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So legst Du den Preis für Deinen Tanzkurs fest

Von Anna, veröffentlicht am 28/05/2019 Blog > Sport > Tanzen > Welchen Tarif kann ich für meinen Tanzkurs verlangen?

“Dancing’s part of my soul. I enjoy it, it makes people happy, and it makes me happy.” – John Travolta

Welcher Tänzer und welche Tänzerin hat nicht schon einmal davon geträumt, von der Leidenschaft leben zu können? Bist auch Du tanzbegeistert? Hast Du schonmal daran gedacht, selbst Tanzen zu unterrichten? Wenn Du es wirklich willst, kannst Du es schaffen! Und wenn nicht auf 100 %, dann zumindest als einträglicher Nebenverdienst …

Eine Schwierigkeit für Freiberufler ist immer, den richtigen Preis für ihre Dienstleistungen anzubieten: Ist man zu billig, wirkt man schnell inkompetent und verdient zu wenig. Ist man dagegen zu teuer, findet man vielleicht nicht genügend Kunden.

Dieser kleine Guide soll Dir dabei helfen, den richtigen Preis für Deine Tanzlektionen zu finden!

Tanzkurs – Preise: Dein Standort spielt eine Rolle!

Der erste Punkt, den Du beachten musst, wenn es darum geht, Preise für Deinen Tanzunterricht festzulegen, ist die Konkurrenz auf Deinem konkreten Markt (Stadt/Ort + Umland).

Der Durchschnittstarif für eine Stunde Tanzen hängt stark davon ab, wie viel die Menschen in Deiner Umgebung (also Deine potentiellen Kunden) verdienen und somit bereit sind, für ihr Hobby auszugeben. Das ist logisch: In München, Frankfurt oder Berlin kannst Du natürlich mehr verlangen als in Chemnitz oder Ulm.

Wo willst Du einen Tanzkurs geben? Der Ort Deines Tanzkurses hat einen Einfluss auf den Stundenpreis. | Quelle: Pixabay

Auf der anderen Seite kommt es natürlich auch auf Angebot und Nachfrage an: Wenn Du weit und breit die einzige Tanzlehrerin bist, aber viele Menschen in der Region tanzen lernen wollen, sieht das natürlich wieder ganz anders aus, selbst wenn es eine Kleinstadt ist.

Deswegen solltest Du herausfinden, wie viele Tanzlehrer freiberuflich Tanzkurse in Deiner Region anbieten und wie die Preise so sind.

Auf unserer Plattform Superprof sehen die Durchschnittspreise pro Stadt wie folgt aus:

  • Tanzkurs Berlin: 14 €
  • Tanzkurs München: 18 €
  • Tanzkurs Hamburg: 11 €
  • Tanzkurs Köln: 14 €
  • Tanzkurs Stuttgart: 12 €
  • Tanzkurs Frankfurt: 10 €
  • Tanzkurs Düsseldorf: 11 €
  • Tanzkurs Dresden: 9 €
  • Tanzkurs Leipzig: 10 €
  • Tanzkurs Hannover: 11 €
  • Tanzkurs Nürnberg: 10 €
  • Tanzkurs Münster: momentan nur per Webcam möglich, Gesamtdurchschnitt 27 €
  • Tanzkurs Karlsruhe: momentan nur per Webcam möglich, Gesamtdurchschnitt 27 €
  • Tanzkurs Braunschweig: 10 €
  • Tanzkurs Regensburg: 23 €
  • Tanzkurs Bremen: 7 €
  • Tanzkurs Bonn: 12 €
  • Tanzkurs Ulm: 7 €
  • Tanzkurs Mainz: 12 €
  • Tanzkurs Aachen: 8 €
  • Tanzkurs Dortmund: 13 €
  • Tanzkurs Heidelberg & Mannheim: 25 €
  • Tanzkurs Bielefeld: 15 €
  • Tanzkurs Würzburg: 4€
  • Tanzkurs Darmstadt: 8 €
  • Tanzkurs Freiburg: 10 €
  • Tanzkurs Paderborn: momentan nur per Webcam möglich, Gesamtdurchschnitt 27 €
  • Tanzkurs Magdeburg: momentan nur per Webcam möglich, Gesamtdurchschnitt 27 €

Es fällt sofort auf: Der Durchschnittspreis kann stark variieren, je nachdem, wo ein Tanzkurs stattfindet!

Und wie viele Konkurrenten hast Du? Auf Superprof sind im Bereich „Klassischer Tanz“ 32 Lehrer*innen in Berlin und 9 in München registriert. Aber natürlich gibt es noch weitere, die ihre Dienste über andere Plattformen und Kanäle anbieten. Am besten googlest Du mal, wie es in Deiner Region mit dem Tanzangebot aussieht.

Preise für Tanzunterricht bestimmen: Was ist Deine Spezialisierung?

Standardtanzen, Salsa, afrikanischer Tanz, Zumba oder Capoeira? Deine Spezialität und Ausrichtung hat einen Einfluss auf Deinen Preis!

Manche Tänze sind technischer, also schwieriger, und erfordern deshalb vielleicht mehr Übung und tiefer gehende didaktische Ansätze als andere. Und natürlich spielen hier auch die grundlegenden Marktregeln mit rein: je größer das Angebot, desto wettbewerbsfähiger müssen Deine Preise sein. Je spezieller Deine Ausrichtung und damit je kleiner das Angebot, desto höher kannst Du mit Deinem Tarif gehen. Aber Vorsicht: Es muss natürlich auch die entsprechende Nachfrage geben!

Unser Tipp also auch hier: Mach Dich im Internet schlau, welche Tanzkurse in den Tanzschulen, -studios und Tanzvereinen Deiner Stadt angeboten werden und ob es noch andere Privatlehrer mit dieser Ausrichtung gibt. Ist das nicht der Fall? Dann kannst Du mit Deinen Preisen ruhig ein wenig hoch gehen, schließlich bietest Du ja auch ein exklusives Produkt an.

Dies sind die Durchschnittspreise je nach Tanzart auf Superprof:

  • Klassischer Tanz-Lehrer/in: 27 €
  • Salsa-Lehrer/in: 24 €
  • Hip-Hop-Lehrer/in: 28 €
  • Bachata-Lehrer/in: 26 €
  • Tango-Lehrerin: 38 €
  • Lateinamerikanische Tänze Unterricht: 30 €
  • Kizomba Unterricht: 30 €
  • Gesellschaftstänze Unterricht: 42 €

Und natürlich kannst Du Dich auch innerhalb einer Kategorie abheben, indem Du die Tanzart enger einkreist oder Spezialkurse gibst (z.B. nicht nur klassischen Tango, sondern auch argentinischen Tango, nicht nur Zumba, sondern auch Zumba für Kinder usw.)

Wie kann ich Zumba unterrichten? Um Zumba unterrichten zu können, braucht man eine spezielle Lizenz. | Quelle: Pixabay

Dass sich eine Spezialisierung lohnen kann, sieht man auch an den Preisen auf Superprof: Während eine Stunde klassischer Tanzunterricht in Berlin im Schnitt 14 € kostet, liegt eine Stunde aus der Kategorie „Andere Tänze“ im Schnitt schon bei 22 €.

Überlegt Dir also gut, was Du schon kannst, was Du noch lernen könntest und was Du entsprechend anbieten willst!

Tanzen lernen – Preise bestimmen: Welche Art von Tanzkurs gibst Du?

Das Niveau des Tanzkurses

Wenn man sich nach einem Tanzkurs umsieht, achtet man bei seiner Google-Suche natürlich zunächst einmal auf das Niveau: „tanzen lernen Anfänger“, „Anfänger Tanzkurs“, „Tanzkurs für Anfänger“, „Einsteiger Tanzkurs“ oder doch lieber „Tanzkurs Fortgeschrittene“, „Fortgeschrittenenkurs Tanzen“ usw.? Oder vielleicht gibt es auch Tanzprofis, die sich weiterbilden oder bei einem/einer speziellen Coach lernen wollen …

Je höher das Niveau und je ausgeprägter Deine Expertise in einem Tanzbereich (um auch erfahrene Tänzer und Tänzerinnen unterrichten zu können), desto höher natürlich auch die Preise, die Du verlangen kannst. Und natürlich hindert Dich auch niemand daran, Tanzkurse auf verschiedenen Niveaus zu geben und entsprechend die Preise anzupassen.

Manchmal ist die Nachfrage auch speziell und Du musst Dich entsprechend vorbereiten:

  • Einen Tanzabend organisieren
  • Für die Abschlussfeier tanzen lernen
  • Für die Hochzeit tanzen lernen
  • Tanzkurs für Männer (vielleicht extra für solche, die sich als „hoffnungslosen Fall“ beschreiben würden)
  • Eine Choreographie für eine Einlage vorbereiten (Hochzeit, Jungesellinnenabschied, Weihnachtsfeier usw.)
  • Eine Choreographie für einen Flashmob vorbereiten
  • Eine Tanzvorführung vorbereiten
  • Einen Tanzkurs für eine Schule organisieren
  • Tanzlehrer ausbilden
  • Das Tanzportfolio erweitern
  • uvm.

Um glaubwürdig zu bleiben und eine gewisse Professionalität und Qualität auszustrahlen, darf man sich auf keinen Fall zu billig verkaufen! Es gilt, die richtige Balance zwischen rentabel und fair zu finden …

Die Größe des Tanzkurses

Und natürlich kommt auch noch dazu, wie groß der Tanzkurs ist. Unterrichtest Du eine ganze Gruppe? Dann kann der Kurs für die einzelnen Schüler*innen natürlich günstiger ausfallen. Handelt es sich um einen Tanzkurs Hochzeitstanz mit 1-3 Paaren? Dann wird es schon etwas teurer. Oder gibst Du intensiven und maßgeschneiderten Einzelunterricht Tanzen? Dann musst Du natürlich recht hohe Stundenpreise verlangen, um rentabel arbeiten zu können.

Das Trainingsmaterial

Manche Tanzlehrer*innen stellen ihren Schülerinnen und Schülern Trainingsgegenstände zur Verfügung. Dieser Aufwand muss natürlich auch mit einberechnet werden.

Wenn Du folgendes (oder ähnliches) Material zur Verfügung stellst, kann sich das also ruhig in Deinem Preis widerspiegeln:

  • Tanzschuhe (Ballettschuhe, Jazzschuhe, Tanzschuhe mit spezieller Sohle usw.)
  • Tanzkleidung (Leggings, Body, Bustier, Ballkleid usw.)
  • Besondere Musikanlage
  • Spezifische Musik (Audiodateien, Musik-Abo usw.)

Wie bestimme ich den Preis meines Tanzkurses? Je mehr Kursteilnehmer, desto niedriger der Preis pro Person. | Quelle: Pexels

Der Ort des Tanzkurses

Und wo findet der Tanzkurs statt?

  • Bei Dir zu Hause?
  • Beim Schüler/der Schülerin?
  • In einem gemieteten Tanzstudio?
  • In einer Sporthalle?
  • Ganz woanders?

Je nachdem, ob Du zusätzliche Ausgaben für die Miete oder Mitgliedschaft in einem Club/Tanzverein hast, dank derer Du dann geeignete Örtlichkeiten nutzen kannst, sind auch diese Mehrausgaben in Deinem Preis zu berücksichtigen.

Preise freiberuflicher Tanzlehrer: Was ist Dein Hintergrund?

Deine Erfahrung

Viel einschlägige Erfahrung ist natürlich ein absoluter Pluspunkt für freiberufliche Tanzlehrer*innen! Und sie ist auch ein Hauptauswahlkriterium für Schülerinnen und Schüler, sich für eine bestimmte Tanzlehrkraft zu entscheiden.

Dabei spielt Erfahrung auf zwei Achsen eine Rolle: 1. was das Tanzen und den bestimmten Tanzstil an sich angeht (tänzerische Erfahrung) und 2. in Bezug auf das Unterrichten von Tanzen (didaktische Erfahrung). Eine Kombination aus beidem ist natürlich perfekt.

Es gibt aber natürlich unterschiedliche Tanzlehrertypen:

  1. Der self-made Tanzlehrer: Diese Person hat auf eigene Faust Tanzen und Tanzen unterrichten gelernt (ohne professionelle Ausbildung oder Zertifikat)
  2. Die Tanzstudentin: Diese Person studiert an einer Hochschule oder Akademie selbst Tanzen und hat somit zwar noch keine abgeschlossene Ausbildung, aber trotzdem profunde Kenntnisse der Materie.
  3. Der ausgebildete Tänzer: Diese Person hat ein abgeschlossenes Tanzstudium bzw. eine Tanzausbildung, weiß also ganz genau, was sie tut, hat aber vielleicht keine expliziten didaktischen Fähigkeiten.
  4. Die ausgebildete Tanzlehrerin: Diese Person hat eine anerkannte Ausbildung zum Tanzlehrer/zur Tanzlehrerin gemacht und ist bei einem der einschlägigen Berufsverbände akkreditiert (ADTV, BDT).

Hast Du zusätzlich noch Erfahrungen im Sportbereich (Zumba-Kurs, Pilates-Kurs, Stepptanz usw.)? Dann kannst Du das natürlich auch erwähnen und so Deinen Wert steigern.

Ausbildung, Zertifikate & Co.

Wir haben es schon angedeutet: Die Ausbildung bzw. Qualifikationen als Tänzer bzw. Tanzlehrerin spielen auch eine Rolle und sind vielfältig. Jahrelange Erfahrung ist schön und gut, aber in Deutschland fühlen sich immer noch viele Kundinnen und Kunden wohler, wenn man einen konkreten (und relevanten) Abschluss in der Hand hat.

Diese (und weitere) Diplome, Zertifikate und Abschlüsse gibt es im Bereich Tanzen in Deutschland:

  • Bachelor of Arts (z.B. in “Tanz”, “Bühnentanz”, “Tanz, Kontext, Choreographie”, “Bewegungspädagogik und Tanz in Sozialer Arbeit“ usw.)
  • Master of Arts (z.B. in „Tanz“, „Tanzkomposition“, „Contemporary Dance Education“ usw.)
  • Berufsausbildung Bühnentanz (wird von vielen Hochschulen als Äquivalent zum B.A. akzeptiert)
  • Zertifikat Grundausbildung Tanz / Dance Studies Foundational Certificate (Grundausbildung in „Tanz“, Weiterbildungen in verschiedenen Bereichen – z.B. Choreographie oder Tanzpädagogik – möglich)
  • Geprüfte Tanzpädagogin/Geprüfter Tanzpädagoge
  • ADTV-Tanzlehrer/in
  • BDT-Tanzlehrer/in
  • Zertifizierte(r) Zumba-Trainer/in

Achtung: Dies ist keine vollständige Liste, wir haben nur eine kleine Auswahl getroffen. Denn dadurch, dass die Berufe „Tänzer*in“ bzw. „Tanzlehrer*in“ nicht geschützt sind, kann man sich erstens auch ohne Ausbildung so nennen und den Beruf ausüben („freie Berufe“) und zweitens gibt es so keine einheitlichen Standards für die Ausbildung und extrem viele verschiedene Anbieter (Tanzhochschulen, Tanzakademien, Tanzschulen, Tanzinstitute, Tanzstudios usw.).

Willst Du privaten Tanzunterricht geben? Auf Superprof findest Du die perfekten Schüler für Deinen Tanzstil. | Quelle: Visualhunt

Doch egal wie, irgendeine Art von Abschluss/Zertifikat macht sich immer gut und erhöht nicht nur Deine Chancen, als private*r Tanzlehrer*in gebucht zu werden, sondern ermöglicht Dir auch, Deine Preise entsprechend etwas anzuheben. Schließlich hast Du Dein „Handwerk“ offiziell gelernt und wurdest in der ein oder anderen Form darin geprüft!

Auf Superprof kannst Du auf Deine Ausbildung aufmerksam machen und so neue Schülerinnen und Schüler gewinnen!

Preise für Tanzunterricht: Sonderangebote können bei der Kundenakquise helfen

Für den Anfang könntest Du Dir auch überlegen, Sonderpreise zum Schnuppern anzubieten, um Neukunden anzulocken.

Auf Superprof hast Du z.B. folgende Möglichkeiten:

  • Erste Stunde gratis zum Schnuppern
  • Pauschalpreis für einen Intensivworkshop
  • Gleicher Preis, aber längere Unterrichtseinheit (z.B. 1,5 statt 1 Stunde)
  • Niedrigere Preise für Unterricht via Webcam
  • Preisreduktion für mehrere Personen (z.B. 2. Person 50 %)
  • Aktionen à la „Freunde werben Freunde
  • usw.

Bist du bereit? Dann erstelle jetzt ein Profil als Tanzlehrer*in auf Superprof und geh auf Neukundenjagd!

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