Die Türkei ist ein Land mit einer spannenden Geschichte, vielseitigen Landschaften, einer reichen Kultur und einer engen Beziehung zu Deutschland. In diesem Artikel wollen wir Dir einen Überblick über die wichtigsten Fakten und Länderdaten geben.

Welches politische System hat die Türkei? Gehört sie zu Europa oder zu Asien? Wie viele Menschen leben in der Türkei? Wie heißt der höchste Berg, wie der längste Fluss? Wir gehen diesen Fragen auf den Grund und stellen Dir die Türkei ausführlich vor.

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Und los geht's

Alle Fakten auf einen Blick

Die Republik Türkei wurde im Jahr 1923 gegründet. Als Staatsgründer ging Mustafa Kemal Atatürk in die Geschichte ein, der den Weg für die Republik ebnete und zahlreiche gesellschaftliche und politische Reformen einleitete. In den vorangehenden Jahrhunderten gehörte das Gebiet zum Osmanischen Reich, das in Folge des Ersten Weltkriegs zerfiel.

Atatürk errichtete eine Republik, die laizistisch und kemalistisch ausgerichtet ist und sich am Vorbild verschiedener europäischer Nationalstaaten orientiert. Nach dem Verfassungsreferendum von 2017 wurde das parlamentarische System in ein Präsidialsystem umgewandelt, das dem Präsidenten erweiterte Rechte zusichert. Seit 2014 ist Recep Tayyip Erdoğan. Er residiert im Ak Saray (Präsidentschaftspalast), der zwischen 2011 und 2014 in einem Naturschutzgebiet in Ankara errichtet wurde.

Seit der Gründung der türkischen Republik ist Ankara die Hauptstadt der Türkei. Mit rund 5,7 Millionen Einwohnern ist sie nach Istanbul die zweitgrößte Stadt des Landes. Während fast 1600 Jahren war Istanbul (früher Konstantinopel) die Hauptstadt, erst im Oströmischen, dann im Byzantinischen und schließlich im Osmanischen Reich.

Die Türkei hat zurzeit rund 85 Millionen Einwohner. Die Einwohnerzahl erhöht sich momentan jährlich um eine Million. Auf das gesamte Staatsgebiet hochgerechnet (783.562 km²) liegt die Bevölkerungsdichte bei 103 Personen pro km².  Der asiatische Teil des Landes ist jedoch dünner besiedelt als der deutlich kleinere, europäische Teil. Auf der Fläche von 23.764 km² leben pro km² durchschnittlich 408 Menschen.

Die türkische Flagge ist ein Nationalsymbol der Republik.
Die Flagge der Türkei wird auch als Mondstern bezeichnet. | Quelle: Tarik Haiga via Unsplash

Die Türkische Flagge wird oft als Mondstern, Rote Flagge oder Rote Flagge mit dem Mondstern bezeichnet. Damit ist ihr Aussehen auch schon ziemlich genau beschrieben. Auf rotem Hintergrund sind eine Mondsichel und ein Stern in weißer Farbe abgebildet. Bereits die im Osmanischen Reich verwendeten Flaggen sahen sehr ähnlich aus. Die rote Farbe tauchte 1793 das erste Mal auf, der fünfzackige Stern setzte sich um 1844 gegen andere Varianten durch.

Der Nationalfeiertag der Türkei ist der 29. Oktober. An diesem Tag wird die Gründung der Republik gefeiert.

Bereits wurde 1921 wurde der İstiklâl Marşı (Unabhängigkeits- oder Freiheitsmarsch) zur Nationalhymne bestimmt. Bei der Gründung der Republik wurde die Hymne aus dem Osmanischen Reich übernommen. Nach acht Jahren wurde jedoch die Melodie geändert und eine türkische Komposition von Zeki Üngör, dem Leiter des Symphonieorchesters des Präsidenten, gewählt. Der vom Dichter Akif Ersoy verfasste Text wurde beibehalten. Als Hymne werden nur die ersten beiden Strophen des Marschs gesungen.

Die in der Türkei verbreitetste Religion ist der sunnitische Islam. Laut offiziellen Statistiken sind 98 Prozent der Einwohner Muslime. Darunter befinden sich aber 15-25% Aleviten und Angehörige weiterer nicht anerkannter Religionen.

Geografie der Türkei

Der größte Teil der Republik Türkei liegt auf dem asiatischen Kontinent. Das Gebiet heißt Anatolien oder auch Kleinasien. Im Nordwesten befindet sich Ostthrakien, der europäische Teil der Türkei, der auf der Balkanhalbinsel liegt. Dieser Landesteil macht aber gerade nur 3% der Gesamtfläche aus.

Die Türkei hat acht Nachbarländer: Griechenland und Bulgarien im Nordwesten, Georgien, Armenien und Aserbaidschan im Nordosten, der Iran im Osten sowie der Irak und Syrien im Süden.

Meere

Die nördliche Türkei hat eine 1.700 Kilometer lange Küstenline zum Schwarzen Meer. Das Schwarze Meer ist ein Binnenmeer mit einer Fläche von 436.400 km² und einer durchschnittlichen Tiefe von 1253 Metern.

Im Süden grenzt die Türkei ans Mittelmeer und im Westen an die Ägäis, die ein Nebenmeer des Mittelmeeres ist. Nordwestlich trennt das Marmarameer Anatolien vom europäischen Kontinent ab. Das Marmarameer ist durch die Dardanellen mit der Ägäis und durch den Bosporus mit dem Schwarzen Meer verbunden.

Berge

Die Türkei ist zu ungefähr 90% von Bergen bedeckt. Entlang der Schwarzmeerküste erstreckt sich auf einer Länge von 1000 Kilometer und einer Breite von bis zu 200 Kilometer das Pontische Gebirge. Im Osten beträgt die Höhe der höchsten Gipfel zwischen 3000 und 3900 Meter, während die westlichen Gebirgszüge eine maximale Höhe von 2000 bis 2400 Meter erreichen.

Der Ararat ist der höchste Berg der Türkei.
Dr Gipfel des Ararat befindet sich auf 5173 Höhenmetern. | Quelle: Aram Grigoryan via Unsplash

In den größtenteils ehemaligen armenischen Provinzen des Osmanischen Reiches in Ostanatolien erreicht das Armenische Hochland (auch Ararathochland) seinen höchsten Punkt. Mit 5137 Metern ist der Ararat nicht nur der höchste Gipfel des Gebirges, sondern auch der Türkei. Der Ararat ist ein ruhender Vulkan, der zuletzt im Jahr 1840 ausgebrochen ist.

Im Süden der Türkei erstreckt sich auf einer Länge von 1500 Kilometer entlang des Mittelmeeres das Taurusgebirge. Im westlichen Taurus sind die höchsten Gipfel knapp über 3000 Meter hoch. Im mittleren Teil erreichen sie bereits eine Höhe von 3000-3700 Meter und im südöstlichen Taurus gibt es zwei Viertausender. Das Taurusgebirge ist ein beliebtes Ziel für Wanderer in der Türkei.

Die höchsten Berge der Türkei sind:

  • Ararat (5173m; Ararathochland)
  • Uludoruk Tepesi (4135m; Östlicher Taurus)
  • Cilo Dağı (4116m; Östlicher Taurus)
  • Süphan Dağı (4058m; Ararathochland)
  • Kaçkar Dağı (3932m; Ostpontisches Gebirge)

In Zentralanatolien liegt Kappadokien, ein Gebiet ehemals intensiver Vulkantätigkeit. Das Tuffgestein wurde über Jahrhunderte von Umwelteinflüssen zu Türmen und Kegeln geformt. Der höchste Vulkan Kappadokiens ist der Erciyes Dağı (3917m).

Die Landschaft Kappadokien wurde von Vulkanausbrüchen geformt.
Tourist*innen können vom Heißluftballon aus die Landschaft von Kappadokien bestaunen. | Quelle: Daniela Cuevas via Unsplash

Flüsse und Seen

Der längste Fluss, der nur durch die Türkei fließt, ist der Kızılırmak. Der Name bedeutet übersetzt „roter Fluss“, was von seiner, durch mitgeführten eisenhaltigen Ton hervorgerufene, rötlichen Färbung kommt. Der Kızılırmak entspringt im Ostanatolischen Hochland und mündet bei Bafra in einem breiten Delta in das Schwarze Meer. Er ist 1355 km lang.

Zwischen den beiden großen Flüssen Euphrat und Tigris liegt das Gebiet Mesopotamien (das Zweistromland), das gemeinhin als „Wiege der Zivilisation“ bezeichnet wird. Der Euphrat entsteht am Zusammenfluss seiner beiden Quellflüsse Murat und Karasu, die beide im Inneren Taurusgebirge entspringen. Die Quellflüsse des Tigris, Maden Çayı und Dibni Çayı, entspringen im Südosttaurus.

In der türkischen Sprache heißt der Euphrat Firat. Südlich der Staustufe Birecik verlässt er die Türkei und fließt anschließend durch Syrien und den Irak. Er ist mit einer Länge von 2700 Kilometern der längste Fluss Vorderasiens.

Der Tigris fließt, fast parallel, auf einem kleinen Stück der syrischen Grenze entlang und vereinigt sich bei der irakischen Stadt Basra mit dem Euphrat bevor sie gemeinsam im Persischen Golf münden. Diese letzte knapp 200 Kilometer lange Stück nennt man auch Schatt-al-Arab.

Mit einer Fläche von 3712 km² und einer Tiefe von 451 m ist der Vansee bei der Stadt Van in Ostanatolien der größte See der Türkei. Er liegt auf einer Höhe von 1648 m und ist einer der größten Gebirgsseen der Erde.

Der zweitgrößte See ist der 1500 km² große Tuz Gölü im trockenen Hochland zwischen Ankara, Konya und Aksaray. Er ist nur ungefähr 2 Meter tief und hat keinen Abfluss, weswegen er einen Salzgehalt von 33% hat. Damit ist der Tuz Gölü einer der salzhaltigsten Seen der Welt.

Berge und Seen bestimmen das Landschaftsbild der Türkei.
Die Landschaft der Türkei ist geprägt von Bergen und Seen. | Quelle: Huseyin Kaya via Unsplash

Die Regionen und Städte der Türkei

Die Türkei ist in sieben geografische Gebiete unterteilt, die nach ähnlichen klimatischen Merkmalen, dem Landschaftsbild und der Landnutzung eingeteilt wurden. Diese Regionen (Bölgesi) sind wiederum in 21 Gebiete (Bölümü) gegliedert:

  • Akdeniz Bölgesi – Mittelmeerregion
  • Doğu Anadolu Bölgesi –Ostanatolien
  • Ege Bölgesi –Ägäisregion
  • Güneydoğu Anadolu Bölgesi –Südostanatolien
  • İç Anadolu Bölgesi –Zentralanatolien
  • Karadeniz Bölgesi – Schwarzmeerregion
  • Marmara Bölgesi – Marmararegion

Auf Verwaltungsebene ist die Republik Türkei in 81 Provinzen gegliedert. Diese Einteilung ist rein politisch und nicht geografisch begründet. Aus diesem Grund können manche Provinzen mehreren geografischen Gebieten zugerechnet werden.

Ein Großteil der türkischen Bevölkerung (rund 74%) lebt in Städten. Während der Osten des Landes eher dünn besiedelt ist, befinden sich im Westen sowie im Zentrum wirtschaftliche und kulturelle Ballungszentren.

Die größte Stadt ist Istanbul, mit weit mehr als 12 Millionen Einwohnern. Die Metropole liegt am Bosporus und hat sowohl einen asiatischen als auch einen europäischen Teil. An zweiter Stelle folgt die Hauptstadt Ankara in Zentralanatolien (ca. 5,7 Millionen Einwohner). Als Regierungssitz ist sie das Verwaltungszentrum der Republik, gehört aber auch zu den wichtigen Wirtschaftszentren des Landes.

Weitere wichtige Städte der Türkei sind:

  • Izmir (früher Smyrna): drittgrößte Stadt der Türkei, an der Ägäis, zweitgrößter Handelshafen
  • Bursa: Westtürkei, Wirtschaftsstandort für die Automobil- und Textilindustrie
  • Gaziantep: Südostanatolien, größte und wirtschaftlich stärkste Stadt der Region
  • Konya: Zentralanatolien, eines der ältesten Siedlungsgebiete der Menschheit, religiöses Zentrum im Osmanischen Reich
  • Antalya: Mittelmeerregion, bedeutender Hafen für die Südküste, beliebtes Touristenziel

In der Schwarzmeerregion sind die Städte Samsun mit dem größten Hafenbecken am Schwarzen Meer und Trabzon als Hafenstadt und Touristenziel bedeutsam.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.