird deutlich, dass es zwischen dem Foto-Unterricht in Berlin und dem in Stuttgart einen Unterschied von fast 25€ pro Stunde gibt.

Daher solltet Ihr also unbedingt den Fotografiemarkt Eurer Stadt kennen, wenn Ihr einen Fotoworkshop, einen Fotografie-für-Anfänger-Kurs, oder einen Spiegelreflexkamera-Kurs geben möchtet.

Grundsätzlich gilt: Je weniger Fotografen in Eurer Stadt tätig sind, desto einfacher wird es, neue Schüler zu gewinnen!

Berücksichtigt Euer Lehrerprofil bei der Kalkulation

Bist du ein professioneller Studiofotograf?

Habt Ihr bereits Kurse und Workshops angeboten, die Fotografie-Schülern helfen, einen Moment im Automatikmodus zu verewigen?

Wer Fotografie-Lehrer werden möchte, der muss mehr mitbringen als nur ein gutes Auge. Im Idealfall könnt Ihr auch weitere Kenntnisse und Erfahrungen vorweisen (Verkauf der eigenen Bilder im Rahmen einer Ausstellung, Fotografieren bei Großveranstaltungen, Besitz von professioneller Fotoausrüstung).

Warum das wichtig ist? Potenzielle Schüler werden Euer Profil (inklusive Erfahrung und Kenntnisse) genau unter die Lupe nehmen. Häufig setzen Schüler mehr Wissen voraus als das einfache Beherrschen von Unschärfe, Schärfe oder der Belichtungszeit!

Habt Ihr ein Zertifikat oder Zeugnis, das Euer Können belegt? Beispiele hierfür sind:

  • Abschluss eines privaten Fotografiekurses
  • Ausbildung zum Fotografen
  • Bachelor of Arts oder Bachelor of Fine Arts Fotografie
  • Master of Arts Fotografie

Einige dieser Diplome sind selterner als andere und daher begehrenswerter. Je mehr Kunstzertifikate Ihr habt, desto mehr könnt Ihr pro Stunde für Euren Kurs verlangen.

Ein guter Fotograf ist nicht unbedingt kein guter Lehrer!

Wer sich mit Light paining, Bildbearbeitung oder der Langzeitbelichtung auskennt, ist noch lange kein guter Lehrer. Dazu gehört viel mehr, zum Beispiel aktives Zuhören, Verständnis und Geduld. Die pädagogische Seite darf auf keinen Fall unterschätzt werden.

Auf Superprof haben Schüler die Möglichkeit, ihren Lehrern eine positive oder negative Bewertung zu hinterlassen. So können sich Fotografen einen Ruf als Fotografie-Lehrer aufbauen und dadurch die Aufmerksamkeit neuer Fotografie-Schüler auf sich zu ziehen.

Also: Kombiniert Eure Leidenschaft für perfekte Fotos mit Eurer pädagogischen Ader und werdet Fotografie-Lehrer!

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