Die Türkei ist viel mehr als ein beliebtes Urlaubsland und Herkunftsort vieler Gastarbeiter. Neben vielseitigen Landschaften und einer reichen Kultur erzählt sie von einer bewegten Geschichte. Wir geben Dir einen Überblick über alles, was Du über die Türkei wissen musst.

Erfahre alles über die Länderdaten und die Geografie, lerne die Geschichte der Türkei kennen und tauche mit uns ab in die Vielseitigkeit der türkischen Musik. Wir stellen Dir außerdem die wichtigsten Feiertage, bekannte türkische Persönlichkeiten sowie die beliebtesten Sportarten der Türkei vor. Zudem erklären wir das Verhältnis der Türkei zur Religion und widmen uns den türkeistämmigen Menschen in Deutschland.

Komm mit auf die Reise und entdecke die Türkei mit neuen Augen.

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Türkei: Länderdaten

Die Türkei ist mit einer Fläche von 783.562 km² mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Der größte Teil des Landes gehört zu Asien. Nur ungefähr 3% Prozent gehören zum europäischen Kontinent.

Das Gebiet heißt auch Ostthrakien und grenzt im Westen an Griechenland und im Norden an Bulgarien. Das Marmarameer und seine beiden Meerengen, die Dardanellen und der Bosporus, trennen Europa von Asien ab. Die Stadt Istanbul liegt beidseitig des Bosporus und damit auch auf beiden Kontinenten.

Der europäische Teil der Türkei ist mit 408 Einwohner pro km² deutlich dichter besiedelt als der Rest des Landes (103 Einwohner/ km²). Insgesamt leben in der Türkei zurzeit rund 85 Millionen Menschen (2021). Die Bevölkerungszahl wächst jedoch momentan sehr schnell.

Die Hauptstadt der Republik Türkei ist Ankara. Mit ungefähr 5,7 Millionen Einwohnern ist sie nach Istanbul die zweitgrößte Stadt. Ankara liegt in Zentralanatolien und ist nicht nur Regierungssitz, sondern auch ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum.

Die Stadt Istanbul liegt auf zwei Kontinenten. Der Bosporus trennt Asien von Europa.
Die Brücke über den Bosporus verbindet den europäischen Teil Istanbuls mit dem asiatischen. | Quelle: Celal Erdogdu via Unsplash

Die Geschichte der Türkei

Das Gebiet der heutigen Türkei hat eine bewegte Geschichte. Im Laufe der Zeit hat es zu einigen der größten und bedeutendsten Großreiche der Weltgeschichte gehört: das Perserreich, Makedonien unter der Herrschaft Alexander des Großen, das Byzantinische Reich (Oströmisches Reich) und schließlich das Osmanische Reich.

Der Südosten Anatonliens gehört zu der Region, in der in der Jungsteinzeit die ersten Siedlungen entstanden und die Menschen sesshaft wurden. Ab ca. 2500 v.u.Z. wanderten verschiedene Völkerstämme aus Zentralasien nach Anatolien ein. Darunter wahrscheinlich auch die Hethiter, die als Erste ein Großreich errichteten, das sich ungefähr 150 Jahre lang halten konnte.

In der Folge fiel das Gebiet zunächst an Persien, um 333 v.u.Z. von Alexander dem Großen erobert wurde. Nach seinem Tod zerfiel sein Reich in viele kleine Stücke und wurde schließlich von den Römern eingenommen. Diese begründeten schließlich das Byzantinische Reich, das über 1000 Jahre lang Bestand hatte.

Im 11. Jahrhundert übernahmen die Seldschuken die Macht über Anatolien. Die Seldschuken waren ein türkisches Nomadenvolk, das aus Zentralasien eingewandert war. Das Reich der Seldschuken zerfiel 200 Jahre später, nachdem die Mongolen eingefallen waren, in kleine Fürstentümer.

Eines dieser Fürstentümer begann ab 1299 sich über Anatolien auszubreiten und gegen die Reste des Byzantinischen Reiches im Nordwesten zu kämpfen. In nur 150 Jahren wurde aus dem kleinen Fürstentum eine Großmacht, die über weite Teile Vorderasiens und Südosteuropas herrschte. Benannt war es nach seinem ehemaligen Herrscher Osman I.: das Osmanische Reich.

Die Geschichte des Osmanischen Reiches endete mit dem Ersten Weltkrieg, in dem es an der Seite von Deutschland und Österreich-Ungarn gekämpft und verloren hatte. Die Siegermächte wollten das Gebiet in viele kleine Stücke aufteilen. Gegen diesen Plan regte sich Widerstand und im Türkischen Befreiungskrieg wurden die Türkei in den Grenzen, wie wir sie heute noch kennen, zurückerobert und verteidigt. Angeführt wurden die Truppen von Mustaf Kemal Atatürk, der 1923 die Türkische Republik ausrief und zum ersten Präsidenten wurde.

Religion in der Türkei

Der türkische Staat kontorlliert die Religion.
Der Islam ist die verbreitetste Religion in der Türkei. | Quelle: Adli Wahid via Unsplash

Mustafa Kemal Atatürk hatte bereits vor und vor allem nach der Gründung der Republik zahlreiche juristische und gesellschaftliche Reformen durchgeführt, die das Land moderner und demokratischer machen sollten. Viele davon zielten auf den Laizismus ab, die Trennung von Religion und Staat. Auch heute noch ist dieser Grundsatz fest in der Verfassung verankert.

Laizismus bedeutet in der Türkei, dass der Staat die Religion kontrolliert. So gibt es das das Diyanet, eine staatliche Einrichtung zur Verwaltung religiöser Angelegenheiten, das die Gebetsstätten verwaltet, Prediger ausbildet und selbst die Freitagspredigten landesweit vorgibt. Das Diyanet vertritt den sunnitischen Islam. Andere islamische Glaubensrichtungen sind in der Türkei offiziell nicht anerkannt.

Geschätzt sind jedoch ungefähr 15-25 Prozent der Bevölkerung Aleviten, eine Glaubensrichtung, die sich aus dem schiitischen Islam entwickelt hat. Sie müssen in der Schule dem sunnitischen Religionsunterricht folgen und haben kein Anrecht auf eigene religiöse Institutionen.

Die offiziellen türkischen Statistiken zählen jede Person als muslimisch, die nicht aktiv anmeldet, zu eine der anerkannten Minderheitsreligionen zu gehören (z.B. Christentum oder Judentum). Daher gelten mehr als 98 Prozent der Bevölkerung als Muslime. Bei einer 2019 durchgeführten Umfrage, bezeichneten sich jedoch nur 51 Prozent der Befragten tatsächlich selbst als Muslime.

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Türkische Musik

Die türkische Musik lässt sich in zwei Kategorien einteilen: die klassische türkische Musik (Kunstmusik) und die türkische Volksmusik. Zur Zeit des Omanischen Reiches wurde von den Eliten die Kunstmusik gefördert und sie galt als die authentische türkische Musik. In ländlicheren Gebieten wurde die Tradition der Volksmusik jedoch weiterhin gepflegt und sie entwickelte sich zu einer Art Widerstandsmusik.

Unter Atatürk wendete sich das Blatt. Die Kunstmusik wurde als elitär abgewertet und die Volksmusik wieder neu belebt. Auch heute noch erfreut sich die Volksmusik in vielen Bevölkerungsschichten großer Beliebtheit. Sie ist nicht reine Folklore, sondern nach wie vor häufig ein politisches Statement.

Typische türkische Instrumente sind Lauten wie die Oud oder die Bağlama, Flöten (Ney, Dilli Düdük, Çoban Kavalı…), Doppelrohrblattinstrumente wie die Zurna und verschiedene Trommeln. Jede Region hat zudem ihre eigenen traditionellen Instrumente.

Flöten sind wichtige Instrumente der türkischen Musik.
Die türkische Musik wird auf alten, traditionellen Instrumenten gespielt. | Quelle: Muratza Ali via Pixabay

Türkische Feiertage und Feste

Die Türkei kennt sechs gesetzliche Feiertage, die jedes Jahr am selben Tag stattfinden (nach gregorianischem Kalender) und zwei dreitägige Feste, die sich nach dem islamischen Mondkalender richten und sich deshalb jährlich um ungefähr 10 Tage verschieben. An all diesen nationalen Feiertagen sind Schulen und Geschäfte geschlossen und die Menschen treffen sich, um die Feier geleinsam zu begehen.

  • Yılbaşı – Neujahrstag Januar
  • Ulusal Egemenlik ve Çocuk Bayramı – Feiertag der Nationalen Souveränität und der Kinder April
  • Emek ve Dayanisma Günü – Tag der Arbeit Mai
  • Atatürk'ü Anma, Gençlik ve Spor Bayramı – Feiertag der Jugend, des Sportes und an das Gedenken an Atatürk Mai
  • Zafer Bayrami – Feiertag des Sieges August
  • Cumhuriyet Bayramı – Tag der Republik Oktober
  • Şeker Bayramı – Zuckerfest bis 3. Schawwal (10. Monat des islamischen Mondkalenders)
  • Kurban Bayramı – Opferfest bis 13. Dhu l-hiddscha (12. Monat des islamischen Mondkalenders)

Neben diesen nationalen und gesetzlichen türkischen Feiertagen gibt es zahlreiche weitere Feste und Feiertage, an denen jedoch normal gearbeitet wird. Darunter fällt unter anderem der Mustafa Kemal Atatürk’ün Ölümü - der Todestag von Atatürk am 10. November. Pünktlich um 9.05 Uhr (dem exakten Todeszeitpunkt) erklingen die Sirenen aller staatlichen Einrichtungen und es wird eine Schweigeminute eingelegt.

Sport in der Türkei

Die beliebteste Sportart der Türkei ist Fußball. Er wird überall gespielt und die großen Vereine haben unzählige Anhänger. In der höchsten türkischen Profiliga, der Süper Lig spricht man von den „3 Großen“, die die Liga über Jahrzehnte dominiert haben: Galatasaray, Fenerbahçe und Beşiktaş (alle aus Istanbul). Seit einigen Jahren konnte sich der Trabzonspor Kulübü regelmäßig behaupten und gehört damit auch zu den erfolgreichsten Klubs der Türkei.

Neben dem Fußball sind weitere moderne Sportarten wie Basketball oder Volleyball bei vielen Menschen beliebt. In beiden Disziplinen waren die türkischen Vereins- und Nationalmannschaften auch international erfolgreich.

Die Türkei kennt aber auch traditionelle Sportarten, die heute häufig im Rahmen von Volksfesten betrieben werden:

  • Cirit –Wurfspeerspiel auf dem Pferd
  • Karakucak güreşi – Ringkampf
  • Yağlı güreşi – türkisches Öl-Ringen
  • Deve güreşi – Kamelringen
  • Boğa güreşi - Stierkampf
  • Türk okçuluğu – Türkisches Bogenschießen
Die beliebteste Sportart der Türkei: Fußball.
Keine Sportart ist in der Türkei beliebter als Fußball. | Quelle: Senol Sengül via Pixabay

Berühmte Persönlichkeiten aus der Türkei

Die bekannteste türkische Persönlichkeit ist zweifelsfrei Mustafa Kemal Atatürk, der Gründer der Republik. Sein Nachname wurde ihm vom Parlament verliehen und bedeutet übersetzt „Vater der Türken“.

Einer der wichtigsten Dichter der modernen türkischen Literatur war Nâzim Hikmet. Obwohl er immer wieder aus der Türkei fliehen musste, Jahre lang in Moskau lebte und sein Werk der Zensur unterlag, erreichte er mit seiner Dichtung unzählige Menschen.

Gegen Ende der 1990er Jahre feierte der türkische Popstar Tarkan mit seinem Song Şımarık (Kiss, Kiss) internationale Erfolge. Zu diesem Zeitpunkt war der in Deutschland geborene Sänger in der Türkei bereits ein Jugendidol und hatte mehrere Millionen Platten verkauft.

Türkeistämmige in Deutschland

In den 1950er boomte die deutsche Wirtschaft, was in verschiedenen Bereichen wie dem Bergbau oder der Landwirtschaft zu einem Fachkräftemangel führte. Gleichzeitig befand sich die Türkei in einer wirtschaftlich schwierigen Situation und war von hoher Arbeitslosigkeit betroffen.

So wurde 1961 ein Anwerbeabkommen geschlossen, das deutschen Unternehmen das Anwerben von Gastarbeitern aus der Türkei in Deutschland erleichtern sollte. Die Arbeitskräfte sollten lediglich für zwei Jahre im Land bleiben und danach ausgetauscht werden. Da dies praktisch nicht umsetzbar war, wurde das Abkommen bereits 1964 abgeändert. Die Menschen sollten nun länger bleiben und durften im Gegenzug ihre Familien nachholen.

Der Familiennachzug erreichte seinen Höhepunkt als Deutschland 1973 den Anwerbestopp beschloss. Mit dem Beginn der Ölkrise war das wirtschaftliche Wachstum nicht mehr gesichert und des konnten nicht weiterhin Leute zum Arbeiten ins Land geholt werden. Den bereits in Deutschland lebenden Arbeitsmigranten wurde angeboten, dauerhaft zu bleiben.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.