Möchtest du mit dem Malen anfangen und suchst eine Technik, die unkompliziert und vielseitig ist? Dann sind Acrylfarben ein guter Einstieg. Sie lassen sich leicht verarbeiten, trocknen schnell und eignen sich für ganz unterschiedliche Motive.
Wir erklären dir Schrtt für Schritt, wie du mit Acrylfarben malst, welche Materialien du brauchst und welche Techniken sich für Anfänger besonders gut eignen. Außerdem geben wir dir praktische Tipps, mit denen dir der Einstieg leichter fällt.
Was ist Acrylfarbe?
Acrylfarben bestehen im Wesentlichen aus Farbpigmenten und einem Bindemittel auf Basis von Acrylharz bzw. Acrylpolymerdispersion.
Man kann sie mit Wasser verdünnen und sie härten beim Trocknen zu einer wasserfesten Beschichtung aus. Dadurch sind sie unkompliziert in der Anwendung, geruchsarm und kommen beim Malen ohne klassische Lösungsmittel wie Terpentin aus.
Ein weiterer Vorteil: Acrylfarbe trocknet deutlich schneller als Ölfarbe. Je nach gewünschtem Effekt kannst du sie dünn und lasierend, deckend oder pastos auftragen. Außerdem haftet sie auf vielen geeigneten Malgründen, zum Beispiel auf Leinwand, Papier, Malpappe oder Holz.
Künstler-Acrylfarben etablierten sich im Laufe des 20. Jahrhunderts und sind heute aus der Kunst- und Hobbymalerei kaum wegzudenken.
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Warum eignet sich Acrylfarbe besonders gut für Anfänger?
Der größte Vorteil von Acrylfarben ist die einfache Handhabung. Mit etwas Wasser vermischt lässt sich die Farbe gut verteilen, gleichzeitig kannst du sie aber auch direkt aus der Tube verwenden.
Die Farben lassen sich leicht miteinander mischen und eröffnen viele unterschiedliche Maltechniken.
Malen ist nicht schwierig, solange man nichts davon versteht. Wenn man diese Kunst aber begriffen hat, dann wird man gefordert.
Edgar Degas
Auch kleine Fehler sind meist kein Drama: Ist eine Stelle getrocknet, kannst du sie häufig einfach mit einer neuen Farbschicht übermalen. Solange dir Farbe noch feucht ist, kannst du sie mit Wasser anlösen und abwischen.
Genau deshalb eignen sich Acrylfarben besonders gut, wenn du gerade erst mit der Malerei beginnst.
Welche Materialien brauchst du für die Acrylmalerei?
Bevor du Acrylbilder malen kannst, solltest du dich um die richtigen Materialien kümmern. Für den Anfang brauchst du dabei gar nicht viel: Ein geeigneter Malgrund, einige Farben und Pinsel reichen bereits aus.
🎨 Acrylfarben
🖌️ einige Flach- und Rundpinsel
🖼️ Leinwand, Malpappe oder Acrylpapier
🎨 Mischpalette
💧 Wasserbehälter
🧻 Lappen oder Küchenpapier
👕 alte Kleidung und eine Unterlage
🔪 Optional: Malmesser oder Spachtel
Ob in München, Hamburg, Frankfurt oder Köln, in den meisten deutschen Großstädten findet ihr Kunstschulen oder Organisationen, die Workshops anbieten. Wie wäre es mit einem Zeichenkurs München? Oder einen Malkurs in Düsseldorf?
Der richtige Malgrund
Zu den wichtigsten Materialien gehört der passende Malgrund. Der Klassiker ist eine Leinwand, alternativ kannst du auf Malpappe, Holz oder stärkerem Acrylpapier arbeiten. Die verschiedenen Untergründe bieten unterschiedliche Eigenschaften. Probiere dich da am Anfang ruhig aus.
Viele Materialien lassen sich zusätzlich mit Gesso grundieren. Dadurch wird die Oberfläche gleichmäßiger und die Farbe kann besser haften. Zum Beginn solltest du dir darüber aber erstmal keine Gedanken machen.
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Die passenden Pinsel

Lasst uns die Pinsel nicht vergessen: Ohne sie kommt kaum ein Acrylbild zustande. Für größere Farbflächen eignen sich Flachpinsel, während Rundpinsel praktisch für Formen, Konturen und kleinere Details sind.
Festere Synthetikpinsel kommen mit der eher dichten Acrylfarbe meist gut zurecht. Du brauchst dabei kein riesiges Set. Einige Pinsel in unterschiedlichen Größen reichen für den Einstieg völlig aus.
Acrylfarben und Palette
Auch bei den Farben musst du nicht sofort eine riesige Auswahl kaufen. Wenige Grundfarben plus Weiß reichen zunächst aus, denn Acrylfarben lassen sich gut miteinander mischen.
Beim Mischen solltest du neue Farbe nur langsam hinzugeben und zwischendurch gründlich vermengen. Auf einer weißen Palette oder einem weißen Teller lässt sich das Ergebnis besonders gut beurteilen.
Wenn du wissen möchtest, wie man mit Ölfarben malen kann und wie man ein Ölgemälde erstellt, schaue dir einfach unseren Beitrag zu diesem Thema an!
Die wichtigsten Acryltechniken für Anfänger
Acrylfarbe ist ein echtes Multitalent: Du kannst sie transparent und dünn, deckend oder dick und plastisch verarbeiten. Genau deshalb eignet sie sich so gut zum Experimentieren. Für den Einstieg reichen einige grundlegende Techniken völlig aus.
Deckend malen und Farben schichten

Typisch für die Acrylmalerei ist das Arbeiten in mehreren Farbschichten. Dabei lässt du eine Schicht trocknen und trägst anschließend die nächste darüber auf.
So kannst du dein Bild Schritt für Schritt von großen Flächen bis zu kleinen Details ausarbeiten. Praktisch ist dabei: Wenn dir eine Stelle nicht gefällt, kannst du sie nach dem Trocknen häufig einfach übermalen.
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Lasurtechnik
Bei der Lasurtechnik wird Acrylfarbe mit etwas Wasser oder einem geeigneten Malmedium dünner eingestellt. Die transparenten Farbschichten werden nacheinander aufgetragen, wobei jede Schicht zunächst trocknen sollte. Die darunterliegenden Farben scheinen hindurch und sorgen für Tiefe und neue Farbnuancen.
Nass-in-Nass-Technik
Hier arbeitest du eine neue Farbe direkt in die noch feuchte Farbschicht ein. Dadurch entstehen weiche Übergänge und fließende Farbverläufe. Da Acrylfarbe schnell trocknet, solltest du bei dieser Technik zügig arbeiten. Sie eignet sich beispielsweise für Himmel, Wasser oder Hintergründe.
Trockenpinseltechnik
Für die Trockenpinseltechnik verwendest du nur wenig Farbe und kaum Wasser. Streiche mit dem fast trockenen Pinsel locker über den Malgrund. So entstehen unregelmäßige, strukturierte Flächen, wie z. B. für Fell, Holz, Lichtreflexe oder andere Oberflächen.
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Spachteltechnik

Acrylfarbe lässt sich nicht nur mit dem Pinsel auftragen. Mit einem Malmesser oder Spachtel kannst du dickere Farbschichten verteilen und sichtbare Strukturen erzeugen. Besonders bei abstrakten Bildern entstehen dadurch spannende reliefartige Oberflächen.
Acrylic Pouring
Beim Acrylic Pouring werden flüssig eingestellte Farben gegossen statt gepinselt. Meist kommt zusätzlich ein spezielles Pouring-Medium zum Einsatz. Durch Gießen und Neigen des Malgrunds entstehen organische Formen und zufällige Farbverläufe. Das ist natürlich perfekt, wenn du gerne experimentierst.
Übrigens: In einem weiteren Artikel widmen wir uns außerdem dem Thema Pastellfarben und erklären dir, wie man ein Kunstwerk mit Pastellfarben malen kann.
Dein erstes Acrylbild Schritt für Schritt malen
Beim Malen mit Acrylfarben gibt es keine feste Anleitung, die für jedes Bild funktioniert. Für den Einstieg hilft es aber, dein Werk Schritt für Schritt von den großen Flächen bis zu den Details aufzubauen.
1. Motiv und Farbpalette auswählen
Wähle zunächst ein einfaches Motiv, zum Beispiel eine Landschaft, Blumen, Obst oder ein abstraktes Bild. Beschränke dich am Anfang am besten auf wenige Farben, die gut miteinander harmonieren. So behältst du leichter den Überblick und lernst gleichzeitig, eigene Farbtöne zu mischen.
2. Arbeitsplatz vorbereiten
Beim Malen mit Acryl solltest du sowohl dich selbst als auch deine Umgebung vor Farbspritzern schützen. Zieh alte Kleidung an und decke Tisch oder Boden ab. Lege außerdem Farben, Wasser, Palette und Pinsel griffbereit bereit. Da Acrylfarbe schnell trocknet, erleichtert eine gute Vorbereitung das Arbeiten.
Du interessierst dich für Kunst und Malerei und überlegst selber damit anzufangen? Wie wäre es, wenn du lernst mit Acrylfarben zu malen? Hier gelangst du zu einem Zeichenkurs Frankfurt.
3. Motiv grob vorzeichnen
Wenn du dich noch nicht sicher fühlst, kannst du dein Motiv zunächst mit einem Bleistift leicht vorzeichnen. Markiere dabei nur die wichtigsten Formen und Proportionen. Zu viele Details brauchst du noch nicht, sie kommen später.
4. Große Farbflächen anlegen

Beginne nun mit dem Hintergrund und den größeren Formen deines Bildes. Arbeite dabei von grob nach fein. Anders als beim Aquarell musst du nicht grundsätzlich von der hellsten zur dunkelsten Farbe vorgehen. Je nach Motiv kannst du beispielsweise mit einer Grundfarbe oder einem mittleren Farbton beginnen.
5. Farben schichten und Formen ausarbeiten
Lass einzelne Farbschichten trocknen und trage anschließend weitere Farben darüber auf. So kannst du nach und nach Schatten, Kontraste und Tiefe ergänzen. Und keine Sorge, wenn du dich einmal vermalst: Getrocknete Acrylfarbe lässt sich häufig einfach mit einer neuen Farbschicht übermalen.
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6. Details und Highlights setzen
Wenn die großen Formen stimmen, kommen kleinere Pinsel zum Einsatz. Ergänze gezielt Konturen, Strukturen, Lichtpunkte oder andere Details. Dabei muss nicht jede Fläche vollständig ausgearbeitet sein.
7. Pinsel sofort reinigen
Nach dem Malen solltest du deine Pinsel gründlich mit Wasser auswaschen. Lass Acrylfarbe niemals in den Borsten trocknen, denn danach lässt sie sich nur schwer entfernen. Reinige am besten auch deine Palette direkt mit.
Die Theorie zu kennen ist gut, sie in die Praxis umzusetzen ist noch besser. Wie und wo kannst du den Umgang mit Acrylfarben lernen? Ein Malkurs Berlin könnte ein Anfang sein.
Typische Anfängerfehler beim Malen mit Acryl
Acrylfarben sind unkompliziert, trotzdem gibt es einige typische Fehler, die dir den Einstieg unnötig erschweren können. Vor allem beim Mischen, Verdünnen und Schichten lohnt es sich, ein paar Dinge zu beachten:
| Fehler | Was passiert? | Besser so |
|---|---|---|
| Zu viele Farben gleichzeitig mischen | Farbtöne werden schnell schlammig und verlieren an Klarheit. | Beginne mit einer kleinen Farbpalette und mische gezielt. |
| Zu viel Wasser verwenden | Die Farbe verliert an Deckkraft und kann schlechter haften. | Verdünne Acrylfarbe nur gezielt und in kleinen Mengen. |
| Zu lange an nasser Farbe arbeiten | Übergänge können fleckig oder unruhig werden. | Arbeite zügig oder lass die Schicht vollständig trocknen. |
| Pinsel nicht sofort reinigen | Acrylfarbe trocknet in den Borsten fest und kann den Pinsel unbrauchbar machen. | Wasche die Pinsel direkt nach dem Malen gründlich mit Wasser aus. |
| Zu früh Details malen | Große Formen und Proportionen stimmen noch nicht, Details müssen später korrigiert werden. | Arbeite zuerst die großen Flächen aus und ergänze Details zum Schluss. |
Auch beim Arbeitsplatz lohnt sich etwas Vorbereitung: Alte Kleidung und eine Unterlage schützen vor Farbspritzern, denn getrocknete Acrylfarbe lässt sich nur schwer wieder entfernen.
Mit etwas Übung bekommst du schnell ein Gefühl dafür, wie sich die Farbe am besten verarbeiten lässt.
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Acrylmalerei selbstständig lernen
Du musst nicht unbedingt einen Malkurs besuchen, um mit Acrylfarben Fortschritte zu machen. Viele Grundlagen kannst du dir selbstständig durch Ausprobieren und Beobachten aneignen.
Lass dich zum Beispiel in Museen, Galerien oder von anderen Künstlern inspirieren und achte darauf, wie Farben, Formen und Strukturen eingesetzt werden. Besonders praktisch sind außerdem Tutorials und Schritt-für-Schritt-Anleitungen im Internet, mit denen du einzelne Techniken direkt ausprobieren kannst.
Auch Bücher über Acrylmalerei können dir helfen, Grundlagen wie Farbmischung, Bildaufbau oder verschiedene Maltechniken besser zu verstehen.
Am wichtigsten ist aber die eigene Praxis: Teste Farbmischungen, unterschiedliche Pinsel und Techniken zunächst auf kleinen Flächen und versuche nicht, jedes Bild perfekt zu machen. Je häufiger du malst, desto besser lernst du das Verhalten der Acrylfarben kennen und entwickelst nach und nach deinen eigenen Stil.
Interessierst du dich auch für das Malen mit Aquarellfarben?
Referenzen
- 5 Techniken für die Verwendung von Acrylfarbe | Caran d’Ache. (n.d.). https://www.carandache.com/de/de/acrylique
- Hoppe, T. (2000). Acrylmalerei: die künstlerischen Techniken.
- Waldschmidt, B., & Schuppelius, F. (2005). Workshop Acryl - Strukturmittel und ihre Anwendung.
Mit KI zusammenfassen:









