Du dachtest, das kleine batteriebetrieben Gerät, das Du zu Weihnachten bekommen hast und auf dem Du gelernt hast "Jingle Bell" zu spielen, bevor Du es in den Keller geräumt hast, sei der Inbegriff eines Tasteninstruments?

Hast Du keinen Tropfen musikalisches Talent in Dir, bist Du gerade noch entschuldigt.

Diejenigen, die ihr Herz unwiderruflich an die Musik verloren haben und fasziniert davon sind, nur mit dem Drücken einer Taste einen wunderbaren Klang erzeugen zu können, wissen, dass weitaus mehr hinter dem Begriff Tasteninstrumente steckt.

Welche Tasteninstrumente gibt es?

Der Begriff Tasteninstrument umfasst eine ganze Reihe einzelner Musikinstrumente. Die Tasteninstrumente Liste reicht vom Klavier über Keyboard und Orgel bis hin zum Akkordeon.

Was haben diese Instrumente alle gemein? Genau, die Tasten! Sie alle werden über eine Tastatur betrieben und gespielt.

Die Tastatur besteht aus einer Reihe Tasten, die wie Hebel funktionieren. Drückst Du eine Taste mit Deinem Finger, wird ein Ton erzeugt.

Zu den bekanntesten Tasteninstrumenten gehören Pianos, Orgeln und elektronische Keyboards, aber auch das Akkordeon und das Cembalo verdienen ihren Platz in der Familie der Tasteninstrumente.

Im Folgenden haben wir Dir eine kleine Tasteninstrumente Übersicht erstellt, in der wir Dir das Keyboard, das Cembalo, die Orgel und das Akkordeon etwas genauer vorstellen. Vielleicht willst Du ja nach dem Lesen des Artikels selber ein Tasteninstrument spielen!

Wie spielt man Keyboard?

Keyboard spielen: die Grundlagen

Eigentlich klingt es auf den ersten Blick sehr einfach: Du drückst Tasten und erzeugst dadurch Musik. Aber wie das beim Musizieren eben so ist, gibt es auch hier ein paar Hürden und Herausforderungen, die Du unbedingt meistern musst, wenn Du lernen willst, Keyboard zu spielen.

Weißt Du zum Beispiel was der Unterschied zwischen den weißen und den schwarzen Tasten ist? Weißt Du warum es so viele Tasten gibt?

Du siehst, der Anfang ist gar nicht mal so leicht. Immerhin eine Sache ist einfach: die Anordnung der Tasten, denn die sind entsprechend der Tonleiter angeordnet. Die Tasten zeigen also von links nach rechts aufeinanderfolgende Noten an, und zwar von den tiefen zu den hohen Tönen.

Zurück zur Farbe der Tasten: Weiß steht für ganze Noten. Sie sind natürliche Noten aus dem Musikalphabet und haben weder scharfe noch flache Töne. Die schwarzen Tasten dagegen haben scharfe und flache Töne.

Das Faszinierende an einem Tasteninstrument wie dem Keyboard ist, selbst wenn Du gelernt hast, die einzelnen Tasten und Töne zu spielen, wird Deine Musik nochmal ein völlig neues Level erreichen, wenn Du es erst schaffst mehrere Tasten gleichzeitig oder kurz hintereinander zu spielen. Das erzeugt noch viel interessantere und melodischere Töne. Das nennt man dann Akkorde spielen.

Diese Komplexität macht Keyboards ebenso wie die Klaviere zu sehr vielseitigen Instrumenten, weshalb Keyboards heute ebenso beliebt sind wie klassische Pianos zu Zeiten der klassischen Meister und Kompositionen.

Keyboards sind tragbare Pianos.
Keyboards sind wie elektronische Pianos ohne Flügel und Saiten. | Quelle: Unsplash

Es mag vielleicht leicht klingen, Keyboard Spielen zu lernen, es bedarf allerdings viel Hingabe und auch ein gewisses Talent! Nicht jeder kann wie die großen Meister Klavier spielen!

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Keyboardspielen: so geht’s

Natürlich ist es beim Keyboardspielen besonders wichtig, wo Du Deine Finger platzierst, aber auch der Rest des Körper spielt eine zentrale Rolle.

So solltest Du beim Spielen aufrecht und mittig vor dem Instrument sitzen oder stehen. Dafür nimmst Du am besten einen Klavierhocker oder eine Bank. Deine Füße stellst Du flach auf den Boden. Diese Position solltest Du möglichst beibehalten.

Deine Arme bleiben entspannt, Deine Hände formen ein C und befinden sich über den Tasten, Deine Ellenbogen sind auf gleicher Höhe wie Deine Hände ausgerichtet.

Jetzt siehst Du schon mal aus wie ein*e Pianist*in, jetzt musst Du nur noch die passende Musik dazu spielen.

Finde zunächst einmal die A-Note, denn sie ist die erste im Musikalphabet. Sie befindet sich nahe einer Gruppe von drei schwarzen Tasten. Es ist die weiße Taste zwischen der zweiten und dritten schwarzen Taste dieser Gruppe.

Wenn Du willst, kannst Du die Tasten am Anfang kennzeichnen.

Finde als nächstes das C, dann F und so weiter ...

Wenn Du mithilfe von Notenblättern Keyboard spielen möchtest, solltest Du immer daran denken, dass es verschiedene Noten gibt und wie diese dargestellt werden:

  • ganze Noten: ein ausgefüllter Kreis mit einer Aufwärtslinie, die für einen Schlag gespielt wird
  • halbe Noten: ein leerer Kreis mit aufwärts gerichteter Linie für zwei Schläge
  • Viertelnoten: ein leerer Kreis, der für vier Schläge steht

Da die Noten alle unterschiedlich aussehen, sollte es nicht all zu schwer sein, sie auch beim Spielen zu unterscheiden.

Cembalo spielen

Die Geschichte der Tasteninstrumente

Das erste bekannte Tasteninstrument lässt sich auf die Zeit der griechischen Antike zurückführen (etwa um das 3. Jahrhundert vor Christus). Man vermutet, dass zu dieser Zeit eine Pfeifenorgel erfunden wurde, die mit nur einer leichten Berührung bedient werden konnte.

Zwischen diesem Zeitpunkt und dem 14. Jahrhundert, war die Orgel das einzige bekannte Tasteninstrument, obwohl die Instrumente damals oft noch gar keine Tasten hatten. Lange Zeit hat man große Knöpfe als Hebel verwendet, um einen Ton zu erzeugen.

Dann taucht das Cembalo auf, das sich besonders im 18. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreute. Bis zu dem Zeitpunkt, als das Piano erfunden wurde.

Wusstest Du, dass das Klavier damals gar nicht Klavier oder Piano hieß? Als es erfunden wurde, bekam es zunächst den Namen „gravicèmbalo con piano e forte" oder abgekürzt einfach „piano–forte“, was übersetzt soviel wie „Cembalo mit leise und laut“ bedeutet.

Der Unterschied zwischen einem Cembalo und einem Klavier verbirgt sich unter dem Flügel bei den Saiten.
Beim Cembalo werden die Saiten gezupft, während die Saiten beim Klavier geschlagen werden. | Quelle: sybarite48 on Visual hunt / CC BY

Das Klavier, wie wir es heute kennen, wurde im späten 19. Jahrhundert konzipiert und unterscheidet sich von seinen früheren Modellen (die, auf denen beispielsweise Mozart, Beethoven oder Haydn gespielt haben) sehr stark.

Auch im 20. Jahrhundert, hat sich das Klavier noch weiterentwickelt. Es wurde mit elektromechanischen Merkmalen ausgestattet, die bei der Verbesserung des Instruments eine wichtige Rolle gespielt haben.

Obwohl sich Klavier, Cembalo und sonstige Tasteninstrumente stets weiterentwickelt haben, seit Größen wie Brahms auf ihnen gespielt haben, sind die grundlegenden Funktionen gleich und nahezu unverändert geblieben.

Cembalo Spielen lernen

Die Technik beim Cembalo ähnelt dem Klavierspielen, auch wenn sich beide Techniken in manchen Punkten doch unterscheiden.

Am besten ist es, wenn Du Dir die Grundlagen zunächst einmal mithilfe von Lehrbüchern oder online Videos aneignest.

Gerade bei Instrumenten reichen Bücher allein aber natürlich nicht aus, weshalb Du auf jeden Fall einen Kurs bei einem erfahrenen Musiklehrer oder einer Musiklehrerin machen solltest. Solche Kurse findest Du zum Beispiel an der Musikschule in Deiner Nähe oder über Superprof.

Heutzutage ist es sogar möglich, an solche Kurse auch online via Video teilzunehmen. Auf diese Weise musst Du nicht einmal aus dem Haus gehen.

Spielst Du bereits Klavier oder ein anderes Tasteninstrument, bist Du auf jeden Fall im Vorteil, da Du bereits mit Noten und dem Spielen von Tasten vertraut bist.

Die Orgel und ihre Besonderheiten

Auch das Orgelspielen ähnelt dem Klavierspielen sehr stark. Allerdings klingen die beiden Instrumente ganz unterschiedlich, weshalb Du beim Spielen auch auf unterschiedliche Dinge achten musst.

Wenn man etwas genauer hinschaut, muss man tatsächlich feststellen, dass sich Orgeln und Klaviere doch in einigen Punkten voneinander unterscheiden. Zum Beispiel:

  • Orgel und Klavier sind beide Tasteninstrumente, werden aber dennoch unterschiedlich klassifiziert. Während das Klavier als Schlaginstrument gilt, wird die Orgel den Holzblassinstrumenten zugeordnet.
  • Außerdem unterscheiden sie sich im Klang, in der Anzahl der Töne und der Klangregelung. Eine Orgel ist im Vergleich zum Klavier vielseitiger, da sie den Klang verändern und den Ton anderer Instrumente imitieren kann.
  • Das Klavier ist besonders als führendes Instrument geeignet, während die Orgel mit ihrem fantastischen Klang in der Lage ist, besonders große Räume zu füllen. Deshalb ist sie auch im Gottesdienst so beliebt.
  • Beide Instrumente werden über Tasten gespielt. Bei der Orgel muss man mithilfe von Pedalen aber auch noch die Bässe und die Lautstärke regulieren. Pianisten stehen dafür vor der Herausforderung, komplizierte Fingergriffe und Akkorde zu meistern.
Wolltest Du schon immer wissen, wie eine Orgel ihren Klang erzeugt?
Orgeln sind beliebte Instrumente für den Gottesdienst. | Quelle: Unsplash

Wer hätte gedacht, dass diese beiden Tasteninstrumente so grundverscheiden sein können?

Akkordeon: wie wird es gespielt?

Hast Du bisher noch kein Akkordeon gesehen, wirst Du wahrscheinlich überrascht sein. In der Familie der Tasteninstrumente sieht kein Instrument so einzigartig aus wie das Akkordeon. Auf einer Seite hat es die kennzeichnende Tastatur, auf der anderen Seite hat es aber auch ein Luftventil. Außerdem sitzt man nicht vor dem Instrument, sondern trägt es mit Gurten am Körper.

Willst Du lernen, Akkordeon zu spielen, solltest Du Dich also zunächst einmal mit dem Luftventil vertraut machen. Folge den folgenden Schritten:

  • Drücke das Luftventil nach unten (ein einzelner Knopf auf der linken Seite des Riemens).
  • Drücke den Knopf leicht nach unten und ziehe das Instrument gleichzeitig mit Deinem linken Arm auseinander.
  • Jetzt solltest Du ein zischendes Geräusch hören, weil Luft in das Akkordeon strömt und sich der Balg öffnet.
  • Merke Dir, dass es wichtig ist, den Knopf für das Luftventil zu verwenden, wenn Du den Balg beim Bewegen öffnest und schließt.
  • Drücke nicht auf die Tastatur, während Du den Balg an dieser Stelle öffnest und schließt, da wir uns auf die Bass-Tasten konzentrieren.
Zum Zubehör eines Akkordeons gehört der Schultergürtel.
Das Akkordeon ist ein tragbares Tasteninstrument. | Quelle: Pixabay

Glaubst Du, Du könntest es schaffen, ein tragbares Instrument wie das Akkordeon zu spielen?

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Jana

Hoffnungslose Träumerin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort, gutem Essen und Musik.