“If you want to conquer the anxiety of life, live in the moment, live in the breath.” - Amit Ray

Unsere Körper sind nützliche Werkzeuge. Wir gebrauchen sie jeden Tag und mithilfe von Yoga und Atemübungen können wir noch viel mehr aus ihnen herausholen. Atemübungen sind neben der Meditation und Asanas ein wichtiger Bestandteil der Yogapraxis.

Viele von uns haben Probleme, richtig zu atmen – häufig ohne, dass sie sich dem bewusst sind. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass zwischen 30 und 45 % der Erwachsenen regelmäßig schnarchen aufgrund einer falschen Atemweise.

Wie kannst du also mithilfe von Yoga Herr über deinen Atem werden?

Um diese Frage wird es in diesem Artikel gehen. Wir werden aufzeigen, warum die Atmung im Yoga so wichtig ist, welche Rolle Achtsamkeit und die eigene Körperwahrnehmung spielen und wie du während der Yogapraxis atmen solltest. Außerdem zeigen wir dir drei einfache Atemübungen, mit denen du gleich beginnen kannst!

Lea
Lea
Lehrerkraft für Yoga
5.00 5.00 (2) 45€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Robin
Robin
Lehrerkraft für Yoga
55€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Paulina
Paulina
Lehrerkraft für Yoga
5.00 5.00 (2) 35€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Dominique
Dominique
Lehrerkraft für Yoga
5.00 5.00 (2) 25€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Aline
Aline
Lehrerkraft für Yoga
5.00 5.00 (1) 12€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Chadiya
Chadiya
Lehrerkraft für Yoga
5.00 5.00 (1) 20€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Marie
Marie
Lehrerkraft für Yoga
5.00 5.00 (3) 50€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Julia
Julia
Lehrerkraft für Yoga
45€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!

Die Bedeutung der Yoga Atmung

Yoga erfreut sich auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Immer mehr Menschen sind daran interessiert, wie sie „richtig“ Yoga üben. Es gilt zu lernen, wie man den Körper langsam aufwärmt, wie man Achtsamkeitsmeditation oder andere Meditationstechniken anwendet und wie man zu jeder Zeit seinen Atem kontrollieren kann.

Die yogische Atemarbeit (auch Pranayama genannt) unterscheidet sich von der normalen Atmung: Denn du atmest nicht einfach unbewusst ein und aus, sondern hörst auf deinen Körper, Empfindungen und Schmerzen. Du spürst, wie dein Geist sich durch die tiefe Atmung beruhigt und den Körper einfach machen lässt.

In der Yogaphilosophie heißt es, dass dein Atem deine Lebenskraft ist – weswegen er von herausragender Bedeutung für die Yogapraxis auf und jenseits der Matte ist.

Der Atem ist ein Werkzeug, mit dem du zu jeder Zeit Angst und Stress bewältigen kannst. Du kannst ihn nutzen, um zu entspannen, dein Nervensysten zu beruhigen und Schmerz zu lindern – einfach, indem du Luft durch deine Nasenlöcher fließen lässt.

Warum ist der Atem im Yoga so wichtig?
Der Fokus auf unseren Atem hilft uns im Yoga, Blockaden zu lösen, Stress zu reduzieren und Positionen länger und besser zu halten | Quelle: Pexels

Während der Asanapraxis erleichtert eine korrekte Atmung dir deine Bewegungen und erlaubt dir, gewisse Asanas einzunehmen und zu halten. Deshalb sollte von Beginn an der Hauptfokus auf deinem Atem liegen. Deine Brusthöhle, deine Bauchmuskeln und deine Wirbelsäule spielen dabei eine enorme Rolle.

Mit der Zeit wirst du lernen, wie du durch deinen Atem Yoga Übungen besser ausführen kannst. Dies liegt zum einen daran, dass die tiefe, bewusste Atmung uns entspannt und Stress reduziert, und zum anderen, dass wir Energie gezielt durch unseren Körper lenken. Der Atem kann Blockaden sowie muskuläre Anspannungen lösen und die Energie so freier fließen lassen.

Wie dir deine Körperwahrnehmung hilft, besser zu atmen

Wenn du richtig atmest, hörst du auf deinen Körper. Das hilft dir, deine tiefe Ein- und Ausatmung zu kontrollieren. Wir vergessen oft, dass unser Metabolismus ein guter Indikator für unsere allgemeine Gesundheit ist und dafür, wie gut wir auf unseren Körper aufpassen. Um dich weniger gestresst und angstvoll und dafür positiver zu fühlen, probiere es mal mit bewusstem Atmen!

Wenn es dich irgendwo schmerzt, sei es im Schlüsselbein, Rücken oder dem Fuß, probiere es mal, genau dorthin zu atmen, um den Schmerz zu verringern. Hör auf deinen Körper und er wird dir sagen, was falsch läuft. Wenn er Zeit zum Heilen braucht, kannst du ihn mit tiefer Ein- und tiefer Ausatmung unterstützen. Wenn Yoga dir nur eine Sache beibringen kann, dann ist es, deinen Atem richtig einzusetzen.

Wie kannst du deinen Atem im Yoga richtig nutzen?
Atme in einer Yoga Übung bewusst dorthin, wo gerade am meisten Dehnung & Kraft ist | Quelle: Pexels

Ganz egal ob du dich dehnst, meditierst, stehst oder sitzt – zahlreiche Aktivitäten erfordern, dass wir die Art, wie wir atmen, verändern. Wir müssen beginnen darauf zu hören, was unser Körper uns sagen möchte. Bewusst durch die Nase atmen ist ein guter Weg, zu entspannen und Stress zu reduzieren in Zeiten, in denen nicht immer alles nach Plan läuft.

Es gibt im Yoga Atemübungen, die dir in den einzelnen Yogahaltungen helfen. Ganz egal welche Art von Yoga du praktizierst, der Atem spielt immer und in jeder Asana eine Rolle.

Richtig atmen während der Yogapraxis

Allein indem du vollkommen ausatmest wirst du achtsam mit deiner eigenen Atmung – was dir in sämtlichen Yogaübungen helfen wird. Einige Übungen erfordern jedoch eine bestimmte Art der Atmung oder sind mit der richtigen Atmung zumindest viel besser auszuhalten. Dann solltest du wirklich wissen was du tust und auf deinen Körper hören.

Eine Sequenz von Yogaposen kann deinen Körper schnell ermüden. Wenn du dabei jedoch auf yogische Weise atmest, kannst du deine Energie besser verwalten und nicht so schnell außer Atem geraten.

In den meisten Yogaarten bist du angehalten, die Ujjayi-Atmung anzuwenden. Du atmest durch die Nase ein und aus und verschließt dabei leicht deine Luftröhre. Die Ujjayi-Atemtechnik ermöglicht eine besonders tiefe und bewusste Atmung.

Eine Möglichkeit, dies zu üben, ist zunächst den Mund zu öffnen und beim Ein- und Ausatmen „haaa“ zu hauchen. Anschließend schließt du deinen Mund und behältst aber die Verengung in der Luftröhre bei. Aufgrund des entstehenden Geräuschs wird die Ujjayi-Atmung auch als Meeresrauschen-Atmung bezeichnet.

Grundsätzlich wird in der Yogapraxis ein größerer Fokus auf die Ausatmung gelegt als auf die Einatmung. Über die Ausatmung gibst du alles, was der Körper gerade nicht mehr braucht, ab. Die Einatmung passiert dann beinahe automatisch, da der Körper den freigewordenen Raum wieder mit dem füllen möchte, was er benötigt.

Wie atme ich im Yoga richtig?
Versuche, deine Bewegungen und deinen Atem zu synchronisieren | Quelle: Pexels

Wenn du die Atmung mit deinen Bewegungen synchronisierst, wirst du feststellen, wie viel einfacher diese sich anfühlen werden. Es macht einen Unterschied, ob du je nach Bewegungsrichtung ein- oder ausatmest. Eine Faustregel ist, dass du dich meistens mit der Einatmung nach oben öffnest und mit der Ausatmung herab- oder vorbeugst.

Dein Yogalehrer weiß, wann du am besten ein- und wann ausatmest, um deine optimale Ausrichtung zu finden. Deshalb sagt er dir in der Stunde nicht nur die Bewegungsrichtung, sondern auch die Atmung an. Lass dich einfach leiten und spüre, welchen Unterschied eine korrekte, bewusste Atemweise in deiner Yogapraxis machen kann!

3 einfache Atemübungen für Anfänger

Verschiedene Atemübungen können uns helfen, uns besser mit unserem Atem zu verbinden. Wir können lernen, ihn zu kontrollieren und bewusst einzusetzen. Er wird dann ein wertvolles Werkzeug, mit dem wir unser Leben leichter und besser gestalten können.

Unser Atem kann uns dienen, wenn wir uns ängstlich oder gestresst fühlen, er kann uns beruhigen, wenn wir eine Panikattacke haben, und er kann uns helfen, tief in unseren Körper hinein zu spüren und Schmerzen zu verringern.

Welche Atemtechniken gibt es?
Im Yoga gibt es verschiedene Atemübungen, genannt Pranayama, mit denen du lernst, deinen Atem zu kontrollieren | Quelle: Pexels

Mit jeder Atemtechnik wirst du mehr über dich, deinen Körper und Yoga im Allgemeinen erfahren. Wir laden dich daher dazu ein, die folgenden 3 einfachen Atemübungen einmal auszuprobieren!

Nadi Shodhana Pranayama – die Yoga Wechselatmung

Bei der Nadi Shodhana Technik handelt es sich um die Wechselatmung, die in vielen Yogastunden praktiziert wird. Sie wirkt ausgleichend und beruhigend auf unseren Geist.

Für die Ausgangshaltung finde einen bequemen Meditationssitz mit aufrechtem Rücken. Entspanne deinen Körper und schließ die Augen. Deine linke Hand liegt locker auf deinem linken Bein. Bring dann die Finger deiner rechten Hand vor dein Gesicht und platziere Zeige- und Mittelfinger zwischen deinen Augenbrauen. Deinen rechten Daumen legst du über deinem rechten Nasenloch ab und deinen linken Ringfinger über deinem linken Nasenloch.

Verschließe dann mit deinem Daumen dein rechtes Nasenloch und atme langsam und bewusst durch dein linkes Nasenloch ein. Zähle im Kopf langsam bis drei. Schließe dann mit deinem Ringfinger dein linkes Nasenloch, öffne dein rechtes Nasenloch und atme durch dieses langsam aus. Zähle im Kopf wieder bis drei.

Anschließend atme ebenfalls drei Takte lang durch dein rechtes Atemloch ein. Öffne dann dein linkes Nasenloch und verschließe dein rechtes. Atme drei Takte lang durch dein linkes Nasenloch aus. Dies war eine Runde – nun atmest du wieder durch dein linkes Atemloch ein und praktizierst 5-10 weitere Runden.

Kapalbhati Pranayama – der Feueratem

Kapalbhati bezeichnet den sogenannten Feueratem, der sich durch kraftvolle Ausatmungen kennzeichnet. Diese Atemtechnik eignet sich besonders für den Morgen, da sie sehr energetisierend und reinigend wirkt.

Praktiziere Kapalbhati jedoch nicht, wenn du an Herzproblemen, Epilepsie oder Bluthochdruck leidest, schwanger bist oder gerade erst gegessen hast.

Find zunächst einen bequemen Meditationssitz. Deine Wirbelsäule und dein Kopf sind aufgerichtet und deine Hände ruhen locker auf deinem Schoß. Schließ deine Augen.

Atme mehrmals bewusst ein und aus und dann besonders tief ein. Beginne dann, kräftig durch beide Nasenlöcher auszuatmen, indem du deine Bauchmuskeln aktivierend zusammenziehst. Die folgende Einatmung geschieht passiv und automatisch. Übe dies zehn Atemzüge lang, mache eine kurze Pause und praktiziere bis zu vier weitere Runden.

Achte bei dieser Atemtechnik darauf, dass deine Schultern und dein Gesicht entspannt bleiben. Die kraftvolle Ausatmung geschieht allein durch das Aktivieren deines Abdomens.

Bhramari Pranayama – die Bienen-Atmung

Die Bienen-Atmung ist ein angenehmes Pranayama, das unseren Geist und unser Nervensystem beruhigt, gegen Stress, Anspannung und Schlafstörungen hilft und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.

Find auch hier einen bequemen Meditationssitz mit aufrechter Haltung. Deine Augen sind geschlossen und dein Körper entspannt. Deine Lippen liegen leicht aufeinander und die Kiefer liegen nicht aufeinander.

Bring nun deine Arme zu den Seiten und beug die Ellbogen. Schließ mit deinem Zeige- oder Mittelfinger deine Ohren. Deine Aufmerksamkeit liegt in der Mitte deines Kopfes, auf deinem Kronenchakra.

Dein Körper bleibt ganz still, wenn du nun durch die Nase einatmest und dann während einer langsamen, kontrollierten Ausatmung ein tiefes, gleichmäßiges Summen erzeugst. Dieses sanfte Summen bleibt während der gesamten Ausatmung bestehen. Du wirst ein leichtes Vibrieren in deinem Kopf wahrnehmen.

Praktiziere diese Übung für 5 bis 10 Atemzüge. Besonders wirksam ist sie, wenn du sie am Abend oder am frühen Morgen praktizierst.

Wenn du weitere Atemtechniken erlernen möchtest, such auf Superprof nach einem Yogalehrer oder Tutor! Dieser kann dich mitnehmen in die spannende Welt des Yogas und dir helfen, dich besser mit deinem Atem zu verbinden.

Die Tutoren bei Superprof bieten ihren Unterricht entweder online über die Webcam oder persönlich in deiner Stadt an. Du kannst dich entscheiden, ob du Einzelunterricht bevorzugst oder gemeinsam mit Freunden üben möchtest! Die meisten Lehrer auf Superprof bieten ihre erste Stunde sogar kostenlos an.

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für de Yoga?

Dir gefällt unser Artikel?

5,00/5, 1 votes
Loading...

Miriam