„Tanz ist eine Lebensart, Tanz ist der Rhythmus des Lebens."

- Samuel Lewis

Tanzen lernen erfordert Training, auch, wenn vielen Menschen ein gewisses Talent dafür in die Wiege gelegt worden ist.

Als angehende Tanzlehrerin oder angehender Tanzlehrer fragt ihr euch, wie euer Beruf aussehen kann, wie es um Ausbildungskurse steht, nach den Orten, an denen ihr unterrichten könnt oder nach euren Möglichkeiten für Privatunterricht?

Superprof hat für euch eine umfangreiche Gebrauchsanleitung ausgearbeitet, die alle nützlichen Informationen für den Einstieg in den Beruf zum privaten Tanzlehrer zusammenfasst und es euch ermöglicht, eurer Leidenschaft jeden Tag Ausdruck zu verleihen. Worauf wartet ihr noch?

Wie wird man Tanzlehrer?

Bevor ihr überhaupt an das Unterrichten denken könnt, solltet ihr die verschiedenen Möglichkeiten kennen, in den Beruf des Tanzlehrers einzusteigen und Tanzlehrer zu werden, aber auch die verschiedenen Abschlüsse kennen, die es gibt. In diesem Fall gibt es drei Arten von Ausbildungsmöglichkeiten:

  • Eine Tanzausbildung nach einer beruflichen Umstellung (ihr sind ein ehemaliger professioneller Tänzer)
  • Ein Studium, bei dem ihr Tanz, Choreographie oder Ähnliches an der Uni lernt
  • Kontinuierliche berufliche Weiterbildung, die es euch ermöglicht, eure Fähigkeiten während eurer gesamten Laufbahn zu verbessern

Zunächst sollte man wissen, dass der Beruf des Tanzlehrers in Deutschland nicht geschützt ist und zu den freien Berufen zählt.

Es gibt einige Tanzformen, die man als Tanzlehrer beherrschen sollte.
Als Tanzlehrer muss man einige Tanzformen beherrschen. |Quelle: Unsplash

Es gibt mehrere Wege, wie man Tanzlehrer werden kann:

  • Eine Ausbildung zum geprüften Tanzpädagogen
  • Eine Ausbildung im Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband
  • Ein Studium in Tanzpädagogik
  • Allgemeines Tanzstudium: Bachelor oder Master in Tanz, Schauspiel & Tanz, Choreographie…

An privaten oder staatlichen Akademien werden weitere Ausbildungen zum Tänzer oder Tanzlehrer angeboten.

Sobald ihr euren Abschluss in der Tasche habt, ist es Zeit, sich zu überlegen, ob ihr nebenberuflich Tanzlehrer werden oder in Vollzeit arbeiten möchtet.

Es gibt drei Bedingungen, die den Rahmen für euren Beruf bilden:

  • Gehalt
  • Selbstständigkeit
  • Wille, in einem Team zu arbeiten

Je nachdem, was ihr bevorzugt, gibt es als Tanzlehrer mehrere Möglichkeiten, Privatunterricht zu geben:

  • Als Angestellter mit einer festen Vergütung an einer privaten oder öffentlichen Tanzschule
  • Als Selbstständiger, der privaten Tanzunterricht anbietet
  • Als Ehrenamt ohne Vergütung
  • Aushilfslehrer in einer Schule oder einem Tanzzentrum, wo ihr mehrere Disziplinen unterrichtet werden
  • Als Nebenberuf für Sommerkurse und Praktika
  • Als privater Tanzlehrer unterrichtet ihr Schüler über einen bestimmten Zeitraum, zum Beispiel ein Paar, das zu zweit Tanzen lernen möchte

Als selbstständiger Tanzlehrer seid Ihr viel flexibler und könnt so viel arbeiten, wie Ihr möchtet, sowohl an Schulen als auch in Form von privatem Tanzunterricht.

Wenn ihr herausfinden möchtet, wie ihr Tanzlehrer werden könnt, ist es ganz einfach: Nehmt an einem Workshop oder Kurs teil und sprecht mit den Lehrer, die werden euch viele nützliche Informationen geben können.

Wo findet man einen Job als Tanzlehrer?

Unabhängig von eurem Abschluss finden ihr hier die wichtigsten Stellen, an denen ihr eine Stelle als Tanzlehrer finden könnt:

  • In einer Tanzakademie
  • An Tanzschule (privat oder öffentlich)
  • In einem spezialisierten Tanzzentrum
  • Ein Tanzstudio
  • Eine private oder öffentliche Schule (eine Hochschuleinrichtung, wie z.B. eine Uni oder ein Gymnasium)
  • Ein Tanzverein (der Kurse für alle Niveaus anbietet)

Je nach dem Angebot in eurer Stadt, könnt ihr in einer Turnhalle, einem voll ausgestatteten Tanzstudio oder einem Saal unterrichten.

Es gibt nicht viele Tanzformen, die anspruchsvoller sind, als Ballett.
Ballett zählt zu den klassischsten Tanzformen. |Quelle: Unsplash

Tanzen zu unterrichten bedeutet auch, den für euch passenden Weg zu finden. Daher solltet ihr euch über eure Wünsche im Klaren sein: möchtet ihr eine Festanstellungen, in der der Unterrichtsinhalt vorgegeben ist? Oder möchtet ihr mehr Freiheit genießen und alles für euren Tanzunterricht selber entscheiden?

Richtig Tanzen zu unterrichten heißt auch, sein Wissen weitergeben zu können: neben den Techniken lernt ihr in Workshops und in der Ausbildung, wie ihr eure Leidenschaft an andere weitergeben könnt.

In großen Städten, wie Berlin, Hamburg oder Köln, gibt es zahlreiche Angebote für Tanzunterricht, ihr habt also die freie Auswahl. In kleineren Städten oder auf dem Land könnt ihr vielleicht eure eigene Tanzakademie gründen. 

Wenn ihr den richtigen Ort für euren Unterricht gefunden habt, zögert nicht mit der Festlegung der Formate für euren Privatunterricht: Macht den Tanzunterricht zu einem einzigartigen Moment für alle!

Tanzlehrer: wie gibt man Privatunterricht?

Je nachdem, in welcher Institution ihr Unterricht geben möchtet, wird von euch eine bestimmte Anzahl an Qualitäten als Tanzlehrer erwartet:

  • Zunächst eine bestätigte Erfahrung im Tanz oder zumindest ein tadelloses technisches Niveau
  • Ein gutes pädagogisches Gespür, das sich an euer unterschiedliches Publikum anpasst
  • Großes Vertrauen in sich selbst, um mit gutem Beispiel voranzugehen
  • Seid ein guter Zuhörer, denn Tanzen lernen ist nicht nur eine körperliche, sondern auch eine geistige Übung
  • Enthusiasmus, Positive Stimmung und der Wunsch, auch etwas lernen

Privaten Tanzunterricht zu geben ist eine fantastische Erfahrung! Tatsächlich habt ihr mehrere Optionen:

  • Gruppenunterricht in einem Tanzstudio, in einer Schule
  • Einzelne Abendkurse, manchmal bis 21:30 Uhr
  • Privatunterricht mitten am Tag, zu jeder Zeit
  • Tanzkurse für zwei, um euer Lieblingspaar zu trainieren
  • Line Dance-Kurse, um die motiviertesten jungen Tänzer vorzustellen
  • Als Privatlehrer für beispielsweise den Paartanz (sehr beliebt für die Vorbereitung einer Hochzeit)
  • Tanzworkshops oder Intensiv-Kurse, um eine Technik in kurzer Zeit zu perfektionieren.

Der andere Vorteil des privaten Tanzunterrichts besteht darin, dass ihr immer unterschiedliches Publikum habt, von Erwachsenen über Kinder und Jugendliche bis hin zu Senioren.

Tanzaufführungen sind immer ein Spaß für alle.
Tanzaufführungen machen allen Beteiligten Spaß. |Quelle: Unsplash

Im Rahmen von Vereinsprojekten habt ihr auch die Gelegenheit, mit verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu arbeiten: Behinderte, Jugendliche, die nicht für Sport empfänglich sind... Kurz gesagt, die Möglichkeiten sind endlos.

Darüber hinaus können die Arten von Kursen je nach eurem Publikum variieren:

  • Einige möchten Standardtänze, wie den Wiener Walzer lernen
  • Andere sehen sich einfach nach einer Ballettklasse in ihrer bevorzugten Disziplin um
  • Für einige steht die Verbesserung ihrer Fähigkeiten im Vordergrund, so dass ihr euren Inhalt anpassen müsst
  • Während andere verzweifelt darauf warten, dass ihr ihnen beibringt, wie man einen Ball eröffnet (Hinweis für Braut und Bräutigam)

Zögert nicht, Privatunterricht zu geben, der auf euer Publikum und seine Wünsche abgestimmt ist und der ein Moment des Teilens und des Ausdrucks eurer Leidenschaft ist!

Tanzlehrer: Macht eure Leidenschaft zum Beruf

„Tanzen ist meine Leidenschaft“: Das erklärt ihr während des ersten Probetrainings oder bei eurem Einstellungsgespräch.

Und das ist wesentlich: eure Leidenschaft bestimmt, wie viel ihr bereit seid zu investieren, zu vermitteln oder sogar vielseitig zu sein. Ob ihr traditionelle, originelle Tänze oder alle Tänze eines Musikrepertoires unterrichtet, ihr müsst wissen, wie man sich anpasst und improvisiert.

So kann es dazu kommen, dass ihr verschiedene Tanzformen und Stile unterrichten müsst.

  • Salsa-Unterricht
  • Ballettunterricht
  • Tangounterricht
  • Rockkurse
  • Walzerkurs
  • Bauchtanzkurs
  • Hip-Hop-Tanzkurs
  • Und viele andere

Ihr werdet auch Kurse für verschiedene Niveaus geben, was unterschiedliche Erwartungen impliziert:

  • Anfängerstufe (weniger als ein Jahr Praxis)
  • Mittleres Niveau (zwischen 1 und 5 Jahren Praxis)
  • Gutes Niveau (zwischen 5 und 10 Jahren Praxis)
  • Ausgezeichnetes technisches Niveau (mehr als 10 Jahre Praxis)
Perfektioniert eine Form des Tanzes.
Konzentriert euch auf eine Tanzform und verfolgt sie mit Leidenschaft. |Quelle: Unsplash

Wenn ihr selbstständig unterrichtet, solltet ihr die Klassiker unter den Tänzen kennen, um euer Angebot an eure potenziellen Schülerinnen und Schüler anzupassen. So findet man folgende Tänze :

  • Die beliebtesten: Standardtanz, Gesellschaftstanz, Jazztanz, Moderner Tanz
  • Die technischsten: Ballett, orientalischer Tanz, argentinischer Tango
  • Die exotischsten: Salsa, lateinische Tänze, afrikanischer Tanz, Kizomba
  • Die trendigsten: Zumba, moderner Jazz

Indem ihr eure Leidenschaft in den Tanzunterricht einbringt, könnt ihr euch von Konkurrenten und Mitstreitern abheben: während eines Kurses können so einzigartige Momente zum Teilen entstehen.

Beim Tanz geht es auch um Gefühle! Deshalb könnt ihr in langfristige Projekte investieren:

  • Sensibilisierung der Verbände für die Vorteile des Tanzes
  • Begleitung eines Paares, um ihre perfekte Hochzeit zu erreichen
  • Förderung von unterprivilegierte Kinder, die Tanzen lernen möchten

Schließlich solltet ihr kreativ sein und eure Schüler ihrerseits ihre Leidenschaft zum Ausdruck bringen lassen, indem ihr ihnen alles beibringt, von der Harmonie der Tanzschritte bis hin zur Bewegungskunst auf der Bühne. Dies kann auf mehrere Wege geschehen :

  • Die Vorbereitung einer gemeinsamen Tanzvorführung
  • Die Organisation einer Tanzparty mit den Mitgliedern der Schule
  • Die Planung eines Tanzes anlässlich eines besonderen Ereignisses
  • Ein Tanzfestival für die Menschen in der Stadt.

Bei Superprof betonen wir den Wunsch unserer Lehrer, sich an der Entwicklung unserer Schüler zu beteiligen.

Tanzlehrer zu werden, kann man lernen, aber wir alle wissen es: Wir unterrichten wie wir tanzen, das heißt mit Lust und Leidenschaft. Wartet nicht länger, um diese Leidenschaft zu eurer Vollzeitbeschäftigung zu machen!

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Elissa

Leidenschaftliche Weltenbummlerin, Köchin und Lebensgenießerin.