Privatunterricht Sprachen Nachhilfe Musik Sport
Teilen

Mit Superprof Klavier Spielen Lernen – wir zeigen Euch, worauf es ankommt

Von Tobias, veröffentlicht am 26/07/2018 Blog > Musik > Klavier > Tipps für Anfänger zum effizienten Klavier Spielen Lernen

Wie kann man eigentlich Klavier spielen lernen?

Darauf gibt es nicht die „eine Antwort“. Man muss von Fall zu Fall abwägen und die Sache aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Wichtig ist da z.B. die richtige Körperhaltung. Außerdem ist Geduld ein entscheidendes Element und man sollte sich nicht übernehmen.

Evtl. sind auch körperliche Voraussetzungen elementar, z.B. die Größe der Hände.

Alles hängt natürlich auch immer von der jeweils angewandten Methode beim Klavier Lernen ab …

Entdeckt mit uns im Folgenden die Voraussetzungen für schnelle Fortschritte im Klavierunterricht!

Die richtige Körperhaltung ist entscheidend

Klavier wird nicht nur mit den Händen gespielt. Der ganze Körper ist beteiligt.

Deswegen sollte man immer darauf achten, die richtige Haltung beim Klavierspielen einzunehmen, und dies auch als Gewohnheit übernehmen.

Zunächst ist es wichtig, sich in eine mittige Position vor der Tastatur zu bringen. Euer Stuhl, Hocker oder Bank sollte angenehm sein.

So gibt es auch spezielle „Klavierhocker“, die sich perfekt eignen.

Nehmt die mittlere C-Note als Ausgangspunkt für Eure Position vor dem Klavier.

Je nach Stück, das Ihr spielt, muss diese Note evtl. angepasst werden.

Wenn Ihr Stücke mit ausschließlich hohen Noten spielt und Ihr die linke Hälfte der Tastatur kaum braucht, dann solltet Ihr Euren Hocker entsprechend nach rechts bewegen. Bei tieferen Noten gilt umgekehrt natürlich das Gleiche.

Wenn Ihr die Position Eures Hockers bestimmt habt, dann gilt es jetzt, seine Höhe anzupassen, damit Ihr die Tasten ideal anschlagen könnt.

Generell sollten sich die Ellenbogen auf Höhe des Klaviers befinden bzw. ein wenig darüber, wenn Ihr kurze Arme habt.

Eine gut gewählte Höhe hilft Euch dabei, Eure Hände auf der Tastatur schneller hin- und her zu bewegen und macht die Sache leichter.

Unterschätzt nicht die Wichtigkeit der Körperhaltung und Eurer Position vor dem Klavier, denn das kann einen großen Einfluss auf Euer Spiel haben.

Welche Art von Sitz solltet Ihr eigentlich wählen?

Einen Hocker, eine Bank oder einen Stuhl?

Das kommt immer drauf an…

Der Pianist Glenn Gould nutze so z.B. Stühle und kam damit sehr gut zurecht.

Das Problem an Stühlen ist, dass sie in ihrer Höhe nicht veränderbar sein.

Daher solltet Ihr, falls Ihr Euch für diese Möglichkeit entscheidet, einen Stuhl wählen, der sich gut für Eure Körpergröße eignet.

Ein Klavierhocker hat den Vorteil, dass man die Höhe an den Körper anpassen kann und so seine Möglichkeiten auf der Tastatur erweitert.

Daher wird diese Möglichkeit in aller Regel von Experten empfohlen und auch wir halten sie für die beste Wahl.

Hocker, Stuhl oder Bank? Was passt am besten zu Euch? Ein Hocker wird von den meisten Fachmännern empfohlen | Quelle: Visualhunt

Auch Eure Rückenhaltung ist entscheidend.

Sie muss optimal sein, weil Ihr ansonsten schnell Rückenschmerzen bekommen werdet.

Und Klavierspielen soll ja schließlich Spass machen und nicht wehtun.

Der Rücken muss beim Klavierspielen gerade sein und Ihr solltet Euch nicht zu sehr versteifen.

Das gilt übrigens nicht nur fürs Klavierspielen, sondern auch, wenn Ihr z.B. am PC im Büro sitzt.

In jedem Fall solltet Ihr Euch nicht verkrampfen und versuchen, eine für Euch persönlich angenehme Haltung einzunehmen.

Kommen wir nun zur Haltung Eurer Hände auf der Tastatur, denn sie sind trotz allem die wichtigsten Körperteile beim Klavierspielen.

Damit Ihr die Noten ideal anschlagen könnt, müssen die Finger eine krumme Haltung annehmen, in der Art eines Bogens.

Der Handballen muss höher liegen als die Finger, damit diese auf die Noten „herabfallen“ können (außer der Daumen, der immer flach bleibt).

So vermeidet Ihr unnötige Spannungen und könnt schneller spielen.

Achtet beim Klavierspielen auf die richtige Haltung Eurer Hände Die Haltung der Hände ist elementar beim Klavier spielen | Quelle: Visualhunt

Die Kraft, mit der Ihr die Noten anschlagt, muss aus den Fingern kommen und nicht etwa aus dem Handgelenk oder den Armen.

Die Füße sollten beim Klavierspielen fest auf dem Boden stehen, denn so erhaltet Ihr mehr Stabilität und Sicherheit in Eurem Spiel.

Gerade für Klavier Anfänger ist es nicht ratsam, nur die Zehenspitzen auf dem Boden zu haben.

Es ist wichtig, dass Ihr Euch darüber im Klaren seid, dass diese Ratschläge immer auch im Zusammenhang mit Eurem Körper zu sehen sind.

Probiert es einfach einmal aus, nach und nach werdet Ihr merken, was für Euch die richtige Haltung beim Klavierspielen ist.

Irgendwann könnt Ihr vielleicht sogar Eure eigene Technik entwickeln.

Aber bevor Ihr Experimente wagt, solltet Ihr erst einmal die klassischen, bewährten Methoden beim Klavier Lernen versuchen.

Am Anfang ist es ratsam, langsam Klavier zu spielen

Wenn Ihr gerade damit anfangt, Klavier spielen zu lernen, dann solltet Ihr zunächst darauf achten, immer langsam zu spielen.

So könnt Ihr Eure Finger am besten an die Tastatur gewöhnen. Das würde als Grund eigentlich schon ausreichen.

Aber auch, wenn Ihr gerade dabei seid, einen neuen Song zu lernen, ist das wichtig.

Ein bekanntes englisches Sprichwort sagt: „slow and steady wins the race!“.

Einige Klavierschüler übernehmen sich und wollen Stücke im Handumdrehen beherrschen, für die ihre Technik noch gar nicht ausreicht. Und das ist in keiner Weise ratsam!

Erst mit der Zeit solltet Ihr das Tempo beim Klavierspielen immer mehr erhöhen.

So solltet Ihr einen Song zunächst langsam spielen, um dann ins Originaltempo übergehen zu können.

Langsam Klavier Spielen ist sinnvoll aus folgenden Gründen:

  • Ihr könnt Euch die Songs besser merken. Euer Gehirn braucht Zeit, um sich an die einzelnen Song-Abschnitte zu gewöhnen und das Stück nach und nach auch auswendig spielen zu können.
  • Ihr könnt schneller technische Fortschritte machen, da sich auch Eure Finger immer besser an die Bewegungen gewöhnen werden.
  • Ihr macht weniger Fehler, da Ihr nicht überhastet spielt und mehr Aufmerksamkeit für die Noten, den Rhythmus etc. aufwenden könnt. Ihr könnt Euch sicher sein, dass Ihr keine Flüchtigkeitsfehler macht und nicht schneller spielt als Ihr mitdenken könnt.
  • Ihr werdet den Aufbau eines Stücks besser verstehen können.
  • Ihr könnt Töne antizipieren und Euch auf sie vorbereiten, anstatt den gespielten Tönen „hinterherzuhecheln“.

Ihr solltet auf keinen Fall überhetzt Klavier spielen Am Anfang sollte man Klavierstücke immer ein Tempo langsamer spielen | Quelle: Visualhunt

Nach und nach seine Technik beim Klavierspielen verbessern

Jeder, der Klavier spielt, will sich gerne verbessern. Das ist das oberste Ziel eines jeden Schülers, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener.

Aber was bedeutet es eigentlich, am Klavier Fortschritte zu machen?

Zunächst geht es darum, die Partituren entschlüsseln zu können.

Dabei ist es hilfreich, sich einmal mit dem Solfeggio (auch: Solfège bzw. Notenlehre) zu beschäftigen, das ein fester Bestandteil der Klavier-Theorie ist.

Ihr werdet sehen, nach und nach werdet Ihr immer schneller Noten lesen und am Ende auch komplizierte Stücke mühelos vom Blatt spielen können.

Sich im Klavierspielen zu verbessern, das bedeutet auch, schneller spielen zu können.

Eure Hand wird immer flexibler. Die Reihenfolge der Akkorde (linke Hand) oder Noten (rechte Hand) wird immer schneller, ohne Spannung und Spannung zu erzeugen.

Das Spiel wird artikulierter und ausdrucksvoller.

Am Klavier ist es wichtig, ein gutes technisches Niveau zu haben, um sein künstlerisches Potential freizusetzen.

Die Technik steht im Dienst des Künstlers, ist aber auch Voraussetzung für seinen Erfolg.

Ein Klavierlehrer ist ein Gewinn für jeden Schüler. Der Klavierunterricht ermöglicht es Euch, beim Klavier Lernen schneller voranzukommen.

Klavierunterricht ist unerlässlich für jeden, der es wirklich weit bringen will, und hilft Euch dabei, Hürden zu überkommen.

Fortschritte werden nur erzielt, wenn Ihr regelmäßig und konsequent übt.

Es hat keinen Sinn, den Fortschritt erzwingen zu wollen, denn man läuft Gefahr, wichtige Schritte zu überspringen oder bestimmte Elemente falsch zu erlernen.

Wer etwas lernen will, der muss auch Zeit aufwenden, das gilt beim Klavierunterricht genauso wie bei jeder anderen Art von Unterricht.

Warum ist es wichtig, das Solfeggio und Musiktheorie zu verstehen? Das Solfeggio ist die theoretische Grundlage fürs Klavierspielen. | Quelle: Visualhunt

Kann man auch mit kleinen Händen Klavier spielen?

Einige Leute glauben, dass das Klavier nicht für sie ist, weil ihre Hände zu klein sind.

Kann man mit kleinen Händen und kurzen Fingern Klavier spielen und es zum guten Pianisten bringen? Die Antwort ist eindeutig JA!

Die Länge der Hände beeinträchtigt in keiner Weise die Qualität des Spiels und der Klaviertechnik.

Sicherlich: Einige klassische Komponisten sind für ihre sehr großen Hände bekannt.

Dies ist zum Beispiel der Fall bei Liszt, der mit einer Hand ein Intervall von elf Tasten spielen konnte (C – F in der oberen Oktave!).

Einige Liszt-Stücke sind daher auch eher schwierig zu spielen, wenn man kleine Hände hat, weil sie von und für Liszts Hände entworfen wurden.

Generell hat die romantische klassische Musik (aus dem 19. Jahrhundert) die großen Lücken und Akkorde mit Septime und None vermehrt.

Ein Teil des „romantischen“ Repertoires erfordert große Hände. Das lässt sich nicht leugnen.

Aber denkt daran, dass 95% der Klavierstücke mit mittelgroßen oder sogar unterdurchschnittlich großen Händen gespielt werden können.

Manchmal erweisen sich kleine Hände sogar als nützlich, zum Beispiel bei chromatischen Bewegungen.

Jede Größe und Form der Hände hat ihre Vor- und Nachteile und letztendlich hat die Größe der Hände lediglich einen begrenzten Einfluss auf das Klavierlernen.

Wenn Ihr kleine Hände habt und Klavier spielen lernen wollt, sollte Euch das also nicht abschrecken!

Entdeckt hier ergänzende praktische Hinweise zum Thema Klavier Akkorde Üben sowie einfache Übungen, um dank Tonleitern Eure Fingerfertigkeit am Klavier zu verbessern.

Wir wünschen Euch viel Erfolg beim Klavier Lernen!

Teilen

Wir freuen uns über Feedback von unseren Lesern
Enthält dieser Artikel die Informationen, nach denen Du gesucht hast?

Dieser Artikel war totaler Käse? Wirklich?Okay, beim nächsten Mal wird's besserNur Durchschnitt? Was fehlte Dir konkret?Danke Dir! Stelle verbliebene Fragen gerne untenWir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten :) (Aktuell gibt es hierzu noch keine Bewertung)
Loading...

Einen Kommentar posten

avatar
neuste älteste beste Bewertung
Bram
Gast

Das ist ein echt spannender Artikel zum Thema Klavier lernen. Ich werde mich dazu mal noch etwas mehr informieren.