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Inwiefern eignet sich Yoga zur Rehabilitation?

Von Bertine, veröffentlicht am 25/06/2018 Blog > Sport > Yoga > Yoga Übungen im Krankheitsfall: So hilfst Du Deinem Körper

Yoga bringt dem Körper viele Vorteile. Die tausendjährige Tradition aus Indien wird immer populärer.

Etwa drei Millionen Menschen in Deutschland praktizieren Yoga!

Es gibt viele Arten von Yoga, je nach den Wünschen und Möglichkeiten jedes Einzelnen.

Hatha-Yoga, Nidra-Yoga, Ashtanga, Power-Yoga …

Man kann in jedem Alter Yoga lernen.

Ob Du Dich für sanftes Yoga oder dynamischere Kurse entscheidest, Du wirst auf jeden Fall davon profitieren!

Aber wie ist es, wenn es uns gerade nicht gut geht, wenn wir an einer Krankheit leiden?

Ist es sinnvoll, in dieser Zeit mit Yoga anzufangen oder weiterhin täglich zu praktizieren?

Auf jeden Fall solltest Du vor jedem Yoga-Kurs oder auch, wenn Du Yoga zu Hause praktizierst, die Zustimmung Deines Arztes einholen.

Betrachten wir gemeinsam, je nach Pathologie, die Risiken und Vorteile von Yoga.

Yoga mit Sehnenscheidenentzündung

Eine leichte und sehr häufige Erkrankung: Sehnenscheidenentzündung.

Diese Pathologie ist normalerweise mit sich wiederholenden Gesten verbunden.

Sportler sind ebenfalls leicht anfällig für eine Sehnenscheidenentzündung.

Sie ist leicht zu behandeln: Die Behandlung besteht in erster Linie aus Ruhe.

Häufige Sehnenscheidenentzündungen sind:

  • Sehnenscheidenentzündung der Achilles-Sehne
  • am Handgelenk,
  • am Knie,
  • am Ellenbogen
  • oder an der Schulter.

Es versteht sich daher von selbst, dass Du, wenn Du an einer Sehnenentzündung leidest, Deine Yoga-Praxis für ein paar Wochen anpassen musst, um die betroffene Sehne nicht zu belasten.

Ansonsten riskierst Du, die Sehne dauerhaft zu schwächen.

Eine Sehnenscheidenentzündung kann zu einer chronischen Erkrankung werden.

Frage Deinen Yoga-Lehrer nach Tipps, wie Du die Körperhaltungen anpassen kannst, um trotz Sehnenscheidenentzündung Yoga machen zu können.

Yoga mit Arthrose

Mit zunehmendem Alter werden die Gelenke schwächer und es kann zu chronischen Krankheiten wie Arthrose kommen.

Diese auch als Gelenkverschleiß bezeichnete Erkrankung tritt auf, wenn die Knorpel der Gelenke geschädigt sind.

Etwa 5 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Beschwerden, die durch Arthrose ausgelöst wurden.

Es ist eine besonders einschränkende Erkrankung, da Betroffene Schwierigkeiten haben, die einfachsten Handlungen auszuführen – viele Bewegungen des Alltags sind sehr schmerzhaft (Deckel zuschrauben, Flaschen öffnen…).

Welche Yoga-Übungen kann ich bei Schmerzen machen? Sanfte Übungen helfen Dir, Schmerzen zu überwinden. | Quelle: Pexels

Diese fortschreitende Erkrankung kann letztendlich zu einer Operation und dem Einsetzen einer Prothese führen, um das defekte Gelenk zu ersetzen (Hüftgelenk, Kniegelenk …).

Die medizinische Behandlung beruht in erster Linier auf der Schmerztherapie und Bewegung, um die Beweglichkeit der betroffenen Extremität zu erhalten.

Eine neue Studie untersuchte die Vorteile von Yoga bei Arthrose.

Bewegung ist wichtig für eine positive Entwicklung der Pathologie und Yoga scheint die perfekte Aktivität für Patienten mit Arthrose zu sein!

Einfache Haltungen, immer sanft ausgeführt, entsprechend den Möglichkeiten der Patienten, bieten wahre Vorteile: Muskelaufbau um die Gelenke, eine verbesserte Gelenkflexibilität, Schmerzlinderung, Stressmanagement und Entspannung.

Es gibt viele Yoga-Kurse speziell für Senioren, die Dir helfen können, Deine Mobilität dauerhaft zu erhalten.

Yoga mit Rückenschmerzen

Eine andere häufige Pathologie: Rückenschmerzen.

Egal, ob sie durch eine schlechte Haltung ausgelöst wurden oder ob eine schwerwiegendere Pathologie dahinter steckt – welcher Mensch hatte noch nie Rückenschmerzen?!

Sie sind das Übel des Jahrhunderts.

Über Rückenschmerzen beklagen sich auch deshalb so viele Menschen, weil der Rücken eng dem unserem Nervenkostüm verbunden ist.

Stress kann Auslöser sowie erschwerender Faktor von Rückenschmerzen sein.

Leidest Du häufig unter Rückenschmerzen? Dann solltest Du Yoga ernsthaft in Betracht ziehen.

Yoga beugt Rückenschmerzen auf verschiedene Arten vor:

  • Entspannung,
  • Stressbewältigung,
  • Muskelaufbau,
  • Dehnen des Rückens,
  • Meditation,
  • Verbesserte Flexibilität…

All diese Punkte sind wichtig, um den Rücken zu schützen und Rückenschmerzen vorzubeugen.

Yoga hilft Dir außerdem dabei, Dich Deines Körpers bewusst zu werden, auf ihn zu hören und Deine Emotionen besser zu managen.

Yoga mit Skoliose

Eine der Ursachen für Rückenschmerzen: Skoliose.

Diese Verkrümmung der Wirbelsäule kann für Betroffene sehr hinderlich sein.

In der Regel wird Skoliose im Kindes- oder Jugendalter entdeckt und sollte professionell behandelt werden, um eine Verschlechterung zu verhindern.

Yoga ist eine wahre Therapie für Skoliose-Patienten!

Einige Übung können die Verformung sogar korrigieren – etwas, das die klassische Medizin nicht kann!

Sie kann lediglich einer Verschlechterung entgegenwirken.

Eine neue Studie zeigt jedoch, dass sich die Verkrümmung der Wirbelsäule durch Yoga reduzieren kann.

Yoga gegen Skoliose? Die seitliche Bretthaltung reduziert die Verkrümmung der Wirbelsäule. | Quelle: Pexels

Ein regelmäßiges Üben der seitlichen Bretthaltung (Vasisthasana) scheint die Krümmung der Wirbelsäule effektiv zu reduzieren.

Darüber hinaus – und das ist nicht zu vernachlässigen! – lindert Yoga die Schmerzen, die aufgrund von Skoliose entstehen, und stärkt die tiefe Rückenmuskulatur.

Natürlich müssen die Übungen von einem Profi betreut werden, um eine falsche Körperhaltung zu vermeiden.

Yoga mit Ischiasschmerzen

Eine andere Erkrankung in Zusammenhang mit dem Rücken sind Schmerzen im Bereich des Ischiasnerv.

Dieser Nerv, der vom unteren Teil des Rückens bis zum Fuß verläuft, kann große Schmerzen verursachen, wenn eine seiner Wurzeln in der Lendengegend eingeklemmt ist.

Der Schmerz ist extrem stark und besonders behindernd.

Jede Bewegung ist unerträglich und es ist schwierig, eine Position zu finden, in der der Schmerz zumindest auszuhalten ist.

Das Geheimnis, Ischialgie zu lindern, ist jedoch Bewegung!

So ist es zum Beispiel wichtig, weiterhin möglichst viel zu gehen und täglich sanfte körperliche Aktivitäten zu machen, um den Druck zu reduzieren.

Auf der Höhe der Krise ist manchmal wirklich jede Bewegung unmöglich, doch sobald der Schmerz zu verblassen beginnt, können bestimmte Yoga-Übungen die Ischias-Beschwerden lindern.

Darunter sind Übungen, die Dir helfen, Dich zu entspannen, den Rücken zu strecken und die Muskeln zu stärken.

Dabei ist es wichtig, die Übungen ohne Druck auszuüben, ohne etwas zu erzwingen.

Der Drehsitz lockert und stärkt die Muskulatur. | Quelle: Pexels

Der Drehsitz (Adria Matsyendrasana) kann wirksam die Schmerzen lindern, indem der Druck auf den Nerv verringert wird.

Wenn Du regelmäßig Ischiasbeschwerden hast, solltest Du vorbeugend Yoga praktizieren, um Deine Muskeln zu stärken und dadurch schwerwiegendere Probleme zu verhindern. 

Yoga mit Bandscheibenvorfall 

Bandscheibenvorfall – eine weitere häufige Rückenpathologie, die ganz besonders unangenehm ist!

Ist die Scheibe zwischen zwei Wirbeln beschädigt, dringen Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal, was sehr schmerzhaft ist.

Komplette Ruhe ist zunächst unvermeidlich.

In den schwersten Formen eines Bandscheibenprolaps kann sogar ein chirurgischer Eingriff in Erwägung gezogen werden.

In jedem Fall ist es wichtig, in einer liegenden Position zu verbleiben, bis der Schmerz nachlässt.

Yoga kann Dir durch diese schwierige Zeit helfen – allerdings nicht mit komplizierten Körperhaltungen!

Yoga bedeutet schließlich auch Mediation, Atemübungen und Entspannungstechniken – wirkungsvolle Methoden, um Schmerzen besser zu bewältigen und die Stimmung zu verbessern.

Dies gilt insbesondere für Yoga Nidra mit seinen Visualisierungstechniken.

Sobald der Schmerz nachlässt, eignet sich Yoga bestens zur Rehabilitation bei Bandscheibenvorfall, indem es gleichzeitig den Rücken entspannt und die Muskeln aufbaut.

Die Übungen müssen natürlich sorgfältig ausgewählt und ausgeführt werden, um Verletzungen zu vermeiden.

*

Du siehst: Es gibt keinen Grund, kein Yoga zu machen, aber viele gute Gründe, so schnell wie möglich mit Yoga anzufangen!

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