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Wie kann Yoga bei einem Bandscheibenvorfall helfen?

Von Bertine, veröffentlicht am 22/06/2018 Blog > Sport > Yoga > Yoga bei Bandscheibenvorfall: Was es zu beachten gilt

Der Bandscheibenvorfall, auch Wirbelsäulen-Hernie oder Bandscheibenprolaps (BSP) genannt, betrifft 1 von 50 Personen.

Es handelt sich um eine Pathologie, die normalerweise im Alter von 30 bis 50 Jahren auftritt.

Je nach Schweregrad und den manchmal behindernden Folgen für den Patienten muss diese Pathologie in bestimmten Fällen operiert werden.

Yoga ist bekannt für die Linderung von Rückenschmerzen, aber was ist mit Bandscheibenvorfällen?

Kann Yoga den Patienten im Falle eines Bandscheibenvorfalls entlasten und ihm helfen?

Yoga ist nicht immer die perfekte Antwort auf einen Bandscheibenvorfall, aber in vielen Fällen kann es helfen! 

Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Man spricht von einem Bandscheibenvorfall, wenn eine der Bandscheiben beschädigt ist.

Diesen Scheiben zwischen den Wirbeln verdankt die Wirbelsäule ihre Flexibilität.

Sie spielen außerdem eine Rolle als Stoßdämpfer.

Eine Bandscheibe besteht aus einer faserigen, festen Struktur, in der sich ein Gallertkern befindet.

Wenn die Struktur der Scheibe beschädigt oder weniger widerstandsfähig ist, verformt sich die Struktur der Scheibe: Dann spricht man von einem Bandscheibenvorfall.

Solange die Wirbelsäulen-Hernie auf keinen Nerv drückt, kann sie völlig unbemerkt bleiben.

Wenn doch, wird der Patient starke Schmerzen und Schwierigkeiten bei der Durchführung einfachster Bewegungen wie Bücken, Sitzen oder sogar einfach beim Stehen haben.

Bandscheibenvorfälle treten meist im unteren Rückenbereich oder aber ganz oben auf, was zu Lenden- oder Nackenschmerzen führt.

In der überwiegenden Mehrheit der Fälle wird der Bandscheibenvorfall mit kompletter Ruhe, Schmerzmitteln oder entzündungshemmenden Medikamenten behandelt.

In seltenen Fällen, wenn die Schmerzen andauern und den Patienten sehr belästigen, kann eine Operation erwogen werden.

Medikamente sind keine Dauerlösung gegen Schmerzen! | Quelle: Pexels

Yoga ist sehr wirkungsvoll gegen Rückenbeschwerden, weil es den Rücken dehnt und die Muskeln stärkt!

Yoga und Bandscheibenvorfall

Yoga kann Dir im Falle eines Bandscheibenvorfalls helfen, aber Du solltest Dich von einem Profi leiten lassen und Dich vorher mit Deinem Arzt besprechen.

Fange nicht an, alleine wahllos Yoga-Übungen auszuprobieren!

Schlimmstenfalls kannst Du Dich dabei sogar noch mehr verletzen!

Yoga während eines Bandscheibenvorfalls

Bei einem akuten Bandscheibenvorfall solltest Du Dich einige Tage ausruhen, allerdings ist eine langandauernde totale Bettruhe kontraproduktiv: Dabei erschlafft die Muskulatur und die Wirbelsäule hat noch weniger Halt.

Einige Yoga-Praktiken können Dir in dieser Phase immerhin bei der Schmerzbewältigung helfen:

1) Atemübungen:

Um die Schmerzen zu überwinden und zu reduzieren, ist es nützlich zu lernen, wie man die Ausatmung verlängert, tiefe Atemzüge und Bauchatmung durchführt.

Diese Techniken, die Dir ermöglichen, Dich zu entspannen, wirken sich tatsächlich positiv auf das Schmerzempfinden aus.

Atem- und Meditationsübungen helfen gegen die Schmerzen. | Quelle: Pexels

2) Yoga Nidra:

Diese Praxis basiert auf Entspannung.

Yoga Nidra entspannt Körper und Geist lässt Dich Deine Emotionen besser kontrollieren.

Es basiert insbesondere auf Visualisierungs- und Atemmethoden und kann eine große Hilfe sein, den durch Schmerz verursachten Stress zu bewältigen.

Yoga als Mittel zur Rückbildung

Wenn der Schmerz abgeklungen und die Verletzung ausgeheilt ist, kann Yoga ein gutes Mittel zur Rehabilitation sein und helfen, einen möglichen Rückfall zu verhindern.

Mit Einwilligung Deines Arztes solltest Du jetzt regelmäßig Yoga praktizieren, um Dich schneller von Deinem Bandscheibenvorfall zu erholen.

Yoga hilft Dir dabei,

  • die tiefe Rückenmuskulatur zu stärken, die die Wirbelsäule stützt,
  • die Gelenkigkeit Deines Rückens zu verbessern, um eine normale Mobilität zu finden,
  • die Rückenmuskulatur zu dehnen und zu entspannen.

Anfangs sollten Übungen und Körperhaltungen noch sehr sanft sein, aber dann kannst Du Dich bald an Übungen zum Muskelaufbau wagen. 

Wenn Du Dich aufgrund Deines Bandscheibenvorfall länger nicht bewegen konntest, kannst Du einige Übungen anfangs auch liegend ausführen.

Wichtig ist, dass die Yogatherapie unter allen Umständen schmerzfrei bleibt!

Es ist unerlässlich, einen professionellen Yogalehrer zu kontaktieren, der Dir Übungen beibringen kann, die an Deine Pathologie angepasst sind und Deinen Rücken stärken, ohne ihn zu belasten.

Yoga-Übungen, die einem Bandscheibenvorfall vorbeugen

Eine gesunde Lebensweise und eine gute Körperhaltung im Alltag sind wichtig, um einen Bandscheibenvorfall zu verhindern.

Stundenlanges Sitzen ist Gift für den Rücken. | Quelle: Pexels

Zu den Yoga-Übungen, die für ihre wohltuende Wirkung für den Rücken bekannt sind, gehören die folgenden:

  • Salabhasana, die Heuschrecke, weitet den Brustkorb, dehnt die Vorderseite der Wirbelsäule und öffnet den gesamten Bauchbereich.
  • Dhanurasana, der Bogen, streckt die Wirbelsäule, entspannt die Schultern und stärkt gleichzeitig Arme und Oberschenkel.
  • Tiryaka Tadasana, die sich wiegende Palme, steigert die Flexibilität der Wirbelsäule sowie die Beweglichkeit der Gelenke.
  • Kati Chakrasana, die Drehung in der Taille, ist eine Lockerungs- und Dehnungsübung, die zu jeder Zeit ausgeführt werden kann, um körperliche und mentale Spannungen zu lösen.

Bevor Du ein echtes Rückenproblem bekommst, stärke Deine Muskeln mit Yoga und entdecke gleichzeitig eine neue Lebensphilosophie!

Dein Rücken wird es Dir danken!

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