Wer sich die französische Sprache beibringen möchte, kann mit französischer Literatur Wunder für das eigene Leseverständnis und Vokabular tun. Während Anfänger*innen logischerweise mit Romanen in einfacher Sprache wie Kinderbüchern anfangen sollten, stellen wir Euch hier einige bekannte Autor*innen vor, die vor allem auf Eure Bücherliste sollten, wenn Ihr bereits Französisch spricht, Euer Niveau weiter anheben wollt und Euch mehr mit der französischen Kultur befassen möchtet.

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Der Begründer des Höfischen Romans: Chrétien de Troyes

Der um 1140 in der Stadt Troyes in Champagne geborene Chrétien de Troyes revolutionierte die französische Literatur. Er schrieb Romanzen, die auf Altfranzösisch anstelle von Latein verfasst waren. Aus der damaligen Bezeichnung Roman für die Alltagssprache entstand auch die französische und dann als Lehnwort ins übernommene Bezeichnung für eine lange schriftliche Erzählung.

De Troyes war zwar nicht unbedingt der erste Romanautor der Geschichte, aber er war einer der ersten. Vor allem aber war es der Höfische Roman, der auf ihn zurückzuführen ist. Diese Gattung nutzte sehr beliebte Themen der europäischen Mittelalterliteratur - Erzählungen über Ritter und alte Sagenstoffe - und verfaßte sie in Romanlänge. Die Matière de Bretagne, die einen wichtigen Themenblock seiner Artusromane bildete, wurde etwas später im sogenannten Vulgata-Zyklus erzählt, aber es war de Troyes, der die Erzählungen wirklich bekannt machte.

Ritter und Hoferzählungen spielten im Mittelalter eine große Rolle.
In den Romanen von de Troyes kommen viele Ritter vor! | Quelle: unsplash

Die Originale sind vielleicht keine sinnvolle Literaturempfehlung für all diejenigen, die sich nicht gut mit Altfranzösisch und der Geschichte der französischen Sprache auskennen, aber vielleicht werden Euch die modernen französischen Übersetzungen gefallen:

  • Érec et Énide
  • Le Chevalier de la Charette (die Geschichte von Lancelot und Guinevere)
  • Yvain ou le Chevalier au Lion
  • Perceval ou le conte du Graal (leider unvollendet, aber es gibt einige Weiterführungen von anderen Mittelalterautoren)

Der Autor der französischen Aufklärung: Voltaire

François-Marie Arouet, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Voltaire, war ein Philosoph und Autor der französischen Aufklärung im 18. Jahrhundert. Mit mehr als 2000 veröffentlichten Büchern und Broschüren war er nicht nur ungemein produktiv, sondern dank seines Talents, die passenden Ausdrücke zum finden, auch noch extrem schlagfertig.

Seine bekanntesten Werke Zadig und Candide erkunden die Dummheit der Menschlichkeit, Moral und des Optimismus (Professor Pangloss aus Candide befindet, wir leben “in der besten aller möglichen Welten”). Auch wenn die Bücher im 17. Jahrhundert geschrieben wurden ist die Sprache leicht zu folgen und die Geschichten eher kurz und unterhaltsam, so dass sie sich perfekt für intermediäre Französischsprecher*innen eignen.

Der große Meister der französischen Literatur: Victor Hugo

Wenn Ihr das Mittelalter erkunden möchtet aber keinen allzu alten Roman eben möchtet, empfehlen wir Victor Hugo’s Notre-Dame de Paris (Der Glöckner von Notre-Dame). Diese im 15. Jahrhundert angesiedelte, bittersüße Liebeserzählung darüber, dass Aussehen doch eine Rolle spielt, spart jedoch nicht an Komplexität. Um das zentrale Liebesdreieck und die darum gewobenen Liebesaffären zu verstehen, werdet Ihr eine Übersicht brauchen. Glücklicherweise haben wir eine für Euch vorbereitet:

CharakterLiebtAber…
QuasimodoEsmeraldaer wird von ihr wegen Phoebus abgewiesen.
PhoebusEsmeraldaer entscheidet sich, stattdessen für Geld zu heiraten.
Dom Claude FrolloEsmeraldaer ist ein Geistlicher und sie ist nicht interessiert.
EsmeraldaPhoebuser heiratet stattdessen seine Verlobte Fleur-de-Lys.
Paul GringoireEsmeralda’s Ziege Djiali (eine platonische Liebe)sie sind die einzigen, die heiraten, aber sie tut es nur, um sein Leben zu retten.

Hugo ist außerdem für seine Gedichte und seinen Roman Les Misérables bekannt, der im Kontext der (weniger bekannten und erfolgreichen) französischen Revolution von 1832 stattfindet. Seine Prosa ist sehr bewegend und ergreifend, aber wenn Ihr ausartende Beschreibungen lieber überspringt, solltet Ihr mit dem Glöckner anfangen, denn hier beschränkt Hugo sich auf ein Kapitel voller Ausschweifungen zu Paris im 15. Jahrhundert, während Les Misérables voll von ellenlangen Passagen sozialer Beobachtungen ist.

Oder Ihr holt Euch eine abgekürzte Version für Kinder, in der solche Passagen nicht enthalten sind.

Der Begründer des Realismus in der französischen Literatur: Honoré de Balzac

Aufgrund seiner extrem detailreichen Schreibart wird de Balzac als Begründer des Realismus in der europäischen Literatur gesehen. Seine Familie zwang in, Recht zu studieren, aber bald verließ er die Kanzlei, in der er arbeitete. Seine Karriere als Schriftsteller begann er als Co-Autor sensationalistischer Romane, aber bald hatte er einen so guten Ruf, dass er sich seine Themen selber aussuchen konnte.

Er schrieb eine Bücherserie namens La Comédie Humaine (Die menschliche Komödie), die sich mit dem Leben in Frankreich nach Napoleon beschäftigte. Die Serie beinhaltete sowohl Kurzgeschichten und Novellen als auch vollständige Romane. Die Gesamtzahl der ihr zugehörigen und fertiggestellten Werke betrug 91 Erzählungen, wobei noch 46 weitere geplant waren (einige davon angefangen, andere nur mit Titel erdacht). Sie sind in Unterkategorien wie “Szenen aus dem provinziellen Leben” oder “Szenen aus dem militärischen Leben” unterteilt. Hier sind einige ausgewählte Titel:

  • Eugénie Grandet
  • Le Pere Goriot
  • Le Lys dans la Vallée
Balzac trank sehr viel Kaffee.
Wer täglich um 8 auf der Arbeit sein muss, kann de Balzac's Kaffeesucht sicher gut nachvollziehen! | Quelle: unsplash

Neben seinem außergewöhnlichen Schreibrhythmus (von 1 Uhr bis 8 Uhr morgens) war de Balzac für seine Kaffeesucht bekannt - die Vermutungen zufolge seinen Tod durch Herzversagen 1850 im Alter von 51 Jahren verursacht hat, nur fünf Monate nach seiner Hochzeit.

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George Sand: Eine feministische französische Autorin

Amantine Lucile Aurore Dupin wurde 1804 geboren. Sie verbrachte den Großteil ihrer Kindheit in der Region Berry, welche häufig in ihren Erzählungen und Romanen vorkommt. Mit 13 heiratete sie Casimir Dudevant, trennte sich jedoch 1831 von ihm und nahm ihre Kinder mit.

Ihre erste Affäre im Jahr 1831 war mit Jules Sandeau, einem Schriftsteller, mit welchem sie unter dem Pseudonym Jules Sand mehrere Geschichten schrieb, darunter Rose et Blanche. Für ihren ersten eigenen Roman übernahm sie den Künstlernamen George Sand.

George Sand war für ihre Affären mit bekannten Künstlern der Zeit bekannt, darunter die Autoren Prosper Mérimé und Alfred de Musset, sowie dem Komponisten Frédéric Chopin. Sie war außerdem in freundschaftlichem Kontakt mit Gustave Flaubert und Schauspielerin Marie Dorval, mit welcher einige eine romantische Beziehung vermuteten (die wenigen erhaltenen Briefe zwischen Sand und Dorval unterstützen diese These). 

Ihr Hang zur männlichen Garderobe, die nicht nur gemütlicher und bewegungserleichternder war als diejenige der Frauen, sondern ihr auch Zutritt zu Orten ermöglichte, die sonst für französische Frauen unzugänglich waren, sowie ihre Angewohnheit zu rauchen befeuerten diese Vermutungen weiter. Sie ist eine der großen Autorinnen der französischen Geschichte und ist für das 19. Jahrhundert das, was die französische Philosophin Simone de Beauvoir für das 20. Jahrhundert ist.

Swashbuckler in Versform: Der französische Bühnenautor Edmond Rostand

Mögt Ihr das Swashbuckler-Genre? Vielleicht habt Ihr Alexandre Dumas’ gigantische Abenteuererzählung Die drei Musketiere und dessen Fortsetzungen (Vingt ans après und Le Vicomte de Bragelonne ou Dix ans plus tard) selber gelesen.

Swashbuckling-Romane waren im 19. Jahrhundert sehr beliebt. Zu nennen wäre Paul Féval’s Le Bossu (Der Bucklige, aber nicht der aus Victor Hugo’s Glöckner) sowie Edmond Rostand’s Meisterwerk der französischen Dichtung: Cyrano de Bergerac.

Wir empfehlen dieses Werk nicht für Französischanfänger*innen. Es handelt sich immerhin um ein in Versform geschriebenes Stück. Es fühlt sich in etwa so an, wie wenn man Shakespeare liest, um Englisch zu lernen, nur, dass die Sprache moderner ist. Fortgeschrittenere Leser*innen werden die Schlagfertigkeit und Satire in der Erzählung lieben. Sie handelt von einem beeindruckenden und talentierten Mann, der aufgrund seiner großen Nase an enormen Selbstzweifeln leidet und somit seine Liebe für seine Angebetete nicht gesteht. Stattdessen hilft er seinem Freund das Herz ebendieser Frau zu erobern, indem er für ihn Gedichte schreibt.

Wenn Ihr schon nichts darüber lernt, den eigenen Körper zu akzeptieren, so werdet Ihr wenigsten die Flüche der Region Gascogne kennenlernen (“Mordio!”), sowie die richtigen Verhaltensweisen in Frankreich, wenn es darum geht, die Nase des Gegenübers zu beleidigen.

Marcel Proust: Französische Romane in Lyrik

Marcel Proust war ein echter Salonlöwe, der bei seinem Job in der Bibliothèque Mazarine eher zum Schein angestellt war, als dass er dort tatsächliche Arbeit verrichtete. Er war stattdessen in Literaturmagazinen wie dem Literaturrevue Le Banquet involviert und frequentierte regelmäßig Literatursalons, wo er zahlreiche französische Berühmtheiten der Zeit kennenlernte. Beispielsweise enthält ein Nachschlagewerk seiner frühen Arbeiten einen Vorwort von Anatole France, einem französischen Dichter und Journalist.

Am bekanntesten ist er für sein siebenteiliges Werk À la recherche du temps perdu (Auf der Suche nach der verlorenen Zeit), welches die sich verändernde Welt um die Jahrhundertwende vor dem 20. Jahrhundert beschreibt, einer Zeit, in der die Werte und der Lifestyle des aristokratischen Milieus und der haute société stark hinterfragt wurden. Sein reicher Erzähler Swann ist von vielen autobiographischen Elementen gekennzeichnet. Die Reihe wurde bis zu seinem Tod im Jahre 1922 nicht fertiggestellt, die letzten Teile wurden daher posthum veröffentlicht:

  • Du côté de chez Swann (In Swanns Welt, 1913)
  • À l’ombre des jeunes filles en fleurs (Im Schatten junger Mädchenblüte, 1918)
  • Le côté de Guermantes (Die Welt der Guermantes, 1920/1921)
  • Sodome et Gomorrhe (Sodom und Gomorra, 1921/1922)
  • La prisonnière (Die Gefangene, 1923)
  • Albertine disparue (Die Entflohene, 1925)
  • Le temps retrouvé (Die wiedergefundene Zeit, 1927)
Marcel Proust war seiner Zeit um einiges voraus.
Jahrzehnte bevor Homosexualität überhaupt legal war, schrieb Proust über homo- und bisexuelle Charaktere! | Quelle: unsplash

Viele seiner Charaktere sind homo- oder bisexuell und wahrscheinlich war Proust selber homosexuell, so dass er sich aufgrund der damaligen gesellschaftlichen Einstellungen sogar in einem Duell gegen jemanden verteidigen musste, der ihm der Homosexualität beschuldigte. Seine Prosa ist sehr lyrisch und poetisch geschrieben, aber die langen Sätze sind oft schwer zu verstehen, wenn man die französischen Sprache nicht bereits gut beherrscht.

Ein französische Autor mit politischer Relevanz: Émile Zola

Émile Zola war ein naturalistischer Autor und Kindheitsfreund vom Künstler Paul Cézanne. Zu seinen frühen Werken gehören die Geschichten einer der Serie Les Rougon-Macquart, die aus zwanzig Romanen besteht, welche zwei Zweige einer Familie über mehrere Generationen betrachten. Echte Bekanntheit erlangte Émile Zola 1877 für L’Assomoir; zu seinen Bestsellern gehören Germinal (1855) und der Trois Villes-Zyklus aus den drei Romanen Lourdes (1894), Rome (1896) und Paris (1898). Bald war er eine der wichtigsten Persönlichkeiten der französischen Literaturwelt und wurde besser bezahlt als Victor Hugo.

Émile Zola war ein starker Kritiker der französischen Politik und sprach sich vor allem gegen Napoleon III und das Zweite Kaiserreich aus, aber sein bekanntester Artikel war J’accuse!, in welchem er der französische Regierung und Gesellschaft Antisemitismus und Behinderung der Justiz im Umgang mit der sogenannten Dreyfus Affäre vorwarf. Hintergrund war, dass man Alfred Dreyfus, einem jüdischen Artillerieoffizier, zum Sündenbock in einer Spionageaffäre gemacht hatte und ihn ohne ausreichende Beweislage des Verrats verurteilt und in den Exil geschickt hatte.

 Der französische Dichter Charles Baudelaire

Charles Pierre Baudelaire war ein französischer Dichter mit weitreichendem Einfluss. Einerseits erweiterte er mit seinen Übersetzungen von Edgar Allen Poe’s Gedichten dessen Leserschaft auf den europäischen Kontinent; andererseits beeinflussten auch seine eigenen Werke viele wichtige französische Dichter des 19. Jahrhunderts, so wie Paul Verlaine und Arthur Rimbaud.

Sein erstes veröffentlichtes Werk war die Kunstrevue Salon de 1845. Der verschwenderische und oft untätige Baudelaire veröffentlichte sein bekanntestes Werk Les Fleurs du Mal erst als er 36 Jahre alt war. Die Blumen des Bösen sind eine Sammlung von Gedichten über die verschiedenen Ausprägungen der Liebe in Formen wie Leidenschaft, Erotik, lesbische Liebe, heilige Liebe, Tod und Dekadenz. Die Gedichte wurden als obszöner Verstoß gegen öffentliche Moral gesehen und so wurde Baudelaire angeklagt und sogar verurteilt. Jedoch blieb es bei einem Bußgeld, anstelle eines Exils, und der Autor musste einige der Gedichte aus zukünftigen Ausgaben streichen.

Baudelaire ist ein sehr großer Name in der französischen Literaturgeschichte.
Die Gedichtsammlung Les Fleurs du Mal ist in die Literaturgeschichte eingegangen! | Quelle: unsplash

Bekannt war außerdem seine zwei Jahrzehnte haltende Affäre mit Jeanne Duval, einer afro-französischen Haitianerin. Er nannte sie Vénus Noire, also Schwarze Venus, und widmete ihr mehrere Gedichte. Wahrscheinlich übertrug er ihr auch Syphilis, woran beide starben, wobei das genaue Todesjahr von Duval unbekannt ist.

Der fahrende französische Autor: Gustave Flaubert

Auch Flaubert war ein gescheiterter Rechtsstudent, Verein aufregendes und vielseitiges Leben mit vielen Reisen führte. Zwar hasste er Paris und verließ die Stadt nach einem Epilepsieanfall, jedoch besuchte er dort häufig Literaturfreunde wie Émile Zola, Alphonse Daudet, Ivan Turgenev und seinen späteren Schützling Guy de Maupassant.

Sein ersteres veröffentlichtes Werk war die Novelle Novembre (1842). Sein zweiter Roman La Tentation de Saint Antoine (Die Versuchung des heiligen Antonius) wurde von seinen Freunden stark kritisiert. Kurz darauf machte er sich auf eine lange Reise nach Ägypten und kehrte 1850 zurück, um an seinem bekanntesten Roman, Madame Bovary, zu arbeiten.

Darin geht es um Emma Bovary, welche von ihrem Leben sowie ihrem schüchternen und unbeholfenen Ehemann gelangweilt ist, und sich auf eine Reihe von Affären einlässt, die sie schließlich emotional und finanziell in den Ruin treiben. Das Buch begleitet ihre emotionale Reise, sowie die Geschichte ihres Mannes vor der Hochzeit und nach ihrem Tod.

Ähnlich wie Baudelaire und andere berühmte französische Schriftsteller*innen wurde Flaubert öffentliche Unanständigkeit vorgeworfen, jedoch ohne Verurteilung. Das Getöse um seine Veröffentlichung von Madame Bovary trug zweifelsohne zum Erfolg des Buches bei.

Flaubert reiste dann nach Karthago, um für seinen kurz nach dem ersten punischen Krieg in Karthago stattfindenden Roman Salammbô zu recherchieren. 

Sein letztes vollendetes Buch war L’Éducation sentimentale (Die Erziehung der Gefühle), in welchem es um das romantische Leben eines jungen Mannes während der französischen Revolution geht. Die französischen Kritiker lobten das Buch, während der britische Autor Henry James es kritisierte.

Seine letzten Jahre verbrachte Flaubert in Rouen damit, an verschieden Projekten wie einer Neufassung der Versuchung des heiligen Antonius sowie einem Roman namens Bouvard et Pécuchet zu arbeiten. Veröffentlicht wurden allerdings nur eine Sammlung von Novellen.

Er starb 1880 im Alter von 58 Jahren.

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Siad

Student der Poltikwissenschaft, Hobbiefotograf und Kochbegeisterter. Spezialität: Hummus