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Dein Weg zum Lehrer für privaten Foto-Unterricht

Von Nelly, veröffentlicht am 13/02/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Wie werde ich ein professioneller Fotografie-Lehrer?

„Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre“ – Robert Bresson

Du bist leidenschaftlicher Fotograf und möchtest diese Passion zu deinem Job machen und dein Wissen an angehende Fotografen weitergeben?

Dann solltest Du einen privaten Fotokurs anbieten!

Fotografie-Privatunterricht richtet sich sowohl an Anfänger der Fotografie als auch an fortgeschrittene Schüler dieser Kunst. Auf Superprof kannst Du in nur wenigen Stunden potenzielle Schüler finden und so dein monatliches aufstocken. Einige üben diesen Beruf sogar in Vollzeit aus und können von Ihrer Leidenschaft leben. Allerdings scheint der Weg zum Fotolehrer ein gut gehütetes Geheimnis zu sein…

Deshalb haben wir für Dich zusammengefasst, wie Du Privatlehrer für Fotografie wirst!

Welchen Rechtsstatus brauche ich als Fotografie-Lehrer?

Wer als professioneller Fotograf arbeiten möchte, der sollte sich zunächst über den Rechtsstatus informieren, den dies erfordert.

Im Grunde genommen fällt man als Fotograf in eine der beiden folgenden Kategorien: Arbeitnehmer oder Selbstständiger.

Wenn Du z.B. bei einer Fotoschule als Lehrer eingestellt bist, profitierst du vom Arbeitnehmer-Status. Dabei handelt es sich also um eine klassische Angestellten-Funktion.

Ist dies nicht der Fall, gilt die Tätigkeit als privater Lehrer/ Dozent/ Coach als eine selbstständige Tätigkeit. Grundsätzlich sagt man, dass Menschen, die Ihre eigene Rechnung ausstellen, nicht weisungsgebunden sind und den Ort sowie die Arbeitszeit selbst bestimmen können, selbstständig sind.

Um also den Status der Selbstständigkeit zu erlangen, musst Du Dich beim Gewerbeamt melden. Keine Sorge, das ist mit Termin innerhalb weniger Minuten erledigt!

Ist das erledigt, kannst Du ganz legal Deine Tätigkeit als Fotolehrer aufnehmen und deinen Schülern alles über die Bildbearbeitung, die Porträtfotografie im Studio oder die Brennweite erklären.

Hier brauchst Du keine Angst vor Bürokratie zu haben! Keine Angst – das Melden bei den zuständigen Behörden geht schnell und unkompliziert! | Quelle: pixabay

Denke also daran, Dich im Voraus über deinen Rechtsstatus zu informieren, um anschließend ganz entspannt und mit dem Gesetz auf Deiner Seite deine Tätigkeit als Foto-Lehrer aufzunehmen!

Welche Informationen gehören in meine Fotolehrer-Kleinanzeige?

Um möglichst viele Studenten auf Dein Angebot aufmerksam zu machen, sollte deine Kleinanzeige aus den anderen Anzeigen hervorstechen!

Auf Superprof dauert das Schreiben einer kleinen Fotolehrer-Anzeige nur wenige Minuten. Dennoch kann das Formulieren der Anzeige (auch für erfahrene Fotografen) eine Hürde darstellen. Grund dafür ist, dass sehr vieles von dieser Anzeige abhängt – sie kann darüber entscheiden, ob potenzielle Schüler mit Dir in Kontakt treten möchten oder nicht.

Wir empfehlen dabei, neben einem Profilfoto auch Bilder Deiner Arbeiten hochzuladen. So können Deine zukünftigen Fotografie-Schüler Deine Arbeit bewundern und sich ein Bild Deiner Vertiefungen machen. Bestimmt gibt es Schüler, die Lehrer mit genau deinem Profil (z.B. Fotojournalismus oder Modefotografie) suchen.

Modefotografie wird heutzutage immer beliebter! Du bist auf Modefotografie spezialisiert? Gib das in Deinem Profil an! | Quelle: pixabay

Bei der Erstellung der Anzeige solltest Du auch folgendes angeben:

  • Der Durchschnittspreis für eine Stunde
  • Das Niveau des Fotokurses
  • Der Ort des Fotokurses
  • Das während des Fotokurses verwendete Material
  • Die Dauer einer Fotokurs-Stunde
  • Die Unterrichtsart (Fernunterricht per Webcam, Intensivkurs, Workshop, Kleingruppenkurse, Einzelunterricht, etc.)
  • Deine Spezialgebiete
  • Fotografendiplome und Zertifikate
  • Deine Erfahrung als Fotograf

Auf Superprof können Schüler ihre Lehrer bewerten, und über die Kommentarfunktion Feedback geben. Je besser der Unterricht Deinen Schülern gefällt, desto bessere Bewerungen wirst du bekommen. Diese wiederrum werden Dir dabei helfen, neue Schüler zu finden.

Außerdem solltest Du vor der Veröffentlichung deiner Kleinanzeige einen Blick auf die Preise des Wettbewerbs werfen. Vergleiche die Preise deutschlandweit oder in deiner Umgebung, indem Du auf die „Prof suchen“ Funktion auf Superprof gehst und als Lernfeld“Fotografie“ eingibst.

Aufgepasst: Ein zu hoher Preis wird einige Schüler mit kleinen Budgets abschrecken; ein zu niedriger Preis hingegen kann ein Zeichen für eine schlechte Unterrichtsqualität sein. Daher solltest Du die Durchschnittspreise gut analysieren, um einen angemessenen Preis für Deinen Fotokurs festzulegen.

Wenn Du also einen Fotokurs, Fotoworkshop oder einzelne Fotostunden geben möchtest, solltest du die Macht deiner Kleinanzeige nicht unterschätzen! Denn mit dem richtigen Profil kannst Du als Fotolehrer schnell durchstarten!

Wo finde ich ein Fotoworkshop?

Wie bereite ich mich auf die erste Fotografie-Kursstunde vor?

Du hast bereits einen Schüler für deinen Kurs gefunden? Super! Aber weißt Du überhaupt, was er oder sie lernen möchte?

Teilnehmer eines Fotografie-Studiums lernen natürlich in erster Linie von ihrem Lehrer. Dieser sollte sich also per E-Mail, Telefon oder während eines Fotokurses für Einsteiger die Zeit nehmen, die Wünsche und Ziele ebendieser vor Beginn des Fotokurses herauszufinden.

Für Fragen solltest Du für Deine Schüler immer erreichbar sein. Egal ob persönlich, über Mail, Anruf oder Whatsapp – offene Kommunikation mit deinen Schülern ist der Schlüssel zum Erfolg! | Quelle: pixabay

Die Absichten und Endziele von Fotografie-Schülern sind sehr vielfältig:

  • Die Grundlagen der Fotografie kennenlernen (Rahmen, Weißabgleich, Verschluss, Automatik- und Manuellmodus, etc.)
  • Die fortgeschrittene Fototechnik erlernen (Portraitfotografie im Studio, Umgang mit der digitalen Spiegelreflexkamera, Tiefenschärfe, Verschlusszeit, etc.)
  • Die Geschichte der Fotografie
  • Der Aufstieg von einem guten Anfängerniveau zu einem fortgeschrittenen Fotografenniveau
  • Schöne Stadtlandschaftsbilder machen
  • Den Umgang mit natürlichem Licht erlernen
  • Ein Profi der Bildbearbeitung werden
  • Die Makrofotografie beherrschen
  • etc…

Einige Schüler beabsichtigen möglicherweise, professionelle Fotografen zu werden und diese Kunst zu ihrem Beruf zu machen (z.B. Fotojournalist werden). In diesem Fall solltest Du allerdings über verschiedene Diplome verfügen, die Deine Berufserfahrung als Lehrer in diesem spezifischen Fach nachweisen (staatliches Foto-Diplom).

Es ist auch wichtig, mit dem Schüler die Dauer des Fotokurses zu besprechen. Um die Grundlagen der Fotografie zu erlernen, wird in der Regel ein 4-stündiger Fotografie-Intensivkurs empfohlen. Um hingegen von einem Anfänger- zu einem Expertenniveau zu gelangen, sollten Schüler über einen längeren Zeitraum hinweg (Monate oder sogar Jahre) regelmäßig Fotografie-Stunden bei einem Lehrer besuchen.

Also denk daran, Deine Schüler vor Eurer ersten Stunde zu fragen, was er oder sie sich erhofft. So kannst Du deinen Unterricht perfekt an diese Bedürfnisse anpassen.

Welches Material brauche ich, um Fotolehrer zu werden?

Richtig, die Foto-Ausrüstung ist das Handwerkszeug des Fotografen!

Um erfolgreich die Kunst der Studiofotografie, Portraitfotografie, Nachtfotografie oder auch der Food Photography zu unterichten musst Du natürlich über die notwendige Ausrüstung verfügen.

Je hochwertiger Deine Ausrüstung, desto mehr kannst Du pro Stunde verlangen! Stelle Deinen Schülern hochwertiges Material zur Verfügung, damit sie schnell Fortschritte machen! | Quelle: pixabay

Im Vergleich zu Webcam-Unterricht bzw. Foto-Tutorials, die nur über den Computer-Bildschirm ablaufen, möchten Schüler bei „face to face“ Treffen den praktischen Aspekt ausnutzen. Daher erwarten sie unter Umständen, dass Du gutes Fotozubehör hast, welches sie eventuell auch selbst nutzen können.

Denn Deine Schüler werden sich nicht nur durch einfaches Zuhören verbessern. In der Fotografie ist das Ausprobieren das A und O! Um also neben den theoretischen Fähifkeiten auch das praktische Können auszubauen, sollte Schülern das Zubehör gestellt werden, sofern sie selber keines (oder kein gutes) haben. Nur so werden sie schnell Fortschritte machen!

Diese Ausrüstung solltest Du (je nach Kursart) zum Unterricht mitbringen bzw. organisieren:

  • Anmietung eines Fotostudios
  • Spiegelreflex-Kamera (sofern Dein Schüler keine Kamera hat)
  • Fotografische Bearbeitungssoftware
  • Spezialisierte Fotoausrüstung je nach Kursart (Silberfotografie, Tierfotografie, Fotojournalismus, …)
  • Stativ- und Studioleuchten
  • Dunkelkammer
  • Digitalkameras
  • Übungen zum Weiterentwickeln zwischen zwei Kursstunden
  • Foto-Objektive (Unschärfe, Blitzlicht, optischer Zoom, …)

Die Anmietung eines Fotostudios bezahlt normalerweise des Schülers. Du solltest aber im Vorhinein absprechen, wer sich um die Anmietung kümmert. Du solltest in jedem Fall die notwendige Ausrüstung mitbringen, dafür kannst du aber auch den Kurspreis entsprechend erhöhen. Denn je besser und vielfältiger die Ausrüstung, desto höher ist auch die Qualität Deine Kurses.

Ganz gleich ob im Bereich der Bildbearbeitung, im Rahmen einer Vorbereitung auf ein Hochzeitsfotoshooting oder zum Unterrichten der Kunst der Schwarzweißfotografie, Du solltest unbedingt angeben, über welches Fotomaterial du verfügst und was Dein Schüler davon nutzen kann.

Mit der richtigen Ausrüstung kannst du endlich in deinen ersten Fotokurs starten!

Wie läuft ein Fotokurs ab?

Der letzte Schritt bevor Du als Fotolehrer arbeiten kannst ist die Vorbereitung Deiner Stunden.

Auch hier variiert der Kursinhalt natürlich je nach den Zielen und Erwartungen Deiner Schüler. Dennoch folgen die Fotosessions grundsätzlich einem ähnlichen Ablaufplan, der Schüler von der Einführung bis hin zur Vertiefung des Fachgebiets führt und begleitet.

So könnte Dein Fotokurs ablaufen:

  • Einführungssitzung zur Festlegung der Ziele
  • Wahl des Standorts des Fotoshootings
  • Erläuterung der Grundtechniken der Fotografie
  • Aufnahmen im Freien oder im Fotostudio
  • Auswahl der besten Fotos
  • Bearbeitung dieser Fotos
  • Nachbesprechung
  • Bereitstellung von „Hausaufgaben“ zum Verbessern der erlernten Technik

Kommunikation ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Fotokurs. Stelle daher sicher, dass du für Fragen und Anregungen offen bleibst!

Wie jede andere Kunst kann auch die Fotografie Anfängern schwierig und komplex erscheinen. Techniken wie Weißabgleich oder Fotokontrast sind Neulingen oft unbekannt. Deine Aufgabe ist es, Deine Schüler zu ermutigen, am Ball zu bleiben.

Denke also daran, am Ende jeder Sitzung mit Deinen Schülern eine Feedback-Runde zu machen, um ihn oder sie zu beruhigen und neue Teilziele festzulegen!

Das war’s von unserer Seite! Jetzt bist Du dran.
Viel Erfolg mit Deinem Fotokurs! 

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