Bauchtanz – auch orientalischer Tanz genannt – ist ein traditioneller Solotanz mit Ursprung im Nahen Osten. Charakteristisch sind isolierte Bewegungen von Bauch, Hüfte und Oberkörper. Er stärkt die Tiefenmuskulatur, verbessert das Körpergefühl und eignet sich hervorragend für Anfängerinnen und Anfänger.
Dadurch beansprucht der Tanz unter anderem die Rumpfmuskulatur, fördert Koordination und Beweglichkeit und schult das Körpergefühl. Gleichzeitig sind viele Grundbewegungen auch für Anfängerinnen und Anfänger gut zugänglich.
Dabei ist „Bauchtanz“ eigentlich ein westlicher Sammelbegriff. Hinter ihm verbergen sich unterschiedliche soziale, folkloristische und professionelle Tanzformen, die sich über lange Zeit weiterentwickelt haben. Wer Bauchtanz verstehen möchte, sollte deshalb nicht nur auf kreisende Hüften und schillernde Kostüme schauen, sondern auch auf Musik, Geschichte und kulturellen Kontext.
Wenn Du mehr über die verschiedenen Tanztraditionen in der Welt erfahren möchtest, findest Du bei uns einen ausführlichen Überblick.
Was ist Bauchtanz?

Wenn wir im Deutschen von Bauchtanz sprechen, meinen wir meist den orientalischen Tanz beziehungsweise Formen des Raqs Sharqi. Der arabische Ausdruck bedeutet wörtlich ungefähr „östlicher“ oder „orientalischer Tanz“. Der international geläufige Begriff „Belly Dance“ beziehungsweise „Bauchtanz“ entstand dagegen aus westlicher Perspektive und lenkt den Blick etwas irreführend nur auf einen einzigen Körperbereich.
Denn beim Bauchtanz bewegt sich keineswegs nur der Bauch. Typisch ist vielmehr die Fähigkeit, einzelne Körperbereiche isoliert voneinander zu bewegen. Die Hüfte kann beispielsweise einen Kreis beschreiben, während der Brustkorb ruhig bleibt. Umgekehrt lassen sich Brustkorb oder Schultern bewegen, ohne dass das Becken die Bewegung übernimmt. Dazu kommen fließende Armbewegungen, Schritte, Drehungen und Gewichtsverlagerungen.
Zu den charakteristischen Elementen gehören:
- Hüftkreise und Hüftakzente
- horizontale und vertikale Achter
- Shimmies, also schnelle vibrierende Bewegungen
- Wellenbewegungen durch Bauch und Oberkörper
- Brustkorb- und Schulterisolationen
- weiche Arm- und Handbewegungen
- Drehungen und unterschiedliche Schrittfolgen
Besonders wichtig ist außerdem die Verbindung zur Musik. Orientalischer Tanz besteht nicht einfach aus einer festen Abfolge von Figuren. Tänzerinnen und Tänzer reagieren auf Rhythmus, Melodie, Instrumente und musikalische Akzente. Improvisation gehört deshalb traditionell zu vielen Formen des Tanzes. Tanzwissenschaftliche Forschung beschreibt gerade diese improvisatorische Komponente als ein wesentliches Element verschiedener Solotanztraditionen aus Nordafrika und dem Nahen Osten.
Und obwohl Bauchtanz heute häufig mit Frauen verbunden wird, ist er nicht grundsätzlich ein Tanz ausschließlich für Frauen. In seinen unterschiedlichen sozialen und folkloristischen Formen wurde und wird auch von Männern getanzt.
Auch afrikanischer Tanz umfasst wiederum ganz unterschiedliche Traditionen und Bewegungssprachen.
Woher kommt Bauchtanz?
Die Frage nach dem Ursprung des Bauchtanzes klingt zunächst einfach – lässt sich historisch aber nicht mit einem einzelnen Ort oder Zeitpunkt beantworten.
Immer wieder wird behauptet, Bauchtanz sei mehrere Tausend Jahre alt und ursprünglich ein Fruchtbarkeits-, Geburts- oder Tempeltanz gewesen. Sinnvoller ist es, zwischen älteren regionalen Tanztraditionen und dem modernen Bühnentanz zu unterscheiden, den wir heute als Bauchtanz kennen.

Solo improvisierte Tänze mit ausgeprägten Hüft- und Oberkörperbewegungen haben in Nordafrika und dem Nahen Osten eine lange Tradition und waren unter anderem Bestandteil von Festen und gesellschaftlichen Zusammenkünften. Historische Abbildungen aus Ägypten, Persien und dem Osmanischen Reich zeigen beispielsweise Tänzerinnen mit charakteristischen Körperbewegungen und Fingerzimbeln.
Wie aus regionalen Tänzen der moderne Raqs Sharqi wurde
Der heute bekannte ägyptische Raqs Sharqi entstand dagegen vor allem im späten 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er entwickelte sich aus bestehenden ägyptischen Tanzformen und wurde zunehmend für Theater, Nachtclubs und später den Film adaptiert. Dabei kamen auch Einflüsse westlicher Bühnentänze hinzu. Forschende beschreiben Raqs Sharqi deshalb nicht als unveränderte jahrtausendealte Tradition, sondern als eine hybride Kunstform mit starken kulturellen Wurzeln in Ägypten.
Eine wichtige Rolle spielte die Unterhaltungsszene Kairos. In den 1920er-Jahren entstanden Bühnen, auf denen orientalischer Tanz für ein sitzendes Publikum inszeniert wurde. Tänzerinnen wie Tahia Carioca, Samia Gamal und Naima Akef wurden insbesondere durch das ägyptische Kino zu Stars und prägten den klassischen Raqs Sharqi entscheidend. Die Bewegungen wurden raumgreifender, die Armführung stärker ausgearbeitet und die Musik häufig von größeren Orchestern gespielt.
Aus einer ähnlichen Zeit stsmmt auch der Madison Dance.
Woher kommt der Begriff „Bauchtanz“?
Auch die Bezeichnung selbst erzählt viel über die Geschichte des Tanzes. Im 19. Jahrhundert verwendeten französische Reisende für Tänze aus Nordafrika unter anderem den Ausdruck „danse du ventre“, also „Tanz des Bauches“.
Einem größeren westlichen Publikum wurden entsprechende Tänze insbesondere durch die Weltausstellung in Chicago 1893 bekannt. Dort sorgten Tänzerinnen im Bereich „Street in Cairo“ für enormes Aufsehen. Ihre Hüft- und Rumpfbewegungen widersprachen den damaligen westlichen Vorstellungen davon, wie Frauen sich öffentlich bewegen sollten. Entsprechend wurden die Auftritte zugleich exotisiert und sexualisiert.
Ein Teil der Vorstellungen, die in Europa und Nordamerika bis heute mit Bauchtanz verbunden werden, entstand also nicht im Nahen Osten selbst, sondern durch Orientalismus und westliche Inszenierungen.
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Die wichtigsten Bauchtanz-Stile
„Den“ einen Bauchtanz gibt es nicht. Selbst innerhalb Ägyptens unterscheiden sich sozialer Tanz, Folklore und professioneller Bühnentanz deutlich voneinander. Hinzu kommen türkische Varianten und moderne Stilrichtungen, die außerhalb des Nahen Ostens entstanden sind.
Raqs Sharqi: der klassische orientalische Bühnentanz
Raqs Sharqi ist wahrscheinlich das, was die meisten Menschen vor Augen haben, wenn sie an klassischen Bauchtanz denken. Der ägyptische Bühnentanz verbindet präzise Hüftbewegungen und Isolationen mit eleganter Armführung, Drehungen, Schritten und einer starken Interpretation der Musik.
Er entwickelte sich insbesondere im Kairo des frühen 20. Jahrhunderts und wurde durch die ägyptische Filmindustrie international bekannt.
Typisch sind:
- differenzierte Hüft- und Beckenbewegungen
- fließende Bewegungen des Oberkörpers
- ausdrucksstarke Arme
- Drehungen und Raumwege
- Wechsel zwischen weichen Bewegungen und präzisen Akzenten
- eine enge Orientierung an Melodie und Rhythmus
Baladi: erdig, improvisiert und nah an der sozialen Tanztradition
Baladi oder Raqs Baladi ist stärker im ägyptischen sozialen Tanz verwurzelt. „Baladi“ lässt sich ungefähr mit „einheimisch“, „lokal“ oder „vom Land“ übersetzen.
Im Vergleich zum Raqs Sharqi wirkt Baladi erdiger und kompakter. Die Tänzerin oder der Tänzer bleibt stärker mit dem Boden verbunden, die Bewegungen konzentrieren sich auf Hüfte und Becken und benötigen weniger Raum. Improvisation spielt eine wichtige Rolle.
Shaabi: Tanz zur populären Musik Ägyptens
Das arabische Wort Shaabi bedeutet ungefähr „volkstümlich“ beziehungsweise „vom Volk“. Heute bezeichnet der Begriff unter anderem ein Genre populärer ägyptischer Musik und die damit verbundenen Tanzstile.
Shaabi ist oft frecher, lockerer und unmittelbarer als der klassische Raqs Sharqi. Persönlichkeit und Ausdruck sind besonders wichtig. Bewegungen können bewusst lässig oder humorvoll wirken und greifen häufig alltägliche Gesten auf.
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Saidi und Raqs al-Assaya: Tanz mit dem Stock
Der Saidi-Stil ist mit Oberägypten verbunden. Besonders bekannt ist Raqs al-Assaya, der Tanz mit einem Stock oder Spazierstock.
Typisch sind kräftigere, federnde Schritte und ein deutlich erdiger Charakter. Der Stock kann gedreht, geschwungen oder balanciert werden.
Türkischer orientalischer Tanz
Auch in der Türkei entwickelten sich eigene Formen des orientalischen Tanzes. Türkischer Oriental kann sich in Musik, Rhythmus, Bewegungssprache und Kostüm deutlich von ägyptischen Stilen unterscheiden.
Häufig sind die Bewegungen dynamischer und raumgreifender. Bestimmte türkische Musikstücke arbeiten zudem mit 9/8-Rhythmen, die dem Tanz einen ganz eigenen Charakter verleihen.
Moderne Fusion-Stile
Mit der internationalen Verbreitung entstanden schließlich zahlreiche neue Formen. Beim Tribal Fusion werden beispielsweise Elemente des orientalischen Tanzes mit zeitgenössischem Tanz, Hip-Hop oder anderen Bewegungssprachen verbunden.
Eine wichtige amerikanische Entwicklung ist außerdem der heutige FatChanceBellyDance Style (FCBD Style). Er entstand Ende der 1980er-Jahre in San Francisco und basiert auf improvisiertem Gruppentanz mit einem festgelegten System nonverbaler Zeichen. Früher war die Form als „American Tribal Style“ oder ATS bekannt; FatChanceBellyDance änderte die offizielle Bezeichnung 2020.
Daneben gibt es zahlreiche bewusste Fusionen, etwa orientalischen Flamenco, orientalischen Tango oder sogenannte „Bellywood“-Stile, in denen Elemente aus Bauchtanz und indischen Tänzen kombiniert werden. Solche Formen sollte man allerdings von traditionellen regionalen Tänzen unterscheiden.
Warum ist Bauchtanzen gut für Dich?
Bauchtanz ist nicht nur Ausdrucksform und kulturelle Tanztradition, sondern auch körperlich anspruchsvoll. Gerade weil viele Bewegungen kontrolliert und isoliert ausgeführt werden, lernst Du Deinen Körper sehr genau kennen.
Du trainierst Rumpf und Körperkontrolle
Hüftkreise, Achter, Wellen und kontrollierte Beckenkippungen entstehen nicht dadurch, dass Du einfach nur „mit der Hüfte wackelst“. Bauch-, Rücken-, Becken- und Gesäßmuskulatur müssen zusammenspielen, während andere Körperbereiche möglichst entspannt bleiben.
Dadurch schulst Du vor allem:
- Rumpfstabilität
- Becken- und Hüftkontrolle
- Koordination
- Gleichgewicht
- Beweglichkeit
- Körperhaltung
Du verbesserst Deine Koordination
Eine der größten Herausforderungen im Bauchtanz ist die Isolation. Dein Brustkorb bewegt sich nach rechts, während Dein Becken ruhig bleibt. Wenig später kombinierst Du eine Hüftacht mit Schritten und einer Armbewegung.
Mit zunehmender Erfahrung lassen sich mehrere Bewegungen gleichzeitig übereinanderlegen – im Tanz spricht man dabei häufig von Layering. Genau das fordert die Koordination und sorgt dafür, dass selbst scheinbar kleine Bewegungen technisch anspruchsvoll werden können.
Bauchtanz kann das Körpergefühl verändern
Interessant ist auch die psychologische Seite. Eine australische Studie mit 213 Frauen verglich 112 Bauchtänzerinnen mit 101 Frauen ohne Bauchtanzerfahrung. Die Bauchtänzerinnen berichteten im Durchschnitt von einem positiveren Körperbild, geringerer Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und weniger Selbstobjektivierung. Die Studie kann zwar nicht beweisen, dass der Tanz allein diese Unterschiede verursacht hat, zeigt aber einen interessanten Zusammenhang.
Das passt gut zur Praxis: Beim Bauchtanz steht nicht unbedingt die äußere Form einer Bewegung im Vordergrund, sondern die Frage, wie sich der Körper bewegt und wie sich die Musik körperlich ausdrücken lässt.
Und dafür brauchst Du weder einen bestimmten Figurtyp noch ein bestimmtes Alter. Die Bewegungen lassen sich an unterschiedliche körperliche Voraussetzungen und Leistungsniveaus anpassen.
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Die Grundbewegungen im Bauchtanz
Bevor aus einzelnen Bewegungen ein Tanz entsteht, musst Du lernen, Hüfte, Becken, Brustkorb und Schultern möglichst unabhängig voneinander zu kontrollieren.
Eine gute Ausgangsposition sieht so aus:
Stell Deine Füße ungefähr hüftbreit auf. Die Knie bleiben locker und leicht gebeugt, statt vollständig durchgedrückt zu sein. Das Becken befindet sich in einer neutralen Position und die Schultern bleiben entspannt. Dein Gewicht verteilt sich gleichmäßig auf beide Füße.
Wärme Dich vor intensiveren Bewegungen einige Minuten auf und mobilisiere insbesondere Schultern, Wirbelsäule, Hüfte und Knie.
Und dann geht es an die Übungen - natürlich darf die passende Playlist nicht fehlen:
1. Hip Drop und Hip Lift
Beim Hip Lift hebst Du eine Seite der Hüfte kontrolliert nach oben und lässt sie anschließend wieder sinken. Beim Hip Drop wird die abwärts gerichtete Bewegung stärker akzentuiert.
Der Oberkörper sollte möglichst ruhig bleiben. Die Bewegung entsteht nicht durch ein seitliches Kippen des gesamten Körpers, sondern durch kontrollierte Arbeit rund um Becken, Beine und Rumpf.
2. Der Hüftkreis
Beim Hüftkreis führst Du das Becken nach vorne, zur Seite, nach hinten und zur anderen Seite, sodass eine fließende Kreisbewegung entsteht.
Am Anfang darf der Kreis klein sein. Entscheidend ist nicht seine Größe, sondern dass Du die Bewegung gleichmäßig und kontrolliert ausführst.
3. Die horizontale Acht
Stell Dir vor, unter Deiner Hüfte liegt eine liegende Acht. Eine Hüftseite bewegt sich diagonal nach vorne, zieht nach außen und wieder zurück, bevor die andere Seite übernimmt.
Je fließender die Übergänge werden, desto mehr entsteht die für den orientalischen Tanz typische geschmeidige Bewegung.
Bauchtanz hat wenig mit irischem Tanz gemein.
4. Die vertikale Acht
Bei der vertikalen Acht bewegt sich eine Hüftseite nach oben und außen beziehungsweise unten und innen, bevor die andere Seite übernimmt.
Diese Bewegung verlangt besonders viel Kontrolle, weil das Becken bewegt wird, ohne dass der Oberkörper ständig mitkippt.
5. Der Shimmy
Der Shimmy gehört zu den bekanntesten Elementen des Bauchtanzes. Dabei entstehen schnelle, kleine Vibrationen, häufig über abwechselnde Bewegungen der Knie oder Hüften.
Zu Beginn solltest Du langsam arbeiten. Erst wenn der Bewegungsablauf locker funktioniert, wird das Tempo erhöht. Ein Shimmy sollte möglichst nicht dadurch entstehen, dass der ganze Körper verkrampft.
6. Brustkorb-Isolationen
Nicht nur die Hüfte lässt sich isolieren. Versuche, den Brustkorb langsam nach rechts und links oder nach vorne und hinten zu verschieben, ohne dass Becken und Schultern unnötig mitwandern.
Aus diesen vier Richtungen lassen sich später Brustkorbkreise zusammensetzen.
7. Schulterbewegungen
Auch die Schultern können einzeln vor- und zurückgeführt werden. Werden diese Bewegungen schneller und kleiner, entsteht ein Shoulder Shimmy.
Wichtig ist dabei, den Nacken entspannt zu lassen und die Schultern nicht dauerhaft hochzuziehen.
8. Undulationen und Körperwellen
Bei einer Undulation läuft die Bewegung fließend durch mehrere Bereiche des Körpers. Brustkorb, Bauch und Becken bewegen sich zeitlich versetzt und erzeugen den Eindruck einer Welle.
Hier zeigt sich besonders gut, warum die Bezeichnung „Bauchtanz“ zu kurz greift: Die Bewegung entsteht durch das koordinierte Zusammenspiel des gesamten Rumpfes.
Einzelne Grundbewegungen lassen sich relativ schnell verstehen. Sie sauber auszuführen, miteinander zu kombinieren und passend zur Musik einzusetzen, braucht jedoch Zeit. Genau darin liegt die technische Tiefe des orientalischen Tanzes.
Manche Bewegungsprinzipien wie Isolationen oder differenzierte Hüftarbeit findest Du auch in anderen Tanztraditionen – ihre musikalische und stilistische Umsetzung unterscheidet sich jedoch deutlich.
Die richtige Kleidung & Ausstattung
Für Deine ersten Bauchtanz-Versuche brauchst Du kein aufwendiges Kostüm. Viel wichtiger ist Kleidung, in der Du Dich gut bewegen kannst und Deine Körperhaltung erkennen kannst.
Kleidung fürs Training
Gut geeignet sind zum Beispiel:
- Leggings oder eine bequeme Tanzhose
- ein körpernahes T-Shirt oder Top
- ein Tuch für die Hüfte
- ein Rock mit ausreichend Bewegungsfreiheit
Gerade zu Beginn kann engere Kleidung hilfreich sein, weil Du besser siehst, ob Becken und Brustkorb tatsächlich isoliert voneinander arbeiten.
Ein Hüfttuch ist kein Muss. Es kann allerdings helfen, Hüftbewegungen optisch deutlicher wahrzunehmen. Modelle mit Münzen machen Bewegungen zusätzlich hörbar – können bei längeren Trainingseinheiten allerdings auch ziemlich laut werden.
Barfuß oder mit Schuhen?
Bauchtanz wird (anders als zum beispiel Country Dance) häufig barfuß getanzt. Dadurch hast Du direkten Kontakt zum Boden und kannst Gewichtsverlagerungen gut spüren.
Je nach Boden und Tanzstil können aber auch Tanzschläppchen oder andere flexible Schuhe sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass Du Dich sicher drehen kannst und der Fuß ausreichend Bewegungsfreiheit behält.
Kostüme unterscheiden sich je nach Stil
Das typische zweiteilige, mit Perlen oder Pailletten verzierte Bühnenkostüm ist nur eine mögliche Form der Bauchtanzkleidung.
Beim Baladi wird beispielsweise traditionell eher in einer langen Galabeya beziehungsweise einem körpernahen Baladi-Kleid getanzt. Saidi-Darbietungen haben wiederum eigene Kostümtraditionen. Moderne Fusion-Stile verwenden oft völlig andere Silhouetten.
Das Kostüm gibt also Hinweise darauf, welcher Stil dargestellt wird – und ist nicht einfach nur Dekoration.
Zubehör: Schleier, Zimbeln und Stock
Mit zunehmender Erfahrung kommen verschiedene Requisiten hinzu. Dazu gehören beispielsweise:
- Schleier, die in bestimmten Bühnentänzen eingesetzt werden
- Fingerzimbeln, auch Sagat oder Zills genannt
- Assaya, der Stock des Saidi-Tanzes
- Fächer und Fächerschleier in modernen Fusionen
- der Shamadan, ein traditionell mit Kerzen bestückter Leuchter, der bei bestimmten ägyptischen Darbietungen auf dem Kopf balanciert wird
Solche Requisiten gehören allerdings nicht automatisch zu jedem orientalischen Tanz. Sie sind an bestimmte Stile und Inszenierungen gebunden und sollten entsprechend eingesetzt werden.
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Mit KI zusammenfassen:










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