Die Geschichte und Kultur eines Landes erzählen sich auch durch seine bekannten Persönlichkeiten. Jedes historische Ereignis, jede Epoche ist mit Namen verknüpft, die das Geschehen beeinflusst oder sogar geprägt haben. Dichter*innen und Sänger*innen beschreiben, was die Menschen bewegt. Prominente aus Film, Fernsehen und der Musik geben uns Aufschluss darüber, was bei einem großen Publikum besonders beliebt ist.

In diesem Artikel stellen wir Dir berühmte Persönlichkeiten aus der Türkei vor. Die Liste beinhaltet prägende Figuren der Geschichte der Türkei, der Kunst und Wissenschaft sowie populäre Künstler*innen der Unterhaltungsbranche.

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Mustafa Kemal Atatürk

Der wahrscheinlich bekannteste türkische Name ist der von Mustafa Kemal Atatürk, dem Begründer der Republik Türkei. Er wurde 1881 in Selânik (griechisch: Thessaloniki) im Osmanischen Reich als Mustafa Kemal Pascha geboren.

Nach der Niederlage des Osmanischen Reichs im Ersten Weltkrieg und der anschließenden Besatzung durch fremde Mächte übernahm er ab 1921 als Oberbefehlshaber die Führung im türkischen Befreiungskrieg. Am 29. Oktober 1923 wurde die Republik Türkei ausgerufen und Kemal Pascha zum Präsidenten gewählt.

Er setzte weitreichende politische und gesellschaftliche Reformen in Bewegung und trieb die Modernisierung des Landes nach westlichem Vorbild voran. Aufgrund seiner Bedeutung erhielt er von der Nationalversammlung den Namenszusatz Atatürk – Vater der Türken.

Atatürk starb am 10. November 1938 um 9.05 Uhr in Istanbul. Sein Todestag ist in der Türkei ein offizieller Gedenktag.

Mustafa Kemal Atatürk ist woh der berühmteste Türke.
Atatürk bedeutet "Vater der Türken". | Quelle: Wikilmages via Pixabay

Süleyman I.

Süleyman I., „der Prächtige“ genannt, war der zehnte Sultan des Osmanischen Reiches. Er wurde zwischen 1494 und 1496 als Sohn des herrschenden Sultans Selim I. in Trabzon geboren. Nach dem Tod seines Vaters 1520 erbte er die Sultanwürde und wurde zu einem der bedeutendsten Herrscher der Osmanen.

Unter Süleyman I. erreichten die geographische Ausdehnung und die Macht des Osmanischen Reiches ihren Höhepunkt. In der osmanischen Überlieferung wird er als herausragender Feldherr und Krieger, aber auch als weiser Staatsmann, der die Gesetzgebung reformierte, gepriesen. Daneben förderte er die Literatur und die Architektur. Er ließ prächtige Bauwerke errichten und verfasste selbst, unter dem Namen Muhibbi, ungefähr 3000 Gedichte.

Als Süleyman I. 1566 starb, hatte er das osmanische Reich 46 Jahre lang regiert, so lange wie kein anderer Sultan vor oder nach ihm.

Recep Tayyip Erdoğan

Der wohl bekannteste zeitgenössische türkische Politiker ist Recep Tayyp Erdoğan; der zwölfte Präsident der Republik Türkei. Geboren 1954 in Istanbul, begann seine politische Karriere als Oberbürgermeister seiner Heimatstadt.

Als die von ihm gegründete und geführte Partei AKP bei der Parlamentswahl 2002 den Wahlsieg errang, wurde er nach einer Verfassungsänderung zum Ministerpräsidenten ernannt. Die Verfassungsänderung schuf erst die Möglichkeit dazu, da Erdoğan nach einer Gefängnisstrafe wegen „Aufstachelung der Bevölkerung zu Hass und Feindschaft unter Hinweis auf Unterschiede der Religion und Rasse“ einem Politikverbot unterlag.

Das Parlament betrieb zunächst eine Politik, die die Demokratisierung des Landes vorantrieb und eine Annäherung mit der EU anstrebte. Im August 2014 wurde Erdoğan als Präsident vereidigt und setzte eine Verfassungsreform in Gang, die unter anderem die Regierungsform in der Türkei in ein Präsidialsystem umgewandelt.

Aziz Sancar

Aziz Sancar ist ein türkischer Biochemiker und Nobelpreisträger. Er wurde 1946 in der Provinz Mardin geboren und studierte Medizin an der Universität Istanbul, bevor er 1973 in die USA zog und vier Jahre später an der University of Texas at Dallas in Molekularbiologie promovierte.

Einer der Arbeitsschwerpunkte Sancars liegt in der Erforschung der molekularen Mechanismen der DNA-Reparatur im Körper. „Für die mechanistischen Studien zur DNA-Reparatur“ wurde er 2015 zusammen mit Paul Modrich und Tomas Lindahl mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.

Behice Boran

Die Soziologin und Politikerin Behice Boran (1910-1987) gehört zu den wenigen Frauen, die die linke Bewegung in der Türkei vor 1980 maßgeblich mitprägte. Nachdem sie einige Jahre als Lehrerin gearbeitet hatte, studierte sie in den USA Soziologie. Im Anschluss an die Promotion kehrte sie nach Ankara zurück, wo sie eine Universitätsstelle als außerordentliche Professorin innehatte.

Auf Grund ihres politischen Engagements in der, zeitweise verbotenen, Partei der Arbeit und die Mitarbeit bei verschiedenen politischen Zeitschriften, verlor sie ihre Stelle und wurde mehrmals zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Behice Boran diente als erste türkische Politikerin und Soziologin vielen Frauen als Vorbild. Auch nachdem sie 1980 die Türkei verlassen und ins Exil gehen musste, blieb sie aktivistisch tätig.

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Nâzim Hikmet

Nâzim Hikmet war ein bedeutender türkischer Dichter.
Nâzim Hikmets Gedichte werden auch 60 Jahre nach seinem Tod noch oft gelesen. | Quelle: Visualhunt

Der Dichter und Dramatiker Nâzim Hikmet gilt als Begründer der modernen türkischen Lyrik. 1901 in Thessaloniki geboren, wuchs er hauptsächlich bei seinem Großvater in Aleppo und Diyarbakır auf. Sein erstes Gedicht schrieb er im Alter von 11 Jahren. Ab 1917 besuchte er die Marineschule in Istanbul, das kurz darauf von französischen und britischen Truppen besetzt wurde.

Nach seiner Flucht aus der besetzten Stadt, 1921, bereiste er zunächst die ländlichen Gegenden Anatoliens, wo er den Kontakt zu sozialistischen Organisationen und dem „einfachen Volk“ suchte. Nach der illegalen Einreise in die Sowjetunion studierte Hikmet Soziologie und Kunstgeschichte in Moskau und wurde 1925 Mitglied der verbotenen Kommunistischen Partei der Türkei. Infolgedessen wurde er bei seiner Rückkehr verfolgt und floh erneut nach Moskau.

Bei einem nächsten Rückkehrversuch 1928 wurde Nâzim Hikmet verhaftet und acht Monate lang interniert. In de folgenden Jahrzehnten, wurde er trotz Zensur als Autor immer bekannter und beliebter. Nach mehreren Inhaftierungen wurde er 1938 von einem Kriegsgericht zu 28 Haft verurteilt. Zwölf Jahre später wurde Hikmet nach einem Hungerstreik und internationalen Protesten begnadigt, musst jedoch wenig später wieder nach Moskau fliehen, wo er bis zu seinem Tod 1963 blieb.

In der Türkei bestand noch weitere zwei Jahre lang ein Publikationsverbot für seine Werke. Trotzdem ist Hikmet eine der prägendsten Figuren für die moderne türkische Literatur. Im Jahr 2009 wurde ihm posthum die zu Lebzeiten aberkannte türkische Staatsbürgerschaft zurückerteilt.

Orhan Pamuk

Der international bekannteste türkische Schriftsteller, Orhan Pamuk (geboren 19524), wurde 2006 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. Sein Werk bewegt sich zwischen der modernen europäischen Erzählweise und den Traditionen des Orients.

Obwohl Pamuk immer wieder zu kontroversen Themen Stellung bezieht, will er nach eigener Aussage „völlig unpolitisch“ verstanden werden. Aufgrund seines Einsatzes für die Meinungsfreiheit und seines Engagements für Minderheiten ist er in der Türkei immer wieder Anfeindungen von Nationalisten ausgesetzt.

Das Werk Orhan Pamuks wurde in 35 Sprachen übersetzt und ist in mehr als 100 Ländern veröffentlicht worden.

Nasreddin Hoca

Die historische Existenz von Nasreddin Hoca ist nicht gesichert. Er soll im 13. oder 14. Jahrhundert im südwestlichen Anatolien gelebt haben und ist als Protagonist humoristischer prosaischer Erzählungen in die Kulturgeschichte eingegangen. Die Anekdoten wurden über Jahrhunderte auf dem ganzen Gebiet zwischen dem Balkan und Zentralasien mündlich weitergegeben.

Regional tauchen immer wieder neue Geschichten auf, die Nasreddin zugeschrieben werden. Eine historische Einordnung auf Grund der wenigen schriftlichen Quellen, ist kaum möglich. Dies tut der Beliebtheit der Witze und Geschichten keinen Abbruch. In der Türkei finden regelmäßig Nasreddin-Hoca-Festivals statt, bei denen die Anekdoten inszeniert werden.

Fazıl Say

Der 1970 geborene türkische Pianist und Komponist Fazıl Say wird häufig als „Franz Liszt des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. Er erhielt bereits im Alter von 5 Jahren Klavierunterricht und wurde zehn Jahre später, als er am staatlichen Konservatorium in Ankara Klavier und Komposition studierte von David Levine und Aribert Reimann entdeckt und für das weitere Studium nach Deutschland eingeladen.

Fazıl Say spielte mit zahlreichen großen Orchestern der Welt und war in den bedeutendsten Konzertsälen zu Gast. Viele seiner Kompositionen können als politisch betrachtet werden. So verarbeitete er beispielsweise die gewaltsame Niederschlagung der Proteste im Gezi-Park in mehreren Werken und schlägt Brücken zwischen dem Jazz, der europäischen klassischen Musik und der traditionellen türkischen Musik.

Aufgrund religionskritischer Aussagen stand Fazıl Say 2012 in der Türkei vor Gericht und wurde zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die EU hatte ihn bereits 2008 zum Kulturbotschafter ernannt und 2016 wurde ihm der Beethovenpreis für Menschenrechte verliehen.

Erfahre hier alles über Sport in der Türkei.

Bülent Ersoy

Die 1952 in Istanbul geborene türkische Sängerin Bülent Ersoy begann ihre Karriere 1971, nach jahrelangem privatem Gesangsunterricht und einer akademischen Ausbildung. Dank ihrer einzigartigen Stimme, ihrem Auftreten und ihrer Sprachbegabung, wurde sie schnell zu einer erfolgreichen und gefeierten Künstler*in der populären Musik der 70er Jahre. Sie avancierte endgültig zum Superstar, als sie ein Album mit klassischer türkischer Musik veröffentlichte, das überraschenderweise zu einem Verkaufsschlager wurde und alle Rekorde brach.

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere unterzog sich die bei der Geburt als männlich zugeordnete Bülent Ersoy 1980 in London geschlechtsangleichenden Maßnahmen. Aufgrund dessen wurde sie nach dem Militärputsch in der Türkei mit einem achtjährigen Auftrittsverbot belegt.

Nach Aufhebung des Auftrittsverbot war ihre Popularität, ihr Erfolg und ihre mediale Präsenz ungebrochen. Mit Konzerten zahlreichen Weltmetropolen gehört sie auch zu den international erfolgreichsten türkischen Sängerinnen. In der Türkei ist sie eine der Galionsfiguren der LGBTQ*-Community.

Tarkan

Der international bekannteste türkische Popstar der letzten Jahrzehnte ist zweifellos Tarkan (1972 in Deutschland als türk. als Tarkan Tevetoğlu geboren). Im Alter von vierzehn Jahren zog er mit seiner Familie zurück in die Türkei und nahm 1991 sein erstes Album auf, von dem innerhalb kürzester Zeit 700.000 Exemplare verkauft wurden. Die darauffolgende Platte überstieg diesen Erfolg bei weitem: die Verkaufszahlen lagen bei knapp 3 Millionen. Tarkan wurde endgültig zum Superstar und Idol der türkischen Jugend.

Den international größten Erfolg hatte der 1999 erschienen Song Şımarık, auch bekannt als Kiss Kiss.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.