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Wie kann ich als Tanzprofi Tanzkurse geben?

Von Anna, veröffentlicht am 04/06/2019 Blog > Sport > Tanzen > Tanzkurse Geben: Worauf Du achten musst!

Du bist selbst Tänzer*in oder Choreograph*in und willst Deine Leidenschaft zum Beruf machen? Es ist möglich! In Deutschland geben zahlreiche Personen Tanzkurse für Anfänger, Fortgeschrittene oder sogar andere professionelle Tänzerinnen und Tänzer und schaffen es so, von ihrer Kunst zu leben.

In Zeiten des Internets ist es natürlich noch einfacher, potentielle Privatkundschaft zu finden. Auf Superprof kannst Du mit wenigen Klicks Dein Profil erstellen und sofort auf Schülersuche gehen! Du hast jemanden gefunden, der Interesse hat an Deinem Tanzunterricht? Dann folgt der nächste Schritt: die richtige Vorbereitung. Denn wenn man noch nie einen Tanzkurs gegeben hat, ist man am Anfang vielleicht noch unsicher, was es alles zu beachten gilt …

Deshalb haben wir einige Tipps & Tricks für Dich zusammengestellt. Viel Spaß bei der Lektüre!

Wo kann ich meinen Tanzkurs geben?

Zunächst einmal muss man natürlich einen geeigneten Kursort finden. Das ist enorm wichtig, denn als Anfänger macht man vielleicht den Fehler, einen Ort auszuwählen, der nicht wirklich geeignet ist, einfach nur, weil er umsonst ist. Doch wenn ihr keinen guten Unterricht machen könnt, werden nicht nur Deine Schülerinnen, sondern auch Du schnell frustriert sein. Deshalb ist es sinnvoller, sich für diesen Teil etwas Zeit zu nehmen und aktiv nach einem passenden Ort zu suchen, Preise zu vergleichen usw.

Das gilt aber natürlich nur, wenn Du freiberuflich Tanzen unterrichten willst. Es gibt aber ja auch die Möglichkeit, eine Festanstellung in einer Tanzschule zu suchen. In diesem Fall hast Du natürlich schon automatisch Räume zur Verfügung und musst Dich nicht selbst um die Suche kümmern.

Wo willst Du Tanzen unterrichten? Je nach Tanzform ist es wichtig, in einem richtigen Tanzstudio zu unterrichten. | Quelle: Pexels

Und nicht nur das ist ein Vorteil an der Anstellung: Du profitierst natürlich auch von einem Vertrag (befristet oder unbefristet), einem geregelten Einkommen, festen Zeiten für Deine Tanzkurse sowie den Arbeitgeberanteil zu Sozialversicherung, Krankenkasse usw.

Auf der anderen Seite möchten manchen Tänzer und Choreographinnen vielleicht flexibler sein, was die Zeiten, aber auch was die Gestaltung des Tanzkursprogramms und -inhalts angeht. Abgesehen von Privatunterricht à la Superprof gibt es dann natürlich noch die Möglichkeit, als Selbständigerwerbende*r eine eigene Tanzschule zu gründen.

Wenn Dir das noch eine Nummer zu groß ist (und Dir das nötige Kapital fehlt), kannst Du aber natürlich erstmal so als Freiberufler*in anfangen mit Privatunterricht zu Hause oder in gemieteten Räumen und dann erst einmal schauen, wie es läuft. So oder so, der Vorteil ist, dass das komplette Einkommen Dir gehört, Du also nicht für jemand anderen schuftest, sondern dein eigener Boss bist! Wöchentlich stattfindende Kurse, Intensivworkshops, Ferienangebote für Kinder – Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Wenn Du aber doch erstmal mit einer Anstellung beginnen willst, um ins Business reinzukommen, kannst Du Dich bei folgenden Strukturen bewerben:

  • Lokale Tanz- und Musikschulen
  • Nationale Tanzakademien
  • Hochschulen im Bereich Schauspiel, Musik und Tanz
  • ADTV-Tanzschulen
  • BDT-Tanzschulen
  • Nicht akkreditierte Tanzschulen
  • Tanzvereine und -verbände
  • Fitnessstudios (Zumba & Co.)
  • Grundschulen und Kindergärten (Tanzpädagogik)

Es gibt also zahlreiche Orte, an denen Du professionell Tanzen unterrichten kannst, es hängt ganz von Deinem Profil und Deinen Vorstellungen ab. Hintergrund, Ausbildung, Tanzstile? Finde die passende Institution für Deine Bewerbung oder biete Deine speziellen Kenntnisse und Tanzkurse privat auf Superprof an.

Bist Du bereit? Dann erstelle jetzt Deine Bewerbungsunterlagen oder Dein Profil und los geht’s!

Wie viel kann ich für meine Tanzstunden verlangen?

Wie bei allen freien Berufen ist es auch im Bereich Kunst und Tanzen schwierig, den richtigen Preis für eine Lektion Tanzunterricht festzulegen. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Preis zum Angebot passt und entsprechend als fair wahrgenommen wird. Zu billig ist nicht rentabel und lässt auf niedrige Qualität schließen, zu teuer bringt vielleicht nicht genügend Kundschaft. Wie so oft kommt es also darauf an, die goldene Mitte zu finden, wobei das Verhältnis von Angebot und Nachfrage in Deiner Region dabei auch eine wichtige Rolle spielt.

In der Regel bewegt sich der Preis für eine Tanzstunde zwischen 30 und 40 €, aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel …

Wenn Du Deinen Unterricht gut strukturierst und einen soliden Businessplan hast, kannst Du als private Tanzlehrerin genauso viel verdienen wie als Angestellter Tanzlehrer in einer Tanzschule. Bei super Kundenakquise vielleicht sogar mehr, da keine Marge Deines Einkommens an Deine Arbeitgeberin geht. Aber Achtung: Als Freiberufler*in zahlst Du alle Steuern, Versicherungen, Rentenbeiträge usw. zu 100 % selbst, das darf auch nicht unterschätzt werden.

Du bist noch Student*in? Dann sieht das Ganze schon wieder etwas besser aus, denn dann sind Versicherungen & Co. in der Regel reduziert. Am besten fragst Du mal beim lokalen Finanzamt nach, wie die Situation für Dich speziell aussehen würde.

Wie viel kostet Dein Tanzkurs? Der Preis für eine Tanzstunde hängt von vielen Faktoren ab. | Quelle: Pexels

Wichtig ist aber so oder so, dass Du genügend Tanzschüler*innen findest. Biete Spezialkurse an, um Dich von Deiner Konkurrenz abzuheben, und versuche Dein Angebot breit aufzustellen: Tanzkurs für Anfänger, Kindertanzkurs bzw. tänzerische Früherziehung, Hip-Hop-Tanzen für Jugendliche, Seniorentanzkurs, Hochzeitstanzkurs …

Folgende Kriterien solltest Du insgesamt bei der Festlegung Deines Preises beachten:

  • Deine Ausbildung (Studium, Ausbildung usw.)
  • Deine Erfahrung als Tänzer*in
  • Deine Erfahrung als Tanzlehrer*in
  • Geografische Lage (ein Tanzkurs in Hamburg ist teurer als in Bottrop)
  • Durchschnittspreis im bestimmten Tanzstil (Gesellschaftstänze sind z.B. günstiger als Tango Argentino)
  • Größe des Tanzkurses (Einzelunterricht, Paartanz, Gruppenkurs?)
  • Zahlst Du Miete für die Räumlichkeiten (Tanzstudio, Tanzschule, Sporthalle)?
  • Stellst Du Material (Tanzschuhe, Gymnastikausrüstung usw.)?
  • Dein Ruf und Bewertungen in sozialen Netzwerken und auf Plattformen

Als Anhaltspunkt kann auch hier Superprof dienen (vor allem, wenn Du in einer mittelgroßen bis großen Stadt lebst). Gib einfach Deine Stadt und Deinen Tanzstil ein und oben rechts unter dem Suchfeld zeigt es Dir den Durchschnittspreis an. Und wenn Du Dir die Profile etwas genauer anschaust, kannst Du natürlich noch besser vergleichen, was Lehrer*innen mit einem ähnlichen Hintergrund pro Stunde verlangen.

Du wohnst in einer kleineren Stadt? Auch kein Problem! Viele Lehrerinnen und Lehrer auf Superprof bieten auch Unterricht via Webcam an! Das ist vielleicht nicht für alle Tanzkursarten möglich und sinnvoll, aber einen Versuch ist es wert. Gerade für spezielle Tanzrichtungen gibt es vielleicht spezifische Kundengruppen, die zufällig am anderen Ende von Deutschland sitzen. Erstelle Dein Profil und finde es heraus!

Ausbildungsmöglichkeiten für Tanzlehrer*innen

Ausbildung oder keine Ausbildung? Das ist hier die Frage.

Zunächst einmal muss man wissen, dass der Beruf des Tanzlehrers in Deutschland nicht geschützt ist – er zählt zu den freien Berufen. Das bedeutet, dass es auch keine staatlich geregelte Ausbildung und Abschlüsse gibt und man offiziell kein Diplom oder Zertifikat jeglicher Art braucht, um Tanzen unterrichten zu können.

Wenn Du Erfahrung nachweisen kannst oder vielleicht sogar bei einer berühmten Tänzerin einen Intensivworkshop gemacht hast, zählt das in der Szene vielleicht mehr. Dabei kommt es natürlich aber auch auf die Tanzrichtung an: Im Hip-Hop- und Street-Dance gehört es vielleicht sogar zum guten Ton, dass man sich die Moves selbst ausgedacht und beigebracht hat, beim Ballett dagegen ist eine professionelle Ausbildung quasi Pflicht. Trotzdem kommt es in Deutschland in der Regel immer gut an, wenn man irgendeinen „Schein“ vorweisen kann.

Folgende Ausbildungsmöglichkeiten zum/zur Tanzlehrer/in gibt es in Deutschland (Liste nicht vollständig):

  • Ausbildung des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbands e.V.: ADTV-Tanzlehrer/in
  • Ausbildung des BDT : Tanzlehrer/in (BDT)
  • Ausbildung in Tanzpädagogik: geprüfte/r Tanzpädagoge/-in
  • Ausbildung in Tanz an privaten oder staatlichen Akademien: Ausgebildete/r Tänzer/in
  • Studium in Tanzpädagogik: B.A. Tanzpädagogik
  • Allgemeines Tanzstudium: B.A. & M.A. in Tanz, Schauspiel & Tanz, Choreographie usw.

Ob es eine Ausbildung braucht oder nicht, kommt auch darauf an, auf welchem Niveau und/oder in was für einer Art von Schule Du unterrichten möchtest. Manche akkreditierten Tanzschulen beschäftigen beispielsweise nur Lehrer*innen, die eine Ausbildung des gleichen Verbands (ADTV, BDT) haben, und wenn Du an eine Tanzhochschule willst, brauchst Du auch mehr Erfahrungs- und Ausbildungsnachweise, als wenn Du privat Gesellschaftstänze unterrichtest.

Übrigens: Zumba® ist ein eingetragener Markenname und erfordert deshalb eine spezielle Ausbildung zum/zur Zumba-Instructor.

Der erste Tanzkurs will gut vorbereitet sein

Bevor Du loslegst, solltest Du Dir genau überlegen, was Deine Stärken und Schwächen sind und welchen Tanzstil (oder welche Tanzstile – Plural) Du anbieten willst. Mach nicht den Fehler, etwas anzubieten, das Du nicht 100% kannst, nur, weil die Nachfrage groß ist! Das fliegt schnell auf und schädigt Deinen Ruf!

Welche Art von Tanzkurs willst Du geben? Konzentrier Dich auf Deine Fähigkeiten! | Quelle: Pixabay

Besinne Dich auf Deine Fähigkeiten und biete ein maßgeschneidertes und besonderes Angebot aus diesem Bereich. Dabei kannst Du ja Kurse für verschiedene Ziel- und Altersgruppen anbieten, z.B. Modern Jazz Dance für junge Mädchen, Gesellschaftstanz für Paare, Zumba für Kinder usw.

Aber natürlich hält Dich das trotzdem nicht davon ab, Dich weiterzubilden und neue Tanzstile zu entdecken, um eine gewisse Nachfrage abzudecken. Salsa ist ein Dauerbrenner, aber wie wäre es zusätzlich mit Kizomba?

Auf Superprof kannst Du alle möglichen Tanzstile anbieten, hier nur einige Beispiele:

  • Tanzkurs Stepptanz
  • Tanzkurs Bachata
  • Tanzkurs Kizomba
  • Tanzkurs Salsa
  • Tanzkurs Tango
  • Tanzkurs Gesellschaftstänze
  • Tanzkurs Lateinamerikanische Tänze
  • Tanzkurs Walzer
  • HipHop-Tanzkurs
  • Tanzkurs Cha-Cha-Cha
  • Tanzkurs Jazz- und Modern Dance (JMD)
  • Tanzkurs Hochzeitstanz
  • Zumba-Fitnesskurs
  • Kindertanzkurs
  • Tanzkurs für Anfänger
  • uvm.

Unser Tipp: Wenn Du verschiedene Variationen eines Tanzstils anbietest, kannst Du noch mehr Kundenzielgruppen anlocken! Z.B. Tango Argentino und Tango Nuevo oder klassisches Zumba und Kinder-Zumba.

Bevor es dann wirklich losgeht, solltest Du Deine erste Tanzlektion genau planen: Natürlich musst Du erst einmal den Raum mieten oder Deine eigenen Räumlichkeiten (z.B. Keller, Garage) vorbereiten. Nächster Schritt kurz vor der ersten Stunde? Geh noch einmal die verschiedenen Schritte und den Ablauf im Kopf durch. Weißt Du genau, was Du wie zeigen willst? Und hast Du passende Erklärungen zur Theorie und praktische Übungen?

Zunächst sollte es eine kleine Einführung geben, in der ihr gemeinsam eure Ziele feststeckt. Besonders wenn es sich um Einzelunterricht handelt, ist es wichtig, dass ihr besprecht, was jeweils erwartet wird und was erreicht werden soll. Damit Deine Schülerin dann einen guten ersten Eindruck bekommt, solltest Du aber auch Übungen usw. vorbereiten, die repräsentativ für Deinen Unterricht stehen. Denn von der ersten Schnupperstunde wird auch abhängen, ob ihr längerfristig zusammen arbeiten werdet!

Diese Ressourcen helfen Dir bei Deinem Tanzkurs

Was wäre eine Tanzlehrkraft ohne professionelle Ausrüstung und Inspirationsquellen?

Was brauchst Du besonderes für den Kurs? Irgendwelche Sportausrüstung z.B.? Und wie sieht es mit der Musik aus? Funktioniert die Anlage, ist sie laut genug? Läuft sie auch bei Erschütterungen des Bodens (z.B. durch Sprünge) problemlos weiter? Und hast Du die passende Musik in Form von Audiodateien oder vielleicht ein Premium-Abo von Spotify? Hier findest Du Songklassiker zu den verschiedenen Tanzstilen.

Abgesehen von diesen „handfesten“ Ausrüstungsgegenständen kannst Du im Vorfeld zu Deinem ersten Tanzkurs auch Inspirationsquellen aus dem Internet nutzen, um Deinen Tanzunterricht optimal vorzubereiten. Das Schöne am Internet ist, dass die Quellen schier unerschöpflich sind: verschiedene Übungen, Theorie, Lieder, neue Moves, Schritt-für-Schritt-Anleitungen – es gibt nichts, was es nicht gibt!

Folgende Quellen kannst Du dabei nutzen:

  • Webseiten mit Online-Tanzkursen und Infos rund ums Thema Tanzen
  • Webseiten mit verschiedenen Tanzübungen und Tipps zum Tanzkursgeben
  • Tanz-Apps
  • YouTube-Videos und -Tutorials zum Tanzen
  • Kursbücher und Anleitungen Tanzen

Bist Du bereit? Dann Ausgangsposition einnehmen und 1-2-3-4, Rück-Platz und los!

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