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7 Tipps zur Vorbereitung von effektivem Yogaunterricht

Von Melanie, veröffentlicht am 04/06/2018 Blog > Sport > Yoga > Wie kann ich meine Yogakurse vorbereiten?

Als frisch ausgebildete(r) Yogalehrer(in) bist Du bereit, alles zu geben, um die Schüler, die sich für Deine Yoga Kurse anmelden, beim Erlernen der Disziplin zu unterstützen.

Ob Du nur eine Person oder eine Gruppe, im Sportverein oder Fitnessstudio unterrichtest, zweifelst Du jedoch bestimmt zunächst an Deinen Fähigkeiten, eine gelungene Yogastunde vorzubereiten!

Vor allem, wenn es das erste Mal ist…

Keine Sorge, Du wirst feststellen, dass es gar nicht so schwierig ist wie es zunächst aussieht!

Denn wenn Du Deinen Yoga Kurs gut vorbereitest und die Sache mit einer positiven Einstellung angehst, sind Deine Schüler bestimmt motiviert, am Ball zu bleiben.

Wir geben Dir hier einige Tipps, wie Du Deine Yogakurse am besten gestalten kannst, ohne Dir Sorgen machen zu müssen, dass Deine Schüler davonlaufen.

1. Lerne Dich selbst und Deine Schüler kennen

In erster Linie solltest Du Dir selbst die Frage zu stellen, warum Du eigentlich Yoga praktizierst.

Erinnere Dich an die Jahre, als Du selbst noch Yoga für Anfänger Kurse besucht hast und Du unbedingt mehr über diese sehr alte und mysteriöse Disziplin erfahren wolltest!

Ziel ist es, Dich in Deine Schüler hineinzuversetzen.

Jeder oder jede einzelne hat eigene Gründe, warum er/sie einen Yogakurs besucht.

Unter anderem:

  • um besser mit Stress umgehen zu können,
  • um wieder besser schlafen zu können,
  • um Sport zu treiben,
  • um inneren Frieden zu finden,
  • um sein Seelenheil wieder zu finden oder eine Krankheit zu überwinden.

Auf manche Personen treffen mehrere dieser Gründe gleichzeitig zu.

Wiederum andere sind einfach nur neugierig.

Jeder Schüler hat andere Gründe, warum er Yoga praktizieren möchte. Stress abbauen, entspannen, beweglicher werden… | Quelle: Visualhunt

Als Yogalehrer(in) musst Du Dir die Zeit nehmen, Dich für alle Schüler und Schülerinnen zu interessieren, um ihre Motivation zu kennen und sie beim Erreichen ihrer Ziele zu begleiten.

Um anderen helfen zu können, muss man mit sich selbst im Reinen sein.

Bevor Du also mit dem Yogaunterricht beginnst, solltest Du Deine eigenen inneren Dämonen bekämpfen und Deinen inneren Frieden finden.

Wenn Du zum Beispiel mit Yoga angefangen hast, weil Du zu viel Stress bei der Arbeit hattest, weißt Du, wie Du mit Menschen umgehen musst, die aus den gleichen Gründen Yoga praktizieren möchten.

2. Welchen Yogastil bevorzugst Du?

Einem passionierten Lehrer fällt es leichter, sein Wissen an seine Schüler zu übermitteln, das gilt in allen Bereichen.

Denke an Deine Schulzeit zurück…

Du hast bestimmt auch beide Extreme kennengelernt:

  • Lehrer, die keinen Spaß an ihrem Job hatten und die den Unterricht automatisch, ohne jegliche Energie abgespult haben. Furchtbar langweilig…
  • Und auf der anderen Seite die Lehrer, die voller Energie und mit viel Engagement alles für ihre Schüler getan haben!

Als Du mit Yoga angefangen hast, hast Du vielleicht auch verschiedene Methoden kennengelernt, wie die Stunden abgehalten werden.

Welche hat Dir am besten gefallen?

Selbstverständlich die Kurse bei einem Yogalehrer, der immer gut gelaunt sein Bestes gegeben hat!

Jetzt ist es an Dir, diese Energie an Deine Schüler weiterzugeben!

Und weil es am leichtesten ist, etwas zu unterrichten, das man perfekt beherrscht, solltest Du Dich fragen, welcher Dein bevorzugter Yogastil ist.

In Deutschland sind folgende Yogaformen am beliebtesten:

Diese Stile werden am häufigsten in Sportvereinen angeboten.

Natürlich kannst Du auch Kurse mit anderen Yogaformen anbieten.

Warum nicht Yogalehrer für Yoga Nidra, Iyengar Yoga, Raja Yoga, Perinatalyoga, Kinder Yoga, Hot Yoga oder Dynamisches Yoga werden?

Du hast auch die Möglichkeit, als festangestellter Yogalehrer in einem Sportverein zu arbeiten und gleichzeitig Kurse auf selbstständiger Basis anzubieten.

Welche Ausrüstung braucht man für den Yogakurs? Die Must-haves eines jeden Yogis! | Quelle: Pixabay

3. Welche Yoga-Ausrüstung musst Du anschaffen?

Du musst Dir sowohl für Dich selbst als auch für Deine Schüler eine spezielle Ausrüstung zulegen.

Für die meisten Yogaformen wird ein Minimum an Zubehör benötigt.

Falls Du Dich für Iyengar Yoga interessierst, ist dies sogar obligatorisch.

Hier eine Einkaufsliste für Zubehör, auf das nicht verzeichtet werden kann:

  • eine Sporttasche für den Transport Deines Materials,
  • eine Yogamatte mit ausreichendem Komfort, um die notwendige Dauer in den jeweiligen Positionen verweilen zu können,
  • ein Handtuch,
  • ein Sitzkissen (Zafu) für die Meditation,
  • eine Yogadecke,
  • ein Yogablock aus Kork oder Holz,
  • ein Yogagurt,
  • spezielle Hocker für Yoga (mit Kopfstütze für den Kopfstand).

Du solltest Deine Schüler bitten, die gleiche Ausrüstung zu kaufen wie Du selbst.

Wenn Du über das notwendige Budget verfügst, kannst Du für Neulinge, die an einer Probestunde teilnehmen möchten, zusätzliches Material anschaffen.

Wo kann ein Yogakurs stattfinden? Eine stark befahrene Straßenkreuzung ist mit Sicherheit nicht die richtige Location für einen Yogakurs zum Relaxen! | Quelle: Visualhunt

4. Wähle die richtige Location für Deinen Yogakurs aus

Da im Yoga ein Einklang zwischen Körper und Geist angestrebt wird (die berühmten „Wohltaten des Yoga“), und man gleichzeitig offen für die Welt, in der wir leben, sein soll, ist die Wahl der Location besonders wichtig.

Es kommt Dir natürlich niemals in den Sinn, Yoga in der Nähe einer Straßenkreuzung während des der Hauptverkehrszeit zu praktizieren.

Die Abgase und der Lärm der Fahrzeuge würden Dich dabei stören, in den angestrebten Zustand zu gelangen.

Wenn Du also Kurse für einen Sportverein und/oder zu Hause anbieten möchtest, solltest Du Dir die Zeit nehmen, einen geeigneten Ort zu finden.

Zunächst solltest Du Dich zu den Uhrzeiten, an denen die Kurse stattfinden, vor Ort begeben, um die Räume zu besichtigen.

Wenn nebenan eine Flötenstunde stattfindet, ist das ein schlechtes Zeichen.

Du solltest einen ruhigen Ort mit einer guten Akustik vorziehen, damit Du ggf. während der Meditationsphase Musik abspielen kannst.

Wenn Du Yoga Privatunterricht anbietest, hast Du mehrere Optionen:

  • Die Kurse können bei Dir zu Hause stattfinden,
  • oder bei dem jeweiligen Schüler zu Hause,
  • oder auch im Freien.

Im Sommer kann die Yogastunde sogar am Strand stattfinden! | Quelle: Visualhunt

Bei der ersten Option solltest Du nach Möglichkeit über einen Raum verfügen, der nur für die Yogastunden genutzt wird.

Ist dies nicht möglich, musst Du einen geeigneten Ort finden.

Ein Yogastudio, das im Winter geschlossen ist und einen ruhigen Park, sobald die Temperaturen angenehmer werden, sind gute Locations für solche spirituellen Treffen.

5. Die richtige Yoga-Kleidung

Wenn Du Lauftraining machst, ziehst Du auch keine enge Jeans oder ein weites Kleid an, oder?

Beim Yoga ist das genauso.

Obwohl ein Yogakurs keine Modenschau ist, ist es wichtig, beim Yoga die richtige Kleidung zu tragen.

Ungeeignete Kleidung (die zu locker oder, im Gegenteil, zu eng sitzt) hindert Dich daran, das Gleichgewicht zu finden, beweglicher zu werden und richtig zu atmen.

Außerdem ist es mit den falschen Klamotten schwierig, die Yogapositionen (Asanas) zu trainieren.

Jeans sind zum Yoga eher ungeeignet. Eine Legging und ein Tanktop sind ideal! | Quelle: Visualhunt

Für die weiblichen Yogis (Yoginis) empfehlen wir:

  1. Ein Oberteil, Typ „Tanktop“, in dem Du Dich wohlfühlst. Zu enge Kleidung, die den Oberkörper einschnürt sowie T-Shirts mit sehr weiten Ärmeln sollten vermieden werden.
  2. Weiterhin empfehlen wir eine Sportlegging. Das Material sollte recht dick und nicht durchsichtig sein. Damit Du Dich bei der Abfolge der Übungen wohl fühlst. Eine kurze Hose ist auch eine gute Alternative. Die Kleidung sollte den Bauch nicht einschnüren oder versehentlich verrutschen.
  3. Manche tragen im Freien einen Badeanzug.
  4. Unter dem Oberteil solltest Du einen Sport-BH tragen, der für guten Halt sorgt, Dich aber nicht am Atmen hindert. Wähle angenehm zu tragende Materialien und helle Farben, damit der BH nicht durch die Kleidung zu sehen ist.
  5. Gegebenenfalls kannst du auch einige Accessoires hinzufügen, wie zum Beispiel ein Haarband, damit Dir Deine Haare nicht ins Gesicht fallen oder rutschfeste Strümpfe sowie flache Schuhe oder Sandalen für den Weg zum Yogastudio.
  6. Tipp: Da Du Dich vor Deiner Gruppe oft weit nach vorne beugen musst, solltest Du zu weit ausgeschnittene oder zu lockere Oberteile vermeiden.

Für die männlichen Yogis empfehlen wir:

  1. Oben trägst Du am besten ein bequemes T-Shirt, das weder zu weit noch zu eng sitzt. Diejenigen, die sich sehr wohl in ihrem Körper fühlen, können auch mit freiem Oberkörper unterrichten.
  2. Unten sind Fahrradhosen oder Judohosen geeignet.
  3. Für die Accessoires gilt das Gleiche wie für die weiblichen Yogis.

Das Oberteil kann auch einfach weggelassen werden! | Quelle: Visualhunt

Beim Yoga solltest Du keinen Schmuck tragen (Armbänder, Ohrringe, Ketten, Uhren).

Empfiehl Deinen Schülern, eher körperbetonte Kleidung zu tragen, damit Du Ihre Körperhaltung gut sehen kannst.

So kannst Du ihre Stellungen, falls nötig, besser korrigieren.

6. Wie gestalte ich meine zukünftigen Yogastunden?

Auch wenn die Gestaltung einer Yogastunde vom jeweiligen Yogastil abhängt, sind die Kurse mehr oder weniger gleich aufgebaut.

Nur die Yogapositionen sind unterschiedlich.

Der Kurs beginnt immer mit einem Entspannungsmoment, in dem man seinen Alltag hinter sich lassen soll.

Animiere Deine Schüler dazu, zu relaxen, um in den notwendigen geistigen und körperlichen Ruhezustand gelangen zu können.

Atemübungen können diesen Prozess unterstützen.

Jede Stunde sollte mit einer Meditationsphase beginnen und beendet werden. | Quelle: Pixabay / ultraMAG

Anschließend werden Aufwärm- und Dehnübungen ausgeführt, um den Körper für die folgende Sequenz vorzubereiten.

Danach folgen die gewählten Yogapositionen (Asanas).

Je nach Yogastil variiert der Rhythmus des „Flows“ sowie die Dauer, in der in der Yogastellung verweilt wird.

Erkläre Deinen Schülern, wie wichtig die richtige Atmung in dieser Sequenz ist, also das Ein- und Ausatmen, das jede Bewegung begleiten muss.

Nach dieser mehr oder weniger intensiven Phase solltest Du die Stunde mit einer Meditationsphase ausklingen lassen.

So können die Schüler die Wohltaten des Yogas für ihren Körper am besten spüren.

Ganz zum Schluss solltest Du Dir die Zeit nehmen, Dich mit Deinen Schülern auszutauschen und sie zu fragen, wie Sie die Stunde erlebt haben, so dass Du Deine zukünftigen Stunden verbessern kannst.

7. Yoga täglich praktizieren und sich weiterbilden

Gute Lehrer ruhen sich niemals auf ihren Lorbeeren aus.

Das gilt für allem für Yogalehrer, denn die Disziplin entwickelt sich ständig weiter.

Daher solltest Du, sobald Du die Gelegenheit hast, an Weiterbildungen in angesehenen Yogaschulen teilnehmen (in Deutschland oder auch im Ausland, zum Beispiel in Indien).

Auf diese Weise kannst Du neue Ideen für Deine Kurse sammeln und Deinen Schülern stets neue Übungen anbieten.

Dann solltest Du auch nicht vergessen, dass ein guter Yogi täglich Yoga praktiziert, um sowohl seine körperliche wie geistige Beweglichkeit zu trainieren und seinen Schülern ein gutes Vorbild zu sein.

Tägliches Training und Weiterbildungen sind das A und O für einen guten Yogalehrer. | Quelle: Visualhunt

Dies ist auch ein Ratschlag, den Du Deinen Schülern geben kannst: Es ist besser, mehrmals in der Woche 15 Minuten zu trainieren als gelegentlich 2 Stunden am Stück.

Jetzt, wo Du startklar bist, solltest Du bei Sportvereinen oder Fitnessstudios in Deiner Nähe nachfragen, ob sie nicht einen Yogalehrer suchen.

Du kannst Dich natürlich auch bei Superprof einschreiben, um Yogakurse anzubieten!

Da ist in ganz Deutschland möglich (z.B. Yoga Regensburg, Yoga Bochum, Yoga Berlin usw.) oder natürlich auch Yoga Online Kurse per Webcam!

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