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Wie verdiene ich als Nachhilfelehrer Geld?

Von Bertine, veröffentlicht am 15/10/2019 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Mit Nachhilfe Geld verdienen

“Das ganze Leben ist ein Experiment. Je mehr Experimente du anstellst, desto besser.”

Dieses Zitat des amerikanischen Dichters Ralph Waldo Emerson veranschaulicht das Thema dieses Artikels sehr gut.

Privatunterricht zu Hause zu geben, beim Schüler oder bei Dir zu Hause, ist eine Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Experimente zu machen. Egal, ob es sich um einen Mathematikkurs, einen Englischkurs oder einen Yoga-Kurs handelt, Du kannst Dein Wissen und Deine Leidenschaft für eine Materie an Deine Schüler weitergeben.

Auf Superprof bieten 330.000 Lehrer sehr vielfältigen Privatunterricht an: Französischunterricht, Physik, Chemie, Pilates oder Klavier.

Eine eindrucksvolle Armada, die den Stand der Dinge perfekt illustriert: Privatstunden sind gefragt wie nie! Aber wie sieht es mit den Preisen aus? Wie viel solltest Du Deinen Schülern berechnen?

Als Nachhilfe- oder Privatlehrer(in) hast Du eine wichtige Ausgabe. | Quelle: Pixabay

Unterschiedliche Preise für unterschiedliche Lehrer

Ein Kriterium für Preisunterschiede bei Privatlehrern ist das Alter des Lehrers: Laut einer von uns durchgeführten Studie kostet ein Kurs, der von einem Lehrer unter 19 Jahren angeboten wird, durchschnittlich 16 €. Unterricht von einem Lehrer, der über 40 Jahre alt ist, kostet durchschnittlich etwa 27 €.

Ein nicht unerheblicher Unterschied für Schüler/innen und Studentinnen und Studenten, die manchmal mehrere Kurse pro Woche in Anspruch nehmen …

Schüler, die Nachhilfestunden geben möchten, müssen laut Gesetz mindestens 14 Jahre alt sein. Abgesehen von dieser Bedingung kann jeder, der möchte, privat Kurse anbieten!

Diejenigen, die einen Privatlehrer engagieren möchten, ohne sich dabei zu ruinieren, tun also gut daran, Ausschau nach einem jungen Studenten oder Uni-Absolventen zu halten.

Wie viel Geld Du zahlst oder eben verdienst, hängt von verschiedenen Faktoren ab… | Quelle: Pixabay

Eine weitere Kategorie von Privatlehrern sind Autodidakten.

Das sind Männer und Frauen, die eine bestimmte Materie auf eigene Faust gelernt haben: Ein Instrument, eine Sprache oder das Malen oder Zeichnen.

Sie beherrschen ihr Fach perfekt, verfügen aber nicht unbedingt über ein Diplom.

Privatunterricht bei einem Autodidakten hat den Vorteil, dass dem Schüler verschiedene Lernmethoden zur Auswahl stehen. Als autodidaktischer Lehrer bist Du eher in der Lage, verschiedene Arbeitsmethoden auszuprobieren,  die vielleicht weniger akademisch sind als die klassischen Lehrmethoden. Autodidakten passen sich oft leichter an.

In Ermangelung eines Diploms liegt der durchschnittliche Marktpreis für einen Kurs bei einem Autodidakten leicht unter dem Durchschnitt.

Mach Dir beides zum Vorteil: Hebe Deine Flexibilität hervor und Deine Anpassungsfähigkeit und Offenheit und biete einen attraktiven Preis an (ohne Dich zu verscherbeln!). Ein gutes Argument, um Schüler für einen Autodidakten zu begeistern:  Thomas Edison, Charles Darwin sowie Steve Jobs sind nicht die einzigen erfolgreichen Autodidakten!

Sprachkurse: Der Vorteil der Muttersprachler

Andere haben schon in jungen Jahren die Möglichkeit, sich mit einer zweiten Sprache vertraut zu machen, wie Kinder in den Niederlanden, die Disney-Filme nur auf Englisch sehen können.

Leider gehört Deutschland zu den Ländern, in denen Fernseh- und Kinofilme in der Regel synchronisiert und nicht untertitelt werden.

Der Sprachunterricht in der Schule allein scheint es nicht zu richten: Laut einer Studie verlieren die Deutschen bei ihren Fremdsprachenkenntnissen den Anschluss. Skandinavier, Polen und Österreicher sprechen besser Englisch sprechen als die Deutschen!

Als Englisch-Muttersprachler hast Du als Nachhilfelehrer sehr gute Chancen. | Quelle: Pixabay

Wenn Du in einem anderen Land geboren bist und die Sprache sprichst, findest Du ganz leicht Schüler, denen Du Privatstunden geben kannst!

BusyTeacher, eine kanadische Website, hat die Vorteile eines Privatlehrers, der Muttersprachler ist, ermittelt.

Folgendes geht aus dem Artikel hervor:

  • Muttersprachler haben eine bessere Aussprache.
  • Sie verstehen die Feinheiten der Sprache besser
  • Sie können sich leichter an unterschiedliche Sprachniveaus anpassen,
  • Du lernst als Schüler nicht nur eine Sprache, sondern auch eine Kultur, mitsamt ihren Besonderheiten des Alltags…

Diese Vorteile eines Muttersprachlers werden gut bezahlt! Sie sind in der Regel teurer als ein deutscher Lehrer, der eine Fremdsprache unterrichtet.

Schüler finden und Geld verdienen

Bei Superprof kostet ein individueller Kurs durchschnittlich 22,50 € / Stunde. Eine hübsche Summe, wenn Du mehrere Kurse pro Woche geben kannst.

Du kannst auch Intensivkurse einplanen, mit denen Du sehr schnell recht viel Geld verdienen kannst.

Es ist ebenfalls interessant zu wissen, dass Fitnesskurse, wie zum Beispiel Yoga oder Pilates, die teuersten Kurse sind. Hier kannst Du als Lehrer mit rund 40 € pro Stunde rechnen!

Yoga-Kurse erfreuen sich grosser Beliebtheit. | Quelle: Pixabay

Privatkurse zu geben ermöglicht Dir:

  • einen gut bezahlten Studentenjob zu haben: Du kannst Deine Kurse abends nach der Uni geben,
  • einen zweiten Job zu haben, falls Du in Deinem Job nicht genug verdienst,
  • Dich auf das Berufsleben als Lehrer an einer Schule vorzubereiten: Einige unsere Nachhilfelehrer begeben sich auf dieses Abenteuer, weil sie auf Lehramt studieren und schon Erfahrungen sammeln wollen.

Wenn Du Dich für einen Job im privaten Nachhilfesektor interessierst, findest Du hier einige Tipps, um zukünftige Kunden zu gewinnen:

Schreibe eine attraktive Anzeige: Sie muss gut präsentiert sein und darf keine Rechtschreibfehler enthalten! Du musst das Fach oder den Bereich, den Du unterrichten möchtest angeben, den Preis, eine kurze Beschreibung Deiner Person, Deiner Erfahrung und Deines Studiengangs oder Deiner Ausbildung.

Vervielfältige Deine Anzeige: Deine Annonce müssen so viele Personen wie möglich sehen. Dafür kannst Du sie an öffentlichen Orten, aber auch in Schulen und Unis aushängen. Vergiss nicht die Mund-zu-Mund-Propaganda: Erzähl in einem Umfeld, dass Du Privatstunden gibst. Denke darüber hinaus an Plattformen wie Superprof, über die viele Menschen, die einen Privatlehrer suchen, Deine Anzeige sehen können.

Hinterlasse einen guten Eindruck: Ein schlechter Kontakt mit einem Kunden kann katastrophal für Deine zukünftige Laufbahn als Nachhilfelehrer sein.
Wenn ein Schüler jedoch merkt, dass er mit Deiner Hilfe Fortschritte macht, dass sich seine Noten verbessern,  werden die Schüler bald vor Deiner Tür Schlange stehen.

Wenn Du erst einmal ausreichend Erfahrung als Lehrer gesammelt hast, kannst Du nach einer Weile auch Dein Honorar erhöhen.

Ein Lehrer als Nachhilfelehrer: Ein echter Vorteil für den Preis

Verschiedene Faktoren treiben den Preis in die Höhe. | Quelle: Pixabay

Wie wir bereits erwähnten, beeinflussen Alter und Erfahrung den Preise eines bestimmten Kurses ganz erheblich. Ein anderes Kriterium spielt ebenfalls eine Rolle: Der Beruf des Privatlehrers.

Ein Schüler hat in der Regel mehr Vertrauen zu seinem Lehrer, wenn dieser bereits in einer Schule unterrichtet hat.

Der Schüler schliesst daraus,

  • dass Du mit den Schwierigkeiten eines Schülers umgehen kannst
  • dass Du die Fähigkeit hast, einem Schüler in Schwierigkeiten Lösungen zu zeigen,
  • dass Du über Unterrichtserfahrung verfügst, die Dir nützlich ist,
  • Du geduldig bist, wenn ein Schüler Schwierigkeiten hat, einen Sachverhalt zu verstehen.

Als erfahrener Lehrer kannst Du Deinen Privatschülern ausserdem wertvolle Ratschläge geben. Du bist zum Beispiel in der Lage, sie ideal auf eine Abiturprüfung vorzubereiten, weil Du weisst, welche Anforderungen dort an sie gestellt werden.

Deine Tipps sind wichtig für den Schüler und werden ihn beruhigen.

Aufgrund Deiner Berufserfahrung kannst Du dann auch Dein Honorar erhöhen, da Du als kompetenter gelten wirst als ein Nachhilfelehrer ohne jegliche Unterrichtserfahrung.

Wenn Du Deinen Preis um 1 oder 2 Euro erhöhst, werden Deine Kunden keinen großen Unterschied bemerken.

Werte Deine Erfahrung als Nachhilfelehrer auf

Egal, was Deine Erfahrungen als Lehrer waren, stelle sie in den Vordergrund! | Quelle: Pixabay

Nicht nur ausgebildete Lehrer können sich mit ihrer Unterrichtserfahrung schmücken.

Auch wenn Du schon eine Weile als Nachhilfelehrer gearbeitet hast, solltest Du Deine Erfahrung geltend machen. Wenn Du bereits seit 3 Jahren privat unterrichtest, dann hast Du sicher bereits viele Schüler betreut, die dank Deiner Hilfe ihre Noten verbessern konnten oder gar das Abi geschafft haben.

Stelle diese Erfahrungen in den Vordergrund, um neue Schüler zu gewinnen!

“Klotzen, nicht kleckern!” heisst die Devise bei der Selbstvermarktung!

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