Notenlehre klingt erst einmal trocken und alles andere als spannend. Bei wenigen, die Klavier spielen lernen wollen, stößt sie auf Beliebtheit.

Um im Klavier spielen schnelle Fortschritte zu machen, muss man die Fingersätze gut beherrschen und Noten lesen können. Bis man dazu in der Lage ist, kann viel Zeit vergehen.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit diesem Aspekt des Klavierlernens: Wie lange braucht man, um im Klavierunterricht Notenlehre zu lernen?

Was ist Notenlehre?

Die Notenlehre umfasst zunächst einmal die Gesamtheit der notwendigen Kenntnisse, um musikalische Zeichen lesen und ihren Klang erzeugen zu können.

Kannst Du vom Blatt spielen?
Noten lesen wie einen Roman. | Quelle: Visualhunt

Darüber hinaus bezeichnet die Notenlehre auch die Lehrwerke, mit denen Du Dir diese Kenntnisse aneignen kannst.

Notenlehre regt das musikalische Gehör an und ermöglicht Dir, Musiknoten zu lesen. In der Welt der Musik gibt es acht Noten: c, d, e, f, g, a, h und c (der nächsten Oktave).

Der Klavierschüler macht sich im Klavierunterricht Frankfurt zunächst mit den Noten vertraut, indem er jede Note, die er spielt, bei seinem Namen nennt, um sie sich einzuprägen.

Dann lernt er die Vorzeichen (Kreuze und Bes), welche die betreffenden Noten um einen Halbton erhöhen (Kreuz: #) oder vertiefen (Be: b).

Die D-Dur-Tonleiter zum Beispiel beinhaltet zwei Vorzeichen: d, e, fis, g, a, h, cis, d.

Die C-Dur-Tonleiter umfasst gar keine Vorzeichen, hier spielt man nur auf den weißen Tasten des Klaviers.

Woher weiß man also, welche Tonleiter ein oder mehrere Kreuze enthält?

Dafür musst Du Dir einfach die Reihenfolge der Halb- und Ganztonschritte einer Dur-Tonleiter merken: 1 Ganzton – 1 Ganzton – 1 Halbton – 1 Ganzton – 1 Ganzton – 1 Ganzton – 1 Halbton (pro Taste gibt es einen Halbton).

Verändert sich die Tonart, verändern sich die Töne innerhalb des Akkords (Alteration): In der D-Dur-Tonleiter spielt man nach dem e ein fis, damit zwischen den Tönen nur ein Halbton liegt.

Fis ist hier der Terzton und legt den Akkord fest. Ein Halbton tiefer wäre es ein Moll-Akkord, so ist es ein Dur-Akkord.

Kennst Du alle Tonleitern?
Mit ein bisschen Übung kannst Du bald alle Tonleitern auswendig spielen. | Quelle: Unsplash

Um Klavier zu spielen und Musik zu komponieren, braucht man also in der Regel Kenntnisse der Musiktheorie.

Die Vorzeichen, d.h. eine gewisse Anzahl an Kreuzen und Bes, legen eine Dur-Tonleiter fest.

Um ein wenig über die Geschichte der Notenlehre zu erfahren: Vor dem Mittelalter gab es keine universelle Kodifizierung der Musik. Zudem war sie der begüterten und gebildeten Elite vorbehalten.

Erst im 13. Jahrhundert erfand der italienische Mönch Guido D'Arezzo ein einfaches Kodifizierungssystem, mit dem man Musik lernen und Klavier lernen konnte.

Nach und nach leisteten Komponisten wie Bononcini ihren Beitrag dazu.

Im 20. Jahrhundert wurde die Notenlehre vereinfacht und setzte sich als das weltweite musikalische Kodifizierungssystem durch.

Warum sollte man Musiktheorie lernen?

Musiktheorie alleine zu lernen oder dies im Musikunterricht zu tun kann auf jeden Fall nichts schaden!

So wirst Du in der Lage sein, auf autonome Weise Partituren zu lesen und ein Musikstück zu spielen.

Auch wenn es durchaus Musiker mit internationalem Renommee gibt, die nie Notenlehre gelernt haben, wie der Jazzman Django Reinhardt oder auch Benny Andersson der Gruppe ABBA, sollte man die Musiktheorie nicht vernachlässigen. Immerhin ermöglicht sie Dir, die Musik in ihrem Wesen zu verstehen und Dich weiterzubilden.

Oft nimmt die Musiktheorie den Klavierschülern die Lust am Musikunterricht. Doch wenn Du nicht gerade ein Autodidakt mit musikalischem Supergehör bist, bildet die Notenlehre die Grundlage fürs Musizieren, ob Du nun Anfänger oder Fortgeschrittener bist.

Es ist wie mit einer Fremdsprache: Man kann sie mündlich noch so gut beherrschen, doch ohne Kenntnisse der Grammatik und Konjugation stößt man irgendwann auf seine Grenzen. Zur Musiktheorie wird Klavierschülern also von allen Seiten geraten!

Notenlehre kann jedem schmackhaft gemacht werden.
Musiktheorie zum Anbeißen. | Quelle: Visualhunt

In der Musiktheorie lernt man:

  • den Violinschlüssel
  • den Bassschlüssel
  • die Notenschrift: D-Dur, Vorzeichen, Pausen, Notenwerte (ganze, halbe, Viertel-, Achtelnoten usw.).

Unterricht in Notenlehre parallel zum Klavierunterricht bildet ein gutes Mittel, um seine Leidenschaft mit dem Lernen des musikalischen Kodifizierungssystems zu verbinden.

Klavier spielen lernen - Klaviernoten lernen

Viele Musiker, ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis, unterschätzen das Noten lernen.

Doch um die Musiktheorie und das Noten lesen kommt man nur in den seltensten Fällen herum, vor allem beim Klavier spielen.

Es ist also wichtig, als Pianist Noten lesen zu können. Wie funktioniert das Noten lesen lernen?

  • Wiederhole regelmäßig Deine Notenübungen (15 bis 20 Minuten pro Tag)
  • Schenke dem Noten lesen Deine volle Aufmerksamkeit
  • Lass Dir beim Noten lesen Zeit, Du musst dabei niemanden beeindrucken sondern sollst behalten, was Du liest
  • Erhöhe progressiv Deine Lerngeschwindigkeit, indem Du verschiedene Oktaven lernst und den Schwierigkeitsgrad erhöhst
  • Wähle die Musikstücke sorgsam aus. Es bringt nichts, als Anfänger zu lange Partituren zu wählen. Außerdem sollte man Stücke spielen, die einem gefallen. Nur so macht man schnelle Fortschritte
  • Lege auch ein Augenmerk auf Deine Wissenslücken und spiele immer wieder die Takte, die Dir Probleme bereiten
  • Übe das Noten lesen im Violinschlüssel und im Bassschlüssel, so wie Du zuerst die linke Hand übst, dann die rechte Hand, bevor Du beide Hände miteinander koordinierst

Wie funktioniert Klavier spielen lernen ohne Musiktheorie?

Solfeggio lernen heißt Rhythmen lernen

Wie kann man über Musik sprechen, ohne den Rhythmus, den Groove, die Musikalität zu erwähnen?

Der Rhythmus sichert das Wohlbefinden der Musik, ist das Herz und der Motor eines Musikstücks.

Möchtest Du richtig im Takt spielen?
Bei vielen unbeliebt, dennoch eine unabdingbare Hilfe - das Metronom. | Quelle: Visualhunt

Weltweit renommierte Stars wie Michael Jackson und Stevie Wonder hoben sich oft durch den Rhythmus ihrer Musik von der Menge ab.

Jede Partitur gibt neben ihren Noten Hinweise zu ihrem Rhythmus:

  • Mit Worten wie zum Beispiel andante, adagio...
  • Mit Zahlen, die das Tempo angeben

Dann gibt es noch Dinge wie die Polyrhythmik, bei der eine Hand zum Beispiel zwei Schläge spielt und die andere im selben Zeitraum drei. Keine leichte Übung, aber machbar!

Kann man Notenlehre auch im Internet lernen?

Musiktheorie lernen, aber wie lange?

Zeit, Geduld, Ehrgeiz und Entschlossenheit, das sind die Leitwörter beim Klaviernoten lesen lernen. Außerdem muss man regelmäßig üben, damit es einfacher von der Hand geht.

Es ist wichtig, regelmäßig zu üben und täglich an die 15 bis 20 Minuten zu musizieren. Dies ist viel effektiver, als nur einmal in der Woche zwei Stunden am Stück Klavier zu spielen.

Wie auch bei der Nachhilfe muss man für den Musikunterricht regelmäßig üben, was die beste Merktechnik ist.

Notenlehre lernt man keineswegs in ein paar Stunden, man braucht mehrere Jahre, um sich richtig in der Musiktheorie auszukennen. Es ist ein lebenslanges Lernen, das in Kombination mit der Praxis jedoch auch Spaß machen kann!

Und je schneller und richtiger Du eines Tages Noten lesen kannst, desto mehr kannst Du Dich auf die Musik und ihre Interpretation konzentrieren.

Am besten widmest Du jeden Tag rund 20-30 Minuten der Musiktheorie, auch beim Musizieren selber, damit Du Dir die Noten und Rhythmen einprägst und irgendwann Partituren so lesen kannst wie einen Roman.

Noten lesen kann man durchaus in einigen Tagen lernen, zumindest die Grundlagen (ganze, halbe, Viertelnoten, Triolen...) , genauso wie die Basiskenntnisse der Rhythmik. Auch einfache Klavierakkorde können recht schnell, sprich in einigen Tagen, gelernt werden, wenn man sich täglich rund eine halbe Stunde damit beschäftigt.

Hier sprechen wir natürlich nur von den Basiskenntnissen. Um ohne Probleme vom Blatt spielen zu können, braucht man, je nach Schwierigkeitsgrad der Partitur, mehrere Jahre.

Doch innerhalb eines Monats kannst Du es mit regelmäßigem Üben durchaus schaffen, ein einfaches Musikstück zu spielen!

Also ran an die Noten! 🎶

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Christiane

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