Seit 1964 wird in Deutschland jedes Jahr der Wettbewerb Jugend musiziert ausgetragen, dessen Ziel es ist, Kindern und Jugendlichen, die Instrumental- oder Gesangsunterricht besuchen, das Vorspiel vor einer fachkundigen Jury, eine Standortbestimmung sowie eine gezielte Förderung von besonders begabten Schüler*innen zu ermöglichen.

In den Anfangsjahren lag der Fokus insbesondere auf den klassischen Orchesterinstrumenten, wie Streich- und Blasinstrumenten. Aber auch dass Klavier als bedeutendes Instrument der Klassik wie der Populärmusik hat schon lange einen festen Platz in den jährlichen Wettbewerbsprogrammen.

Die verschiedenen Solo- und Ensemble-Kategorien wechseln sich in einem Dreijahreszyklus ab. Das heißt, dass man sich nicht jedes Jahr als Piano-Solist*in anmelden kann. Jedoch gibt es jedes Jahr mindestens eine Kategorie, in der das Klavier von großer Bedeutung ist und sich so immer auch Klavier-Schüler*innen für die Teilnahme anmelden können. Mit dem Klavier kannst du in folgenden Kategorien in der Ensemble-Wertung teilnehmen:

  • Klavier vierhändig
  • Duo: Klavier und Streichinstrument
  • Duo: Klavier und Blasinstrument
  • Duo: Klavier und Gesangsstimme
  • Klavier-Kammermusik

Des Weiteren ist auch eine bewertete Begleitung eines Solo-Beitrags möglich. Alle Kinder und Jugendlichen, die die Anmeldebedingungen erfüllen (d.h. höchstens 21 Jahre alt sind und sich nicht in einer musikalischen Berufsausbildung befinden), können sich von der Jury bewerten lassen, wenn sie teilnehmende Solo-Instrumentalist*innen oder Sänger*innen begleiten.

Die besten Lehrkräfte für Klavier verfügbar
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Und los geht's

Die Schwierigkeitsgrade bei Jugend musiziert

Die Teilnahme an Jugend musiziert ermöglicht einen direkten Vergleich mit anderen Klavierschüler*innen derselben Altersstufe. Anhand deines Geburtsjahrgangs wirst du in eine der sechs Altersgruppen eingeteilt:

  • Altersgruppe Ia: 8 Jahre und jünger
  • Altersgruppe Ib: 9-10 Jahre
  • Altersgruppe II: 11-12 Jahre
  • Altersgruppe III: 13-14 Jahre
  • Altersgruppe IV: 15-16 Jahre
  • Altersgruppe V: 17-18 Jahre
  • Altersgruppe VI: 19-21 Jahre

Dabei spielt es keine Rolle, wie lange du schon Klavierunterricht nimmst. Deine Leistung wird immer mit der von gleichaltrigen Teilnehmer*innen verglichen. Je nach Altersgruppe werden andere Anforderungen an die Stückauswahl und die Vortragsdauer gestellt; der Schwierigkeitsgrad wird jedoch nicht vorgegeben; du wählst ihn selbst anhand deines aktuellen Niveaus aus.

Klavierstücke werden bei Jugend musiziert je nach technischem Anspruch, Tonumfang und der Herausforderung, die die Interpretation des Werks stellt, in fünf Schwierigkeitsgrade eingeteilt. Diese Einordnung dient in erster Linie der Orientierung und ist keine fixe Regel. Wenn du dir die Noten verschiedener Herausgeber anschaust, wirst du schnell feststellen, dass es unterschiedliche Bezeichnungen und Definitionen von Schwierigkeitsgraden für Klavierstücke gibt.

Nach der Definition von Jugend musiziert bezeichnet der Schwierigkeitsgrad 1 einfache Stücke, die von Anfänger*innen bereits nach kurzer Zeit gespielt werden können. Die höchste Stufe ist der Schwierigkeitsgrad 5, bei dem hohe technische Fertigkeiten, eine gute Tonqualität sowie ein großes musikalisches und theoretisches Verständnis gefragt sind.

Auf einer Klaviertastatur liegen zwei Kinderhände und drücken einige Tasten herunter.
Die Spieltechnik ist nicht allein entscheidend. Beim Vorspiel am Klavier wird auch deine Musikalität bewertet. | Quelle: Clark Young via Unsplash

Damit du besser einschätzen kannst, welche Stücke für deinen aktuellen Stand in Frage kommen könnten, stellt der Deutsche Musikrat, der die Wettbewerbe veranstaltet, Literaturlisten zur Verfügung. Auf diesen ist für jeden Schwierigkeitsgrad eine große Auswahl an Werken verschiedener Epochen aufgelistet.

Wähle für das Vorspiel Werke aus, die dich zwar herausfordern, aber die etwas einfacher sind, als die, die du zurzeit im Unterricht übst. Bei dem Wettbewerb geht es darum, dein gesamtes Können zu zeigen und auch bei großer Aufregung noch gut zu spielen. Wenn du einen zu hohen Schwierigkeitsgrad wählst, läufst du in Gefahr, dich zu sehr auf den technischen Aspekt sowie das fehlerfreie Spielen zu konzentrieren. Darunter können deine Interpretation und die musikalische Gestaltung leiden.

Die Jury wird bei ihrer Bewertung nicht nur vergleichen, welche Schwierigkeitsgrade die Teilnehmenden einer Altersstufe gewählt haben, sondern auch beurteilen, ob du dein Können richtig eingeschätzt und entsprechend den richtigen Schwierigkeitsgrad gewählt hast. Halten die Jurymitglieder das Stück für zu schwierig oder zu einfach für dich, werden sie dir deshalb einige Punkte abziehen.

So läuft die Wertung des Vorspiels ab

Bei deiner Teilnahme bei Jugend musiziert wird dein Vorspiel hinsichtlich deiner Spieltechnik, der stil- und epochengerechten Gestaltung, der Tonqualität sowie deiner persönlichen Interpretation beurteilt und mit der Leistung der anderen Teilnehmenden deiner Altersgruppe verglichen. Auswendig spielen ist natürlich erlaubt, es ist aber nicht obligatorisch und verschafft dir auch keine Pluspunkte.

Die Jurymitglieder müssen sich bei der Bewertung an verschiedene Richtlinien halten. Sollte dein*e Klavierlehrer*in in der Jury sitzen, ist er*sie von der Beurteilung deines Beitrags ausgeschlossen, da er*sie voreingenommen sein könnte. Grundsätzlich darf die Punktevergabe ausschließlich auf dein Vorspiel bezogen sein. Sollte ein Jurymitglied dich bereits kennen oder über zusätzliche Informationen über dich und deinen musikalischen Werdegang verfügen, darf dies nicht in die Bewertung einfließen.

Mehrere Personen sitzen in einem Zuschauersaal und schauen in dieselbe Richtung.
Die Vorspiele bei Jugend musiziert sind öffentlich. Nicht nur die Jury, deine Eltern und dein*e Klavierlehrer*in, sondern alle Interessierten können zuhören kommen. | Quelle: Antenna via Unsplash

Während deines Vorspiels werden sich die Jurymitglieder Notizen machen, um sich hinterher besser an alles erinnern zu können. Sie hören sich direkt hintereinander mehrere Teilnehmer*innen an und ziehen sich danach zur Beratung zurück. In einem ersten Schritt geben alle verdeckt eine vorläufige Bewertung in Form einer Punktzahl zwischen 1 und 25 ab.

Nachdem der Durchschnitt der aller abgegebener Punkte bekannt gegeben worden ist, diskutiert die Jury deine Leistung. Erst danach legt jedes einzelne Mitglied seine endgültige Punktzahl fest. Das Endergebnis ist wiederum der Durchschnitt aus all diesen Punkten. In einem persönlichen Beratungsgespräch wird dir mitgeteilt, wie du abgeschnitten hast und wie du in Zukunft weiterarbeiten kannst.

Alle Teilnehmenden, die bei dem Regional- oder Landeswettbewerb mindestens 23 Punkte erreicht haben, werden automatisch zum nächsten Wettbewerb weitergeleitet und können sich dort überregional mit Musiker*innen ihrer Altersstufe messen.

Unabhängig von deinem Resultat erhältst du eine Urkunde, auf der deine Teilnahme bei Jugend musiziert bescheinigt und deine Gesamtpunktzahl festgehalten ist.

JuMu – vom Regionalwettbewerb zum Bundeswettbewerb

Wer bei Jugend musiziert teilnehmen möchte, meldet sich in einem ersten Schritt zum Regionalwettbewerb an. Dieser wird an mehr als 160 Orten in ganz Deutschland und einigen deutschen Schulen im Ausland durchgeführt. Entscheidend für die Zuteilung zu einem Regionalwettbewerb ist dein Wohnort, nicht der Standort deiner Musikschule.

Die Anmeldung ist nach Veröffentlichung der Ausschreibung, in der alle Teilnahmebedingungen sowie die Anforderungen zur Stückauswahl beschrieben sind, möglich. Die Anmeldefrist ist in der Regel auf ein Datum Mitte November für eine Teilnahme im darauffolgenden Jahr festgesetzt. Du kannst dir das Formular auf der Internetseite von Jugend musiziert herunterladen, musst es aber handschriftlich ausfüllen und per Post an den für deinen Wohnort zuständigen Regionalausschuss senden.

Die Regionalwettbewerbe finden jeweils im Januar und Februar statt. Sobald deine Anmeldung angenommen wurde, erhältst du alle notwendigen Informationen zum Austragungsort und dem Ablauf sowie den exakten Termin für dein Vorspiel per Mail.

Auf einem weißen Holztisch liegt ein Terminkalender und daneben sind eine Pflanze und eine Taschenuhr.
Den endgültigen Termin für dein Vorspiel erhältst du direkt vom Regionalausschuss, der den Wettbewerb in deiner Umgebung durchführt. | Quelle: Debby Hudson via Unsplash

Am Wettbewerbstag wird allen Teilnehmenden in der Kategorie Klavier ein Zeitfenster von 5 Minuten für eine Tastenprobe zugeteilt. In dieser Zeit kannst du dich kurz einspielen und dich mit dem Klavier und der Akustik des Vorspielraums vertraut machen. Das eigentliche Vorspiel dauert je nach Altersgruppe 6 bis 20 Minuten. Achte bei der Zusammenstellung deines Programms darauf, die vorgegebene Zeit einzuhalten. Wird sie überschritten, kann die Jury dein Vorspiel abbrechen.

Nach deinem Auftritt wirst du etwas Geduld haben müssen, bis sich die Jury beraten und deine Bewertung festgelegt hat. Du wirst aber noch am selben Tag deine Ergebnisse erhalten und zu einem Beratungsgespräch eingeladen. Gehörst du zu den Preisträger*innen, darfst du am letzten Tag des Wettbewerbs beim Abschlusskonzert auftreten und dein Programm einem größeren Publikum vorstellen.

Wer beim Regionalwettbewerb mindestens 23 Punkte erreicht, wird automatisch zum Landeswettbewerb weitergeleitet, der jeweils im März stattfindet. Der Ablauf unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von dem des Regionalwettbewerbs. Die Anforderungen sind aber etwas höher, da du nun mit den besten Teilnehmer*innen aus deinem Bundesland verglichen wirst.

Es ist möglich zwischen den einzelnen Wettbewerben das Vorspielprogramm zu ändern. In manchen Fällen, insbesondere wenn der Schwierigkeitsgrad unpassend gewählt war, wird man sogar von der Jury dazu ermutigt. Du musst die Änderungen dem Veranstalter aber innerhalb einer vorgegebenen Frist melden.

Den Höhepunkt des Wettbewerbsjahres bildet der Bundeswettbewerb, der jedes Jahr im Juni in einer anderen Stadt stattfindet. Hier kommen alle Jungmusiker*innen zusammen, die bei den Landeswettbewerben mit mindestens 23 Punkten bewertet wurde. Der Bundeswettbewerb von Jugend musiziert ist eine große festliche Veranstaltung, bei der sich alles um Musik und interessante Begegnungen dreht.

Während es beim Regionalwettbewerb in erster Linie um die Standortbestimmung geht, steht beim Bundeswettbewerb die Förderung von besonders begabten Kindern und Jugendlichen im Vordergrund. Neben der eigentlichen Wertung werden von verschiedenen Stiftungen, Institutionen, Firmen und Privatpersonen auch diverse Sonderpreise vergeben; unter anderem in Form von Geldpreisen, Gutscheinen, Stipendien oder Auftrittsmöglichkeiten.

Preisträger*innen des Bundeswettbewerbs von Jugend musiziert schlagen nicht selten den Weg einer professionellen Karriere in der Musik ein. Mit ihrer Teilnahme können sie den Grundstein dafür legen und in der Szene erste Bekanntheit erlangen.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.