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Ballett einfach erklärt!

Von Stefanie, veröffentlicht am 19/09/2019 Blog > Sport > Tanzen > Ballett einfach erklärt!

Tanz ist eine Lebensweise, Tanz ist der Rhythmus des Lebens. Samuel Lewis

Egal um welchen Tanzstil es sich handelt, dieses Zitat stimmt. Aber mit Sicherheit entstand es aufgrund des Balletttanzes.

Zieht eure Ballettschuhe an, wir führen euch in die Geschichte des Tanzes ein und erklären euch, warum ihr mit dem Ballett beginnen solltet! Am Ende dieses Artikels wirst Du dich an einer Tanzschule anmelden wollen.

Die große Geschichte des klassischen Tanzes

Das klassische Ballett wird oft als Grundlage aller Tänze angesehen. Woher kommt er also? Wie ist er zu dem geworden, was wir heute kennen?

Herkunft des Balletts

Kennst Du die Geschichte von Dornröschen? Die Tanzoutfits haben ihre Ursprünge im klassischen Ballett. | Quelle: Visualhunt

Es ist das italienische balletto, das die Anfänge des klassischen Balletts auszeichnet. Das Wort “Ballett” stammt von diesem Begriff ab und bedeutet “Tanz”.

Das italienische Ballett wurde von Katharina von Medici nach Frankreich gebracht, um die Gäste bei Hochzeiten zu unterhalten. Es wird allmählich zum sogenannten französischen Hofballett und zum Opernballett Lully oder Molière.

Auch wenn der klassische Tanz seinen Ursprung in der italienischen Renaissance hat, so gehört er tatsächlich in Frankreich und Russland zum Adel.

Aufbau des klassischen Tanzes

Wusstest Du das?
Louis XIV. hatte eine große Leidenschaft für den Tanz, und es ist ihm zu verdanken, dass dieser im 16. Jahrhundert mit der Gründung der Royal Academy of Dance im Jahr 1661 einen neuen Auftrieb erhielt.

Wenig später wurde der klassische Tanz mit der Einführung der 5 Positionen durch Pierre Beauchamp, Tänzer-Choreograph am Hof, festgeschrieben.  Bis heute sind die erste, zweite, dritte, vierte und fünfte Position Grundlage des klassischen Balletts.

Erst im 19. Jahrhundert wurde eine klassische Tanzmethode entwickelt: die Cecchetti-Methode, die auf der Technik und Anatomie des klassischen Tänzers, aber auch auf der Entwicklung seiner eigenen Art zu Tanzen basiert.  Sie wird heute noch vom National Ballet of Canada und anderen verwendet.

Das Wiederaufleben des klassischen Tanzes

Der Balletttänzerin wird endlich ins Rampenlicht gerückt, wohingegen sie früher mehr im Hintergrund war. Sie wird in ein Tutu, in Strumpfhosen und in Spitze gehüllt, um leichtfüßiger zu wirken.

Das Ballett La Sylphide (1832) markiert den Wendepunkt des Jahrhunderts.

Die französisch-russische Allianz im klassischen Tanz wirkt Wunder: Marius Petipa (ein Franzose, der fast sein ganzes Leben in Russland verbracht hat) entwirft die größten Meisterwerke. Schwanensee, Dornröschen, Bayadère, Der Nussknacker, etc. bleiben Klassiker, die man auch heute noch kennt.

Auch wenn der klassische Tanz heute noch die Schule der Strenge und Disziplin ist, ist er dank Choreographen wie Maurice Béjart, Benjamin Millepied, Pina Bausch oder Rudolf Nurejew moderner geworden.

Warum Ballettunterricht nehmen?

Wie du bestimmt schon bemerkt hast, ist der klassische Tanz also Lichtjahre von den Online-Zumba- oder Hip-Hop-Kursen entfernt, die im Internet zu finden sind!

Klassisches Ballett ist nicht nur eine Kunst, sondern auch ein echter Sport. Es hat viele Vorteile und ist gut für Körper und Geist.

Gewinne an Eleganz

Denkt man an eine Primaballerina, so sieht man sie voller Anmut, wie sie pas de deux, entrechats und grands-pliés tanzt. Ihre Kopfhaltung ist anmutig, ihre Arme grazil und ihr Körper bewegt sich spielerisch. Es gibt genug Gründe, so sein zu wollen wie sie!

Klassischer Tanz ist der beste Weg, um die Körperhaltung zu verbessern. Eine gerade Körperhaltung, den Kopf hoch oben tragen, die Wirbelsäule aufrichten sind die ersten Dinge, die man in einem Ballettkurs lernt.

So gewinnt man auch im Alltag an Anmut und Eleganz.

Wusstest Du das?
Klassisches Ballett wird Menschen mit Rückenschmerzen oft empfohlen. Durch den Muskelaufbau und das Dehnen während des Aufwärmens können Rücken und Bauch gestärkt werden.

Dehnbarer werden

Viele Mädchen machen Ballett. Du musst dich nicht für einen Kindertanzkurs anmelden, um Ballett zu lernen! | Quelle: Pixabay

Denkt man an eine Balletttänzerin, so denkt man an einen Spagat, mit dem Fuß in der Hand oder auch an einen Grand battement jeté mit perfekt gestreckten Beinen.

Ab dem ersten Ballettkurs ist Dehnen ein integraler Bestandteil des Warm-Ups.

Dehnbarkeit ist nützlich, um Verletzungen vorzubeugen und der natürlichen Alterung von Gelenken und Sehnen entgegenzuwirken. Sie wird auch in anderen Tänzen wie zeitgenössischem Tanz, modernem Tanz oder sogar Hip-Hop, orientalischem Tanz und Walzer nützlich sein.

Bei Dehnbarkeit dreht sich alles um den Körper: von den Armen bis zu den Beinen, über den Rücken bis zu den Zehenspitzen.

Aber niemals Gewalt anwenden! Jeden Tag wird ein anderer Teil deines Körpers beansprucht und du kannst dich mehr oder weniger weit dehnen. Höre auf deinen Körper! Es ist kein Wettbewerb, und wenn dir der Spagat nicht gelingt, wird dich das nicht daran hindern, anmutig zu sein und die Übungen und die Choreographie mit Bravour zu meistern.

Lass dein Gehirn arbeiten

Mit dem klassischen Tanz zu beginnen, bedeutet auch, eine neue geistige Gymnastik zu erlernen, um die Choreografien auswendig zu beherrschen.

Während eines Tanzkurses oder während deines Gruppenunterrichts wirst du zwangsläufig dazu gebracht, dich an mehr oder weniger lange Abfolgen zu erinnern.

Dies gilt sowohl für klassischen Tanz als auch für Gesellschaftstanz, kubanische Salsa, Sport- oder Stepptanz.

Tanzen ist auch ein intellektueller Sport. Man vergisst seine Probleme und grübelt während des Kurses nicht mehr darüber nach. Andererseits heißt das nicht, dass man sein Gehirn “ausschaltet”, im Gegenteil! Wir beschäftigen es mit Tanzschritten, die es bis zur darauffolgenden Woche verarbeitet und dann anwendet.

Wie finde ich einen Ballettlehrer?

Jetzt, da du überzeugt bist, dass Ballett das Richtige für dich ist, ist es an der Zeit, einen Tanzlehrer zu finden.

Wo suchen?

Viele Institutionen bieten Ballettkurse an. Vom Nationalkonservatorium in Paris bis hin zu regionalen Konservatorien, Schulen und Verbänden hast du die Qual der Wahl.

Nagut, um an der Pariser Oper Unterricht zu nehmen, muss man 8 bis 11 Jahre alt sein, aber in anderen Konservatorien in der Nähe findest du durchaus Ballettkurse, manchmal sogar kostenlos.

Schulen und Vereine bieten ebenfalls sehr guten Ballettunterricht an. Der Unterschied zwischen den beiden? Der Preis und die Ausstattung. Es liegt an Dir herauszufinden, was am besten zu dir passt.

Kennst Du die größten Tänzer/innen aller Zeiten? Gemeinsam Kurse und Workshops zu belegen schweißt einen zusammen! | Quelle: Pixabay

Die Vorzüge eines Lehrers

Wenn man sich für einen Ballettlehrer entscheidet, muss man ihn nach mehreren Kriterien auswählen:

  • Ein staatliches Diplom des Tanzlehrers oder etwas Gleichwertiges,
  • Lernmethoden,
  • die an das Niveau des Kurses angepasste choreografische Abfolge,
  • Geduld und das Einfühlungsvermögen,
  • die Fähigkeit, die Schüler zu motivieren,
  • das Akzeptieren der Grenzen des Einzelnen,
  • konsequente Einhaltung der Aufwärmzeit (mindestens 1/3 des Kurses),
  • seine technischen und künstlerischen Fähigkeiten.

Es ist auch wichtig, sicherzustellen, dass die Kosten für den Kurs innerhalb deines Budgets liegen.

Ein Tipp: Um zu sehen, ob der Kurs, den Du anstrebst, deinen Erwartungen entspricht, schau die die Jahresendaufführung der betreffenden Schule / Institution an.

Erwachsenen-Ballett: Finde den richtigen Kurs!

Tanz wird in jedem Alter praktiziert! Und für das klassische Ballett gilt dasselbe. Auch wenn man vielleicht das Gegenteil glauben könnte.

Um als Profi einzusteigen, ist es natürlich ein bisschen kompliziert, aber die Amateurstufe ist durchaus machbar.

Ist es möglich, mit klassischem Tanz im Erwachsenenalter zu beginnen?

Wenn du dir diese Frage stellst, liegt das wahrscheinlich daran, dass du einige Vorurteile über den klassischen Tanz hast:

  • Man muss im Alter von 5 bis 6 Jahren beginnen,
  • es braucht Jahre der Praxis, um auf Ergebnisse zu hoffen,
  • man muss jung und super dehnbar sein,
  • man muss mit klassischem Tanz beginnen, sonst kann man keinen Tanz erlernen, etc.

Vergiss zunächst Mal, alle deine Vorurteile! Tanzen kann jeder, egal ob man jung, “alt”, groß, dick, klein, schlank, Mann, Frau, dehnbar oder nicht dehnbar ist.

Solange es der Gesundheitszustand zulässt, muss man es versuchen. Wenn du irgendwelche alten Verletzungen hast, die deinen Fortschritt beeinträchtigen könnten, sprich einfach mit deinem Lehrer.

Kennst Du die Geschichte des Balletts Schwanensee? Glaubst du, unsere Großmütter haben sich diese Art von Fragen gestellt? | Quelle: Visualhunt

Entscheide dich für einen Grundlagenkurs

Wenn du noch nie Ballett getanzt hast, wende dich eher an einen Grundtechnikkurs als an einen Kurs mit dem Titel namens “Klassischer Tanz für Erwachsene Anfänger”.  Oder bitte auf jeden Fall den Lehrer um Klärung des Begriffs “Anfänger”.  Manchmal handelt es sich um einen Kurs mit tatsächlichen Anfängern wie dir und manchmal mit Teilnehmern, die bereits die Grundlagen erworben haben.

Die Grundbewegungen werden perfekt aufgeschlüsselt, um eine schrittweise Beherrschung der fünf Positionen und Armbewegungen zu erlangen.

In Paris hast du natürlich die Qual der Wahl. Ein Tanzkurs in Paris kostet zwischen 15 und 20 €.

In den Provinzen gibt es viele Erwachsenenkurse in Bordeaux (Tanzkurse Bordeaux), Lyon, Marseille, Lille, Toulouse und Rennes. Die Preise variieren zwischen 270 und 470 € pro Jahr.

Klassischer Tanzkurs: Warum mit einem Privatlehrer üben?

Möchtest du eher mit dem klassischen Tanz als mit Bachata, Zumba oder Flamenco beginnen?  Klassische Tanzstunden zu Hause können dich aus mehreren Gründen ansprechen:

  • Angst vor den Blicken anderer:  ob du über 50 bist, dich in deinem Körper nicht wohl fühlst, ein Mann oder schüchtern bist… viele Faktoren können das Erlernen von Ballett erschweren. Bei einem Privatkurs sind nur du und dein Lehrer anwesend, der dich in keinem Fall verurteilt, sondern dir im Gegenteil mit deinem Körpergefühl hilft.
  • Zeitmangel: Jede Woche einen Kurs am gleichen Tag und zur gleichen Uhrzeit zu besuchen ist zu kompliziert? Deine Arbeitszeiten ändern sich regelmäßig? Ein Privatlehrer kommt zu dir nach Hause und ist zeitlich flexibel. Er passt sich deinem Zeitplan an und nicht umgekehrt.
  • Ein zeitlich begrenztes Ziel: Ob für die Vorbereitung auf eine Tanzprüfung, einen Wettbewerb oder eine Gala zum Jahresende, ein Privatlehrer geht auf deine Bedürfnisse ein. Er wird vor allem da sein, um deine Fehler zu korrigieren, Fortschritte zu erzielen und Zeit einzusparen.
  • Die ungeteilte Aufmerksamkeit des Ballettlehrers: In einer Gruppenstunde kann der Lehrer trotz aller Bemühungen nicht jeden korrigieren.  Während einer Einzelstunde kann er nur auf dich achten und somit auch auf alle Haltungen und Fehler bei den En-Dehors, Rond de jambe oder bei der Pirouette und ermöglicht es dir so, ganz ohne Verletzungsrisiko in deinem Tempo fortzuschreiten.
  • Eine Ergänzung zum Gruppenunterricht: Du nimmst Gruppenunterricht, möchtest aber schneller vorankommen? Die ständige Aufmerksamkeit deines Privatlehrers wird es dir ermöglichen, mit Höchstgeschwindigkeit fortzuschreiten.

Um den idealen privaten Tanzunterricht zu finden, empfiehlt sich ein Schnupperkurs: Bei Superprof wird in der Regel der erste Kurs kostenlos angeboten.

Ein Privatlehrer kann dir helfen, dich auf deine Tanzaufführung vorzubereiten. | Quelle: Pixabay

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Der klassische Tanz hat seinen Ursprung in der italienischen Renaissance, entwickelt sich aber vor allem in Frankreich und Russland.
  • Er erlaubt es dir, anmutig, elegant und dehnbar zu werden, während du ganz nebenbei dein Gehirn trainierst.
  • Es ist möglich, einen Ballettkurs in einem Konservatorium, einer Schule oder einem Tanzverein zu belegen. Der Preis und die Qualität der Räumlichkeiten und der Ausstattung variieren je nach deiner Wahl.
  • Du bist schon lange nicht mehr acht Jahre alt? Keine Sorge, klassischer Tanz wird in jedem Alter praktiziert und man kann in jedem Alter beginnen, unabhängig von Geschlecht, Gewicht oder Beweglichkeit. Belege einfach einen Grundlagenkurs für die Techniken.
  • Ein Privatlehrer kann Schülern helfen, die Angst vor den Blicken anderer haben, in ihrem eigenen Tempo lernen möchten oder nicht viel Zeit zur Verfügung haben.

Und um über den Tellerrand hinauszuschauen: Entdecke hier unsere Zumba Kurse!

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