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Wie kann ich Gesangsunterricht geben?

Von Florence, veröffentlicht am 12/12/2018 Blog > Musik > Gesang > Wie kann ich Gesangsunterricht geben?

Du singst nicht nur unter der Dusche, sondern eigentlich die ganze Zeit? Singen ist für Dich mehr als eine kurze angenehme Pause, Singen ist eine Leidenschaft, eine Art Dich auszudrücken?

Du würdest Deine Leidenschaft gerne zum Beruf machen und Gesangsunterricht geben?

Kinder spielerisch an Musik heranführen, angehende Sänger coachen, Chorleiter werden?

Die positiven Effekte der Musik auf die Gesundheit, die Emotionen und sozialen Kapazitäten sind heute unbestritten. Wusstest Du, dass Musik direkt den Herzschlag, Blutdruck, die Atemfrequenz und die Muskelspannung des Menschen beeinflusst?

Jeder hat zwar kein angeborenes Talent und von Anfang perfekte Singfähigkeiten, aber im Grunde ist es mit der Stimme wie mit allem anderen auch: Man kann daran arbeiten!

Öffentliche Persönlichkeiten nehmen auch oft Gesangsunterricht. Sogar der französische Staatspräsident Emmanuel Macron soll mit einem Opernsänger an seiner Stimme gearbeitet haben.

Gesangsunterricht zu geben ist also ein vielversprechender Beruf. Es gibt viele verschiedene Anwendungsbereiche.

Damit Du bald Dein professionnelles Projekt ausführen kannst, haben wir für Dich schon einmal die wichtigsten Punkte zusammengeführt, die Du bei der Planung beachten musst.

Wo kann ich Gesang unterrichten?

Die erste Frage, die Du beantworten musst, ist: Wo kannst und willst Du gerne Gesang unterrichten?

Wo Gesang unterrichten?

Hier findest Du einige erste Ideen.

Jetzt musst Du Dir nur noch die Frage stellen, welche am Besten zu Deinen Vorstellungen passt:

Könntest Du Dir vorstellen, öffentliche Persönlichkeiten zu coachen? Selbst die größten Redner brauchen Vocal Coachs. | Quelle: Visualhunt

  • Online Gesangsunterricht geben: Ideal wenn Du sehr autonom und unabhängig arbeiten willst. Du entscheidest selbst über alle Aspekte Deiner Tätigkeit (Preis, Zeiten, Profil der Schüler…). Du musst allerdings lernen, wie man auf Distanz unterrichtet und gut mit einer Webcam umgehen können.
  • Privatunterricht zu Hause geben: Du möchtest auf jeden Schüler individuell eingehen, und wirklich genug Zeit für persönliches Coaching haben? Dann ist privater Gesangsunterricht genau das Richtige für Dich. Du baust mit Deinen Schülern Vertrauensverhältnisse auf, kannst Dich ganz in ihre künstlerischen Projekte investieren und wirst sicherlich mit den unterschiedlichen Schülerprofilen, in den verschiedensten Stimmregistern und Musikstilen arbeiten.
  • Gesangsunterricht in einer Musikschule unterrichten: Wenn Du einen festen Rahmen suchst und traditionellen Gesangsunterricht geben willst, sind Musikschulen und Konservatorien der richtige Ort für Dich,
  • Musiklehrer im öffentlichen Schulwesen werden: Du magst gerne mit Kindern zusammen arbeiten, und Du möchtest nicht nur Gesang. sondern auch die ganze weite Welt der Musik an junge Menschen weitergeben? Dann solltest Du Musiklehrer an einer Grundschule oder einem Gymnasium werden,
  • Einen Chor gründen: Du bist ein Gruppenmensch, stehst gerne im Rampenlicht, und träumst davon Dein eigenes Projekt hochzuziehen? Dann solltest Du Chorleiter werden und vielleicht sogar Deinen eigenen Chor gründen!

Welche Diplome brauche ich, um Gesang zu unterrichten?

Wie wir soeben gesehen haben, gibt es viele verschiedene Wege, um Gesang zu unterrichten. Manche ziehen Dich vielleicht jetzt schon mehr an, als andere. Jetzt musst Du nur noch wissen, ob Du auch die nötigen Qualifikationen für Deine Traumwahl hast.

Kannst Du die Musik direkt vom Blatt ablesen? Du kannst Deinen Schüler auch beibringen, Partituren zu lesen. | Quelle: Pixabay

Welche Ausbildung brauchst Du, um Gesangslehrer zu werden?

Das wird ganz von dem Rahmen abhängen, in dem Du unterrichten willst. In manchen Fällen wirst Du sehr spezifische Diplome benötigen, in anderen Fällen reicht Dein Können und Deine Erfahrung.

Was ist der einfachste Weg?

Als Privatlehrer Gesang unterrichten.

Als Privatlehrer brauchst Du weder Diplome, noch eine spezifische Ausbildung.

Ein Sänger, der Autodidakt ist, kann relativ einfach Vocal Coach werden. Keine Diplome zu haben, heißt ja auch nicht, dass man keine Kompetenzen hat.

Um so schnell wie möglich erste Schüler zu finden, solltest Du die Elemente in Deinem Lebenslauf hervorheben, die Deine Kompetenzen unterstreichen.

Das können folgende Elemente sein:

  • Gesangsworkshops in einem Konservatorium,
  • Erfahrungen als professionelle/r Sänger/in,
  • Mitgliedschaft in einem Chor,
  • ….

Wenn Du in einer öffentlichen Schule Musik unterrichten willst, musst Du wie jeder andere Lehrer einen Bachelor und Master auf Lehramt absolviert haben. In der Regel besteht die Ausbildung zum Lehrer aus zwei Etappen:

  • Das Lehramt-Studium: Bachelor und Master auf Lehramt,
  • Der Vorbereitungsdienst, dauert zwischen 18 und 24 Monaten und endet mit der Ablegung des zweiten Staatsexamens.

Könntest Du Dir vorstellen Musiklehrer in einer Schule zu werden? Kinder können durch erste Bühnenerfahrung Selbstbewusstsein entwickeln. | Quelle: Pixabay

Wenn Du an einer Hochschule unterrichten willst, musst Du wissenschaftlicher Mitarbeiter werden und eventuell auch promovieren. Das kannst Du gleich im Anschluss an Deinen Master machen oder auch erst nach dem Vorbereitungsdienst!

Wie kann ich den Preis für meinen Gesangsunterricht festlegen?

Du möchtest Gesangslehrer werden und Privatunterricht geben? Dann solltest Du Dein Projekt ganz klar definieren und vor allem eines wissen: Wie viel soll eine Stunde Gesangsunterricht bei Dir kosten?

Das findest Du am Besten heraus, wenn Du einen Schritt zurück gehst und die Situation von außen betrachtest. So hast Du eine pragmatische und objektive Sicht auf die Dinge.

Die erste Regel heißt: Der Preis sollte sich nicht an Deinen Wünschen, sondern an Deinem Angebot orientieren. Deine Schüler möchten für das bezahlen, was sie von Dir erhalten.

Daran solltest Du Dich immer erinnern.

Um Deine Situation auf dem Gesangslehrer-Markt genau zu determinieren, musst Du mehrere Aspekte beachten:

  • Deine musische Ausbildung und Deine Erfahrungen,
  • Das Profil Deiner zukünftigen Schüler (Anfänger, Profis…),
  • Dein geografischer Sektor,
  • Die Konkurrenz.

Hast Du schon einmal an Gesangsunterricht per Webcam gedacht? Wenn Du in einer kleinen Stadt mit wenig Nachfrage wohnst, kannst Du auch Gesangsunterricht per Webcam anbieten. | Quelle: Pexels

Diese vier Punkte solltest Du beachten. Desto mehr Erfahrung und Diplome Du hast, desto mehr Geld kannst Du natürlich verlangen. Du kannst Dich dann auch an Schüler richten, die schon fortgeschrittener sind.

Die Preise des privaten Gesangsunterrichts variieren auch von Location zu Location. Das ist logisch, denn die Nachfrage und das Angebot sind nicht überall die gleichen.

Bevor Du Dich also festlegst, solltest Du erst einmal Deine Konkurrenz genauer unter die Lupe nehmen.

Wer sind die anderen Gesangslehrer in Deiner Region und was sind ihre Preise?

Wenn Du all diese Elemente untersucht hast und zusammen rechnest, kannst Du ganz einfach einen kohärenten Preis errechnen und Deinen Gesangsunterricht so attraktiv und authentisch machen.

Zur Erinnerung: Auf Superprof kostet eine Stunde Gesangsunterricht im Schnitt 30 €.

Wenn Du auf Superprof nach Preisen recherchiert hast, wird Dir sicher eines aufgefallen sein: Die Preise variieren sehr stark! Von 15 € bis 50 € die Stunde ist alles dabei.

Hier findest Du Gesangsunterricht in Köln.

Wie bereite ich den Gesangsunterricht vor?

Jetzt geht es zur Praxis über. Du hast Deine Schüler gefunden, und bist bereit für Deine erste Stunde Gesangsunterricht. Du wirst Deinen Unterricht an das Profil Deiner Schüler anpassen müssen. Deswegen ist es sehr wichtig, in der ersten Stunde einer komplette Bestandsaufnahme der Fähigkeiten und Erwartungen des Schülers zu machen. So kannst Du die voraussichtliche Lernkurve des Schülers bestimmen und die Lernziele feststecken. Deine Lehrmethoden kannst Du ebenfalls an die Persönlichkeit des Schülers anpassen!

Eine der wichtigsten Lektionen, die Du Deinen Schülern jemals beibringen wirst, ist die Aufwärmung der Stimme. Die Stimmbänder müssen um jeden Preis beschützt werden!

Eine Stunde Gesangsunterricht wird mehrere Aktivitäten beinhalten:

  • Entspannung,
  • Aufwärmung der Stimme,
  • Atemübungen und Diktion,
  • Arbeit an der Körperhaltung, bewusste Körperwahrnehmung,
  • Gehörbildung,
  • Eine Gesangslage bedienen,
  • Nahtlose Übergänge der Brust- und Kopfstimme,
  • Studium und Interpretation eines Liedes, Anwendung der gelernten Gesangstechniken.

Abhängig vom Niveau des Schülers, musst Du natürlich mehr oder weniger Zeit für jede Etappe einplanen.

Wenn Dein Schüler die Grundlagen beherrscht, könnt ihr euch mehr auf die Feinheiten konzentrieren und vor allem an der Interpretation des Liedes arbeiten.

Spielst Du auch ein Instrument? Als Sänger ist es von Vorteil sich selbst auf einem Instrument begleiten zu können. | Quelle: Visualhunt

Während der Vorbereitung für Deine Gesangsunterrichtsstunden, solltest Du Dich daran erinnern, dass Deine Schüler vielleicht nicht alle aus den gleichen Gründen heraus singen lernen möchten. Solche Gründe können sein:

  • Sein Selbstvertrauen entwickeln,
  • Sich für ein Casting oder Vorsingen vorbereiten,
  • Einfach für den Spaß,
  • An seiner Stimme arbeiten, um Teil einer Musikgruppe zu werden…

Deine Aufgabe als Vocal Coach ist es also, den Unterricht an die individuellen Bedürfnisse Deiner Schüler anzupassen.

Und warum eigenlich nicht mal Gruppen-Gesangsunterricht in Berlin?

Welche Tools und Instrumente brauche ich, um Gesangsunterricht zu geben?

Beim Unterrichten kannst Du Dich auf das strikte Minimum beschränken. Das Instrument, mit dem ihr vorerst arbeitet, ist die Stimme. Du kannst also Gesangsunterricht ohne zusätzliches Material geben und Dich voll und ganz auf die Stimme eines Schülers konzentrieren.

Wer Gesang sagt, sagt aber auch Musik und das schließt oft auch noch andere Instrumente und Partituren mit ein.

Hast Du schon einmal Aufnahmen in einem Tonstudio gemacht? Du brauchst nicht unbedingt gleich ein ganzes Aufnahmestudio zu Hause! | Quelle: Pixabay

Wenn Du doch ein paar Tools nutzen möchtest, kannst Du mit den Basics anfangen.

Wenn Du selbst Musiker bist, kannst Du z.B. Deine Schüler mit der Gitarre oder dem Klavier begleiten, das hilft ihnen richtig zu singen.

Zusätzlich kannst Du auch noch einen Notenständer (um die Partituren und Songtexte darauf ablegen zu können), ein Metronom (für den richtigen Rhythmus) und eine Stimmgabel (so verliert ihr nie das A) besorgen, so bist Du perfekt für die ersten Unterrichtsstunden vorbereitet.

Das erscheint alles noch recht simpel. Du wirst beim Gesangsunterricht aber auch auf gewisse Hindernisse stoßen:

  • Deine Schüler kennen vielleicht nicht das Solfège (mit den Partituren wird es das dann nichts): Du musst Dich dann stark auf die Gehörbildung konzentrieren,
  • Wenn Du zu Deinen Schülern nach Hause gehst, kannst Du Dein Klavier z.B. nicht mitnehmen. Du musst dann andere Möglichkeiten finden, um Deine Schüler beim Singen zu begleiten.

Um diese Fragen zu beantworten ist Dein Laptop Dein wichtigster Helfer. Er ist einfach zu tragen und vielseitig einsetzbar: Du kannst auf ihm Partituren speichern, den Gesang Deiner  Schüler aufnehmen, sie filmen, Gesangssoftware nutzen… So kannst Du Dich einfach an jeden Schüler anpassen und eine vielseitige Didaktik nutzen.

Jetzt bist du bereit, um Deinen Schülern das richtige Singen beizubringen, ihnen Gesangstechniken zu vermitteln und ihnen mit Stressmanagement vor einem öffentlichen Auftritt beiseite zu stehen.

Die Fragen, die Du Dir stellen solltest, bevor Du Dich an die Arbeit machst:

  • Bist Du ein erfahrener Sänger und möchtest Du Deine Leidenschaft weitergeben?
  • Beherrschst Du die verschiedenen Gesangstechniken wirklich gut?
  • Glaubst Du, dass jede/r Schüler/in seine/ihre eigene Lernweise, eine einzigartige Stimme und individuelle Ziele hat, und dass die Rolle des Lehrers darin besteht, das Beste aus ihm heraus zu holen?
  • Möchtest Du Deine pädagogischen Stärken entdecken und diese noch weiterentwickeln, um ein noch besserer Lehrer zu werden?
  • Melodienlehre, Partituren, Rhythmik, Interpretationskunst… all das kennst Du in und auswendig?
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