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Wie kann ich ein guter Pianist werden?

Von Tobias, veröffentlicht am 08/08/2018 Blog > Musik > Klavier > Wie kann kann man am besten Klavier Lernen?

Klavier Spielen Lernen ist mehr als eine reine Formalität.

Alle Facetten des Klavierstudiums – Solfeggio, Notenlesen, Haltung, Geschick, die Koordination zwischen Kopf, Hand und Fuß sowie die Auswahl der Art des Unterrichts – sind in sich eine Herausforderung und erfordern viel Geduld und Disziplin.

Natürlich gibt es manche Menschen, die schneller Klavier spielen lernen können als andere – nicht jeder bringt die gleichen kognitiven und musikalischen Talente und Voraussetzungen mit.

Am Anfang fällt das Klavierspielen vielen Menschen noch schwer und es dauert immer eine gewisse Zeit um „reinzukommen“.

Um selbstständig und flüssig Klavierspielen zu können und sich am Piano sicher zu fühlen, braucht man Übung. Und dafür benötigt man viel Motivation, Disziplin und Durchhaltevermögen. Am wichtigsten ist es, dass man immer auch Spaß am Klavier Spielen hat!

In diesem Artikel zeigen wir Euch, wir Ihr am besten an die Herausforderung Klavier Lernen herangeht.

Unsere ersten Tipps, um gut Klavier spielen lernen zu können

Bevor Ihr überhaupt die erste Taste anschlagt, ist es wichtig, dass Ihr Euch die richtige Haltung am Klavier angewöhnt.

Die Haltung des Körpers

Zunächst ist es wichtig, dass Ihr Euch mittig vor dem Klavier in Position bringt. Der häufigste Orientierungspunkt ist das mittlere C, auf dem die Linke Hand liegen sollte.

Auch die Höhe solltet Ihr anpassen, so dass Ihr weder zu hoch noch zu niedrig sitzt.

Lieber mit oder ohne Lehrer Klavier spielen lernen? Klavier lernen wollen viele – aber was ist die beste Methode? | Quelle: Pixabay

Folgende Tipps haben wir für die Klavier Anfänger unter Euch:

  • Eure Ellenbogen: Sie sollten sich auf Höhe der Tastatur befinden
  • Eure Arme sollten gerade und bequem die Tastatur erreichen können, so dass Ihr leicht und ohne Euch zu verkrampfen spielen könnt
  • Nutzt einen Klavierhocker! Das ist in jedem Fall besser als ein Stuhl. Ihr könnt die Höhe verstellen und Euch auch vor der Tastatur entsprechend der Höhe der Noten schnell neu positionieren.
  • Euer Rücken: Er muss grade sein und Ihr solltet Krümmungen vermeiden, denn das kann langfristige Schäden verursachen.
  • Eure Hände: Die zehn Finger müssen leicht gekrümmt sein, so dass Ihr die Tasten mit der Fingerspitze anschlagt. Das verleiht mehr Kraft und Präzision.
  • Die Handflächen sollten etwas erhöht sein, so das die Finger von oben herabfallen können. Das verleiht Euch Schnelligkeit, Genauigkeit und ein flüssigeres Spiel.
  • Eure Füße müssen flach auf dem Boden sein und parallel zueinander stehen. So fühlt Ihr Euch sicherer!

Wenn Ihr gerade mit einem neuen Stück anfangt, dann solltet Ihr die einzelnen Abschnitte separat und langsam spielen, um sie dann am Ende zusammenzufügen.

Normalerweise wird der Bass bzw. die Begleitung mit der linken Hand und die Melodie mit der rechten Hand gespielt.

Erfahrt außerdem, mit welchen Methoden Ihr sonst noch schnell Klavier spielen lernen könnt.

Den Rhythmus solltet Ihr auch im Trockenen ohne begleitende Musik beherrschen und üben!

Die beste Methode, um ein Stück effizient zu erlernen, ist es, keinen der wichtigen Schritte auszulassen.

Wer ein Stück am Ende fehlerfrei vom Blatt spielen möchte, der braucht:

  • Ein Gehirn, das die Tonabfolgen miteinander verknüpfen kann
  • Geschick in den Fingern
  • Eine solide technische Grundlage, dazu gehört z.B. der Fingersatz
  • Ein Verständnis für das geübte Stück und die Theorie, die dahinter steckt
  • Ein Gespür für die Musik, das „feeling“ für die Nuancen im Spiel

Nach und nach solltet Ihr das Tempo dann steigern und könnt Eure Freunde und Verwandten schließlich mit einem perfekt vorgetragenen Stück beeindrucken.

Wenn Ihr einen privaten Klavierlehrer habt, wird er Euch gezielt trainieren, so dass Ihr Eure Schwachstellen im Stück nach und nach ablegt.

Mit kleinen Händen Klavier spielen?

Einige Menschen haben nun mal kleine Hände. Heißt das aber auch, dass es für sie unmöglich ist, Klavier spielen zu lernen?

Das ist das Gleiche, wie wenn man sagt, man hat zu dicke Finger, um Gitarre spielen zu können, oder ist einfach zu blöd für Mathematik.

Nichts weiter als schlechte Ausreden, auf die Ihr in keinem Fall hören solltet!

Den personifizierten Gegenbeweis liefert der Jazz Pianist Michel Petrucciani, der es trotz Kleinwuchs zu Weltruf brachte.

Auch gibt es Kinder, die schon die tollsten Werke von Chopin mühelos aus dem Handgelenk schütteln und bestimmt kleinere Hände als Ihr haben!

Die Größe von Händen oder Fingern beeinflussen in keiner Weise die Qualität am Klavier. Manchmal können sie sogar von Vorteil sein, z.B. bei aufsteigenden Tonleitern mit Halbtonschritten (C-Cis-D …).

Nun, da Ihr schon einmal die richtige Haltung eingenommen habt, stellt sich die Frage nach der Art des Unterrichts.

Wie sollte man am besten Klavier spielen lernen?

Wie kann man am besten Klavier spielen lernen?

Als Autodidakt alleine Klavier lernen, mithilfe von Privatkursen oder in einer Musikschule Klavier spielen oder Online Klavierunterricht im Internet nehmen …

All diese Möglichkeiten können erfolgreich sein, abhängig von Eurem Budget und Eurer Erfahrung.

Welche Methoden es gibt, erfahrt Ihr in unserem Artikel zum Thema: Wie kann ich Klavier spielen lernen?

Als Autodidakt Klavier spielen lernen

Wenn Ihr keine Lust auf klassischen Klavierunterricht habt, dann solltet Ihr Euch zunächst mit einer Bandbreite an Zubehör ausstatten:

  • Ein Lehrbuch für Klavier-Anfänger
  • Ein Theorie-Handbuch, um Solfeggio (= Notenlehre, Tonlehre) zu lernen
  • Einige Partituren für Anfänger
  • Viel Motivation und Lernbereitschaft

Der Vorteil des Erlernens einer Methode für Anfänger, wenn Ihr Autodidakt seid, ist, dass Ihr lernt, Partituren zu entschlüsseln, indem Ihr Automatismen schafft, die positive Hysterese-Effekte erzeugen: Was ihr heute lernt, wird in der Zukunft Bestand haben.

So lernt Ihr am besten Klavier Welche ist die beste Art, um Klavier spielen zu lernen ? | Quelle: Pixabay

Ihr vermeidet fehlgeleitetes und unberechenbares Verhalten in Eurem Klavier-Spiel. Und je mehr ihr übt, desto genauer wird Euer Klavierspiel.

Die Voraussetzungen dafür:

  • Kauft Euch Übungshefte entsprechend Eures Niveaus
  • Ladet Euch Noten im Internet herunter
  • Schaut Euch Tutorials auf Youtube oder Dailymotion an
  • Besucht Klavier-Unterrichts-Seiten im Internet
  • Übt mithilfe von Songs, die Euch auch gefallen. Das steigert die Motivation!

Natürlich hat autodidaktisches Klavier Lernen auch einige Nachteile:

  • Ihr habt niemand, der Euch über die Schulter schaut und Euch Eure Fehler aufzeigt
  • Ihr könnt Eure Fortschritte nicht überprüfen lassen
  • Ihr werdet Euch eventuell falsche Techniken angewöhnen
  • Ihr werdet schneller die Motivation verlieren, wenn es einmal nicht so läuft

Es ist also durchaus möglich, alleine Klavier spielen zu lernen.

Allerdings verlangt diese Methode auch am meisten von einem Anfänger ab.

Wenn Ihr Euch auf sicheren und konstanten Fortschritt einstellen möchtet, dann solltet Ihr Euch lieber einen privaten Klavierlehrer nehmen.

Mit einem Lehrer Klavier spielen lernen

Euer privater Klavierlehrer wird Euch trainieren, Euch ständig beobachten und immer wieder anfeuern.

Wenn Ihr auf Hürden stoßt, wird er Euch helfen, sie zu überwinden. Das hilft Eurem Fortschritt enorm und ist auch für das restliche Leben sinnvoll.

Ein passionierter Klavierlehrer wird Euch seine Liebe zur Musik weitergeben. Dabei funktioniert der Klavierunterricht wie eine Übertragung von positiven „Vibes“, die Eure Motivation steigern.

Gerade für Anfänger ist das empfehlenswert – mehr dazu erfahrt Ihr hier.

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Private Klavierlehrer (wie auf Superprof), Musikschulen, Konservatorien …

Alles, was Ihr zum Thema Kalvier spielen wissen müsst Was braucht ein Klavierspieler eigentlich, um richtig gut zu werden? | Quelle: Visualhunt

Da Ihr viel Zeit mit Eurem Lehrer verbringen werdet, zumindest eine Stunde pro Woche, ist es wichtig, dass Ihr Euch gut versteht.

Klavierspielen ist etwas sehr Intimes. Daher solltet Ihr mit Eurem Lehrer auf einer Wellenlänge sein.

Der Klavierlehrer sollte daher zu Eurer Persönlichkeit und Euren Ambitionen passen.

Egal, welche Form des Unterrichts Ihr aber letztendlich wählt: Wichtig ist, dass Ihr regelmäßig übt.

Sporadische Übungseinheiten sind ineffizient und es ist besser, zwanzig oder dreißig Minuten am Tag zu spielen als nur einmal drei Stunden in der Woche.

Ist es wichtig, zum Klavier Spielen Solfeggio zu beherrschen?

Übungen zum Noten Lesen Lernen machen nicht immer Spaß, das ist uns klar. Trotzdem haben sie einen Nutzen.

Es ist wie eine Sprache, die man beherrschen muss und dann für alle Instrumente gleichermaßen funktioniert.

Das Solfeggio (auch: Solfège) hilft Euch dabei, Partituren zu lesen wie einen Roman: Ihr werdet den Code verstehen, um das Stück dann zu verinnerlichen und auswendig spielen zu können.

Solfeggio-Kurse sind häufig die Basis des Klavierunterrichts: Eine Viertelstunde Notenlehre geht häufig dem eigentlichen Klavierspiel voraus.

Das zeigt dem Lehrer, was Ihr schon könnt und was nicht.

Solfeggios sind eine Technik aus der Musiklehre Mit Solfeggio auf die Erfolgsspur – eine interessante Möglichkeit | Quelle: Pixabay

Solfeggio ist für die Musik, was das Fundament für ein Haus ist: Die Basis um Musik zu lesen, spielen, arrangieren und komponieren

Wann und warum sollte man am besten Klaviernoten lesen lernen?

  • Als Kind Noten lesen lernen: Kinder lernen viel schneller als Erwachsene
  • Teilt die Solfège-Übungen auf den gesamten Unterricht auf. Manchmal am Anfang, dann wieder mittendrin oder am Schluss der Stunde
  • Notenlesen lernen, um beim Erlernen des Rhythmusgefühls zu unterstützen
  • Verschiedene Rhythmen unterscheiden zu können
  • Kenntnisse der Tonlehre verbessern das Verständnis der Musik in ihrem ganzen Umfang
  • Musiktheorie kennen, um sein Selbstvertrauen zu verbessern
  • Wer Musiknoten lesen kann, kann andere Instrumente schneller lernen

Klavier Spielen Lernen ohne Solfeggio ist möglich, aber Ihr werdet weniger schnell Fortschritte machen.

Was sind die Grundakkorde am Klavier?

Wenn man einmal die Tasten auf dem Klavier zählt, dann kommt man auf 88, genauer gesagt 52 weiße und 36 schwarze.

Aus diesen Tasten lassen sich Akkorde kombinieren. Ihr habt Euch vielleicht schon einmal gefragt, welches die Grundakkorde auf dem Klavier sind.

Diese Frage ist clever, denn: Warum sollte man als Anfänger alle Klavier Akkorde lernen, wenn man schon mit wenigen Grundakkorden die meisten Songs spielen kann?

… oder sogar selber zum Komponisten werden kann!

Zunächst einmal ist es wichtig, festzuhalten, dass es vier Grundakkorde auf dem Klavier gibt:

  1. A-Moll
  2. C-Dur
  3. F-Dur
  4. G-Dur

Damit habt Ihr das erste Universal-Album schon so gut wie erledigt! 😉

Lernt Akkorde und die Welt des Pops steht Euch offen Mit nur wenigen Akkorden könnt Ihr schon tolle Stücke fabrizieren! | Quelle: Pixabay

Außerdem gibt es zahlreiche Tutorials und andere Online-Klavierkurse, um diese Akkorde zu erlernen und sie dann auch für Eure (eigenen) Songs einzusetzen.

Was sind die besten Klavier-Methoden?

Die traditionelle Herangehensweise ans Klavierspiel lautet wie folgt:

  • Solfeggio lernen
  • Rhythmus verinnerlichen
  • Am praktischen Spiel feilen
  • Technische Übungen wiederholen

So könnt Ihr als Anfänger einfach, umfassend und effizient Klavier spielen lernen.

Ihr lernt Akkorde am Klavier (mehr dazu hier), Tonleitern, Partituren, Klaviernoten und die ersten einfachen Stücke.

Der Lernprozess kann durchaus etwas langwierig sein und dauert manchmal mehrere Jahre.

Wenn Ihr einfach nur ein Stück nachspielen wollt, das Euch gefällt, dann will man natürlich nicht unbedingt teuren Klavierunterricht nehmen müssen.

Es gibt ein paar einfache Tricks, die es zu befolgen gilt:

  • Schaut bei anderen zu, die Euch das Stück vorspielen.
  • Trainiert Euch den Rhythmus mithilfe eines einfachen Akkords wie C-Dur an
  • Geht jede Note in Eurem Kopf durch und setzt das Stück dann zusammen
  • Lasst Euch von erfahrenen Spielern helfen, indem Ihr gemeinsam mit vier Händen spielt

Eine empfehlenswerte Methode zum Klavier Lernen ist das Dechiffrieren mit dem Gehör.

Dafür braucht Ihr allerdings schon ein paar theoretische Kenntnisse in Sachen Tonlehre. Dann könnt Ihr versuchen, einen Song nur durch genaues Zuhören auf die Tastatur zu übertragen.

Auch wenn Ihr nicht haargenau die selben Noten spielt wie der Komponist, werdet Ihr doch schnell ein Gefühl für das Stück bekommen und dann sogar improvisieren – auch als Anfänger!

Natürlich kommt es auch immer auf den Musikstil an, den Ihr auf dem Piano spielen wollt.

Es gibt Klassik, Jazz oder auch Rock-Musik fürs Klavier. Blues, Pop und Schlager sind natürlich auch möglich.

Wenn Ihr Jazz auf dem Klavier spielen wollt, dann braucht Ihr schon tiefergehende Fertigkeiten und ein breites theoretisches Fachwissen. Auf welche Art und Weise Ihr Klavier spielen lernen wollt, hängt also auch von Euren Ambitionen ab.

Schlager und Pop-Songs verwenden meist geläufigere Akkorde und Melodien als Jazz. Das ist dann vielleicht musikalisch ein bisschen weniger wertvoll, dafür aber auch einfacher zu spielen.

In jedem Fall – auch wenn wir uns hier wiederholen – ist es unerlässlich, regelmäßig zu üben und die Motivation stets hochzuhalten.

Wenn Ihr Klavierunterricht nehmen wollt, dann sagt Eurem Lehrer, welche Stücke Ihr am liebsten spielen wollt. Er wird Euch dann mit den jeweiligen Hilfsmitteln unterstützen.

Wenn Ihr die richtige Körperhaltung habt, einige Akkorde kennt und ein Lehrbuch habt, dann steht Eurer Karriere als Pianist nichts mehr im Wege.

Wie kann man Tonleitern auf dem Klavier lernen?

Tonleitern müssen stetig geübt werden, um wirklich verinnerlicht werden zu können. Erst dann kann man so richtig mit dem Klavierspielen anfangen.

Erfahrt hier, wie Ihr am besten Tonleitern auf dem Klavier üben könnt.

Ganz einfach geht es los mit der C-Dur-Tonleiter, die nur aus weißen Tasten besteht: C – D – E – F – G – A – H – C und dann wieder von vorne und dann rückwärts …

Einige Minuten am Tag solltet Ihr diesen Übungen in jedem Fall widmen. Das hat zwei Gründe:

  1. Damit sich der Klang jeder Note in Euer Gehirn einbrennt
  2. Damit sich Eure Finger besser auf der Tastatur zurechtfinden

Nur mit Tonleitern kann man improvisieren Tonleitern sind essenziell für jeden Pianisten | Quelle: Pixabay

Die Bandbreite an verschiedenen Tonleitern auf dem Piano ist sehr groß.

Da gibt es z.B.

  • die C-Dur-Tonleiter
  • die D-Dur-Tonleiter
  • die A-Dur-Tonleiter
  • die Fis-Dur-Tonleiter
  • etc.

Natürlich gibt es auch Moll-Tonleitern: Die natürlichen, harmonischen und melodischen, auf-und absteigenden Moll-Tonleitern.

Es gibt viel zu entdecken, also wartet nicht länger und fangt an zu üben!

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