„Es gibt die Kunst des Wissens und die Kunst des Lehrens.“ – Cicero

In Deutschland machen 9 % aller Frauen und 1 % der Männer Yoga. Bei einigen davon wächst mit der Zeit der Wunsch, auch selbst Yogaunterricht zu geben.

Doch was gehört überhaupt alles dazu, wenn man Yogaleher werden möchte? Braucht es dazu ein Yogalehrer Zertifikat? Was sind die Grundvoraussetzungen? Und was kostet eine Ausbildung?

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Wie viel Yoga-Erfahrung brauche ich, um Yogalehrer zu werden?

Die Frage, die sich wohl die meisten angehenden Yogalehrer und Yogalehrerinnen stellen, ist, ob sie überhaupt genug Erfahrung für eine solche Ausbildung besitzen. Die Antwort hierauf lässt sich natürlich nicht pauschal geben, sondern ist äußerst individuell.

Überhaupt stellt sich diese Frage erst seit einigen Jahren. Denn früher war es noch nicht so üblich und verbreitet wie heute, dass eine Yoga Ausbildung praktisch jedem und jeder offen steht. Ursprünglich haben die noch recht wenigen Yogalehrer ihre erfahrensten Schüler nach einigen Jahren beiseite genommen und sie in die Kunst des Yogalehrens eingeweiht.

Wie viel Erfahrung brauche ich um Yogalehrer zu werden?
Wie viel Vorerfahrung von angehenden Yogalehrern erwartet wird, unterscheidet sich je nach Yogaschule | Quelle: Unsplash

Damals musste man also durchaus eine lange und umfassende eigene Yogapraxis haben, bevor man selbst das Unterrichten lernen konnte. Heute sieht das schon anders aus.

Mittlerweile ist es eher eine Frage des eigenen Ermessens, wie viel Erfahrung und eigene Praxis Du mitbringen solltest. Einige Ausbilder verlangen zwar eine zwei- bis dreijährige Vorerfahrung, dies ist aber nicht bei jeder Yoga Ausbildung Voraussetzung.

Du solltest natürlich bereits selbst eine Weile Yoga praktizieren und eine gute Vorstellung davon haben, worum es in dieser Disziplin geht. Je mehr Vorwissen Du hast, desto besser kannst Du Deinen Lehrern in der Yoga Ausbildung folgen und Deine Kenntnisse punktuell ausweiten.

Dennoch ist die Frage nach dem Willen womöglich viel bedeutender als die nach der Erfahrung.

Einige Ausbildungsschulen berichten, dass die Schüler mit recht wenig Vorerfahrung oft ein deutlich größeres Wachstum gezeigt haben und sich durch eine größere Disziplin und Lernbereitschaft ausgezeichnet haben.

Denn ohnehin lernst Du alles, was Du als Yogalehrer oder Yogalehrerin wissen musst im Rahmen Deiner Ausbildung. Du musst nicht schon vorab alle Yoga Sutren auswendig kennen oder jede einzelne Asana perfekt ausführen können - und nach Deiner Yogaausbildung übrigens auch nicht.

Was es wirklich braucht, um ein guter Yogalehrer zu sein, sind schließlich ganz andere Dinge, als die schwierigsten und herausforderndsten Yogaposen zu üben.

Was einen guten Yogalehrer ausmacht

Nicht jeder, der fortgeschrittenes Yoga praktiziert, hat auch das Zeug zum guten Yogalehrer. Denn, wie immer, wenn es ums Unterrichten von etwas geht, braucht es auch didaktische Fähigkeiten und Feingefühl.

Natürlich hat es etwas mit Authentizität zu tun, auch selbst viel und gerne Yoga zu üben. Aber wenn Du mit dem Gedanken an eine Yogalehrer Ausbildung spielst, ist Yoga wohl ohnehin eine Leidenschaft von Dir, so dass sich diese Frage erübrigt. Die eigene Praxis ist der Nährboden für Deinen Yogaunterricht - aus ihm ziehst Du Deine Inspiration und Dein Wissen. Immerhin kannst Du stets nur das glaubwürdig weitergeben, was Du selbst verinnerlicht hast.

Das bedeutet nicht, dass Du schon jetzt jedes Pranayama und jede Asana kennen musst. Wichtiger ist Dein Lernbedürfnis und der Wille, Dich kontinuierlich weiterzubilden und dazu zu lernen. Weitere Methoden und Yogasysteme wirst Du mit der Zeit dann automatisch lernen.

Wie gut muss ich meinen Körper kennen?
Beim Yoga ist es wichtig, den eigenen Körper gut zu kennen. | Quelle: Pexels

Was die Persönlichkeit eines guten Yogalehrers angeht, so benötigt es vor allem Wohlwollen, Aufmerksamkeit und Empathie. Im Zentrum Deines Unterrichts sollten immer Deine Yogaschüler stehen. Dein Ziel ist es, ihnen die Philosophie und die Werkzeuge von Yoga so zu vermitteln, dass sie sie eigenständig in ihrem eigenen Leben anwenden können.

Du solltest Deine Schüler stets fest und aufmerksam im Blick haben und dafür sorgen, dass sie kein Verletzungsrisiko eingehen und die Asana ihren körperlichen Bedürfnissen entsprechend ausführen. Dazu brauchst Du natürlich anatomische Kenntnisse, die Du in einer guten Ausbildung vermittelt bekommst.

Im Online Unterricht geht das Beobachten und Korrigieren natürlich weitestgehend verloren, auch wenn einige Schüler ihre Kamera anhaben. Such deshalb lieber nach einer Yogalehrerausbildung vor Ort, anstatt sie ausschließlich online zu absolvieren!

Ein Yogaunterricht ist keine Performance des Yogalehrers: Du musst nicht alles mit üben und bis ins letzte Detail perfekt demonstrieren. Vielmehr brauchst Du ein Verständnis davon, was Deine Schüler benötigen, um sich gut geleitet und aufgehoben zu fühlen. Da dies stark von der Kursgruppe abhängt, sollte ein Yogalehrer ein hohes Maß an Empathie mitbringen.

Außerdem solltest Du eine ruhige und strukturierte Art besitzen, um den Unterricht bestmöglich zu gestalten. Du musst mit der Zeit genügend Selbstbewusstsein aufbauen, um vor einer Klasse zu stehen und unterrichten zu können. Und darüber hinaus die Fähigkeit besitzen, Deine Schüler immer wieder aufs Neue motivieren und begeistern zu können.

Wie werde ich Yogalehrer?

Es gibt unterschiedliche Ausbildungswege für Yogalehrer, so dass sich auch die jeweiligen Voraussetzungen recht deutlich unterscheiden können. Nachfolgend geben wir Dir einen Überblick über die gängigsten Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland: entweder eine Ausbildung bei einem der beiden deutschen Berufsverbände, oder eine Ausbildung mit einem Zertifikat der US Yoga Alliance.

Yoga Ausbildung bei den deutschen Yoga-Berufsverbänden

Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY e.V.) erwartet ein Mindestalter von 25 Jahren, gute Allgemeinbildung, Erfahrung mit Menschen aller Altersstufen und eine mindestens dreijährige Yoga-Praxis, die unter Anleitung eines Yogalehrers stattgefunden hat, bevor er Aspiranten zulässt.

Eine Ausbildung beim BDY umfasst dann über 700 Unterrichtseinheiten und dauert vier Jahre lang. Nach bestandener Abschlussprüfung darfst Du Dich Yogalehrer BDY/EYU nennen - ein begehrenswerter Titel in der Yogabranche, der für eine gute Ausbildung und hohen Lernaufwand steht.

Beim Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer*innen (BYV e.V.) dagegen sind lediglich Grundkenntnisse der Yoga-Philosophie und in den Asanas vonnöten.

Yoga Vidya ist ein bekannter Yogaverband mit deutschlandweiten Zentren und bietet unterschiedliche Ausbildungsmodelle an. Du kannst Deine Yoga Ausbildung hier entweder als kompakten Intensivkurs über ein oder zwei Monate mit täglichem Unterricht oder als umfassende Ausbildung über zwei bis vier Jahre absolvieren. In dieser Zeit durchläufst Du eine Intensivwoche sowie  Ausbildungswochenenden mit mehreren Terminen pro Jahr.

Wie finde ich die passende Yoga Ausbildung?
Achte darauf, dass die von dir gewählte Yoga Ausbildung von einem deutschen oder internationalen Yoga Dachverband anerkannt ist | Quelle: Unsplash

Yoga Ausbildung mit Zertifikat der Yoga Alliance

Eine weitere international anerkannte Möglichkeit ist eine Ausbildung, die von der US Yoga Alliance zertifiziert ist. Dies ist der größte internationale Yoga-Berufsverband, der weltweit bekannt und renommiert ist.

Die Zulassungsvoraussetzungen für eine YA Ausbildung sind recht niedrig. Die meisten Ausbildungsschulen erwarten etwa ein Jahr an Vorerfahrung im Yoga. Eine Grundausbildung stellt die 200 Stunden Ausbildung dar, nach welcher Du Dich RYT-200 nennen darfst (sofern Du Dich bei der Yoga Alliance registrierst).

Die Ausbildungen finden in der Regel entweder an mehreren Ausbildungswochenenden über sechs bis acht Monate verteilt statt oder als Intensivausbildung über etwa vier Wochen. Letzteres ist vor allem eine beliebte Variante, wenn die Ausbildung im Ausland durchgeführt wird.

Nach den 200 Stunden hast Du die Möglichkeit, weitere 300 Stunden anzuhängen, um Dich RYT-500 nennen zu dürfen. Die aufbauende Ausbildung darf auch bei einem anderen Ausbildungsanbieter absolviert werden, sofern dieser von der Yoga Alliance anerkannt ist.

Mit einer 500 Stunden Ausbildung kannst Du nun nicht nur mehr Erfahrung und Wissen vorweisen, sondern auch die Möglichkeit, Mitglied des BDY zu werden.

Kosten der Yoga-Ausbildung

Wahrscheinlich beschäftigt Dich die Frage, was so eine Yoga Ausbildung eigentlich kostet. Die Kosten einer Yogalehrerausbildung unterscheiden sich allerdings ebenso sehr wie die vielen unterschiedlichen Ausbildungen.

Für mehrjährige Ausbildungen, insbesondere bei den großen deutschen Berufsverbänden, solltest Du mindestens etwa 1.500 Euro pro Lehrjahr rechnen - häufig mehr.

Doch auch ein von der Yoga Alliance zertifizierter Ausbildungskurs kostet hierzulande in der Regel zwischen 3.000 bis 5.000 Euro.

Eine günstigere Möglichkeit sind Ausbildungen im Ausland. Vor allem in Indien gibt es im Vergleich recht kostengünstige Yogakurse, bei denen Du teilweise "nur" 1.000 - 1.500 Euro für Deine Ausbildung inklusive Verpflegung und Unterkunft zahlst.

Im europäischen Ausland und auch auf Bali sind die Preise aber meistens mit den innerdeutschen Ausbildungskosten vergleichbar.

Was kostet eine Yogalehrer Ausbildung?
Der Preis für eine Yogalehrer Ausbildung hängt unter anderem auch davon ab, ob du sie in Deutschland oder im Ausland (z.B. in Indien oder auf Bali) absolvierst | Quelle: Unsplash

Allerdings solltest Du nicht ausschließlich aufgrund des Preises entscheiden, bei welchem Anbieter Du Deine Ausbildung machst (auch wenn dieser natürlich nicht unwichtig ist). Informiere Dich vielmehr über die Spezialisierung des jeweiligen Kurses, die unterrichteten Yogastile, die Erfahrungsberichte ehemaliger Ausbildungsschüler, die Kursinhalte und natürlich das nach der Prüfung ausgestellte Zertifikat.

Dein Kurs sollte auf jeden Fall bei einem Dachverband anerkannt sein, um nicht als unseriös zu gelten. Einige spätere Arbeitgeber könnten Wert auf dein Ausbildungszertifikat legen.

Stell sicher, dass Du im Rahmen Deiner Ausbildung einen guten Einblick in Asanas des Hatha Yoga, Pranayama, Meditation, Yogaphilosophie, Alignment und Adjustments sowie Anatomie erhältst. Nette "Extras" sind weitere Yogastile wie Yin Yoga oder Yoga Nidra - aber in solchen kannst Du Dich immer noch nach Deiner Grundausbildung fortbilden!

Sieh Deine Yogaausbildung als Investition in Deinen zukünftigen Berufsweg, such Dir möglichst viele Informationen aber verlass Dich am Ende auf Dein Bauchgefühl.

Übrigens: Es besteht später die Möglichkeit, Deine Yogakurse über die Krankenkasse bezuschussen zu lassen. Damit wirst Du attraktiver für Yogaschüler und Du rechnest einen Teil der Gebühren mit den gesetzlichen Krankenkassen ab. Allerdings wirst Du dort nur anerkannt, wenn Du bestimmte Voraussetzungen und Standards erfüllst - wie zum Beispiel eine mindestens zweijährige Yogaausbildung.

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Kontinuierliche Weiterbildung als Yogalehrer

Auch nach Abschluss deiner Yogaausbildung und Deinen ersten erfolgreichen Unterrichtsstunden als frisch gebackener Yogalehrer ist es wichtig, Dich kontinuierlich weiterzubilden.

Es gibt viele Felder, in denen Du Dich zum Beispiel weiter spezialisieren könntest, wie:

  • Ashtanga Yoga
  • Yogaphilosophie
  • Iyengar Yoga
  • Ayurveda
  • Kundalini Yoga
  • Yin oder Restorative Yoga
  • Pre- oder Postnatal Yoga
  • Yogatherapie
  • Pranayama und Atemübungen
  • Yoga für den Rücken

Als Yogalehrer hat man nie ausgelernt, dazu ist das Feld einfach zu umfassend. Vielleicht setzt Du es Dir zum Ziel, jedes Jahr mindestens einen Workshop oder eine Fortbildung zu besuchen - oder Du setzt Dir allgemeine Termine, regelmäßig die Kurse anderer Lehrer zu besuchen.

So stellst Du sicher, dass Du immer tiefer in die Yogalehre eintauchst und Dich weiterentwickelst. Dieses neue und zusätzliche Wissen kannst Du in Deinen Unterricht einbauen - Deine Schüler werden es Dir danken!

Sich fortzubilden hat übrigens auch viel damit zu tun, sich einzugestehen, nicht alles zu wissen - und das ist ein elementarer Bestandteil der Philosophie nach Patanjali. Sich weiterzubilden bedeutet, offen und neugierig zu bleiben anstatt zu denken, schon alles zu können.

Ohne Diplom an einer Schule Yoga unterrichten – geht das?

Die Regelungen und Voraussetzungen, um Yogaunterricht geben zu dürfen, unterscheiden sich stark in den unterschiedlichen Ländern – sogar innerhalb Europas.

Ausbildungsgänge zum/zur Yogalehrer(in) werden in Deutschland nur von Berufsverbänden – und nicht gesetzlich/staatlich – anerkannt (also vom BDY und BYV und entsprechend dem internationalen Dachverband Yoga Alliance).

So hat jedes Yoga-Institut entweder einen ganz eigenen Standard (und entsprechende Zertifikate) oder folgt dem Standard einem der Berufsverbände.

Brauche ich eine offizielle Yoga-Ausbildung?
Um an einer Yogaschule zu unterrichten, ist eine offizielle Ausbildung sinnvoll. | Quelle: Pexels

Auch wenn es sich empfiehlt, eine offizielle Yogalehrerausbildung zu absolvieren, ist das lange kein Muss.

Es gibt außerdem verschiedene Arten der Ausbildung:

  • Grundausbildung oder Weiterbildung im Rahmen einer langen Ausbildung (2-4 Jahre)
  • Spezial-Ausbildung oder -weiterbildung im Rahmen eines Intensivkurses
  • Aus- oder Weiterbildung im Ausland in Form von Workshops oder Auslandsaufenthalten

Die langen Ausbildungsgänge haben den Vorteil, dass man genug Zeit hat, sich intensiv mit Theorie und Praxis auseinanderzusetzen. Dabei gibt es Gruppenunterricht sowie Praxiseinheiten und Probestunden, sodass man Schritt für Schritt dazulernt.

Folgende Themen werden dabei zwingend behandelt:

  • Asanas
  • Medizinische Aspekte und Anatomie
  • (indische) Philosophie
  • Meditations-, Atem- und Entspannungsübungen

Die langen Ausbildungen sind relativ aufwändig, sowohl was den zeitlichen als auch den finanziellen Aufwand angeht: Man sollte mit mindestens 1.500 € pro Ausbildungsjahr rechnen und es kommen vielleicht noch weitere Kosten dazu, z. B. Reisekosten oder Kosten für die Yoga-Ausrüstung.

Die Ausbildung zum Yogalehrer ist lang: zwischen 3 und 5 Jahren mit etlichen Stunden an Unterricht, Praktika etc. Man muss also motiviert sein! Nur 65 % ziehen die lange Ausbildung bis zum Ende durch.

Kann man auch ohne Ausbildung Yogalehrer werden? Ja, wenn man einen gut gefüllten Lebenslauf im Bereich Yoga im Gepäck hat.

Oder wenn man gezielte Intensivkurse vorweisen kann, z. B.:

  • Einen Yoga-Aufenthalt in Indien, Nepal, Thailand, Sri Lanka, Indonesien oder einem anderen wichtigen Yoga-Land
  • Einen Yoga-Intensivkurs in einer kleinen Gruppe
  • Eine spezielle Weiterbildung, z. B. im Raja Yoga, Yoga Nidra, Yin Yoga, Power Yoga ...

Man kann auch ganz andere Kurse machen und sich vor allem in bestimmten Yoga- und Meditationstechniken spezialisieren oder eher in Richtung Persönlichkeits- oder Wellnesscoach gehen.

Was sind die Alternativen?
Mit Kenntnissen in Yoga kann man auch Richtung Wellnesscoach gehen. | Quelle: Pexels

Um an einer Schule zu unterrichten, zählt natürlich zunächst einmal die Erfahrung, aber auch die Fähigkeit, Themen und Techniken gut an Teilnehmer vermitteln zu können und dabei positiv, begeistert, aber gleichzeitig ruhig und ausgeglichen zu sein.

Übrigens: Wenn man Yoga professionell unterrichten will, muss man sich zwangsläufig Gedanken über seinen Status machen. Welcher eignet sich am besten, um an einer Schule zu unterrichten?

Wusstest Du, dass in Deutschland ca. 3,4 Mio. Menschen Yoga machen? Eine Ausbildung zum Yogalehrer kann sich also lohnen!

Welchen Status sollte ich am besten wählen, um Yoga zu unterrichten?

Angestellte(r), Ehrenamtliche(r) oder Freiberufler(in): Egal, für welchen beruflichen Status Du Dich entscheidest, das Wichtigste bleibt die Verbindung zu Deinen Schülern!

Um an einer Schule zu unterrichten, spielt nicht nur eine eventuelle Zertifizierung eine Rolle, sondern auch Dein Status. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Angestelltenstatus: Du wirst als Vollzeit- oder Teilzeitkraft an einer Yogaschule angestellt.
  • Ehrenamtliche Arbeit: Du gibst Dein Wissen an einer Schule an ein bestimmtes Publikum weiter (z. B. in Form eines Schnupper- oder Einführungskurses).
  • Freiberufler/Selbstständig: Du bist als selbständig erwerbend gemeldet und kannst somit Privatkurse anbieten.

Ob Du nun eine Ausbildung machst oder nicht, und egal, welchen Status Du hast: Die Türen der Yoga-Institute und -schulen stehen Dir offen. Doch die Konkurrenz schläft nicht (vgl. etwa das Angebot für Yoga Berlin, Yoga München) und der Auswahlprozess ist hart.

Die Schule wird sich bei ihrer Wahl auf einige Kriterien stützen, was aber nicht immer ganz objektiv ablaufen muss:

  • Deine Kenntnisse im klassischen Yoga
  • Welche Art von Lehrerausbildung Du absolviert hast
  • Deine Motivation und Überzeugung, Lehrer(in) zu werden
  • Deine Verfügbarkeit
  • Deine Spezialisierung (falls zutreffend)
  • Deine Umsetzung der Lehren der indischen Philosophie im Alltag

Es ist schwierig zu sagen, welcher Status in diesem Fall der beste ist.

Alle Varianten haben Vor- und Nachteile:

  • Als Angestellte(r) profitierst Du von einer sicheren Stelle, unterliegst aber gewissen Einschränkungen (Ausbildungsprogramm, Theoriestunden, vorgegebene Kursabläufe usw.)
  • Als Ehrenamtliche(r) kannst Du Yoga machen und unterrichten, wie es Dir gerade gefällt und genau bei den Projekten mitarbeiten, die Dir am Herzen liegen, erhältst aber in der Regel keine Bezahlung
  • Als Selbständige(r) kannst Du Deine Ausbildungsschule (oder -schulen im Plural) selbst aussuchen, ganzheitlich oder mit einer bestimmten Spezialisierung arbeiten oder eher einzelne Yogis auf ihrem Weg betreuen. Der Nachteil ist allerdings, dass man keine sichere Arbeitsstelle hat, das Einkommen oft stark schwankt und die Arbeitszeiten sehr lang und anstrengend sein können.

Wenn Du keine Lust hast, an einer Yogaschule nach den Regeln anderer zu arbeiten, warum nicht einfach Deine eigene gründen?

Seine eigene Yogaschule gründen

Ein eigenes Yogastudio zu eröffnen ist möglich, wenn Du selbständige(r) Yogalehrer(in), also freiberuflich tätig bist.

Du kannst dann in Deinem Tempo und nach Deinen eigenen Vorstellungen Yoga unterrichten.

Dazu sind jedoch einige Schritte nötig:

  • Ein Konzept und einen Ort festlegen: Am besten mietest Du dazu Räumlichkeiten, denn Du musst alle Schüler eines Kurses unterbringen können.
  • Ein juristische Form festlegen: Ausbildungsinstitut, Verband, Yogaschule, Yogazentrum, Yogastudio...? – Du musst außerdem entscheiden, welche Art von Unternehmen/Organisation Du gründen willst, also zum Beispiel GmbH, GbR, Einzelunternehmer... Diese Festlegung hat unter anderem steuerliche und haftungsrechtliche Auswirkungen.
  • Für Dich werben: indem Du z. B. Anzeigen schaltest und Deinem Umfeld von Deinem Unternehmen erzählst.

Übrigens: Über den genauen juristischen Status einer Yogaschule ist sich die Rechtsprechung in Deutschland nicht einig, da freie Berufe und die damit in Verbindung stehenden „Dienstleistungen höherer Art“ per Definition eine „höhere Bildung“, also i.d.R. ein Hochschulstudium, erfordern.

Da man nicht unbedingt studiert haben muss, um ein guter Yogalehrer zu sein, könnte die Yogaschule somit in den „gewerblichen“ Bereich fallen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie empfiehlt deshalb, sich bei seinem lokalen Finanzamt zu erkundigen, wie die juristische Form einer Yogaschule dort gehandhabt wird.

Was ist beim Yoga wichtig?
Man sollte bei all der Arbeit nicht vergessen, auch mal selbst zu entspannen! | Quelle: Visualhunt

Es ist auch sehr wichtig, dass Deine Yoga-Einrichtung einen eigenen Charakter bekommt: Yoga für Kinder, Yoga für Schwangere, Yoga für Senioren – mach’ Dein Angebot bunter!

Lach-Yoga ist übrigens auch immer mehr im Kommen und zielt darauf ab, den Menschen wieder ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Yoga ist eine körperliche und geistige Disziplin, die eine ganzheitliche Ausbildung erfordert und täglich praktiziert werden muss.

Bescheidenheit ist auch eine große Tugend, die in Deinem eigenen Yoga-Studio eine wichtige Rolle spielen sollte.

Das Ziel? Deine Teilnehmer zu einem tieferen inneren Bewusstseinszustand führen, sodass sie jede noch so kleine Vibration ihres Körpers spüren.

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.