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Schallisolierung Deines Raumes: Ohne Ärger Gitarre Lernen!

Von Hannah, veröffentlicht am 30/01/2018 Blog > Musik > Gitarre > Wie kann ich beim Gitarre Üben den Lärm reduzieren?

Die guten Neuigkeiten sind also, dass Euer Kind Gitarre Lernen möchte? Oder vielleicht Ihr selber?

Doch hier kommen die schlechten Neuigkeiten: Das ständige Üben und der private Gitarrenunterricht zuhause stört Eure Nachbarn?

Was kann man da tun?

Je nachdem, für welche Gitarrenart Ihr Euch entschieden habt und wie duldsam Eure Mitmenschen sind, müssen Vorkehrungen getroffen werden, die Euren Übungsraum im besten Fall schalldicht machen.

So könnt Ihr als Eltern die besten Voraussetzungen für den Gitarrenunterricht Eurer Kinder schaffen.

Im Folgenden stellen wir Euch dafür einige DIY-Varianten vor und geben Euch Ratschläge für ein lärmfreies Miteinander mit Euren Mitbewohnern, Nachbarn, Partnern und Familienmitgliedern.

Musikalische Vorteile der Schalldämmung

Bevor wir daran erinnern, dass es rücksichtsvoller gegenüber Euren Mitmenschen ist, sich Gedanken über die Schalldämmung zu machen, wollen wir das Thema von einem anderen Blickwinkel angehen:

Es hat nämlich definitiv auch musikalische Vorteile für Euch!

Eine gute Raumakustik hat auch Vorteile für den Musiker! Ihr wollt richtig abrocken? Das geht am besten mit der richtigen Raumakustik! | Quelle: Unsplash

Und zwar welche?

Ganz einfach: Dank isolierter Zimmer und Fenster klingt Euer Gitarrenspiel einfach besser.

So hört Ihr – oder Euer Kind – die gespielten Noten klarer und präziser!

Wenn Ihr in einem Raum spielt, deren Akustik nicht gut ist, verlieren sich die Töne schnell und Ihr könnt Euch selber nicht mehr so gut beim Spielen zuhören.

Nachdem Ihr die erste Gitarre gekauft habt und Euer Kind loslegen will mit dem Gitarre Üben, solltet Ihr also über die Option der Schalldämpfung nachdenken!

Wenn das bei Euch zuhause nicht machbar ist, könnt Ihr auch Unterricht in einer Musikschule nehmen, die schallisolierte Übungsräume anbieten.

Wie dämpfe ich die tiefen Töne?

Die Bässe… Jeder kennt es, wie laute Bässe durch den ganzen Körper strömen und ihn vibrieren lassen.

Im Club oder auf einem Konzert ist das toll! Zuhause weniger – vor allem, wenn es die Nachbarn, Mitbewohner oder Familienmitglieder sind, die den „Krach“ verursachen!

Wenn die Boxen und Verstärker Eurer E-Gitarre dann auch noch falsch eingestellt sind oder einfach eine schlechte Qualität haben, kann sich die coole Gitarrenmusik schnell in eine Lärmbelästung verwandeln!

Auch für den Musiker selber ist das nicht vorteilhaft!

Hier haben natürlich Musikschulen den Vorteil, dass Ihr in speziellen Räumen spielen und üben könnt!

Wenn Ihr allerdings privaten Unterricht in Euren eigenen vier Wänden nehmen möchtet oder zum Üben nicht immer in die Musikschule fahren wollt, dann solltet Ihr bestimmte Vorkehrungen treffen.

Dabei heißt es, besonders Acht zu geben auf eine gute Akustik und Schalldämmung!

Schallisolierung lohnt sich! Schallisolation geht nicht ohne Arbeit! | Quelle: Unsplash, Credits: hengstream

Doch wie kann ich den Schall eindämmen?

Die Grundregel klingt erst einmal sehr logisch: Die Wände und Decken sollten dicker gemacht werden, wenn auch nicht unbedingt dichter.

Dazu verwendet man am besten verschiedene Materialien – das blockt den Schall ab!

Eine Möglichkeit ist, Sperrholzplatten mit einem Abstand  von 10 cm (max.) an Euren Wänden anzubringen.

Dazwischen solltet Ihr Steinwolle befestigen. Das federt die Vibrationen ab und absorbiert die Töne!

Auch Eure Decke könnt Ihr mit Sperrholz und Steinwolle isolieren, indem Ihr sie abhängt – das nimmt dem Raum zwar die Größe und macht ihn kleiner, dafür könnt Ihr aber in Ruhe Gitarre spielen und regelmäßig üben!

Verwendet dafür dünne Platten und befestigt die Steinwolle an deren Rückseite. Bringt sie im richtigen Winkel zwischen Decke und Wänden an, sodass Ihr praktisch eine zweite, tiefere Decke einbaut…

Je nach Lautstärke und den Eigenschaften des Zimmers, müsst Ihr dies nicht flächendeckend machen – es reicht zunächst die Ecken der Decke abzuhängen.

Wie dämpfe ich die hohen Töne?

Je höher die Töne, desto lauter nimmt sie unser Ohr wahr!

Das gilt natürlich für die Akustikgitarren, genau wie für die E-Gitarren – die ja im Allgemeinen schon einmal lauter sind! Auf diese hohen Töne müsst Ihr also besonders Acht geben!

Um die höhen Klänge Eurer Gitarre zu dämpfen, hilft natürlich die Kombination aus Sperrholz und Steinwolle…

Aber wir haben noch einen anderen Tipp für Euch auf Lager!

Natürlich sollte auch Euer Fußboden isoliert werden! Dazu eignen sich vor allem poröse Materialien.

Die Lösung ist ganz einfach: Teppich!

Verwendet entweder verschiedene Ausleger oder verlegt am besten im ganzen Zimmer Teppiche.

Es gibt auch spezielle schalldichte Matten, die man unter den Teppich legt.

Schalldämmung à la “Do It Yourself”

Die beliebteste Methode, seinen Bandproberaum oder Übungszimmer zu dämmen haben wir noch gar nicht erwähnt!

Sie ist außerdem auch die günstigste Variante…:

Ihr könnt Eure vier Wände mit Eierkartons isolieren!

Eierkartons helfen bei der Schalldämmung! Gut ausgestattet und Zimmer isoliert? Dann kann’s ja losgehen! | Quelle: Unsplash, Credits: Wes Hicks

Das klingt jetzt vielleicht zunächst ein wenig seltsam… Wir versprechen Euch: Es ist eine wirksame, gängige und günstige DIY-Variante!

Denn die Eierkartons brechen Schwingungen.

Gerade wenn Ihr sie mit den schon vorgeschlagenen Varianten kombiniert, tut Ihr Euren Nächsten einen großen Gefallen.

Überzeugt? Dann heißt es jetzt Eier kaufen und essen, damit Ihr schön viele Karton zusammen bekommt!

Mit diesen deckt Ihr dann Eure Decke ab und beugt somit Lärmbelästigung vor. Denn Töne breiten sich am ehesten nach oben hin aus!

So könnt Ihr nach Herzenslust Gitarre üben und singen!

ACHTUNG: Durch die Kartons herrscht erhöhte Feuergefahr, denn sie sind leicht entflammbar!

Es könnte sogar gegen die Vorschriften Deiner Feuerversicherung verstoßen – als sichere Alternative kannst Du Pyramidenschaumstoff verwenden, der allerdings leider relativ teuer ist!

Die Nachbarn schonen dank isolierter Fenster

Gerade zu Beginn Eures Gitarrenkurses heißt es üben, üben, üben… Ihr seid motiviert, habt viel Spaß und wollt unbedingt Gitarre lernen?! Super!

Es kann allerdings schnell passieren, dass der Ärger mit Nachbarn oder Mitbewohnern diese Euphorie dämpft. Denn wenn Ihr Euch jedes Mal rechtfertigen müsst, wenn Ihr üben möchtet, raubt das schnell jeden Spaß an der Sache!

Doch zum Glück könnt Ihr dem Ärger ein Ende setzen!

Neben den Maßnahmen, die wir Euch schon vorgestellt haben, könnt Ihr auch Eure Fenster isolieren!

Probiert zunächst einmal Isolierfugen aus (für circa 10€). Wählt am besten Fugen aus härtbarem Harz, das Geräusche um zehn Dezibel eindämmt!

Eine andere Möglichkeit, allerdings um einiges kostenaufwändiger:  Doppelte thermoakustische Verglasung!

Das besondere an diesen Fenstern ist, dass sie aus zwei Gläsern bestehen – eins das wärmedämmend ist und eins das schalldämmend ist. Zwischen den Scheiben befindet sich ein Hohlraum, der gas- und feuchtigkeitsdicht verschlossen ist.

Wenn Ihr also Fenster in Eurem Übungsraum habt, klingt das doch nach einer schalldichten Lösung, oder?

Die dritte Möglichkeit, die wir Euch hier vorstellen möchten, ist wiederum kostengünstiger, denn Ihr müsst das Glas Eures Fensters nicht austauschen:

Es gibt sogenannte Vorsatzfenster, die sich bei ausreichender Wanddicke mit 10 cm Abstand an die alten Fenster anbringen lassen können.

So habt Ihr wieder den Vorteil, dass Ihr zwei unterschiedliche Glasscheiben habt, die den Schall so abbremsen.

Lärmdämmung mithilfe der richtigen Möbel!

Als Gitarrist ohne einen „richtigen“ Proberaum hat man’s nicht leicht:

Nachbarn über Euch, unter Euch, neben Euch – und dazu noch Mitbewohner, Partner oder Familienmitglieder, die auch nicht so begeistert sind von Eurem regelmäßigen Gitarre üben!

Doch in diesem Artikel haben wir Euch so einigen Lösungen zu diesem Problem verraten!

Zum Ende gibt es noch einen Ratschlag, den wir Euch mitgeben möchten:

Auch dank der richtigen Einrichtung könnt Ihr Schall dämmen!

Wichtig ist es, den Raum relativ leer zu lassen und vor allem frei stehende Möbel (also die, die nicht an den Wänden befestigt sind) lieber in anderen Räumen Eurer Wohnung oder Hauses unterzubringen.

Als zusätzliche Dämmung der Wände ist allerdings ein Bücherregal empfehlenswert! Ansonsten solltet Ihr den Raum leer lassen – dann habt Ihr auch mehr Platz zum Rocken!

Beim Gitarre lernen auf Möbel verzichten - das vermeidet Lärm! Bei der Schalldämmung gilt: Mut zu Leere! | Quelle: Unsplash, Credits: Philipp Berndt

So könnt Ihr regelmäßig üben, ohne dass Ihr Eure Mitmenschen stört.

Ein wenig wird man sicherlich nach wie vor noch hören können – je nachdem wie viel Arbeit, Geld und Sorgfalt Ihr in die Schallisolierung Eures Raumes gesteckt habt.

Das kommt ganz darauf an, wie oft sich Eure Nachbarn schon beschwert haben, wie viel Du selber investieren möchtest und wie lange Du planst, den Raum zu nutzen…

Vielleicht mietest Du Dir mit deiner Band eh in naher Zukunft einen Proberaum an?

Es ist relativ zeitaufwändig und nicht günstig, einen Raum zu isolieren.

Doch denkt einfach daran, welche Vorteile Gitarrenunterricht für die Entwicklung Eurer Kinder hat!

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