Frankreich ist für leckere Croissants, den Eiffelturm, die Marseillaise und den Palast von Versailles bekannt. Wer aber sind die Menschen, durch die wir uns ein Bild von Frankreich machen, also die Berühmtheitsbotschafter*innen des Hexagon? Welche Schauspieler, Schauspielerinnen, Sänger*innen und Fashion Ikonen sind es, die Frankreich diese glamouröse Atmosphäre verleihen? Hier sind zehn der bekanntesten französischen Männer und Frauen.

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1. Brigitte Bardot

Die 1934 in Paris geborene Brigitte Anne-Marie Bardot ist eine der charmantesten Figuren Frankreichs. Im Jahre 1947 begann sie das Conservatoire de Paris als Balletttänzerin zu besuchen und bekam hier den Spitznamen “Bichette”.

1949 begann sie sich im Alter von 14 Jahren als Model zu versuchen. Der Regisseur und Filmemacher Roger Vadim entdeckte sie auf der Titelseite von Elle und zeigte sie seinem Freund Marc Allégret.

Ihr erster Film aus dem Jahr 1952 hieß Le Trou Normand, aber es war das Jahr 1956, dass mit mehreren französischen Filmen ihren Durchbruch bringen sollte. Zwei davon entstanden unter dem Mitwirken von Roger Vadim, den sie vier Jahre zuvor geheiratet hatte: Er schrieb En effeuillant la marguerite (Das Gänseblümchen zupfen) und führte bei Et dieu… créa la femme (Und immer lockt das Weib) Regie. Ein Jahr später liessen die beiden sich scheiden.

Ihr erster Hollywood Hit war die Komödie Viva Maria! von Louis Malle im Jahre 1965, für die sie als beste ausländische Schauspielerin für die BAFTA Awards nominiert wurde.

Brigitte Bardot ist eine der großen Ikonen des französischen Kinos.
Aus Brigitte Bardot, das Sexsymbol, wurde Brigitte Bardot, die Tierrechtlerin! | Quelle: unsplash

Ihr Gesicht wurde als Vorbild für Marianne hergenommen, der antromorphischen Repräsentation der französischen Freiheit, die in offiziellen Dokumenten wie Briefmarken von 1969 bis 1978 verwendet wurde. Bardot war die erste echte Person, nach der die Marianne nachempfunden wurde.

Im Jahre 1973 beendete sie ihre Filmkarriere. Ihr vorletzter Film Don Juan 73, ou si Don Juan était und femme wurde von ihrem Ex-Mann Roger Vadim produziert. So war es der Mann, der ihre Karriere ins Rollen brachte, der auch dabei half, sie zu beenden. Bis heute hat Bardot in mehr als 60 Filmen gespielt. 

Heute ist sie eine Tierrechtlerin. Seit 1992 ist sie mit ihrem vierten Ehemann Bernard d’Ormale verheiratet, dem ehemaligen Berater des rechten Politikers Jean-Marie LePen.

Brigitte Bardot war eine ikonische Figur des französischen Films, die nicht nur Popkultur (Andy Warhol hat sie gemalt) sondern sogar ein Stück weit Feminismus und Philosophie beeinflusst hat. Immerhin wurde sie in “The Lolita Syndrome” genannt, einem Essay der französischen Philosophin Simone de Beauvoir aus dem Jahre 1959.

2. Catherine Deneuve

Auch Catherine Deneuve ist eine Ikone des französischen Films. Als Catherine Fabienne Dorléac im Jahre 1943 geboren, wählte sie den Mädchennamen ihrer Mutter, Deneuve, als ihren Künstlernamen, um nicht mit ihren Schwestern verwechselt zu werden, die ebenfalls Schauspielerinnen waren. Ihr erster Film wurde 1957 gemeinsam mit ihren Schwestern gedreht. Sie spielte ebenfalls in einigen Filmen von Roger Vadim (darunter Laster und Tugend aus dem Jahr 1963) und hatte einen Sohn mit ihm. Es war aber Jacques Demy’s Musical Les parapluies de Cherbourg (Die Regenschirme von Cherbourg), dass ihr 1964 den Durchbruch verschaffte. 1965 spielte sie in Roman Polanski’s Thriller Repulsion, 1967 folgte eine Hauptrolle in Luis Bunuel’s Belle de Jour, wo sie die Figur der Eiskönigin perfektionierte.

Alles in allem spielte Deneuve in mehr als hundert Filmen, darunter:

  • Die Mädchen von Rochefort (1967)
  • Tristana (1970)
  • Eselshaut (1970)
  • Ein Frosch in Manhattan (1969), einem amerikanischen Film mit Jack Lemmon in der Hauptrolle
  • Die Umstandshose (1973), einem weiteren amerikanischen Film mit Marcello Mastroianni, dem Vater ihres zweiten Kindes, Chiara Mastroianni

Deneuve konnte für ihre Rolle in François Truffaut’s Le Dernier Métro (Die letzte Metro, 1980) einen César für die beste Schauspielerin gewinnen und wurde für ihre Darbietung der Plantagenbesitzerin Éliane Devries im Film Indochine (1992) für einen Oscar nominiert. In jüngerer Zeit wurde sie für ihre Rolle in Dancer in the Dark (Tänzerin im Dunkeln, 2000) für eine goldene Palme in Cannes nominiert. Außerdem spielte sie 2010 in Potiche und 2017 in Bonne Pomme.

Auch sie war für eine gewisse Zeit das Gesicht der Marianne.

3. Gérard Depardieu

Nach zwei weiblichen Sexsymbolen schauen wir uns einen französischen Schauspieler an, der vielleicht kein Herzensbrecher ist, aber bereits mehr als einmal in den Schlagzeilen war, etwa, weil er im Protest gegen französische Verhaltensregeln (beziehungsweise Verhaltensregeln im allgemeinen) seinen nackten Hintern in einem Flugzeug präsentierte.

Gérard Xavier Marcel Depardieu wurde 1948 in Châteauroux geboren. Mit 13 Jahren brach er die Schule ab, um in einer Druckerei zu arbeiten. Nach einigen “Begegnungen" mit dem Gesetz wegen Bagatelldelikten zog er mit 16 nach Paris, wo er als Schauspieler einen Job im Café de la Gare landete, einem Kabarett-Theater.

Sein erster Film war Bertrand Blié’s Les Valseuses (Die Ausgebufften, 1974). Schnell machte er sich in den französischen Filmkreisen einen Namen und gewann 1980 den César als beste Schauspieler für seine Rolle in Truffaut’s Die letzte Metro, wo auch Catherine Deneuve mitspielte.

Internationale Bekanntheit erlangte er 1986 durch seine Hauptrolle in Jean de Florette, wo er einen buckligen Mann spielt. Auch in Cyrano de Bergerac (1990), einer Adaption des gleichnamigen Stückes des bekannten französischen Autors Edmond Rostand, spielte er einen physikalisch deformierten Mann und konnte dafür neben einem zweiten César internationale Bekanntheit und sogar einen Preis bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, sowie eine Nominierung bei den Oscars gewinnen.

In jüngerer Zeit spielte er Porthos in Der Mann ihn der eisernen Maske sowie Obelix in der Live-Action Version der Asterix Filme.

4. Jean Reno

Juan Moreno y Herrera-Jiménez, Sohn spanischer Eltern, wurde 1948 in Marokko geboren, als das Gebiet noch französisches Protektorat war, und wuchs trilingual mit Arabisch, Spanisch und Französisch auf.

Seine Familie zog 1970 nach Frankreich, wo er die französische Staatsbürgerschaft erlangen konnte. Als er sich dazu entscheid, Schauspieler zu werden, nahm er die französische Version seines Namens an, um besser im Gedächtnis der Leute zu bleiben.

Jean Reno wurde in Marokko geboren und ist dort aufgewachsen.
Marokko, der Geburts- und Heimatort des Schauspielers Jean Reno. | Quelle: unsplash

Sein erster Film war L'Hypothèse du tableau volé (zu deutsch etwa: Die Hypothese des gestohlenen Gemäldes) aus dem Jahre 1978, in dem eine Person in einem Gemälde spielte. Bekanntheit erhalte er für seine Rolle als Schlagzeuger im 1985 von Luc Besson gedrehten Film Subway. Besson hatte Reno auf dem Set von Le Dernier Combat bemerkt und verhalf ihm zu seinem größten Erfolg: Er castete ihn in Le Grand Bleu (Im Rausch der Tiefe), für den Reno für einen César als bester Schauspieler nominiert wurde. Seine Berühmtheit stieg in Frankreich immer weiter, als er in Jean-Marie Poiré’s Zeitreise-Komödie Les Visiteurs 1993 die Rolle des Ritters Godefroy spielt und erneut eine Nominierung für einen César-Preis bekommen konnte. Der Film wurde 2001 als Hollywoodproduktion unter dem Titel Just visiting und wieder mit Reno in der Hauptrolle erneuert.

Sein erster großer internationaler Erfolg kam aber schon 1994 mit Luc Besson’s Klassiker Léon: The Professional, der neben Reno auch Nathalie Portman in der Hauptrolle hatte. Er konnte eine dritte César Nominierung gewinnen, die ihm in der Folge Rollen in Filmen wie Godzilla (1998), Ronin (1998) und The DaVince Code (2006) ermöglichte.

Jean Reno ist Vater von sechs Kindern aus drei verschiedenen Ehen. Bis heute besinnt er sich auf die andalusische Herkunft seiner Eltern zurück.

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5. Luc Besson

Der bereits vielfach erwähnte Luc Paul Maurci Besson wurde 1959 in Paris geboren. Nach einer Reihe Praktikumsstellen und Jobs als Regieassistenz in Frankreich und den USA führte er erstmal beim Endzeitfilm Le Dernier Combat (Der letzte Kampf) Regie, den er gemeinsam mit Pierre Jolivet auch schrieb. Der Film wurde in schwarz-weiß gedreht und beinhaltet insgesamt zwei Wörter Dialog. Durch ihn wurde die älteste, 18956 gegründete, Filmproduktionsfirma der Welt, Gaumont, auf Besson aufmerksam.

Gaumont nahm den Regisseur für Subway unter Vertrag, einem Detektivfilm bei dem er ebenfalls am Drehbuch beteiligt war. Der Film wurde 1985 veröffentlicht und konnte drei César-Preise gewinnen. Auf den Erfolg aufbauend führte er bei Le Grand Bleu Regie, der auf der Geschichte zweier Freitaucher basiert (Besson’s Eltern waren selber Tauchlehrer*innen). Der Film wurde bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes skeptisch aufgenommen, konnte aber ein kommerzieller Hit werden.

Es folgten Regie oder Drehbucharbeit bei Klassikern wie Léon: The Professional (1994), dem ikonischen Science-Fiction Film Le Cinquième Élément (The Fifth Element, 1997), Taxi (1998), The Transporter 1 & 2 (2002 & 2005), District 13 (2004) und der Taken Reihe (2008 - 2014) mit Liam Neeson.

6. Jacques-Yves Cousteau

Die Unterwasserdokumentationen von Jacques-Yves Cousteau haben eine ganze Generation geprägt.

Cousteau wurde 1910 in Saint-André de. Cubzac geboren und studierte an der École Navale, um Schießoffizier in der französischen Marine zu werden. Bei einem Autounfall brach er sich aber den Arm, wodurch sein Traum starb, Marineflieger zu werden. Dadurch konnte er sich jedoch gänzlich seiner Leidenschaft hingeben, die Meere zu entdecken.

Bereits in der Marine hatte er einige Unterwasserexperimente durchgeführt. Im Jahre 1943 gewann er einen Preis für die erste französische Unterwasserdokumentation aller Zeiten, produziert mit dem Alpinisten Marvel Ichac: Par dix-huit mètres de fond wurde komplett ohne Atemgeräte produziert. Im gleichen Jahr testeten er und Ichac die ersten Prototypen der Aqua-Lung Atemgeräte und produzierten damit ihre nächste Dokumentation namens Èpaves (Schiffwracks). Cousteau hatte zuerst Fernez Brillen, dann den LePrieur-Apparat mit seiner tragbaren Luftzufuhr verwendet. Die Zeit, die er mit diesen Geräten unter Wasser verbringen konnte, reichte ihm jedoch nicht aus, also verbesserte er den LePrieur-Apparat mithilfe von Émile Gagnan. Mit den Aqua-Lang-Geräten konnte er verschiedene wissenschaftliche und militärische Missionen für die französische Marine erfüllen.

Wer hat nach einer Cousteau-Dokumentation nicht Lust auf eine Meerexpedition?
Jean-Yves Couseteau hat mit seinen Meerexpeditionen zahlreiche Menschen inspiriert! | Quelle: unsplash

1949 verließ er die Marine und erhielt ein Jahr später vom irischen Bierbrauer Guinness ein altes Minensuchboot namens Calypso, welches er in ein mobiles Labor umfunktionierte. Eine seiner Missionen wurde 1954 vom Filmemacher Louis Malle begleitet; Le Monde du silence (Die schweigende Welt) gewann 1956 in Cannes. 

Cousteau entwickelte und perfektionierte mehrere Tiefsee U-Boote, sowohl bemannt als auch automatisch, und produzierte in den 1960er und 1970er Jahren einige Dokumentationsserien für das amerikanische Fernsehen.

Er sprach sich hörbar für Umweltschutz aus und gründete für diesen Zweck die Cousteau Society. Insgesamt produzierte er mehr als 120 Fernsehdokumentationen. 1988 wurde er in die Académie Française aufgenommen, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1997 dazugehörte.

Unter anderem war er Kommandant der Ehrenlegion und bekam sowohl den nationalen Verdienstorden in Frankreich als auch Freiheitsmediale des Präsidenten der USA. 

7. Serge Gainsbourg

Serge Gainsbourg ist ein bekannter französischer Musiker. Der 1928 in Paris geborene Lucien Ginsburg änderte später zu Ehren seiner ukrainischen Herkunft seinen Namen zu Serge. Er war ein unglaublich multitalentierter Künstler. Gainsbourg konnte singen, Klavier spielen, komponieren, Lieder schreiben, malen, schauspielen und Regie führen, aber es war seine Musik, die ihn bekannt machte. Sie kombinierte verschiedene Stilelemente des Chansons, der Diskomusik, vom Reggae und vom Funk.

Außerdem kennt man ihn für seine Affäre mit Brigitte Bardot im Jahre 1967, die ein ganzes Album mit dem Titelsong Initiales BB inspirierte.

Er arbeitete mit einflussreichen Sänger*innen und Künstler*innen wie Michèle Anruf, Jacques Brel, Minouche Barelli und seiner Langzeitpartnerin Jane Birken. Außerdem schrieb er mehrere Songs für den Eurovision Song Contest, darunter für Länder wie Luxemburg und Monaco.

Gainsbourg war für seine häufig sexuellen und provokativen Liedtexte sowie seiner häufigen Betrunkenheit bei öffentlichen Events bekannt.

Seine Tochter Charlotte Gainsbourg ist ebenfalls Sängerin und Schauspielerin.

8. Édith Piaf

Édith Piaf ist die wohl bekannteste französische Sängerin aller Zeiten. Sie wurde 1915 als Édith Giovanna Gassion geboren und spezialisierte sich auf Chansons und Liebesballaden. Als ihre Mutter sie nach ihrer Geburt verließ wurde sie in einem Bordell aufgezogen, dass von ihrer väterlichen Großmutter in Bernay geführt wurde.

Als Teenagerin arbeitete Piaf als Straßensängerin, anfangs mit ihrem Vater, dann mit ihrer (möglicherweise) Halbschwester Simone Berteaut. Mit 17 Jahren brachte sie ihre erste Tochter zur Welt, die mit zwei Jahren jedoch an Meningitis verstarb.

1935 wurde sie von Louis Leplée entdeckt, dem Besitzer des Clubs Le Gerny in der nähe der Champs Elysée. Sie performte unter dem Künstlernamen La Môme Piaf (zu deutsch in etwa “Görenspatz”). Es war auch in Le Gerny, wo sie erstmals ihr ikonisches schwarzes Kleid zur Schau stellte. Der Nachtclub zog Menschen und Künstler*innen mit den verschiedensten Hintergründen an und noch im gleichen Jahr produzierte Piaf ihre ersten beiden Alben.

Ein Jahr später wurde Leplée von Gangstern ermordet, die Piaf aus ihren Zeiten als Straßensängerin kannten. Um ihren Ruf zu rehabilitieren tat sie sich mit Raymond Asso zusammen. Er gab ihr den Künstlernamen Édith Piaf und ließ Marguerite Monnot Lieder über ihr Leben auf den Straßen schreiben. Während der Besetzung durch das NS-Regime entwickelte sie sich immer weitere und schrieb die Texte zu vielen ihrer Lieder selbst.

Nach dem Krieg folgte der internationale Erfolg. Ihr bis heute bekanntester Song ist wohl La Vie en Rose, 1945 geschrieben und zahlreiche Male gecovert.

Piaf hatte lange mit einer Alkoholsucht zu kämpfen, die durch eine Opiatabhängigkeit nach mehreren Autounfällen verschlimmert wurde. Sie starb 1962 an Leberkrebs.

9. Coco Chanel

Gabrielle Bonheur Chanel wurde 1883 geboren. Ihr Vater war ein fahrender Händler und schickte sie nach dem Tod ihrer Mutter im Alter von zwölf Jahren gemeinsam mit ihren Schwestern in ein Klosterwaisenhaus in Akazien, wo sie nähen lernte.

Als sie das Waisenhaus mit 18 Jahren verließ arbeitete sie als Näherin und als Kabarettsängerin in Moulins, wo man ihr den Spitznamen Coco gab. Dort traf sie Étienne Balsan, dem Erben eines Militäruniformproduzenten und wurde seine Geliebte. 1908 wurde sie die Geliebt seines Freunds Arthur “Boy” Capel, der ihr eine Wohnung in Paris bezahlte und die Beziehung auch nach seiner Hochzeit und bis zu seinem Tod in 1919 weiterführte. Er half ihr dabei, die ersten Geschäfte zu etablieren.

Coco Chanel liebte das Parfum Chanel N°5.
Chanel N°5 ist nicht nur weltbekannt sondern auch das Lieblingsparfum von Coco Chanel höchstpersönlich gewesen! | Quelle: unsplash

Coco hatte hobbymäßig angefangen, Hüte zu entwerfen und wird 1910 staatliche geprüfte Hutmacherin. Ihre Hüte wurden bekannt, als die bekannte französische Schauspielerin Gabrielle Dorziat sie auf dem Catwalk und für das Magazin Les Modes zur trug. 1913 öffnete sie ihre ersten Boutique in Deauville, wo sie Sport- und Freizeitklamotten aus günstigen Stoffen wie Jersey verkaufte. Ein weiteres Geschäft in Biarritz, einem beliebten Badeort für reiche Urlauber*innen, wurde so bekannt, dass sie 1921 ein gesamtes Haus kaufen konnte, in dem sie die volle Bandbreite Pariser Mode anbot: Klamotten, Hüte, Accessoires und später auch Schmuck und Parfums, darunter das heute ikonische Chanel N°5. Ihre Designs waren eine Abkehr von den Korsett-Silhouetten für Frauen und popularisierten die luftigeren und kürzeren Outfits der Zwischenkriegszeit.

Von 1923 bis 1937 entwarf sie Kostüme für das prestigeträchtige Ballet Russe; in den ^930er Jahren war sie für die On-Screen Garderobe verschiedener Hollywood Stars zuständig, sowie für französische Filme wie Jean Renoir’s La règle du jeu. Ihre Designs fiel jedoch langsam aus der Mode. Mit der Besatzung Frankreichs schloss sie ihre Modehäuser und öffnete sie erst wieder im Jahre 1954. Ihre ehemals fortschrittlichen Designs galten nun als konservativ, aber sie blieb bis zu ihrem Tod im Jahre 1971 im Geschäft.

Coco Chanel war eine bekannte Antisemitin und kollaborierte während des zweiten Weltkriegs als Agentin mit dem NS-Regime.

Ihr Vermächtnis an die französische Modewelt bleibt jedoch unbestritten. Neben Louis Vuitton’s ikonischen Taschen ist Coco’s Chanel N°5 (mittlerweile ironischerweise im Besitz einer jüdischen Firma) bis heute der Inbegriff der Haute Couture.

10. Astérix

Zu guter Letzt wollen wir den französischen Botschafter an alle Kinder und im Herzen jung gebliebenen nicht vergessen. Der weltbekannte clevere kleine Gallier und sein großer starker Freund Obelix entstammen der Vorstellungskraft vom Author-Maler-Team René Goscinny und Albert Uderzo, die die Figuren für die französisch-belgische Comicmagazin Pilote im Jahre 1959 entwarfen. Seither führten ihre Abenteuer sie nach Ägypten, England, Indien und sogar in die Neue Welt nach Amerika. Nach Goscinny’s Tod im Jahre 1977 machte Uderzo alleine weiter, bis er die Rechte 2009 an den Verlag Hachette verkaufte. Uderzo selbst starb im Jahr 2020 im Alter von 92 Jahren.

Asterix und Obelix sind Botschafter für Frankreich.
Asterix und Obelix konnten das schaffen, was selbst vielen echten Promis nicht vergönnt war: Kinder weltweit für Frankreich begeistern! | Quelle: unsplash

Obwohl die beiden Erschaffer der Asterix-Comics verstorben sind, lebt ihr Vermächtnis in der Erinnerung zahlreicher Kinder weiter. Die Serie schafft es durch ihre Karikatur bekannter Politiker*innen und Persönlichkeiten als “Gast-Bösewichte”, sowie durch zahlreiche Wortwitze und versteckte Scherze bis heute, ihre Leserschaft zu begeistern. Eine tolle Methode also, um Französisch zu lernen und sich der französischen Kultur zu nähern!

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus