Wie kann man eigentlich Klavier spielen lernen?

Du kannst Klavierunterricht besuchen, einen online Klavierkurs machen, Dir YouTube Tutorials ansehen, mit einer App Klavier lernen oder ganz auf Dich selbst gestellt, mit einem Klavierbuch arbeiten.

Egal für welche Methode beim Klavier Lernen Du Dich entscheiden hast, das Üben ist der zentrale Teil des Lernens, nicht nur am Klavier, sondern an jedem Instrument.

Wenn Du also trotz regelmäßiger Lektionen das Gefühl hast, nicht richtig voran zu kommen, kann das daran liegen, dass Du nicht richtig übst. Aber wie kann man denn richtig üben? Um das zu verstehen, müssen wir uns darüber bewusstwerden, was üben bedeutet und welche Vorgänge dabei besonders wichtig sind.

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Klavier spielen lernen heißt auch üben lernen

Das Wort „Üben“ allein schon ist für viele Klavierschüler*innen ein Graus. Es klingt nach trockener, eintöniger Arbeit, die vor allem mit Disziplin und keineswegs mit Spaß verbunden ist. Andere sehen das ganz anders und denken, dass sie schon geübt haben, wenn sie drei Lieder durchgespielt haben.

Es gibt viele falsche Vorstellungen davon, was Klavier üben bedeutet. Bringen wir also etwas Licht ins Dunkel und schaffen die Voraussetzung für kontinuierliche Fortschritte und Spaß am Klavier spielen.

Die Leistung des Gehirns

Beim Klavier spielen sind alle Deine Finger, beide Hände, eigentlich Dein ganzer Körper beteiligt. Du nimmst eine erstmal ungewohnte Haltung ein übst neue Bewegungsabläufe ein. Das erfordert ein gezieltes Training für Deine Muskeln, Sehnen und Bänder, die gekräftigt und gedehnt werden wollen.

Das ist aber noch lange nicht alles. Die jeder einzelne Finger muss unabhängig von den anderen zuverlässig funktionieren und trotzdem müssen sie mit einander abgestimmt werden. Dasselbe gilt auch für die beiden Hände.

Hier geht es also um Bewegungsabläufe, die koordiniert werden müssen; die nicht rein mechanisch sind, sondern auch Deinem Gehirn einiges abverlangen. Das wird nicht von heute auf morgen perfekt funktionieren. Dein Gehirn braucht Zeit zum Verarbeiten und vor allem viele Wiederholungen, bis sich die Haltung und die Bewegungsabläufe natürlich anfühlen.

Das ist schon ziemlich viel auf einmal und trotzdem haben wir noch nicht mal über Musik gesprochen. Damit kommt eine weitere Ebene hinzu, die von Anfang an berücksichtigt werden muss. Schnelle, kräftige und flexible Finger bringen Dir am Klavier nichts, wenn sie keine Musik erzeugen.

An dieser Stelle kommt Dein Gehör ins Spiel. Es überprüft einerseits, ob Du die richtige Taste getroffen hast. Andererseits kannst Du auch erst dann flüssig spielen, wenn Du eine Vorstellung davon hast, welchen Ton eine Taste erzeugen wird. (Im Verhältnis zu den anderen.)

Auch dabei kommt eine Menge von Informationen zusammen, die verarbeitet und verknüpft werden wollen. Noch einmal: damit das geschehen kann, braucht es Wiederholung und Zeit. Schau doch mal nach Klavierunterricht Hamburg!

Fehler werden mitgelernt

Wenn Du etwas oft genug auf dieselbe Art und Weise wiederholst, wird das genauso in Deinem Gehirn abgespeichert und kann mit der Zeit ganz leicht abgerufen und ausgeführt werden. Das gilt leider auch für Fehler.

Wenn Du die falsche Haltung einnimmst, konsequent an einer Stelle die falsche Note spielst oder den Rhythmus nicht exakt umsetzt, wird sich Dein Gehirn auch das einprägen und immer wieder reproduzieren.

Klavier üben kann man lernen.
Um Dir keine Fehler anzugewöhnen, musst Du Dich beim Klavier üben genau beobachten. | Quelle: Richard Deng via Unsplash

Beim Üben müssen also Fehler sofort korrigiert werden, damit sie nicht zur Routine werden. Das ist nur möglich, wenn Du Dich genau beobachtest und kritisch mit Dir selbst bist.

Gleichzeitig sind Fehler auch wichtig, um voran zu kommen. Wenn Du etwas zum ersten Mal übst, ist es ganz klar, dass Du nicht auf Anhieb alles richtig machst. Indem Du sie erkennst und verbesserst, hast Du schon eine Menge dazu gelernt.

Was bedeutet nun Klavier üben genau?

Es müsste Dir jetzt bereits klar sein, dass üben nicht bedeutet, ein Stück jeden Tag einmal durchzuspielen. Es ist tatsächlich eine detaillierte und konzentrierte Arbeitsweise gefragt.

  • kleine Abschnitte von wenigen Takten
  • langsam, dafür korrekt spielen (Rhythmus und Töne)
  • Wiederholen

Üben ist aber bei weitem nicht die eintönige, trockene Arbeit, für die es oft gehalten wird. Ob Du nun ein klassisches Klavierstück lernst oder Tonleitern übst, es geht immer um Musik und die fordert Dein Gehör. Wenn Du das beim Üben nicht beachtest, wirst Du nur wenige Fortschritte in Deinem Spiel bemerken.

  • versuche herauszuhören, ob Du richtig spielst
  • beobachte die Unterschiede im Klang, je nach Anschlag
  • probiere Dir einzuprägen, wie die Akkorde und Intervalle (Abstände zwischen zwei Tönen) klingen

Das ist ganz schön viel auf einmal, selbst wenn Du ein sehr einfaches Lied spielst. Deshalb ist es wichtig, nicht zu viel auf einmal zu wollen. Nimm Dir Zeit für jeden Lernschritt und gehe erst zum nächsten über, wenn Du ihn sicher beherrschst. Beim Klavierspielen baut vieles aufeinander auf. Das gilt es zu berücksichtigen.

Worauf muss man beim Üben achten?

Die richtige Haltung beim Piano spielen

Klavier wird nicht nur mit den Händen gespielt. Der ganze Körper ist beteiligt. Deswegen sollte man immer darauf achten, die richtige Haltung beim Klavierspielen einzunehmen und zu erhalten.

Setze Dich mit geradem Rücken auf den Klavierhocker und stelle beide Füße fest auf den Boden. Bevor Du die Hände auf die Tasten legst, kannst Du die Schultern nach hinten rollen, um sicher zu gehen, dass Du locker bist.

Die Höhe des Hockers sollte so eingestellt sein, dass Dein Handgelenk beim Spielen nicht geknickt ist. Die Ellenbogen sollten etwas höher sein, als die Handgelenke. Wenn Du nun die Finger auf die Tasten legst, sollten auch sie ganz entspannt sind. Sie sind dann automatisch leicht gekrümmt.

Die richtige Haltung beim Kalvier spielen betrifft die Finger, die Hände und den ganzen Körper.
Dein Körper und Dein Gehirn müssen sich an die ungewohnte Haltung und die neuen Bewegungsabläufe gewöhnen. | Quelle: Matt Boitor via Unsplash

Achte während des Übens darauf, dass Du diese Lockerheit beibehältst. Weder das Handgelenk noch die Finger dürfen steif werden, noch abgeknickt sein. Du wirst Dich sonst ziemlich schnell verkrampfen und nicht mehr richtig spielen können.

Wenn Du merkst, dass Du verkrampfst oder Du sogar Schmerzen hast, solltest Du sofort aufhören zu spielen, Dich auflockern und eine Pause machen. Eine dauerhaft falsche Haltung verhindert nicht nur Fortschritte, sondern ist auch ein Risiko für Deine Gesundheit. Es kann zu einer schmerzhaften und langwierigen Sehnenscheidenentzündung kommen, die Dich wochenlang vom Üben abhalten wird.

Zu Beginn ist es tatsächlich nicht ganz einfach, auf alles gleichzeitig zu achten. Die korrekte Haltung ist dann oft das Erste, das vernachlässigt wird. Mit steifen Armen und Händen kann es aber nicht klappen. Wenn Du es nicht schaffst die Übung oder einen Liedabschnitt locker zu spielen, übst Du zu schnell.

Langsam spielen für schnellere Fortschritte

Ein bekanntes englisches Sprichwort sagt: "slow and steady wins the race!". Und das ist auch beim Klavier üben die richtige Devise.

Die meisten Klavierschüler*innen wollen am liebsten sofort, die Stücke im Originaltempo spielen, weil es sich, vermeintlich, besser anhört. Das ist aber ein großer Irrtum. Sie spielen dann zwar schnell, aber häufig auch falsch und vor allem unrhythmisch.

Einfachere Passagen werden vielleicht schon recht gut funktionieren, dann kommt ein schwieriger Akkordwechsel, vor dem eine große Pause gemacht wird, um die richtigen Töne zu finden und dann geht’s wieder in hohem Tempo weiter. Das hört sich nicht gut an und auch wenn Du es hundertmal auf diese Art probierst: es wird nicht besser werden.

Nimm ein Metronom zu Hilfe und stelle es auf höchstens die Hälfte des Originaltempos ein. Halte alle Notenwerte genau ein. Wenn Du nicht rechtzeitig die richtigen Tasten findest, oder der Rhythmus unsauber ist, ist das Tempo immer noch zu hoch. Stelle es soweit runter, dass Du fehlerfrei spielen kannst. Nichts anderes lernt man beim Klavierunterricht Hannover.

Wenn das mehrmals hintereinander gut geklappt hat kannst Du das Tempo um fünf Punkte erhöhen. So arbeitest Du Dich Schritt für Schritt an das Originaltempo heran. Du wirst sehen, es dauert gar nicht so lange und wird deutlich besser klingen und sich auch besser anfühlen!

Langsam Klavier Spielen ist sinnvoll aus folgenden Gründen:

  • Du kannst Dir die Songs besser merken. Dein Gehirn braucht Zeit, um sich an die einzelnen Song-Abschnitte zu gewöhnen und das Stück nach und nach auch auswendig spielen zu können.
  • Du kannst schneller technische Fortschritte machen, da sich auch Deine Finger immer besser an die Bewegungen gewöhnen werden.
  • Du machst weniger Fehler, da Du nicht überhastet spielst und mehr Aufmerksamkeit für die Noten, den Rhythmus etc. aufwenden kannst. Du kannst Dir sicher sein, dass Du keine Flüchtigkeitsfehler machst und nicht schneller spielst als Du mitdenken kannst.
  • Du wirst den Aufbau eines Stücks besser verstehen können.
  • Du kannst Töne antizipieren und Dich auf sie vorbereiten, anstatt den gespielten Tönen "hinterherzuhecheln".

Klavierspielen kann man übrigens auch online lernen - mit online Klavierunterricht auf Superprof.

Klavier üben nach der Devise "langsam aber gründlich".
Probiere nicht alles auf einmal zu lernen, dann kommst Du schneller voran. | Quelle: Ivanna Blinova via Unsplash

Das Zusammenspiel von Händen und Gehirn

Das Schwierigste am Klavierspielen ist, dass unheimlich vieles miteinander verknüpft werden muss. Deshalb wäre es falsch, bei Fingerübungen einfach mal das Gehör pausieren zu lassen oder bei Deinem Lieblingsstück nur noch auf ein gefühlvolles Spiel mit den richtigen Tönen, aber nicht mehr auf den Rhythmus zu achten.

Zu Beginn wird Dir das alles zu viel sein. Die Kunst des Übens besteht auch darin, das, was Du lernen willst richtig aufzuteilen und dann wieder zusammenzusetzen. Das geschieht einerseits hinsichtlich des Stücks oder der Übung, wie wir es im nächsten Kapitel noch genauer anschauen werden. Andererseits auch in Bezug auf alle zu lernenden Inhalte an sich.

  • suche die richtigen Töne: nimm Dir die Zeit, erstmal zu jeder Note die richtige Taste zu finden. Daraus wirst Du dann einen Fingersatz ableiten können, der es Dir ermöglicht die Akkorde flüssig zu wechseln und die Melodie ohne Unterbrüche spielen zu können.
  • klopfe den Rhythmus: die Notenwerte präzise umzusetzen bereitet vielen Anfänger*innen Schwierigkeiten, vor allem wenn sie vor allem noch damit beschäftigt sind, den richtigen Fingersatz zu finden. Übe den Rhythmus deshalb erstmal losgelöst vom Klavier, indem Du ihn auf dem Tisch klopfst.
  • mit jeder Hand einzeln arbeiten: die Koordination der Hände ist eine weitere große Herausforderung. Kümmere Dich erstmal nur um die eine und dann um die andere Hand. Erst wenn Du den Rhythmus und (oder) den Fingersatz soweit verinnerlicht hast, dass Du nicht mehr groß darüber nachdenken musst, kannst Du mit beiden Händen spielen. Dafür wirst Du wieder deutlich langsamer anfangen müssen.

Wenn Du schließlich alles wieder zusammensetzt, achte darauf, es weiterhin richtig zu machen. Bist Du damit überfordert, gehe nochmal einen Schritt zurück und übe die betreffende „Problemzone“.

Wie übt man richtig? - Tipps und Tricks

Ziele setzen

Wer ein Instrument spielen lernt, will Fortschritte machen; egal ob Anfänger*innen oder Fortgeschrittene. Das ist das Ziel von Klavierunterricht München.

Der Begriff „Fortschritte“ ist jedoch recht diffus. Na klar, es heißt „besser werden“. Aber wie und worin genau beschreibt er nicht. Da nicht alles auf einmal geübt und gelernt werden kann, liegt es an Dir, Prioritäten zu setzten. Das gilt im Großen wie im Kleinen.

Willst Du die großen klassischen Klavierkonzerte spielen lernen? Dann wirst Du von Anfang das Noten lesen intensiv üben. Möchtest Du Blues improvisieren lernen? Dann wirst Du Dich mit ganz anderen Bereichen der Musik-Theorie für Klavier auseinandersetzen. Dein langfristiges Ziel gibt Dir so schon mal eine Grundrichtung vor.

Um dieses Ziel zu erreichen begibst Du Dich auf einen Weg mit vielen Zwischenetappen.

Um kontinuierlich voran zu kommen, setzt Du Dir mittelfristige Ziele, die Du innerhalb von ein paar Wochen oder Monaten erreichen willst. Die Zeitspanne sollte nicht zu lang gewählt sein, damit Du zielgerichtet arbeiten kannst. Gleichzeitig sollte das Ziel zwar herausfordernd, aber nicht unrealistisch hoch gesteckt sein; sonst könnte das Ganze in Frustration enden.

In der festgesetzten Zeitspanne näherst Du Dich in kleinen Schritten dem Etappenziel an. Das gelingt Dir am besten mit kurzfristigen Zielen. Unterteile das, was Du lernen willst in einzelne Lektionen, die Du nach und nach abarbeitest. So gehen alle bewährten Methoden beim Klavier Lernen vor.

Wie lange Du für jede Lektion brauchst, hängt davon ab, wie viel und wie regelmäßig Du übst. Gestalte sie so, dass Du sie innerhalb einer Woche abschließen kannst. Das heißt, je weniger Zeit Du um üben hast, umso weniger solltest Du Dir als Wochenziel vornehmen. So stellst Du sicher, dass die Motivation erhalten bleibt.

Klavier lernen in Lektionen ist eine bewährte Methode.
Auch beim Klavier üben gilt: wenn Du weißt, wo Du hin willst, kommst Du schneller an. | Quelle: Maksym Kaharlytskyi via Unsplash

Bewerte Dich nicht danach, wie viel Du bereits insgesamt gelernt hast. Sei stolz auf jeden kleinen Fortschritt und jedes erreichte Zwischenziel.

Die letzte Unterteilung machst Du jedes Mal vor dem Üben. Sich einfach nur ans Klavier setzen und drauf los spielen, ist noch lange kein Üben. Sei Dir klar darüber, woran Du arbeiten möchtest und konzentriere Dich darauf.

Wenn es Dir das schwer fällt, kannst Du auch für jede Woche einen Übungsplan erstellen und schriftlich festhalten. Das wird Dir eine Orientierung geben. Gönne Dir dabei auch etwas Abwechslung. Auch das motiviert und kann den Lernerfolg erhöhen.

Abwechslung heißt nicht, viele unterschiedliche Dinge üben, sondern einen bestimmten Lerninhalt aus verschiedenen Richtungen zu beleuchten und umzusetzen.

Hinweise zum Thema Klavier Akkorde Üben sowie einfache Übungen, um die Fingerfertigkeit am Klavier dank Tonleitern zu verbessern, findest Du übrigens auch bei uns.

In kleinen Abschnitten üben

Im vorangegangenen Kapitel haben wir uns bereits damit beschäftigt, wie Du einzelne Übungsschritte unterteilen kannst, um Dich gezielt auf den richtigen Fingersatz oder Rhythmus konzentrieren zu können.

Das Lernen in kleinen Häppchen setzt sich auf einer weiteren Ebene fort. Selbst die besten Pianist*innen spielen ein neues Stück nicht von Anfang an komplett durch. Schon ein Lied mit nur zwölf Takten ist unter Umständen zu lang, um es auf Anhieb überblicken zu können.

Unterteile es erstmal in kurze, musikalisch sinnvolle Einheiten und übe jede einzeln; ausgiebig und sorgfältig. Schaue Dir danach die Übergänge zwischen Teilen an. Übe auch diese gezielt, bevor Du das ganze Stück zusammensetzt.

Solltest Du beim Durchspielen immer wieder an derselben Stelle Schwierigkeiten haben, übst Du diese noch einmal einzeln. Wenn Du immer wieder von vorne anfängst, weil Du in der Mitte zwei falsche Noten spielst, wird Dich das nicht wirklich weiterbringen.

Wiederholungen

Man kann es nicht oft genug sagen: der Mensch lernt durch wiederholen. Wenn Du eine Stelle eines Stücks einmal richtig gespielt hast, heißt das noch lange nicht, dass Du sie bereits kannst. Damit Du den Fingersatz und den Rhythmus auch wirklich verinnerlichst, musst es mehrmals hintereinander richtig gemacht haben.

Das Wiederholen findet aber nicht nur innerhalb einer Übungseinheit statt. Im Schlaf verarbeitet unser Gehirn das Gelernte und speichert den größten Teil davon in einer Art Zwischenspeicher ab. Das bedeutet, dass es am nächsten Tag abrufbar sein wird, aber in einer Woche vielleicht bereits nicht mehr.

Um einen langfristigen Lernerfolg zu erreichen, muss die Information in den Langzeitspeicher gelangen. Das gelingt dadurch, dass Du Neugelerntes über mehrere Tage oder sogar Wochen hinweg, immer wieder wiederholst.

Regelmäßigkeit

Damit sind wir auch schon beim oft diskutierten Thema „Wie oft und wie lange sollte man Klavier üben“. Hier gilt die Devise: so oft wie möglich, in sinnvollen Einheiten. Die Antwort auf die Häufigkeit ist also klar. Wenn es irgendwie geht, solltest Du jeden Tag Klavier üben. Wenn sich das nicht einrichten lässt, probiere mindestens jeden zweiten Tag Zeit dafür zu finden.

Was bedeutet aber nun sinnvolle Einheiten?

Wie wir gesehen haben, muss beim Klavier üben vieles gleichzeitig beachtet werden. Das erfordert eine hohe Konzentration. Je nach Deiner persönlichen Aufmerksamkeitsspanne (und auch je nach Tagesform) wirst Du wahrscheinlich nach 30 bis 45 Minuten nicht mehr in der Lage sein, Dich auf alles zu konzentrieren.

Ab diesem Moment wirst Du nicht mehr effizient üben können und solltest zumindest eine Pause einlegen. Im Gegenzug ist es sinnvoll, mindestens 15 bis 20 Minuten für eine Übungseinheit einzuberechnen. Du brauchst erstmal einige Minuten, um Dich einzuspielen. Danach sollte noch genügend Zeit sein, dass Du eine Übung oder einen Abschnitt eines Stücks oft genug wiederholen kannst.

Generell kann man sagen, dass es deutlich effektiver ist, oft in kurzen Abschnitten, als selten lange zu üben. Du kannst die Übungseinheiten auch innerhalb eines Tages aufteilen. Wenn Du mittags und abends jeweils 15 Minuten lang übst, wird Dich das beim Klavier lernen schneller voranbringen, als jeden dritten Tag 45 Minuten am Stück zu spielen.

Tipps zum effizient Piano üben: Lerne Dich selbst besser kennen

Klavier lernen kann sehr vie Spaß machen.
Finde Freude am Lernen, dann kannst Du auch effizienter üben. | Quelle: Tim Mossholder via Unsplash

Jeder Mensch hat seinen eigenen Tagesablauf, seine eigenen Angewohnheiten und vor allem: jeder lernt anders. Eine allgemeingültige Zauberformel fürs Klavier üben gibt es also nicht. Du musst Deine eigene finden.

Mache Dir Gedanken darüber, wie Du das Üben am besten in Deinen Alltag integrieren kannst. Lege feste Zeiten fest, an die Du Dich auch hältst. Finde dafür einen Moment, an dem Du noch die nötige Konzentration aufbringen kannst.

Bei den Einen wird das direkt nach der Schule oder der Arbeit sein, wenn sie noch „im Flow“ sind, Andere brauchen erstmal eine kurze Pause, bei der sie sich ablenken können und wieder Andere sind früh morgens in Hochform und stehen gerne fürs Üben eine halbe Stunde früher auf.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich schon mehrmals angesprochen habe, ist, dass Du bewusst üben solltest. Wisse, was Du warum übst und beobachte Dich dabei genau. Dabei gilt es, das richtige Gleichgewicht zwischen Kritik und Lob zu finden.

Höre Dir beim Spielen zu, achte auf Deine Haltung und sei streng mit Dir selbst, damit Dich, wenn nötig, sofort korrigieren kannst. Es gibt immer Verbesserungspotential. Begib Dich auf die Suche nach Deinen Schwächen und arbeite gezielt daran. Schau einfach nach Klavierunterricht Kiel und leg los!

Mach Dich aber nicht selbst fertig. Das kann in Selbstzweifeln enden und Dich im schlimmsten Fall zum Aufgeben bringen. Freue Dich über jeden noch so kleinen Fortschritt. Blicke ab und zu zurück zu den Anfängen und mache Dir bewusst, was Du seither schon alles gelernt hast.

Solltest Du irgendwann tatsächlich stagnieren und keine Verbesserung in Deinem Spiel erkennen können, liegt das nicht an fehlendem Talent, sondern sehr wahrscheinlich an falschem Üben. Dieses Problem kann man sehr gezielt angehen und mit einfachen Mitteln bekämpfen.

Setze Dich damit auseinander, was üben bedeutet. Mache Dir, wenn nötig, einen konkreten Übungsplan, an den Du Dich hältst. Das wird Dir wieder neuen Auftrieb geben.

Wir wünschen Dir viel Erfolg beim Klavier Lernen!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.